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Homeoffice im Gesundheitswesen – Möglichkeiten, Berufe & Praxis-Tipps

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Homeoffice im Gesundheitswesen – Möglichkeiten, Berufe & Praxis-Tipps

Im Gesundheitswesen arbeiten nur rund 6,4% der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice – der niedrigste Wert aller Branchen in Deutschland. Dennoch bieten Bereiche wie Verwaltung, Telemedizin, IT und Krankenkassen konkrete Remote-Möglichkeiten. Für Einrichtungen mit Fachkräftemangel kann Homeoffice bei bestimmten Positionen ein entscheidender Recruiting-Vorteil sein.

Was bedeutet Homeoffice im Gesundheitswesen?

Homeoffice im Gesundheitswesen beschreibt die Möglichkeit, berufliche Tätigkeiten in der Gesundheitsbranche von zuhause aus zu erledigen. Anders als in der IT-Branche oder bei Versicherungen ist dies im medizinischen Sektor deutlich eingeschränkt: Pflegekräfte, Ärzt:innen und Therapeut:innen benötigen für ihre Kerntätigkeiten den direkten Patient:innenkontakt.

Dennoch gibt es auch im Gesundheitswesen zahlreiche Aufgaben, die keinen physischen Einsatz vor Ort erfordern. Dazu zählen Verwaltungsarbeiten, Dokumentation, Telemedizin und IT-Support. Das hybride Arbeitsmodell, bei dem Beschäftigte zwischen Präsenz und Homeoffice wechseln, gewinnt auch in Kliniken und Pflegeeinrichtungen zunehmend an Bedeutung.

Seit dem Telearbeitsgesetz 2025 ist der Begriff "Telearbeit" rechtlich definiert: Er umfasst die regelmäßige Arbeit außerhalb des Unternehmens unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie – also auch Arbeit in Co-Working-Spaces oder von unterwegs.

Aktuelle Zahlen: Wie verbreitet ist Homeoffice im Gesundheitssektor?

Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im Jahr 2023 nur 6,4% der Beschäftigten im Gesundheitswesen zumindest gelegentlich von zuhause aus. Damit liegt die Branche am unteren Ende aller Wirtschaftsbereiche. Zum Vergleich:

  • IT-Dienstleistungen: 74,7%
  • Unternehmensberatung und Verwaltung: 72,5%
  • Versicherungen: 68,6%
  • Einzelhandel: 8,3%
  • Gesundheitswesen: 6,4%

Diese Zahlen verdeutlichen: Während in wissensbasierten Branchen drei Viertel der Beschäftigten remote arbeiten können, bleibt das Gesundheitswesen eine Präsenzbranche. Der Grund liegt auf der Hand: Rund 5,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Gesundheitssektor, viele davon in der direkten Patient:innenversorgung.

Das DGUV Barometer Arbeitswelt 2025 zeigt jedoch: 45% aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten mittlerweile zumindest teilweise im Homeoffice. Die Schere zwischen Branchen mit und ohne Remote-Option wird damit immer größer.

Welche Berufe im Gesundheitswesen eignen sich für Homeoffice?

Auch wenn die direkte Pflege und Behandlung nicht remote erfolgen kann, gibt es im Gesundheitswesen zahlreiche Positionen mit Homeoffice-Potenzial.

Verwaltung und Administration

Die Verwaltung in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen bietet die größten Remote-Möglichkeiten. Typische Tätigkeiten sind:

  • Terminvereinbarung und Patient:innenmanagement
  • Buchhaltung und Rechnungswesen
  • Abrechnung mit Krankenkassen
  • Personalverwaltung und HR-Aufgaben
  • Qualitätsmanagement und Controlling

Kaufleute im Gesundheitswesen können viele ihrer Aufgaben problemlos von zuhause erledigen, sofern die technische Infrastruktur stimmt.

Telemedizin und digitale Gesundheitsdienste

Die Telemedizin hat seit der Corona-Pandemie einen enormen Aufschwung erlebt. Hier entstehen neue Remote-Arbeitsplätze:

  • Ärzt:innen für Video-Sprechstunden (z.B. bei Teleclinic, Dr. Ansay)
  • Gesundheits- und Krankenpfleger:innen in der telemedizinischen Beratung
  • Medizinische Fachangestellte für die digitale Ersteinschätzung (z.B. 116117-Hotline)
  • Wundmanager:innen für digitale Wundvisiten

Auch Unternehmen wie Helios Dialogue bieten Pflegekräften die Möglichkeit, im Homeoffice in der Telemedizin zu arbeiten – etwa für Nachtschichten in der Patient:innenberatung.

