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Weiterbildungsberatung – Definition, Anspruch & Praxis-Tipps

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Weiterbildungsberatung – Definition, Anspruch & Praxis-Tipps

Weiterbildungsberatung unterstützt Beschäftigte und Unternehmen bei der Auswahl passender Qualifizierungsmaßnahmen. Seit dem Qualifizierungschancengesetz (2019) haben Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Beratung bei der Bundesagentur für Arbeit. Für Unternehmen bietet professionelle Weiterbildungsberatung die Chance, Förderungen zu nutzen und Mitarbeitende gezielt zu entwickeln.

Definition: Was ist Weiterbildungsberatung?

Weiterbildungsberatung ist eine spezialisierte Form der Bildungsberatung, die sich auf berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten nach der Erstausbildung konzentriert. Sie hilft dabei, passende Weiterbildungsangebote zu identifizieren, den individuellen Qualifikationsbedarf zu analysieren und Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

Im Gegensatz zur allgemeinen Bildungsberatung, die alle Lebensphasen umfasst, fokussiert sich Weiterbildungsberatung auf bereits Berufstätige oder Arbeitssuchende, die ihre Kompetenzen erweitern oder an neue Anforderungen anpassen möchten.

Personenbezogene Weiterbildungsberatung

Die personenbezogene Weiterbildungsberatung richtet sich an einzelne Beschäftigte oder Arbeitssuchende. Sie umfasst die Analyse von Stärken und Entwicklungspotenzialen, die Identifikation passender Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Klärung von Finanzierungsfragen. Ziel ist es, individuelle Karrierepfade zu gestalten und die Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Organisationsbezogene Weiterbildungsberatung

Bei der organisationsbezogenen Beratung stehen Unternehmen im Mittelpunkt. Hier geht es um die systematische Erfassung von Qualifikationsbedarfen, die Entwicklung betrieblicher Weiterbildungskonzepte und die strategische Ausrichtung der Personalentwicklung an den Unternehmenszielen. Externe Weiterbildungsberater:innen oder interne HR-Abteilungen übernehmen diese Aufgabe.

Rechtliche Grundlagen: Das Qualifizierungschancengesetz

Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat die Bundesregierung 2019 einen Meilenstein für die berufliche Weiterbildung gesetzt. Das Gesetz ist Teil der Qualifizierungsoffensive und soll Beschäftigte fit für den digitalen Wandel machen.

Anspruch auf Weiterbildungsberatung

Laut § 29 SGB III haben alle Arbeitnehmer:innen seit 2019 einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit. Dieser Anspruch gilt unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße. Arbeitgeber können parallel die Qualifizierungsberatung des Arbeitgeber-Service nutzen, um betriebliche Weiterbildungsstrategien zu entwickeln.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales betont: Das Gesetz soll alle Arbeitnehmer:innen von einer Weiterbildungsförderung profitieren lassen – vorausgesetzt, sie sind vom digitalen Strukturwandel betroffen oder arbeiten in einem sogenannten Engpassberuf.

Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte

Die finanzielle Unterstützung ist abhängig von der Unternehmensgröße:

Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten:

  • Bis zu 100 % Übernahme der Lehrgangskosten
  • Bis zu 100 % Arbeitsentgeltzuschuss während der Weiterbildung

Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten:

  • Bis zu 50 % der Lehrgangskosten
  • Bis zu 50 % Arbeitsentgeltzuschuss

Unternehmen ab 500 Beschäftigten:

  • Bis zu 25 % der Lehrgangskosten
  • Bis zu 25 % Arbeitsentgeltzuschuss

Zusätzlich gibt es seit April 2024 das Qualifizierungsgeld für Unternehmen, die von strukturellen Veränderungen betroffen sind. Es ermöglicht die Freistellung von Mitarbeitenden für Weiterbildungen bei teilweiser Lohnfortzahlung durch die Bundesagentur.

Wer bietet Weiterbildungsberatung an?

