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New Work – Definition, Prinzipien & Praxis-Tipps für HR

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New Work – Definition, Prinzipien & Praxis-Tipps für HR

New Work bezeichnet ein Arbeitskonzept, das auf Selbstständigkeit, Freiheit und Sinnhaftigkeit basiert. Der Begriff wurde vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt und beschreibt heute flexible Arbeitsmodelle, flache Hierarchien und eine stärkere Orientierung am Purpose. Für Unternehmen bedeutet New Work einen Kulturwandel, der neue Kompetenzen wie Selbstorganisation und Eigenverantwortung erfordert.

Was ist New Work? Definition und Ursprung

New Work (deutsch: Neue Arbeit) ist ein Arbeitskonzept, das die traditionelle Lohnarbeit grundlegend hinterfragt. Im Kern geht es darum, Arbeit nicht mehr als notwendiges Übel zu betrachten, sondern als sinnstiftende Tätigkeit, die Menschen erfüllt und ihre Potenziale entfaltet.

Der Begriff stammt vom austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, der das Konzept in den 1980er Jahren entwickelte. Auslöser war die Automobilkrise in Flint, Michigan: Anstatt Massenentlassungen hinzunehmen, schlug Bergmann ein alternatives Arbeitsmodell vor, bei dem Arbeitnehmer:innen einen Teil ihrer Zeit für Tätigkeiten nutzen, die sie "wirklich, wirklich wollen".

Frithjof Bergmann: Der Begründer von New Work

Bergmann formulierte in seinem Buch "Neue Arbeit, Neue Kultur" (2004) eine radikale Kritik am bestehenden Lohnarbeitssystem. Seine zentrale These: Die klassische Erwerbsarbeit macht Menschen krank und unglücklich, weil sie deren intrinsische Motivation ignoriert. New Work sollte dieses System ablösen – nicht reformieren.

Heute wird der Begriff allerdings deutlich breiter interpretiert. Was Bergmann als gesellschaftliche Utopie entwarf, verstehen viele Unternehmen heute als Sammelbegriff für moderne Arbeitsformen wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder agile Führung.

Die drei Prinzipien: Selbstständigkeit, Freiheit, Gemeinschaft

Bergmanns Original-Konzept basiert auf drei Säulen:

Selbstständigkeit: Menschen arbeiten eigenverantwortlich und treffen eigene Entscheidungen. Sie sind nicht bloße Befehlsempfänger:innen, sondern gestalten ihre Arbeit aktiv mit.

Freiheit: Arbeitnehmer:innen haben echte Wahlmöglichkeiten – bei der Art ihrer Tätigkeit, dem Arbeitsort und der Zeiteinteilung. Diese Freiheit geht über flexible Arbeitszeiten hinaus und betrifft die grundsätzliche Frage: Was will ich wirklich arbeiten?

Teilhabe an Gemeinschaft: Arbeit dient nicht nur dem eigenen Vorteil, sondern auch dem Gemeinwohl. Der Purpose – also der tiefere Sinn der Arbeit – wird zum zentralen Motivator.

Moderne Interpretation von New Work

In der heutigen Unternehmenspraxis hat sich New Work von Bergmanns philosophischem Ansatz gelöst. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2023 verstehen die meisten deutschen Unternehmen unter New Work vor allem:

  • Flexible Arbeitszeiten und -orte
  • Flache Hierarchien und selbstorganisierte Teams
  • Digitale Zusammenarbeit
  • Ergebnisorientierung statt Präsenzkultur
  • Stärkere Mitarbeiter:innen-Beteiligung

Diese pragmatische Interpretation unterscheidet sich vom Begriff Arbeit 4.0, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Weißbuch "Arbeiten 4.0" geprägt hat. Während Arbeit 4.0 primär die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt beschreibt, betont New Work die kulturelle und philosophische Dimension.

New Work Maßnahmen: Beispiele aus der Praxis

New Work ist kein starres Konzept, sondern ein Bündel von Maßnahmen, die je nach Unternehmen unterschiedlich kombiniert werden können.

