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Gesundheit am Arbeitsplatz: Leitfaden für HR & Unternehmen

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Gesundheit am Arbeitsplatz: Leitfaden für HR & Unternehmen

Gesundheit am Arbeitsplatz: Warum sie mehr als nur eine Pflicht ist

In der modernen Arbeitswelt ist Gesundheit am Arbeitsplatz längst kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Faktor für Unternehmenserfolg. Es geht nicht nur darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern aktiv die Leistungsfähigkeit, Motivation und Bindung deiner Mitarbeitenden zu stärken. Von der physischen Ergonomie bis zur psychischen Widerstandsfähigkeit – die Anforderungen an Unternehmen sind komplex und dynamisch.

Dieser umfassende Ratgeber beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Arbeitsplatzgesundheit, zeigt auf, wo klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen und wie ein moderner, datenbasierter Ansatz dein Unternehmen wirklich voranbringt.

Was verbirgt sich hinter „Gesundheit am Arbeitsplatz“?

Der Begriff umfasst alle Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Er gliedert sich in verschiedene Bereiche:

  • Arbeitsschutz: Der gesetzlich vorgeschriebene Teil, der Unfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren verhindern soll. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplätze, sichere Maschinen und die Bereitstellung von Schutzkleidung.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Eine systematische Strategie zur Gestaltung und Steuerung gesundheitsförderlicher Strukturen und Prozesse. Ziel ist es, die Gesundheit der Belegschaft nachhaltig zu sichern und zu stärken.
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Konkrete Angebote und Programme, die über den gesetzlichen Arbeitsschutz hinausgehen, wie z.B. Sportkurse, Ernährungsberatung oder Stressbewältigungstrainings.

Auch die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist fester Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Die Lücke zwischen Pflicht und Wirkung: Wo aktuelle Ansätze scheitern

Viele Unternehmen sehen die Förderung der Arbeitsplatzgesundheit primär als gesetzliche Pflicht. Sie setzen Maßnahmen um, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber oft die wahren Ursachen für Fehlzeiten und Fluktuation nicht adressieren. Der Fokus liegt häufig auf reaktiven Maßnahmen – z. B. der Krankmeldung – anstatt auf präventiven, datengestützten Interventionen.

Typische Probleme traditioneller Ansätze:

  • One-size-fits-all-Lösungen: Programme wie der Obstkorb oder die Yogastunde sind zwar nett, erreichen aber oft nur einen kleinen Teil der Belegschaft. Sie ignorieren die individuellen Bedürfnisse und Belastungsfaktoren der Mitarbeitenden.
  • Fehlende Datenbasis: Maßnahmen werden ohne eine fundierte Analyse der spezifischen Belastungen im Unternehmen umgesetzt. Man weiß, dass psychische Belastungen existieren, aber nicht, welche spezifischen Stressoren in welchen Teams oder bei welchen Jobrollen vorherrschen.
  • Mangelnde Nachhaltigkeit: Einmalige Workshops oder Aktionen verpuffen oft schnell. Es fehlt an einer langfristigen Strategie, die die Unternehmenskultur nachhaltig verändert.
  • Fehlende Passung zwischen Mensch und Organisation: Ein wesentlicher, oft übersehener Faktor für das Wohlbefinden ist ein fehlender Cultural Fit. Wenn die Arbeitsweise, die Werte oder die Kultur eines Unternehmens nicht zu den persönlichen Werten und der Arbeitsweise der Mitarbeitenden passen, kann das zu ständiger innerer Reibung, Frustration und schlussendlich zu psychischer Belastung führen.

Ohne präzise Daten tappen Unternehmen im Dunkeln. Maßnahmen werden blind gewählt, der ROI bleibt unklar und die eigentlichen Probleme bleiben ungelöst. Hier kommen wissenschaftlich fundierte Verfahren ins Spiel, die eine präzise Diagnose ermöglichen.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Risiken erkennen, Maßnahmen ableiten

Die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein zentraler Pfeiler für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Bedeutung von psychischer Sicherheit und einem unterstützenden Arbeitsumfeld. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen:

  • Arbeitsüberlastung und Zeitdruck
  • Geringe Handlungsspielräume
  • Mangelnde soziale Unterstützung
  • Unklare Rollen oder Zielkonflikte
  • Mangelnder Cultural Fit
  • Schlechtes Führungsverhalten

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist für Unternehmen in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und bietet einen Rahmen, um solche Risiken systematisch zu identifizieren. Doch wie geht man von der Analyse zur wirksamen Intervention über?