Die Weiterbildungslandschaft in Deutschland ist vielfältig. Für HR-Verantwortliche ist es wichtig, die verschiedenen Anbieter zu kennen und je nach Bedarf die passende Beratung zu wählen.

Öffentliche Anbieter

Die Bundesagentur für Arbeit ist der zentrale Ansprechpartner für die gesetzlich verankerte Weiterbildungsberatung. Sie bietet kostenlose Beratung für Beschäftigte und unterstützt Unternehmen über den Arbeitgeber-Service bei der Qualifizierungsplanung.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) beraten kostenfrei zu Weiterbildungsmöglichkeiten im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Sie informieren über IHK-Abschlüsse, Fördermöglichkeiten und passende Bildungsträger in der Region.

Volkshochschulen und kommunale Bildungsberatungsstellen bieten niedrigschwellige Beratung für alle Bürger:innen an. Sie vermitteln Informationen zu lokalen Weiterbildungsangeboten und unterstützen bei der Orientierung.

Private Anbieter und HR-Consultants

Spezialisierte HR-Beratungen und Weiterbildungsberater:innen unterstützen Unternehmen bei der strategischen Personalentwicklung. Sie erstellen maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte, evaluieren Bildungsanbieter und begleiten die Umsetzung. Diese Dienstleistungen sind in der Regel kostenpflichtig, bieten aber individuelle Lösungen für komplexe Anforderungen.

Viele Bildungsträger bieten ebenfalls kostenlose Beratung an – allerdings mit dem Ziel, eigene Kurse zu vermitteln. Hier solltest du darauf achten, dass die Beratung ergebnisoffen erfolgt und nicht primär dem Verkauf dient.

Weiterbildungsberatung in der Praxis: Tipps für HR

Als HR-Verantwortliche:r kannst du Weiterbildungsberatung aktiv nutzen, um dein Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Der Schlüssel liegt in der systematischen Herangehensweise.

Weiterbildungsbedarf systematisch ermitteln

Eine fundierte Bedarfsanalyse ist die Grundlage jeder erfolgreichen Weiterbildungsstrategie. Folgende Methoden haben sich bewährt:

Mitarbeitergespräche und Feedbackrunden liefern wertvolle Einblicke in individuelle Entwicklungswünsche und wahrgenommene Kompetenzlücken. Führe regelmäßige Entwicklungsgespräche, in denen Weiterbildung explizit thematisiert wird.

Kompetenzanalysen und Potenzialeinschätzungen ermöglichen eine objektive Erfassung von Stärken und Entwicklungsfeldern. Hier können digitale Tools unterstützen: Die Plattform Aivy beispielsweise nutzt wissenschaftlich fundierte Game-Based Assessments, um Stärkenprofile zu erstellen. Solche objektiven Daten bieten eine solide Basis für gezielte Entwicklungsplanung – sowohl bei der Personalauswahl als auch bei der internen Weiterbildungsplanung.

Abgleich mit Unternehmenszielen stellt sicher, dass Weiterbildungsmaßnahmen zur strategischen Ausrichtung passen. Welche Kompetenzen braucht dein Unternehmen in zwei, fünf oder zehn Jahren? Diese Frage sollte die Weiterbildungsplanung leiten.

Qualität von Bildungsanbietern prüfen

Nicht jeder Bildungsanbieter hält, was er verspricht. Achte auf folgende Qualitätskriterien:

  • AZAV-Zertifizierung: Voraussetzung für die Einlösung von Bildungsgutscheinen und ein Qualitätsindikator
  • Transparente Informationen: Inhalte, Dauer, Abschlüsse und Kosten sollten klar kommuniziert werden
  • Referenzen und Bewertungen: Erfahrungen anderer Unternehmen geben Orientierung
  • Praxisbezug: Achte auf Dozent:innen mit Berufserfahrung und anwendungsorientierte Inhalte

Häufige Fragen zur Weiterbildungsberatung

Ist Weiterbildungsberatung kostenlos?