Flexibles Arbeiten: Zeit und Ort

Die bekannteste New-Work-Maßnahme ist das hybride Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeiter:innen zwischen Büro und Homeoffice wechseln. Damit verbunden sind oft:

  • Vertrauensarbeitszeit statt Stempeluhr
  • Ergebnisorientierung statt Präsenzpflicht
  • Asynchrone Kommunikation über digitale Tools
  • Workation-Möglichkeiten (Arbeiten von beliebigen Orten)

Selbstorganisierte Teams und flache Hierarchien

Viele Unternehmen experimentieren mit neuen Organisationsformen wie Holacracy oder Scrum-Teams. Kennzeichen sind:

  • Dezentrale Entscheidungsfindung
  • Eigenverantwortliche Projektteams
  • Abbau von Führungsebenen
  • Transparente Informationsflüsse

Purpose-Orientierung und Sinnhaftigkeit

Gerade für jüngere Generationen ist der Sinn der Arbeit ein entscheidender Faktor. Unternehmen, die New Work ernst nehmen, kommunizieren ihren Purpose klar und ermöglichen Mitarbeiter:innen, sich mit der Unternehmensmission zu identifizieren.

Welche Kompetenzen erfordert New Work?

New Work verändert nicht nur Strukturen, sondern auch Anforderungen an Mitarbeiter:innen. Wer in selbstorganisierten Teams arbeitet, benötigt andere Kompetenzen als in klassischen Hierarchien.

Zentrale Soft Skills für die neue Arbeitswelt sind:

  • Selbstorganisation: Die Fähigkeit, eigene Aufgaben zu priorisieren und Deadlines einzuhalten – ohne ständige Kontrolle
  • Eigenverantwortung: Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu tragen
  • Kommunikationsfähigkeit: Besonders wichtig in verteilten Teams, die digital zusammenarbeiten
  • Flexibilität: Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen und Arbeitsweisen
  • Teamfähigkeit trotz Distanz: Vertrauen aufbauen und halten, auch ohne täglichen persönlichen Kontakt

Für HR-Verantwortliche stellt sich die Frage, wie diese Kompetenzen bei Bewerber:innen erkannt werden können. Klassische Bewerbungsunterlagen geben darüber wenig Auskunft. Hier können wissenschaftlich fundierte Assessments helfen, Soft Skills wie Selbstorganisation oder Flexibilität objektiv zu messen. Die digitale Plattform Aivy bietet beispielsweise Game-Based Assessments, die solche Kompetenzen valide erfassen – unabhängig von Lebenslauf oder Bauchgefühl. Eine Potenzialanalyse kann zeigen, welche Kandidat:innen für selbstorganisierte Arbeitsweisen besonders geeignet sind.

Vorteile und Kritik an New Work

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende

Richtig umgesetzt, bietet New Work Vorteile für beide Seiten:

Für Unternehmen:

  • Höhere Mitarbeiter:innen-Zufriedenheit und geringere Fluktuation
  • Stärkere Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte
  • Produktivitätssteigerung durch motiviertere Teams
  • Besserer Cultural Fit durch klarere Wertekommunikation

Für Mitarbeitende:

  • Bessere Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten
  • Mehr Autonomie und Gestaltungsspielraum
  • Sinnhaftigkeit als Motivator
  • Individuelle Entfaltungsmöglichkeiten

Kritik und Herausforderungen

New Work ist jedoch kein Allheilmittel. Kritiker:innen weisen auf mehrere Probleme hin:

Selbstausbeutung: Wenn Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen, kann das zu Überarbeitung führen. Flexible Arbeitszeiten bedeuten für manche: immer erreichbar sein.

Nicht für alle Berufe geeignet: In Produktion, Pflege oder Einzelhandel sind viele New-Work-Maßnahmen schlicht nicht umsetzbar. Das kann zu einer Zwei-Klassen-Arbeitswelt führen.

Kulturwandel braucht Zeit: Flache Hierarchien auf dem Papier bedeuten nicht automatisch eine veränderte Führungskultur. Viele Unternehmen unterschätzen den Transformationsaufwand.

Gesundheit am Arbeitsplatz: Ohne klare Strukturen und Führung können manche Mitarbeiter:innen sich überfordert fühlen. Nicht jeder Mensch arbeitet in Selbstorganisation besser.

Häufige Fragen zu New Work

Was versteht man unter New Work?

New Work ist ein Arbeitskonzept, das Selbstständigkeit, Freiheit und Sinnhaftigkeit in den Mittelpunkt stellt. Der Begriff wurde vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt. Heute umfasst New Work flexible Arbeitsmodelle, flache Hierarchien, Purpose-Orientierung und selbstorganisierte Teams.

Woher kommt der Begriff New Work?

Der Begriff stammt von Frithjof Bergmann, der das Konzept in den 1980er Jahren während der Automobilkrise in Flint, Michigan (USA) entwickelte. In seinem Buch "Neue Arbeit, Neue Kultur" (2004) beschrieb er seine Vision einer Arbeitswelt jenseits der klassischen Lohnarbeit.