Präzise Diagnostik als Schlüssel zur Wirkung

Um Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wirklich effektiv zu gestalten, braucht es eine klare, evidenzbasierte Strategie. Hier können wissenschaftlich fundierte diagnostische Verfahren einen entscheidenden Unterschied machen. Sie helfen dabei, eine gute Passung zwischen Bewerber:innen und der Unternehmenskultur zu finden, was langfristig Fehlzeiten reduzieren und die Mitarbeiterbindung erhöhen kann.

Eine digitale Plattform, die wissenschaftlich fundierte Verfahren wie Game-based Assessments und validierte Fragebögen einsetzt, ermöglicht es, die Passung von Kandidat:innen zur Arbeitskultur zu messen. Ein guter Cultural Fit ist ein entscheidender Prädiktor für Wohlbefinden und langfristige Bindung, was wiederum Fluktuation und die damit verbundenen Kosten senkt. Wenn die grundlegenden Werte und Verhaltenspräferenzen der Kandidat:innen zur Unternehmenskultur passen, reduziert das das Risiko von Konflikten und Stressfaktoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Wie eine datenbasierte Lösung Unternehmen unterstützt

Eine moderne, technologiegestützte Lösung wie die von Aivy adressiert die zuvor genannten Probleme direkt. Anstatt auf vage Annahmen zu setzen, basiert die Strategie auf harten Daten, die eine bessere Passung zwischen Personen und Organisationen ermöglichen.

Cultural Fit und Werte-Matching: Bereits in der Bewerbungsphase kann die Plattform mittels psychometrischer Tests prüfen, ob die grundlegenden Werte und Verhaltenspräferenzen der Kandidat:innen zur Unternehmenskultur passen. Das reduziert das Risiko von späteren Konflikten und Stressoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Mit den gesammelten Daten können Unternehmen wirksame Interventionen ableiten. So können sie beispielsweise feststellen, dass für ein spezifisches Team hoher Zeitdruck, während in einer anderen Abteilung mangelnde soziale Unterstützung ein Problem darstellt. Anhand dessen können explizite Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden.

Praxisbeispiel: MCI Deutschland GmbH

Oft bleiben die wichtigsten Stärken und Präferenzen von Bewerbenden unentdeckt, da sie sich ihrer selbst nicht bewusst sind. Genau diese „blinden Flecken“ macht die MCI Deutschland GmbH mithilfe der spielerischen Mini-Assessments von Aivy sichtbar. In nur ca. 15 Minuten wird ein individuelles Stärkenprofil erstellt – ganz ohne „richtig“ oder „falsch“.

Dieses innovative Vorgehen ermöglicht es MCI, die unbewussten Stärken und Präferenzen von Kandidat:innen mit den Werten und der Kultur des Unternehmens abzugleichen. Die Ergebnisse helfen, Teams zu formen, die vielfältig und gleichzeitig harmonisch zusammenarbeiten, weil sie auf einer gemeinsamen Basis von Werten aufbauen. So werden Potenziale entdeckt, die in einem herkömmlichen Lebenslauf unsichtbar bleiben. Dadurch wird nicht nur eine bessere Passung zum Team und zur Unternehmenskultur ermöglicht, sondern auch das Fundament für ein gesünderes Arbeitsumfeld und nachhaltige Mitarbeiterbindung gelegt.

ROI der Gesundheitsförderung: Warum sich Investitionen lohnen

Die Investition in Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist kein Kostenfaktor, sondern ein Invest in die Zukunft des Unternehmens. Ein gesunder Mitarbeiter:innenstamm ist produktiver, motivierter und loyaler.

  • Senkung von Fehlzeiten: Gesunde Mitarbeitende fehlen seltener. Präventive Maßnahmen, wie eine gute Passung im Recruiting, reduzieren krankheitsbedingte Fehlzeiten und damit verbundene Kosten.
  • Steigerung der Produktivität: Wer sich wohlfühlt und weniger gestresst ist, arbeitet effizienter und kreativer.
  • Reduktion der Fluktuation: Unternehmen, die sich um die Gesundheit ihrer Belegschaft kümmern, haben eine höhere Mitarbeiterbindung. Eine gute Passung (Cultural Fit) von Anfang an trägt maßgeblich dazu bei. Das spart Kosten für Recruiting und Einarbeitung.