IT, Dokumentation und Qualitätsmanagement

Der digitale Wandel im Gesundheitswesen schafft weitere Remote-Positionen:

  • IT-Systemadministrator:innen für Kliniken
  • Medizinische Dokumentationsassistent:innen
  • Medical Writer und wissenschaftliche Texter:innen
  • Datenanalyst:innen für Gesundheitsdaten

Krankenversicherungen und Sachbearbeitung

Auch außerhalb von Kliniken bietet das Gesundheitswesen Homeoffice-Optionen:

  • Sozialversicherungsfachangestellte bei Krankenkassen
  • Sachbearbeiter:innen für Pflegeleistungen
  • Kundenberater:innen im Gesundheitssektor

Vorteile von Homeoffice im Gesundheitswesen

Für Einrichtungen und Arbeitgeber:innen

Einrichtungen, die Homeoffice anbieten, profitieren auf mehreren Ebenen. Laut einer Auswertung des Deutschen Bundestags haben Beschäftigte mit Homeoffice-Möglichkeit im Durchschnitt nur 7,9 krankheitsbedingte Fehltage pro Jahr – im Vergleich zu 12,9 Fehltagen bei Beschäftigten ohne diese Option.

Weitere Vorteile sind geringere Kosten für Büroflächen, höhere Mitarbeiter:innenzufriedenheit und ein klarer Wettbewerbsvorteil im Recruiting. In Zeiten des Fachkräftemangels kann die Option auf flexible Arbeitsmodelle den Unterschied machen, ob sich qualifizierte Bewerber:innen für eine Stelle entscheiden.

Für Beschäftigte

Für Mitarbeiter:innen bedeutet Homeoffice mehr Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Wegfall des Arbeitswegs spart Zeit und Kosten. Besonders für Eltern oder pflegende Angehörige – eine große Gruppe im Gesundheitswesen – kann dies entscheidend sein.

Herausforderungen und Grenzen

Die größte Einschränkung bleibt der direkte Patient:innenkontakt: Pflegekräfte, Physiotherapeut:innen und Ärzt:innen können ihre Kerntätigkeiten nicht remote ausüben. Hier sind allenfalls hybride Modelle denkbar, bei denen Dokumentation und Verwaltung ins Homeoffice verlagert werden.

Der Datenschutz stellt eine besondere Herausforderung dar. Patient:innendaten unterliegen strengen Vorgaben durch die DSGVO und die ärztliche Schweigepflicht (§203 StGB). Einrichtungen müssen sicherstellen, dass Mitarbeiter:innen im Homeoffice über VPN-Verbindungen, verschlüsselte Datenübertragung und geschützte Arbeitsplätze verfügen.

Auch die Gesundheit am Arbeitsplatz kann leiden: Laut BAuA-SITFLEX-Studie legen Beschäftigte im Homeoffice nur rund 1.300 Schritte pro Tag zurück – im Büro sind es fast 3.000 Schritte. Ergonomische Ausstattung und Bewegungspausen sind daher wichtig.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das Arbeitszeitgesetz gilt uneingeschränkt auch im Homeoffice. Das bedeutet: Höchstarbeitszeit von 8 Stunden pro Werktag (erweiterbar auf 10 Stunden bei Ausgleich), mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitsende und neuem Beginn. Arbeitgeber:innen sind zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet.

Bei der Unfallversicherung gilt seit 2025: Arbeitsunfälle im Homeoffice sind wie Unfälle am Arbeitsplatz versichert. Die Wege innerhalb der Wohnung (z.B. zur Küche) sind jedoch nur eingeschränkt abgedeckt.

Homeoffice als Recruiting-Vorteil im Fachkräftemangel

Für Einrichtungen im Gesundheitswesen kann Homeoffice ein wichtiges Argument bei der Personalgewinnung sein. Studien zeigen: 47% der Bewerber:innen lehnen Jobs ab, wenn keine Homeoffice-Option besteht. Besonders für IT-Spezialist:innen, Verwaltungskräfte und Dokumentationsassistent:innen ist Flexibilität oft entscheidend.

Moderne Employer-Branding-Strategien setzen daher auch im Gesundheitswesen auf flexible Arbeitsmodelle als Benefit. Wer die Candidate Experience verbessern möchte, sollte Remote-Optionen klar kommunizieren.

Häufige Fragen zu Homeoffice im Gesundheitswesen

Wie viel Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten im Homeoffice?

Nur etwa 6,4% der Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten zumindest teilweise im Homeoffice. Das ist der niedrigste Wert aller Branchen in Deutschland. Zum Vergleich: In der IT-Branche sind es 74,7%.