Was sind die Prinzipien von New Work?

Die drei zentralen Prinzipien nach Bergmann sind: Selbstständigkeit (eigenverantwortliches Arbeiten), Freiheit (echte Wahlmöglichkeiten bei Tätigkeit, Ort und Zeit) und Teilhabe an Gemeinschaft (sinnvolle Arbeit, die anderen dient).

Ist Homeoffice das Gleiche wie New Work?

Nein. Homeoffice ist eine einzelne Maßnahme, New Work ist ein umfassendes Konzept. New Work umfasst neben flexiblen Arbeitsorten auch Aspekte wie Führungskultur, Sinnhaftigkeit und Selbstorganisation. Homeoffice allein macht noch kein New Work.

Was ist der Unterschied zwischen New Work und Arbeit 4.0?

New Work ist ein philosophisches Konzept (Bergmann) mit Fokus auf Sinn und Selbstbestimmung. Arbeit 4.0 ist ein politischer Begriff des BMAS mit Fokus auf Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Beide Begriffe überschneiden sich, haben aber unterschiedliche Ursprünge.

Welche Kompetenzen braucht New Work?

Für New Work sind besonders Soft Skills wichtig: Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit (auch digital), Flexibilität und Teamfähigkeit trotz räumlicher Distanz. Diese Kompetenzen lassen sich mit wissenschaftlich fundierten Assessments messen.

Welche Unternehmen setzen New Work um?

Viele Start-ups sind von Beginn an nach New-Work-Prinzipien organisiert. Große Konzerne wie Siemens, Bosch oder die Deutsche Telekom experimentieren mit Pilotprojekten. Im Mittelstand setzen immer mehr Unternehmen auf flexible Arbeitsmodelle, um im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv zu bleiben.

Fazit

New Work ist mehr als ein Trend – es beschreibt einen grundlegenden Wandel in der Art, wie Menschen arbeiten wollen und können. Dabei geht es nicht nur um Homeoffice und flexible Zeiten, sondern um eine neue Arbeitskultur, die Selbstbestimmung, Sinnhaftigkeit und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellt.

Für HR-Verantwortliche bedeutet das: Anforderungsprofile verändern sich. Soft Skills wie Selbstorganisation und Flexibilität werden wichtiger – und sollten im Recruiting-Prozess objektiv erfasst werden. Wer die richtigen Menschen für die neue Arbeitswelt gewinnen will, braucht Methoden, die über den Lebenslauf hinausgehen.

Du möchtest wissen, wie du New-Work-Kompetenzen bei Bewerber:innen objektiv messen kannst? Mehr über wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik mit Aivy erfahren

Quellen

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New Work – Definition, Prinzipien & Praxis-Tipps für HR

New Work bezeichnet ein Arbeitskonzept, das auf Selbstständigkeit, Freiheit und Sinnhaftigkeit basiert. Der Begriff wurde vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt und beschreibt heute flexible Arbeitsmodelle, flache Hierarchien und eine stärkere Orientierung am Purpose. Für Unternehmen bedeutet New Work einen Kulturwandel, der neue Kompetenzen wie Selbstorganisation und Eigenverantwortung erfordert.

Was ist New Work? Definition und Ursprung

New Work (deutsch: Neue Arbeit) ist ein Arbeitskonzept, das die traditionelle Lohnarbeit grundlegend hinterfragt. Im Kern geht es darum, Arbeit nicht mehr als notwendiges Übel zu betrachten, sondern als sinnstiftende Tätigkeit, die Menschen erfüllt und ihre Potenziale entfaltet.

Der Begriff stammt vom austro-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, der das Konzept in den 1980er Jahren entwickelte. Auslöser war die Automobilkrise in Flint, Michigan: Anstatt Massenentlassungen hinzunehmen, schlug Bergmann ein alternatives Arbeitsmodell vor, bei dem Arbeitnehmer:innen einen Teil ihrer Zeit für Tätigkeiten nutzen, die sie "wirklich, wirklich wollen".

Frithjof Bergmann: Der Begründer von New Work

Bergmann formulierte in seinem Buch "Neue Arbeit, Neue Kultur" (2004) eine radikale Kritik am bestehenden Lohnarbeitssystem. Seine zentrale These: Die klassische Erwerbsarbeit macht Menschen krank und unglücklich, weil sie deren intrinsische Motivation ignoriert. New Work sollte dieses System ablösen – nicht reformieren.