Verbesserung der Arbeitgebermarke: Ein starkes Engagement für die Mitarbeitergesundheit macht ein Unternehmen attraktiv für Fachkräfte und stärkt das positive Image in der Öffentlichkeit.

Fazit: Von der Pflicht zur strategischen Chance

Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine essentielle Verantwortung von Unternehmen. Der Übergang von der bloßen Erfüllung gesetzlicher Pflichten zu einer proaktiven, evidenzbasierten Strategie ist entscheidend für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Moderne, digitale Lösungen wie die von Aivy bieten hierfür eine überzeugende Antwort: Sie liefern die notwendigen datenbasierten Einblicke, um die Passung zwischen Bewerber:innen und der Unternehmenskultur zu verbessern. So wird die Gesundheit der Belegschaft nicht nur geschützt, sondern auch aktiv gefördert – ein echter Mehrwert für alle Beteiligten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Was sind die gesetzlichen Mindestanforderungen an Unternehmen in Bezug auf Gesundheit am Arbeitsplatz? In Deutschland müssen Unternehmen nach dem Arbeitsschutzgesetz die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden gewährleisten. Dazu gehören regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen, die Bereitstellung sicherer Arbeitsmittel und die Umsetzung notwendiger Schutzmaßnahmen. Besonders wichtig ist die psychische Gefährdungsbeurteilung, die seit 2013 für alle Unternehmen Pflicht ist.
  2. Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF? Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die übergeordnete Strategie, die alle Prozesse und Strukturen im Unternehmen umfasst, die die Gesundheit der Belegschaft fördern. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sind die konkreten, oft verhaltensbezogenen Maßnahmen (z.B. Sportkurse, Workshops), die im Rahmen des BGM angeboten werden.
  3. Wie kann ich psychische Belastungen bei meinen Mitarbeitenden frühzeitig erkennen? Frühe Warnsignale können sein: erhöhte Fehlzeiten, Leistungsschwankungen, Rückzug von Kolleg:innen, erhöhte Reizbarkeit oder vermehrte Fehler. Wichtig ist es, ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende offen über Probleme sprechen können. Anonyme, wissenschaftlich fundierte Screenings können dabei helfen, Belastungsfaktoren im Team objektiv zu identifizieren, ohne dass Einzelpersonen sich exponieren müssen.
  4. Welche Maßnahmen sind besonders wirksam? Wirksame Maßnahmen sind jene, die auf einer fundierten Diagnose der spezifischen Belastungen im Unternehmen basieren. Dazu zählen verhältnisorientierte Maßnahmen wie die Optimierung von Arbeitsabläufen oder der Führungsstil, sowie verhaltensorientierte Angebote wie Stressbewältigungstrainings oder Resilienz-Coachings. Eine Kombination aus beidem ist oft am effektivsten. Ein guter Cultural Fit ist ebenfalls eine wichtige präventive Maßnahme, da er langfristig Stress reduziert.
  5. Kann der ROI von Gesundheitsmaßnahmen gemessen werden? Ja, der Return on Investment (ROI) kann durch die Analyse verschiedener Kennzahlen ermittelt werden. Dazu gehören die Reduzierung von Fehlzeiten, die Senkung der Fluktuationsrate, die Steigerung der Produktivität und die Verbesserung des Engagements. Moderne digitale Tools helfen dabei, diese Daten transparent zu erfassen und den Erfolg der Maßnahmen sichtbar zu machen.
  6. Was ist Cultural Fit und wie passt das zur Mitarbeitergesundheit? Cultural Fit beschreibt die Übereinstimmung der persönlichen Werte, Einstellungen und der Arbeitsweise eines Mitarbeitenden mit der Kultur und den Werten eines Unternehmens. Ein hoher Fit kann das Gefühl der Zugehörigkeit stärken und zu größerer Zufriedenheit führen, während ein geringer Fit zu ständiger Anpassungsleistung und psychischem Stress führen kann. Die präzise Messung von Cultural Fit im Recruiting-Prozess ist daher eine wichtige präventive Maßnahme zur Förderung der langfristigen Mitarbeitergesundheit.