Welche Berufe im Gesundheitswesen können im Homeoffice ausgeübt werden?

Homeoffice-fähig sind vor allem: Verwaltung und Administration, Telemedizin, medizinische Dokumentation, IT-Support, Krankenversicherungs-Sachbearbeitung, Qualitätsmanagement und wissenschaftliches Texten. Die direkte Patient:innenversorgung ist hingegen nicht remote möglich.

Ist Homeoffice in der Pflege überhaupt möglich?

Die direkte Pflege erfordert physische Anwesenheit. Allerdings können Pflegekräfte Dokumentation, Pflegegradanträge und Verwaltungsaufgaben teilweise von zuhause erledigen. Zudem entstehen neue Remote-Jobs in der Telemedizin, etwa für digitale Wundvisiten oder telefonische Beratung.

Was muss ich beim Datenschutz im Gesundheits-Homeoffice beachten?

Patient:innendaten unterliegen der DSGVO und der ärztlichen Schweigepflicht. Pflicht sind: VPN-Verbindung, verschlüsselte Datenübertragung, Schutz vor Einsicht durch Dritte, keine privaten Geräte ohne Sicherheitskonzept. Einrichtungen benötigen eine klare Homeoffice-Richtlinie.

Gilt das Arbeitszeitgesetz auch im Homeoffice für Pflegekräfte?

Ja, das Arbeitszeitgesetz gilt uneingeschränkt im Homeoffice. Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten müssen eingehalten werden. Arbeitgeber:innen sind zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet.

Kann Homeoffice beim Fachkräftemangel im Gesundheitswesen helfen?

Ja, flexible Arbeitsmodelle können ein wichtiger Recruiting-Vorteil sein. 47% der Bewerber:innen lehnen Jobs ohne Homeoffice-Option ab. Besonders für Verwaltung, IT und Dokumentation kann Remote-Arbeit die Attraktivität als Arbeitgeber steigern.

Welche Vorteile hat Homeoffice für Einrichtungen im Gesundheitswesen?

Geringere Fehlzeiten (7,9 vs. 12,9 Krankentage), Kosteneinsparung bei Büroflächen, höhere Mitarbeiter:innenzufriedenheit und ein Wettbewerbsvorteil bei der Personalgewinnung.

Fazit

Homeoffice im Gesundheitswesen bleibt eine Nische – aber eine mit Potenzial. Während die direkte Patient:innenversorgung Präsenz erfordert, bieten Verwaltung, Telemedizin und IT echte Remote-Möglichkeiten. Für Einrichtungen mit Fachkräftemangel kann die Option auf flexible Arbeitsmodelle zum entscheidenden Recruiting-Vorteil werden.

Du suchst qualifizierte Fachkräfte für dein Gesundheitsunternehmen? Die digitale Plattform Aivy unterstützt dich mit wissenschaftlich validierten Assessments bei der objektiven Personalauswahl – für Präsenz- und Remote-Positionen. Mehr über Aivy erfahren

Quellen

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Homeoffice im Gesundheitswesen – Möglichkeiten, Berufe & Praxis-Tipps

Im Gesundheitswesen arbeiten nur rund 6,4% der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice – der niedrigste Wert aller Branchen in Deutschland. Dennoch bieten Bereiche wie Verwaltung, Telemedizin, IT und Krankenkassen konkrete Remote-Möglichkeiten. Für Einrichtungen mit Fachkräftemangel kann Homeoffice bei bestimmten Positionen ein entscheidender Recruiting-Vorteil sein.

Was bedeutet Homeoffice im Gesundheitswesen?

Homeoffice im Gesundheitswesen beschreibt die Möglichkeit, berufliche Tätigkeiten in der Gesundheitsbranche von zuhause aus zu erledigen. Anders als in der IT-Branche oder bei Versicherungen ist dies im medizinischen Sektor deutlich eingeschränkt: Pflegekräfte, Ärzt:innen und Therapeut:innen benötigen für ihre Kerntätigkeiten den direkten Patient:innenkontakt.

Dennoch gibt es auch im Gesundheitswesen zahlreiche Aufgaben, die keinen physischen Einsatz vor Ort erfordern. Dazu zählen Verwaltungsarbeiten, Dokumentation, Telemedizin und IT-Support. Das hybride Arbeitsmodell, bei dem Beschäftigte zwischen Präsenz und Homeoffice wechseln, gewinnt auch in Kliniken und Pflegeeinrichtungen zunehmend an Bedeutung.