Bei der Bundesagentur für Arbeit und den Industrie- und Handelskammern ist die Beratung kostenlos. Auch viele Bildungsträger bieten kostenfreie Erstberatungen an. Externe HR-Berater:innen und spezialisierte Weiterbildungsberatungen sind in der Regel kostenpflichtig.

Wer hat Anspruch auf Weiterbildungsberatung?

Seit 2019 haben alle Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit (§ 29 SGB III). Dieser Anspruch gilt unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße. Auch Arbeitssuchende und Selbstständige können die Beratungsangebote nutzen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Weiterbildung?

Die wichtigsten Förderinstrumente sind das Qualifizierungschancengesetz (bis zu 100 % Kostenübernahme je nach Unternehmensgröße), der Bildungsgutschein für Arbeitslose und Arbeitssuchende, das Qualifizierungsgeld seit 2024 bei betrieblichen Umstrukturierungen sowie das Aufstiegs-BAföG für Fortbildungen wie Meister:in, Techniker:in oder Fachwirt:in.

Wie läuft eine Weiterbildungsberatung ab?

Der typische Ablauf umfasst fünf Schritte: Zunächst erfolgt eine Bedarfsanalyse, bei der ermittelt wird, welche Kompetenzen fehlen oder ausgebaut werden sollen. Danach werden Ziele definiert. Im dritten Schritt recherchiert der oder die Berater:in passende Maßnahmen. Anschließend wird geprüft, welche Förderungen möglich sind. Abschließend erfolgt die Umsetzungsplanung mit Zeitrahmen und Organisation.

Wie finde ich einen seriösen Weiterbildungsanbieter?

Prüfe die AZAV-Zertifizierung – sie ist Voraussetzung für die Einlösung von Bildungsgutscheinen. Hole Referenzen und Bewertungen ein und achte auf transparente Informationen zu Inhalten, Dauer und Abschlüssen. Die IHK oder die Agentur für Arbeit können bei der Auswahl unterstützen.

Was ist der Unterschied zwischen Bildungsberatung und Weiterbildungsberatung?

Bildungsberatung ist ein Oberbegriff, der alle Bildungsphasen von der Schule bis zur Rente umfasst. Weiterbildungsberatung konzentriert sich speziell auf berufliche Qualifizierung nach der Erstausbildung. In der Praxis werden beide Begriffe oft synonym verwendet.

Wie ermittle ich den Weiterbildungsbedarf im Unternehmen?

Bewährte Methoden sind regelmäßige Mitarbeitergespräche, systematische Kompetenzanalysen, der Abgleich mit Unternehmenszielen und Marktanforderungen sowie der Einsatz objektiver Tools wie Eignungsdiagnostik und Stärkenprofile. Eine Kombination dieser Ansätze liefert die zuverlässigsten Ergebnisse.

Fazit

Weiterbildungsberatung ist ein strategisches Instrument für HR-Verantwortliche, um Mitarbeitende gezielt zu entwickeln und Fördermittel optimal zu nutzen. Seit dem Qualifizierungschancengesetz 2019 haben Beschäftigte einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Beratung bei der Bundesagentur für Arbeit. Für Unternehmen lohnt es sich, diese Angebote aktiv zu nutzen und die Weiterbildungsplanung systematisch anzugehen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der fundierten Bedarfsanalyse: Wer die Stärken und Potenziale seiner Mitarbeitenden objektiv erfasst, kann Weiterbildungen gezielt steuern und den ROI maximieren.

Du möchtest Stärken und Potenziale deiner Mitarbeitenden objektiv erfassen? Mehr über wissenschaftliche Eignungsdiagnostik mit der Plattform Aivy erfahren

Quellen

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Weiterbildungsberatung – Definition, Anspruch & Praxis-Tipps

Weiterbildungsberatung unterstützt Beschäftigte und Unternehmen bei der Auswahl passender Qualifizierungsmaßnahmen. Seit dem Qualifizierungschancengesetz (2019) haben Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Beratung bei der Bundesagentur für Arbeit. Für Unternehmen bietet professionelle Weiterbildungsberatung die Chance, Förderungen zu nutzen und Mitarbeitende gezielt zu entwickeln.