Quellen:

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Gesundheit am Arbeitsplatz: Warum sie mehr als nur eine Pflicht ist

In der modernen Arbeitswelt ist Gesundheit am Arbeitsplatz längst kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Faktor für Unternehmenserfolg. Es geht nicht nur darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern aktiv die Leistungsfähigkeit, Motivation und Bindung deiner Mitarbeitenden zu stärken. Von der physischen Ergonomie bis zur psychischen Widerstandsfähigkeit – die Anforderungen an Unternehmen sind komplex und dynamisch.

Dieser umfassende Ratgeber beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Arbeitsplatzgesundheit, zeigt auf, wo klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen und wie ein moderner, datenbasierter Ansatz dein Unternehmen wirklich voranbringt.

Was verbirgt sich hinter „Gesundheit am Arbeitsplatz“?

Der Begriff umfasst alle Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Er gliedert sich in verschiedene Bereiche:

  • Arbeitsschutz: Der gesetzlich vorgeschriebene Teil, der Unfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren verhindern soll. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplätze, sichere Maschinen und die Bereitstellung von Schutzkleidung.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Eine systematische Strategie zur Gestaltung und Steuerung gesundheitsförderlicher Strukturen und Prozesse. Ziel ist es, die Gesundheit der Belegschaft nachhaltig zu sichern und zu stärken.
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Konkrete Angebote und Programme, die über den gesetzlichen Arbeitsschutz hinausgehen, wie z.B. Sportkurse, Ernährungsberatung oder Stressbewältigungstrainings.

Auch die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist fester Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Die Lücke zwischen Pflicht und Wirkung: Wo aktuelle Ansätze scheitern

Viele Unternehmen sehen die Förderung der Arbeitsplatzgesundheit primär als gesetzliche Pflicht. Sie setzen Maßnahmen um, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber oft die wahren Ursachen für Fehlzeiten und Fluktuation nicht adressieren. Der Fokus liegt häufig auf reaktiven Maßnahmen – z. B. der Krankmeldung – anstatt auf präventiven, datengestützten Interventionen.

Typische Probleme traditioneller Ansätze:

  • One-size-fits-all-Lösungen: Programme wie der Obstkorb oder die Yogastunde sind zwar nett, erreichen aber oft nur einen kleinen Teil der Belegschaft. Sie ignorieren die individuellen Bedürfnisse und Belastungsfaktoren der Mitarbeitenden.
  • Fehlende Datenbasis: Maßnahmen werden ohne eine fundierte Analyse der spezifischen Belastungen im Unternehmen umgesetzt. Man weiß, dass psychische Belastungen existieren, aber nicht, welche spezifischen Stressoren in welchen Teams oder bei welchen Jobrollen vorherrschen.
  • Mangelnde Nachhaltigkeit: Einmalige Workshops oder Aktionen verpuffen oft schnell. Es fehlt an einer langfristigen Strategie, die die Unternehmenskultur nachhaltig verändert.
  • Fehlende Passung zwischen Mensch und Organisation: Ein wesentlicher, oft übersehener Faktor für das Wohlbefinden ist ein fehlender Cultural Fit. Wenn die Arbeitsweise, die Werte oder die Kultur eines Unternehmens nicht zu den persönlichen Werten und der Arbeitsweise der Mitarbeitenden passen, kann das zu ständiger innerer Reibung, Frustration und schlussendlich zu psychischer Belastung führen.

Ohne präzise Daten tappen Unternehmen im Dunkeln. Maßnahmen werden blind gewählt, der ROI bleibt unklar und die eigentlichen Probleme bleiben ungelöst. Hier kommen wissenschaftlich fundierte Verfahren ins Spiel, die eine präzise Diagnose ermöglichen.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Risiken erkennen, Maßnahmen ableiten

Die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein zentraler Pfeiler für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Bedeutung von psychischer Sicherheit und einem unterstützenden Arbeitsumfeld. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen:

  • Arbeitsüberlastung und Zeitdruck
  • Geringe Handlungsspielräume
  • Mangelnde soziale Unterstützung
  • Unklare Rollen oder Zielkonflikte
  • Mangelnder Cultural Fit
  • Schlechtes Führungsverhalten

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist für Unternehmen in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und bietet einen Rahmen, um solche Risiken systematisch zu identifizieren. Doch wie geht man von der Analyse zur wirksamen Intervention über?