Seit dem Telearbeitsgesetz 2025 ist der Begriff "Telearbeit" rechtlich definiert: Er umfasst die regelmäßige Arbeit außerhalb des Unternehmens unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie – also auch Arbeit in Co-Working-Spaces oder von unterwegs.

Aktuelle Zahlen: Wie verbreitet ist Homeoffice im Gesundheitssektor?

Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten im Jahr 2023 nur 6,4% der Beschäftigten im Gesundheitswesen zumindest gelegentlich von zuhause aus. Damit liegt die Branche am unteren Ende aller Wirtschaftsbereiche. Zum Vergleich:

  • IT-Dienstleistungen: 74,7%
  • Unternehmensberatung und Verwaltung: 72,5%
  • Versicherungen: 68,6%
  • Einzelhandel: 8,3%
  • Gesundheitswesen: 6,4%

Diese Zahlen verdeutlichen: Während in wissensbasierten Branchen drei Viertel der Beschäftigten remote arbeiten können, bleibt das Gesundheitswesen eine Präsenzbranche. Der Grund liegt auf der Hand: Rund 5,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Gesundheitssektor, viele davon in der direkten Patient:innenversorgung.

Das DGUV Barometer Arbeitswelt 2025 zeigt jedoch: 45% aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten mittlerweile zumindest teilweise im Homeoffice. Die Schere zwischen Branchen mit und ohne Remote-Option wird damit immer größer.

Welche Berufe im Gesundheitswesen eignen sich für Homeoffice?

Auch wenn die direkte Pflege und Behandlung nicht remote erfolgen kann, gibt es im Gesundheitswesen zahlreiche Positionen mit Homeoffice-Potenzial.

Verwaltung und Administration

Die Verwaltung in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen bietet die größten Remote-Möglichkeiten. Typische Tätigkeiten sind:

  • Terminvereinbarung und Patient:innenmanagement
  • Buchhaltung und Rechnungswesen
  • Abrechnung mit Krankenkassen
  • Personalverwaltung und HR-Aufgaben
  • Qualitätsmanagement und Controlling

Kaufleute im Gesundheitswesen können viele ihrer Aufgaben problemlos von zuhause erledigen, sofern die technische Infrastruktur stimmt.

Telemedizin und digitale Gesundheitsdienste

Die Telemedizin hat seit der Corona-Pandemie einen enormen Aufschwung erlebt. Hier entstehen neue Remote-Arbeitsplätze:

  • Ärzt:innen für Video-Sprechstunden (z.B. bei Teleclinic, Dr. Ansay)
  • Gesundheits- und Krankenpfleger:innen in der telemedizinischen Beratung
  • Medizinische Fachangestellte für die digitale Ersteinschätzung (z.B. 116117-Hotline)
  • Wundmanager:innen für digitale Wundvisiten

Auch Unternehmen wie Helios Dialogue bieten Pflegekräften die Möglichkeit, im Homeoffice in der Telemedizin zu arbeiten – etwa für Nachtschichten in der Patient:innenberatung.

IT, Dokumentation und Qualitätsmanagement

Der digitale Wandel im Gesundheitswesen schafft weitere Remote-Positionen:

  • IT-Systemadministrator:innen für Kliniken
  • Medizinische Dokumentationsassistent:innen
  • Medical Writer und wissenschaftliche Texter:innen
  • Datenanalyst:innen für Gesundheitsdaten

Krankenversicherungen und Sachbearbeitung

Auch außerhalb von Kliniken bietet das Gesundheitswesen Homeoffice-Optionen:

  • Sozialversicherungsfachangestellte bei Krankenkassen
  • Sachbearbeiter:innen für Pflegeleistungen
  • Kundenberater:innen im Gesundheitssektor

Vorteile von Homeoffice im Gesundheitswesen

Für Einrichtungen und Arbeitgeber:innen

Einrichtungen, die Homeoffice anbieten, profitieren auf mehreren Ebenen. Laut einer Auswertung des Deutschen Bundestags haben Beschäftigte mit Homeoffice-Möglichkeit im Durchschnitt nur 7,9 krankheitsbedingte Fehltage pro Jahr – im Vergleich zu 12,9 Fehltagen bei Beschäftigten ohne diese Option.

Weitere Vorteile sind geringere Kosten für Büroflächen, höhere Mitarbeiter:innenzufriedenheit und ein klarer Wettbewerbsvorteil im Recruiting. In Zeiten des Fachkräftemangels kann die Option auf flexible Arbeitsmodelle den Unterschied machen, ob sich qualifizierte Bewerber:innen für eine Stelle entscheiden.

