Als Privatperson deine Stärken erkunden?

Hier

Contrast Bias: Der Kontrasteffekt

Home
-
Lexikon
-
Contrast Bias: Der Kontrasteffekt

Definition: Contrast Bias (Kontrasteffekt)

Der Contrast Bias – auch bekannt als Kontrasteffekt – beschreibt die Tendenz, eine Person oder eine Leistung nicht für sich genommen zu beurteilen, sondern im Vergleich zu vorhergehenden oder nachfolgenden Personen. Dies führt dazu, dass objektive Kriterien in den Hintergrund treten und Urteile stark vom unmittelbaren Kontrast zu anderen beeinflusst werden.

Beispiele des Contrast Bias

Kennst du das?

Nach einem besonders schwachen Bewerbergespräch erscheint dir die nächste Kandidatin außergewöhnlich kompetent – obwohl sie objektiv betrachtet lediglich durchschnittlich abschneidet. Umgekehrt wirkt ein guter Kandidat weniger überzeugend, wenn er direkt nach einer herausragenden Person auftritt.

Woran liegt das?

Das liegt am Kontrasteffekt

Die Leistung einer Person wird auf Basis der Leistung der vorhergehenden oder nachfolgenden Person beurteilt. Ein Phänomen, das im Hiring vor allem an Tagen voller Bewerbungsgespräche oder Lebenslauf-Checks auftritt. Dabei sind die Beurteilungskriterien nicht mehr objektiv, sondern durch den Eindruck von Vorgänger:in oder Nachgänger:in beeinflusst (Voß, 2014).

Das bedeutet, dass die Chancen besser stehen, wenn die jeweils andere Person eine negative Leistung erbracht hat und umgekehrt. Je stärker der Kontrast zwischen dem Eindruck einer Person und dem seiner Vor- oder Nachgänger:innen, desto stärker der Effekt. Folglich wird der Maßstab ständig unbewusst angepasst.

Es entsteht die Gefahr, dass wirklich passende Kandidat:innen nicht erkannt werden, während weniger passende durch entstandene Lücke gelangen (Platts, 2020).

Was versteht man noch unter einem Bias? Wir klären auf:

Ein Bias beschreibt generell eine systematische Verzerrung in der menschlichen Wahrnehmung, im Denken oder Verhalten. Es handelt sich dabei um eine Art „geistige Abkürzung“ oder Voreingenommenheit, die unser Urteilsvermögen und unsere Entscheidungsfindung unbewusst beeinflusst.

Diese Verzerrungen können durch persönliche Erfahrungen, kulturelle Prägungen, emotionale Zustände oder evolutionär bedingte Denkmuster entstehen. Sie helfen uns zwar oft, schnelle Entscheidungen zu treffen, können aber auch zu Fehleinschätzungen und irrationalen Entscheidungen führen.

Weitere Beispiele für Biases im HR-Prozess sind:

Das Erkennen unserer eigenen Biases ist der erste Schritt, um bewusstere und objektivere Entscheidungen innerhalb der Personalauswahl treffen zu können.

Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
testimonials

Das sagen #HeRoes

Aivy selbst ausprobieren

„Durch die sehr hohe Rücklaufquote überzeugen und binden wir unsere Azubis früh im Bewerbungsprozess.“

Tamara Molitor, Ausbildungsleiterin bei Würth

„Das Stärkenprofil spiegelt 1:1 unsere Erfahrung im persönlichen Gespräch.“

Wolfgang Böhm, Ausbildungsleiter DIEHL

„Durch objektive Kriterien fördern wir Chancengleichheit und Diversität im Recruiting.“

Marie-Jo Goldmann, Head of HR bei Nucao

Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

Carl-Christoph Fellinger, Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf

„Auswahlverfahren, die Spaß machen.“

Anna Miels, Manager Learning & Development bei apoproject

„Bewerbende finden heraus, für welche Stelle sie die passenden Kompetenzen mitbringen.“

Jürgen Muthig, Leiter Berufsausbildung bei Fresenius

„Versteckten Potenziale kennenlernen und Bewerber:innen gezielt aufbauen.“

Christian Schütz, HR Manager bei KU64

Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI Deutschland

Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder, Head of HR bei Horn & Bauer

„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer, Recruiting and HR Diagnostics Expert Beiersdorf
Der Assistent, der Talent erkennt.

Unverbindlich ausprobieren

Werde zum HeRo 🦸 und erkenne mit Aivy wie gut Bewerbende zu euch passen – und das noch vor dem ersten Bewerbungsgespräch...