Präzise Diagnostik als Schlüssel zur Wirkung

Um Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wirklich effektiv zu gestalten, braucht es eine klare, evidenzbasierte Strategie. Hier können wissenschaftlich fundierte diagnostische Verfahren einen entscheidenden Unterschied machen. Sie helfen dabei, eine gute Passung zwischen Bewerber:innen und der Unternehmenskultur zu finden, was langfristig Fehlzeiten reduzieren und die Mitarbeiterbindung erhöhen kann.

Eine digitale Plattform, die wissenschaftlich fundierte Verfahren wie Game-based Assessments und validierte Fragebögen einsetzt, ermöglicht es, die Passung von Kandidat:innen zur Arbeitskultur zu messen. Ein guter Cultural Fit ist ein entscheidender Prädiktor für Wohlbefinden und langfristige Bindung, was wiederum Fluktuation und die damit verbundenen Kosten senkt. Wenn die grundlegenden Werte und Verhaltenspräferenzen der Kandidat:innen zur Unternehmenskultur passen, reduziert das das Risiko von Konflikten und Stressfaktoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Wie eine datenbasierte Lösung Unternehmen unterstützt

Eine moderne, technologiegestützte Lösung wie die von Aivy adressiert die zuvor genannten Probleme direkt. Anstatt auf vage Annahmen zu setzen, basiert die Strategie auf harten Daten, die eine bessere Passung zwischen Personen und Organisationen ermöglichen.

Cultural Fit und Werte-Matching: Bereits in der Bewerbungsphase kann die Plattform mittels psychometrischer Tests prüfen, ob die grundlegenden Werte und Verhaltenspräferenzen der Kandidat:innen zur Unternehmenskultur passen. Das reduziert das Risiko von späteren Konflikten und Stressoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Mit den gesammelten Daten können Unternehmen wirksame Interventionen ableiten. So können sie beispielsweise feststellen, dass für ein spezifisches Team hoher Zeitdruck, während in einer anderen Abteilung mangelnde soziale Unterstützung ein Problem darstellt. Anhand dessen können explizite Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden.

Praxisbeispiel: MCI Deutschland GmbH

Oft bleiben die wichtigsten Stärken und Präferenzen von Bewerbenden unentdeckt, da sie sich ihrer selbst nicht bewusst sind. Genau diese „blinden Flecken“ macht die MCI Deutschland GmbH mithilfe der spielerischen Mini-Assessments von Aivy sichtbar. In nur ca. 15 Minuten wird ein individuelles Stärkenprofil erstellt – ganz ohne „richtig“ oder „falsch“.

Dieses innovative Vorgehen ermöglicht es MCI, die unbewussten Stärken und Präferenzen von Kandidat:innen mit den Werten und der Kultur des Unternehmens abzugleichen. Die Ergebnisse helfen, Teams zu formen, die vielfältig und gleichzeitig harmonisch zusammenarbeiten, weil sie auf einer gemeinsamen Basis von Werten aufbauen. So werden Potenziale entdeckt, die in einem herkömmlichen Lebenslauf unsichtbar bleiben. Dadurch wird nicht nur eine bessere Passung zum Team und zur Unternehmenskultur ermöglicht, sondern auch das Fundament für ein gesünderes Arbeitsumfeld und nachhaltige Mitarbeiterbindung gelegt.

ROI der Gesundheitsförderung: Warum sich Investitionen lohnen

Die Investition in Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist kein Kostenfaktor, sondern ein Invest in die Zukunft des Unternehmens. Ein gesunder Mitarbeiter:innenstamm ist produktiver, motivierter und loyaler.

  • Senkung von Fehlzeiten: Gesunde Mitarbeitende fehlen seltener. Präventive Maßnahmen, wie eine gute Passung im Recruiting, reduzieren krankheitsbedingte Fehlzeiten und damit verbundene Kosten.
  • Steigerung der Produktivität: Wer sich wohlfühlt und weniger gestresst ist, arbeitet effizienter und kreativer.
  • Reduktion der Fluktuation: Unternehmen, die sich um die Gesundheit ihrer Belegschaft kümmern, haben eine höhere Mitarbeiterbindung. Eine gute Passung (Cultural Fit) von Anfang an trägt maßgeblich dazu bei. Das spart Kosten für Recruiting und Einarbeitung.