Heute wird der Begriff allerdings deutlich breiter interpretiert. Was Bergmann als gesellschaftliche Utopie entwarf, verstehen viele Unternehmen heute als Sammelbegriff für moderne Arbeitsformen wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder agile Führung.

Die drei Prinzipien: Selbstständigkeit, Freiheit, Gemeinschaft

Bergmanns Original-Konzept basiert auf drei Säulen:

Selbstständigkeit: Menschen arbeiten eigenverantwortlich und treffen eigene Entscheidungen. Sie sind nicht bloße Befehlsempfänger:innen, sondern gestalten ihre Arbeit aktiv mit.

Freiheit: Arbeitnehmer:innen haben echte Wahlmöglichkeiten – bei der Art ihrer Tätigkeit, dem Arbeitsort und der Zeiteinteilung. Diese Freiheit geht über flexible Arbeitszeiten hinaus und betrifft die grundsätzliche Frage: Was will ich wirklich arbeiten?

Teilhabe an Gemeinschaft: Arbeit dient nicht nur dem eigenen Vorteil, sondern auch dem Gemeinwohl. Der Purpose – also der tiefere Sinn der Arbeit – wird zum zentralen Motivator.

Moderne Interpretation von New Work

In der heutigen Unternehmenspraxis hat sich New Work von Bergmanns philosophischem Ansatz gelöst. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2023 verstehen die meisten deutschen Unternehmen unter New Work vor allem:

  • Flexible Arbeitszeiten und -orte
  • Flache Hierarchien und selbstorganisierte Teams
  • Digitale Zusammenarbeit
  • Ergebnisorientierung statt Präsenzkultur
  • Stärkere Mitarbeiter:innen-Beteiligung

Diese pragmatische Interpretation unterscheidet sich vom Begriff Arbeit 4.0, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Weißbuch "Arbeiten 4.0" geprägt hat. Während Arbeit 4.0 primär die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt beschreibt, betont New Work die kulturelle und philosophische Dimension.

New Work Maßnahmen: Beispiele aus der Praxis

New Work ist kein starres Konzept, sondern ein Bündel von Maßnahmen, die je nach Unternehmen unterschiedlich kombiniert werden können.

Flexibles Arbeiten: Zeit und Ort

Die bekannteste New-Work-Maßnahme ist das hybride Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeiter:innen zwischen Büro und Homeoffice wechseln. Damit verbunden sind oft:

  • Vertrauensarbeitszeit statt Stempeluhr
  • Ergebnisorientierung statt Präsenzpflicht
  • Asynchrone Kommunikation über digitale Tools
  • Workation-Möglichkeiten (Arbeiten von beliebigen Orten)

Selbstorganisierte Teams und flache Hierarchien

Viele Unternehmen experimentieren mit neuen Organisationsformen wie Holacracy oder Scrum-Teams. Kennzeichen sind:

  • Dezentrale Entscheidungsfindung
  • Eigenverantwortliche Projektteams
  • Abbau von Führungsebenen
  • Transparente Informationsflüsse

Purpose-Orientierung und Sinnhaftigkeit

Gerade für jüngere Generationen ist der Sinn der Arbeit ein entscheidender Faktor. Unternehmen, die New Work ernst nehmen, kommunizieren ihren Purpose klar und ermöglichen Mitarbeiter:innen, sich mit der Unternehmensmission zu identifizieren.

Welche Kompetenzen erfordert New Work?

New Work verändert nicht nur Strukturen, sondern auch Anforderungen an Mitarbeiter:innen. Wer in selbstorganisierten Teams arbeitet, benötigt andere Kompetenzen als in klassischen Hierarchien.

Zentrale Soft Skills für die neue Arbeitswelt sind:

  • Selbstorganisation: Die Fähigkeit, eigene Aufgaben zu priorisieren und Deadlines einzuhalten – ohne ständige Kontrolle
  • Eigenverantwortung: Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen zu tragen
  • Kommunikationsfähigkeit: Besonders wichtig in verteilten Teams, die digital zusammenarbeiten
  • Flexibilität: Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen und Arbeitsweisen
  • Teamfähigkeit trotz Distanz: Vertrauen aufbauen und halten, auch ohne täglichen persönlichen Kontakt

Für HR-Verantwortliche stellt sich die Frage, wie diese Kompetenzen bei Bewerber:innen erkannt werden können. Klassische Bewerbungsunterlagen geben darüber wenig Auskunft. Hier können wissenschaftlich fundierte Assessments helfen, Soft Skills wie Selbstorganisation oder Flexibilität objektiv zu messen. Die digitale Plattform Aivy bietet beispielsweise Game-Based Assessments, die solche Kompetenzen valide erfassen – unabhängig von Lebenslauf oder Bauchgefühl. Eine Potenzialanalyse kann zeigen, welche Kandidat:innen für selbstorganisierte Arbeitsweisen besonders geeignet sind.