Für Beschäftigte

Für Mitarbeiter:innen bedeutet Homeoffice mehr Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Wegfall des Arbeitswegs spart Zeit und Kosten. Besonders für Eltern oder pflegende Angehörige – eine große Gruppe im Gesundheitswesen – kann dies entscheidend sein.

Herausforderungen und Grenzen

Die größte Einschränkung bleibt der direkte Patient:innenkontakt: Pflegekräfte, Physiotherapeut:innen und Ärzt:innen können ihre Kerntätigkeiten nicht remote ausüben. Hier sind allenfalls hybride Modelle denkbar, bei denen Dokumentation und Verwaltung ins Homeoffice verlagert werden.

Der Datenschutz stellt eine besondere Herausforderung dar. Patient:innendaten unterliegen strengen Vorgaben durch die DSGVO und die ärztliche Schweigepflicht (§203 StGB). Einrichtungen müssen sicherstellen, dass Mitarbeiter:innen im Homeoffice über VPN-Verbindungen, verschlüsselte Datenübertragung und geschützte Arbeitsplätze verfügen.

Auch die Gesundheit am Arbeitsplatz kann leiden: Laut BAuA-SITFLEX-Studie legen Beschäftigte im Homeoffice nur rund 1.300 Schritte pro Tag zurück – im Büro sind es fast 3.000 Schritte. Ergonomische Ausstattung und Bewegungspausen sind daher wichtig.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das Arbeitszeitgesetz gilt uneingeschränkt auch im Homeoffice. Das bedeutet: Höchstarbeitszeit von 8 Stunden pro Werktag (erweiterbar auf 10 Stunden bei Ausgleich), mindestens 11 Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitsende und neuem Beginn. Arbeitgeber:innen sind zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet.

Bei der Unfallversicherung gilt seit 2025: Arbeitsunfälle im Homeoffice sind wie Unfälle am Arbeitsplatz versichert. Die Wege innerhalb der Wohnung (z.B. zur Küche) sind jedoch nur eingeschränkt abgedeckt.

Homeoffice als Recruiting-Vorteil im Fachkräftemangel

Für Einrichtungen im Gesundheitswesen kann Homeoffice ein wichtiges Argument bei der Personalgewinnung sein. Studien zeigen: 47% der Bewerber:innen lehnen Jobs ab, wenn keine Homeoffice-Option besteht. Besonders für IT-Spezialist:innen, Verwaltungskräfte und Dokumentationsassistent:innen ist Flexibilität oft entscheidend.

Moderne Employer-Branding-Strategien setzen daher auch im Gesundheitswesen auf flexible Arbeitsmodelle als Benefit. Wer die Candidate Experience verbessern möchte, sollte Remote-Optionen klar kommunizieren.

Häufige Fragen zu Homeoffice im Gesundheitswesen

Wie viel Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten im Homeoffice?

Nur etwa 6,4% der Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten zumindest teilweise im Homeoffice. Das ist der niedrigste Wert aller Branchen in Deutschland. Zum Vergleich: In der IT-Branche sind es 74,7%.

Welche Berufe im Gesundheitswesen können im Homeoffice ausgeübt werden?

Homeoffice-fähig sind vor allem: Verwaltung und Administration, Telemedizin, medizinische Dokumentation, IT-Support, Krankenversicherungs-Sachbearbeitung, Qualitätsmanagement und wissenschaftliches Texten. Die direkte Patient:innenversorgung ist hingegen nicht remote möglich.

Ist Homeoffice in der Pflege überhaupt möglich?

Die direkte Pflege erfordert physische Anwesenheit. Allerdings können Pflegekräfte Dokumentation, Pflegegradanträge und Verwaltungsaufgaben teilweise von zuhause erledigen. Zudem entstehen neue Remote-Jobs in der Telemedizin, etwa für digitale Wundvisiten oder telefonische Beratung.

Was muss ich beim Datenschutz im Gesundheits-Homeoffice beachten?

Patient:innendaten unterliegen der DSGVO und der ärztlichen Schweigepflicht. Pflicht sind: VPN-Verbindung, verschlüsselte Datenübertragung, Schutz vor Einsicht durch Dritte, keine privaten Geräte ohne Sicherheitskonzept. Einrichtungen benötigen eine klare Homeoffice-Richtlinie.

Gilt das Arbeitszeitgesetz auch im Homeoffice für Pflegekräfte?

Ja, das Arbeitszeitgesetz gilt uneingeschränkt im Homeoffice. Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten müssen eingehalten werden. Arbeitgeber:innen sind zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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