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Primacy Effect: Der Ersteindrucksfehler

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Primacy Effect: Der Ersteindrucksfehler

Definition: Primacy Effect (Ersteindrucksfehler)

Der Primacy Effect – auch bekannt als Ersteindrucksfehler – beschreibt die Tendenz, die ersten Informationen über eine Person besonders stark zu gewichten. Diese ersten Eindrücke prägen unsere Gesamtbeurteilung oft nachhaltig, sodass spätere, widersprüchliche Informationen nur schwer eine Neubewertung auslösen können.

Beispiele des Primacy Effect

Kennst du das?

Die ersten Sekunden des Video-Calls laufen und du hast sofort das Gefühl, dass die Chemie nicht stimmt. Der Bewerber spricht etwas stockend und vermeidet Augenkontakt – unbewusst hältst du ihn für unsicher oder unvorbereitet. Auch wenn er im weiteren Verlauf kompetente Antworten gibt, bleibt dein erster Eindruck bestehen.

Woran liegt das?

Das liegt am Ersteindrucksfehler

Nicht umsonst heißt es, der erste Eindruck zählt. Dieser kann positiv oder negativ ausfallen. Ist die Meinung einmal gebildet, kannst du diese nur sehr schwer ändern (Brueggen et al., 2016).

In einer Studie konnte herausgefunden werden, dass selbst konträre Informationen es oft nicht schaffen, die Person wieder ins richtige Licht zu rücken (Voß, 2014). Der „Primacy Effect“ besagt also, dass für dein Gehirn die ersten Informationen wichtiger sind, als alle Eindrücke, die danach folgen.

Ein Talent mit zittriger Stimme vermeidet Augenkontakt im Interview? Schüchtern! … Oder eben nur der Primacy Effekt!

Was versteht man noch unter einem Bias? Wir klären auf:

Ein Bias beschreibt generell eine systematische Verzerrung in der menschlichen Wahrnehmung, im Denken oder Verhalten. Es handelt sich dabei um eine Art „geistige Abkürzung“ oder Voreingenommenheit, die unser Urteilsvermögen und unsere Entscheidungsfindung unbewusst beeinflusst.

Diese Verzerrungen können durch persönliche Erfahrungen, kulturelle Prägungen, emotionale Zustände oder evolutionär bedingte Denkmuster entstehen. Sie helfen uns zwar oft, schnelle Entscheidungen zu treffen, können aber auch zu Fehleinschätzungen und irrationalen Entscheidungen führen.

Weitere Beispiele für Biases im HR-Prozess sind:

Das Erkennen unserer eigenen Biases ist der erste Schritt, um bewusstere und objektivere Entscheidungen innerhalb der Personalauswahl treffen zu können.

Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Carl-Christoph Fellinger, Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf

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Jürgen Muthig, Leiter Berufsausbildung bei Fresenius

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Christian Schütz, HR Manager bei KU64

Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI Deutschland

Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder, Head of HR bei Horn & Bauer

„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer, Recruiting and HR Diagnostics Expert Beiersdorf
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