Vorteile und Kritik an New Work

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende

Richtig umgesetzt, bietet New Work Vorteile für beide Seiten:

Für Unternehmen:

  • Höhere Mitarbeiter:innen-Zufriedenheit und geringere Fluktuation
  • Stärkere Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte
  • Produktivitätssteigerung durch motiviertere Teams
  • Besserer Cultural Fit durch klarere Wertekommunikation

Für Mitarbeitende:

  • Bessere Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten
  • Mehr Autonomie und Gestaltungsspielraum
  • Sinnhaftigkeit als Motivator
  • Individuelle Entfaltungsmöglichkeiten

Kritik und Herausforderungen

New Work ist jedoch kein Allheilmittel. Kritiker:innen weisen auf mehrere Probleme hin:

Selbstausbeutung: Wenn Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen, kann das zu Überarbeitung führen. Flexible Arbeitszeiten bedeuten für manche: immer erreichbar sein.

Nicht für alle Berufe geeignet: In Produktion, Pflege oder Einzelhandel sind viele New-Work-Maßnahmen schlicht nicht umsetzbar. Das kann zu einer Zwei-Klassen-Arbeitswelt führen.

Kulturwandel braucht Zeit: Flache Hierarchien auf dem Papier bedeuten nicht automatisch eine veränderte Führungskultur. Viele Unternehmen unterschätzen den Transformationsaufwand.

Gesundheit am Arbeitsplatz: Ohne klare Strukturen und Führung können manche Mitarbeiter:innen sich überfordert fühlen. Nicht jeder Mensch arbeitet in Selbstorganisation besser.

Häufige Fragen zu New Work

Was versteht man unter New Work?

New Work ist ein Arbeitskonzept, das Selbstständigkeit, Freiheit und Sinnhaftigkeit in den Mittelpunkt stellt. Der Begriff wurde vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt. Heute umfasst New Work flexible Arbeitsmodelle, flache Hierarchien, Purpose-Orientierung und selbstorganisierte Teams.

Woher kommt der Begriff New Work?

Der Begriff stammt von Frithjof Bergmann, der das Konzept in den 1980er Jahren während der Automobilkrise in Flint, Michigan (USA) entwickelte. In seinem Buch "Neue Arbeit, Neue Kultur" (2004) beschrieb er seine Vision einer Arbeitswelt jenseits der klassischen Lohnarbeit.

Was sind die Prinzipien von New Work?

Die drei zentralen Prinzipien nach Bergmann sind: Selbstständigkeit (eigenverantwortliches Arbeiten), Freiheit (echte Wahlmöglichkeiten bei Tätigkeit, Ort und Zeit) und Teilhabe an Gemeinschaft (sinnvolle Arbeit, die anderen dient).

Ist Homeoffice das Gleiche wie New Work?

Nein. Homeoffice ist eine einzelne Maßnahme, New Work ist ein umfassendes Konzept. New Work umfasst neben flexiblen Arbeitsorten auch Aspekte wie Führungskultur, Sinnhaftigkeit und Selbstorganisation. Homeoffice allein macht noch kein New Work.

Was ist der Unterschied zwischen New Work und Arbeit 4.0?

New Work ist ein philosophisches Konzept (Bergmann) mit Fokus auf Sinn und Selbstbestimmung. Arbeit 4.0 ist ein politischer Begriff des BMAS mit Fokus auf Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Beide Begriffe überschneiden sich, haben aber unterschiedliche Ursprünge.

Welche Kompetenzen braucht New Work?

Für New Work sind besonders Soft Skills wichtig: Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit (auch digital), Flexibilität und Teamfähigkeit trotz räumlicher Distanz. Diese Kompetenzen lassen sich mit wissenschaftlich fundierten Assessments messen.

Welche Unternehmen setzen New Work um?

Viele Start-ups sind von Beginn an nach New-Work-Prinzipien organisiert. Große Konzerne wie Siemens, Bosch oder die Deutsche Telekom experimentieren mit Pilotprojekten. Im Mittelstand setzen immer mehr Unternehmen auf flexible Arbeitsmodelle, um im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv zu bleiben.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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