Definition: Was ist Weiterbildungsberatung?

Weiterbildungsberatung ist eine spezialisierte Form der Bildungsberatung, die sich auf berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten nach der Erstausbildung konzentriert. Sie hilft dabei, passende Weiterbildungsangebote zu identifizieren, den individuellen Qualifikationsbedarf zu analysieren und Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

Im Gegensatz zur allgemeinen Bildungsberatung, die alle Lebensphasen umfasst, fokussiert sich Weiterbildungsberatung auf bereits Berufstätige oder Arbeitssuchende, die ihre Kompetenzen erweitern oder an neue Anforderungen anpassen möchten.

Personenbezogene Weiterbildungsberatung

Die personenbezogene Weiterbildungsberatung richtet sich an einzelne Beschäftigte oder Arbeitssuchende. Sie umfasst die Analyse von Stärken und Entwicklungspotenzialen, die Identifikation passender Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Klärung von Finanzierungsfragen. Ziel ist es, individuelle Karrierepfade zu gestalten und die Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Organisationsbezogene Weiterbildungsberatung

Bei der organisationsbezogenen Beratung stehen Unternehmen im Mittelpunkt. Hier geht es um die systematische Erfassung von Qualifikationsbedarfen, die Entwicklung betrieblicher Weiterbildungskonzepte und die strategische Ausrichtung der Personalentwicklung an den Unternehmenszielen. Externe Weiterbildungsberater:innen oder interne HR-Abteilungen übernehmen diese Aufgabe.

Rechtliche Grundlagen: Das Qualifizierungschancengesetz

Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat die Bundesregierung 2019 einen Meilenstein für die berufliche Weiterbildung gesetzt. Das Gesetz ist Teil der Qualifizierungsoffensive und soll Beschäftigte fit für den digitalen Wandel machen.

Anspruch auf Weiterbildungsberatung

Laut § 29 SGB III haben alle Arbeitnehmer:innen seit 2019 einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit. Dieser Anspruch gilt unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße. Arbeitgeber können parallel die Qualifizierungsberatung des Arbeitgeber-Service nutzen, um betriebliche Weiterbildungsstrategien zu entwickeln.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales betont: Das Gesetz soll alle Arbeitnehmer:innen von einer Weiterbildungsförderung profitieren lassen – vorausgesetzt, sie sind vom digitalen Strukturwandel betroffen oder arbeiten in einem sogenannten Engpassberuf.

Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte

Die finanzielle Unterstützung ist abhängig von der Unternehmensgröße:

Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten:

  • Bis zu 100 % Übernahme der Lehrgangskosten
  • Bis zu 100 % Arbeitsentgeltzuschuss während der Weiterbildung

Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten:

  • Bis zu 50 % der Lehrgangskosten
  • Bis zu 50 % Arbeitsentgeltzuschuss

Unternehmen ab 500 Beschäftigten:

  • Bis zu 25 % der Lehrgangskosten
  • Bis zu 25 % Arbeitsentgeltzuschuss

Zusätzlich gibt es seit April 2024 das Qualifizierungsgeld für Unternehmen, die von strukturellen Veränderungen betroffen sind. Es ermöglicht die Freistellung von Mitarbeitenden für Weiterbildungen bei teilweiser Lohnfortzahlung durch die Bundesagentur.

Wer bietet Weiterbildungsberatung an?

Die Weiterbildungslandschaft in Deutschland ist vielfältig. Für HR-Verantwortliche ist es wichtig, die verschiedenen Anbieter zu kennen und je nach Bedarf die passende Beratung zu wählen.

Öffentliche Anbieter

Die Bundesagentur für Arbeit ist der zentrale Ansprechpartner für die gesetzlich verankerte Weiterbildungsberatung. Sie bietet kostenlose Beratung für Beschäftigte und unterstützt Unternehmen über den Arbeitgeber-Service bei der Qualifizierungsplanung.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) beraten kostenfrei zu Weiterbildungsmöglichkeiten im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Sie informieren über IHK-Abschlüsse, Fördermöglichkeiten und passende Bildungsträger in der Region.