Verbesserung der Arbeitgebermarke: Ein starkes Engagement für die Mitarbeitergesundheit macht ein Unternehmen attraktiv für Fachkräfte und stärkt das positive Image in der Öffentlichkeit.

Fazit: Von der Pflicht zur strategischen Chance

Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine essentielle Verantwortung von Unternehmen. Der Übergang von der bloßen Erfüllung gesetzlicher Pflichten zu einer proaktiven, evidenzbasierten Strategie ist entscheidend für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Moderne, digitale Lösungen wie die von Aivy bieten hierfür eine überzeugende Antwort: Sie liefern die notwendigen datenbasierten Einblicke, um die Passung zwischen Bewerber:innen und der Unternehmenskultur zu verbessern. So wird die Gesundheit der Belegschaft nicht nur geschützt, sondern auch aktiv gefördert – ein echter Mehrwert für alle Beteiligten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Was sind die gesetzlichen Mindestanforderungen an Unternehmen in Bezug auf Gesundheit am Arbeitsplatz? In Deutschland müssen Unternehmen nach dem Arbeitsschutzgesetz die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden gewährleisten. Dazu gehören regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen, die Bereitstellung sicherer Arbeitsmittel und die Umsetzung notwendiger Schutzmaßnahmen. Besonders wichtig ist die psychische Gefährdungsbeurteilung, die seit 2013 für alle Unternehmen Pflicht ist.
  2. Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF? Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die übergeordnete Strategie, die alle Prozesse und Strukturen im Unternehmen umfasst, die die Gesundheit der Belegschaft fördern. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sind die konkreten, oft verhaltensbezogenen Maßnahmen (z.B. Sportkurse, Workshops), die im Rahmen des BGM angeboten werden.
  3. Wie kann ich psychische Belastungen bei meinen Mitarbeitenden frühzeitig erkennen? Frühe Warnsignale können sein: erhöhte Fehlzeiten, Leistungsschwankungen, Rückzug von Kolleg:innen, erhöhte Reizbarkeit oder vermehrte Fehler. Wichtig ist es, ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende offen über Probleme sprechen können. Anonyme, wissenschaftlich fundierte Screenings können dabei helfen, Belastungsfaktoren im Team objektiv zu identifizieren, ohne dass Einzelpersonen sich exponieren müssen.
  4. Welche Maßnahmen sind besonders wirksam? Wirksame Maßnahmen sind jene, die auf einer fundierten Diagnose der spezifischen Belastungen im Unternehmen basieren. Dazu zählen verhältnisorientierte Maßnahmen wie die Optimierung von Arbeitsabläufen oder der Führungsstil, sowie verhaltensorientierte Angebote wie Stressbewältigungstrainings oder Resilienz-Coachings. Eine Kombination aus beidem ist oft am effektivsten. Ein guter Cultural Fit ist ebenfalls eine wichtige präventive Maßnahme, da er langfristig Stress reduziert.
  5. Kann der ROI von Gesundheitsmaßnahmen gemessen werden? Ja, der Return on Investment (ROI) kann durch die Analyse verschiedener Kennzahlen ermittelt werden. Dazu gehören die Reduzierung von Fehlzeiten, die Senkung der Fluktuationsrate, die Steigerung der Produktivität und die Verbesserung des Engagements. Moderne digitale Tools helfen dabei, diese Daten transparent zu erfassen und den Erfolg der Maßnahmen sichtbar zu machen.
  6. Was ist Cultural Fit und wie passt das zur Mitarbeitergesundheit? Cultural Fit beschreibt die Übereinstimmung der persönlichen Werte, Einstellungen und der Arbeitsweise eines Mitarbeitenden mit der Kultur und den Werten eines Unternehmens. Ein hoher Fit kann das Gefühl der Zugehörigkeit stärken und zu größerer Zufriedenheit führen, während ein geringer Fit zu ständiger Anpassungsleistung und psychischem Stress führen kann. Die präzise Messung von Cultural Fit im Recruiting-Prozess ist daher eine wichtige präventive Maßnahme zur Förderung der langfristigen Mitarbeitergesundheit.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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