Stabilitäts- oder Flexibilitäts-Orientierung ist eine Dimension der Werteorientierung. Sie beschreibt die Tendenz einer Person, eher ein stabiles und strukturiertes Umfeld anstatt ein wandelbares und innovatives Umfeld zu suchen (Quinn & Rohrbaugh, 1983).
Dabei kann man die individuelle Orientierung einer Person auf einem Kontinuum zwischen den beiden Polen Stabilitätsorientierung und Flexibilitätsorientierung einordnen. Somit lässt sich der Wert jeder Person in einem Punkt auf folgender Skala verorten:
Stabilitätsorientierung
Eher an Stabilität orientierte Personen…
- … bevorzugen ein Umfeld, in dem kontrolliertes Vorgehen und Sicherheit im Vordergrund stehen
- … wünschen sich Führung durch Koordination, klare Prozesse und detaillierte Regeln
- … bringen sich am besten in Teams ein, die Wert auf Verlässlichkeit, Sicherheit und engen Zusammenhalt legen
Flexibilitätsorientierung
Eher an Flexibilität orientierte Personen…
- … bevorzugen ein Umfeld, in dem kreative Lösungen und Risikobereitschaft im Vordergrund stehen
- … wünschen sich Führung durch Eigenverantwortung, flache Hierarchien und offenen Austausch
- … bringen sich am besten in Teams ein, die Wert auf Einzigartigkeit, Risikobereitschaft und kreative Freiheit legen
Nutzen im beruflichen Kontext
Wie man merkt, hängt die beste Besetzung für eine freie Stelle nicht nur von der Stabilitäts- oder Flexibilitäts-Orientierung der Person ab, sondern auch von den Charakteristika der freien Stelle.
Je nach Unternehmenskultur kann sich eine an Stabilität oder eine an Flexibilität orientierte Person am besten einbringen. Legt das Unternehmen eher Wert auf auf Sicherheit und Kontrolle und setzt dabei auf klare Prozesse und detaillierte Regeln, kann sich eine an Sicherheit orientierte Person am besten einbringen. Legt das Unternehmen hingegen eher Wert auf Innovation und Risikobereitschaft und setzen dabei auf Eigenverantwortung und eher flache Hierarchien, kann sich eine an Unabhängigkeit orientierte Person am besten einbringen (Cameron & Quinn, 2011).
Somit kann man mit einer Wertediagnostik das Risiko einer Fehlbesetzung verringern und gleichzeitig für eine höhere Diversität am Arbeitsplatz sorgen!
Wie erfasst man Stabilitäts- oder Flexibilitäts-Orientierung?
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Quellen
- Cameron, K. S., & Quinn, R. E. (2011). Diagnosing and changing organizational culture: Based on the competing values framework. John Wiley & Sons.
- Quinn, R. E., & Rohrbaugh, J. (1983). A spatial model of effectiveness criteria: Towards a competing values approach to organizational analysis. Management science, 29(3), 363-377.
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