Volkshochschulen und kommunale Bildungsberatungsstellen bieten niedrigschwellige Beratung für alle Bürger:innen an. Sie vermitteln Informationen zu lokalen Weiterbildungsangeboten und unterstützen bei der Orientierung.

Private Anbieter und HR-Consultants

Spezialisierte HR-Beratungen und Weiterbildungsberater:innen unterstützen Unternehmen bei der strategischen Personalentwicklung. Sie erstellen maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte, evaluieren Bildungsanbieter und begleiten die Umsetzung. Diese Dienstleistungen sind in der Regel kostenpflichtig, bieten aber individuelle Lösungen für komplexe Anforderungen.

Viele Bildungsträger bieten ebenfalls kostenlose Beratung an – allerdings mit dem Ziel, eigene Kurse zu vermitteln. Hier solltest du darauf achten, dass die Beratung ergebnisoffen erfolgt und nicht primär dem Verkauf dient.

Weiterbildungsberatung in der Praxis: Tipps für HR

Als HR-Verantwortliche:r kannst du Weiterbildungsberatung aktiv nutzen, um dein Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Der Schlüssel liegt in der systematischen Herangehensweise.

Weiterbildungsbedarf systematisch ermitteln

Eine fundierte Bedarfsanalyse ist die Grundlage jeder erfolgreichen Weiterbildungsstrategie. Folgende Methoden haben sich bewährt:

Mitarbeitergespräche und Feedbackrunden liefern wertvolle Einblicke in individuelle Entwicklungswünsche und wahrgenommene Kompetenzlücken. Führe regelmäßige Entwicklungsgespräche, in denen Weiterbildung explizit thematisiert wird.

Kompetenzanalysen und Potenzialeinschätzungen ermöglichen eine objektive Erfassung von Stärken und Entwicklungsfeldern. Hier können digitale Tools unterstützen: Die Plattform Aivy beispielsweise nutzt wissenschaftlich fundierte Game-Based Assessments, um Stärkenprofile zu erstellen. Solche objektiven Daten bieten eine solide Basis für gezielte Entwicklungsplanung – sowohl bei der Personalauswahl als auch bei der internen Weiterbildungsplanung.

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Nicht jeder Bildungsanbieter hält, was er verspricht. Achte auf folgende Qualitätskriterien:

  • AZAV-Zertifizierung: Voraussetzung für die Einlösung von Bildungsgutscheinen und ein Qualitätsindikator
  • Transparente Informationen: Inhalte, Dauer, Abschlüsse und Kosten sollten klar kommuniziert werden
  • Referenzen und Bewertungen: Erfahrungen anderer Unternehmen geben Orientierung
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Häufige Fragen zur Weiterbildungsberatung

Ist Weiterbildungsberatung kostenlos?

Bei der Bundesagentur für Arbeit und den Industrie- und Handelskammern ist die Beratung kostenlos. Auch viele Bildungsträger bieten kostenfreie Erstberatungen an. Externe HR-Berater:innen und spezialisierte Weiterbildungsberatungen sind in der Regel kostenpflichtig.

Wer hat Anspruch auf Weiterbildungsberatung?

Seit 2019 haben alle Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit (§ 29 SGB III). Dieser Anspruch gilt unabhängig von Qualifikation, Alter oder Betriebsgröße. Auch Arbeitssuchende und Selbstständige können die Beratungsangebote nutzen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Weiterbildung?

Die wichtigsten Förderinstrumente sind das Qualifizierungschancengesetz (bis zu 100 % Kostenübernahme je nach Unternehmensgröße), der Bildungsgutschein für Arbeitslose und Arbeitssuchende, das Qualifizierungsgeld seit 2024 bei betrieblichen Umstrukturierungen sowie das Aufstiegs-BAföG für Fortbildungen wie Meister:in, Techniker:in oder Fachwirt:in.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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