Du planst dein Recruiting-Budget und fragst dich: Was kostet eine Neueinstellung eigentlich wirklich? Oder du hast das Gefühl, dass dein Budget nie ausreicht, ohne genau zu wissen, woran das liegt?
Du bist nicht allein. Laut aktuellen Erhebungen stellen 63% der Personalverantwortlichen eine Steigerung der Recruiting-Kosten im Vergleich zu den Vorjahren fest. Gleichzeitig wissen viele HR-Teams nicht, welche Kosten tatsächlich in ihre Einstellungen fließen – und wo das größte Optimierungspotenzial liegt.
Die gute Nachricht: Recruiting-Kosten sind keine Blackbox. Mit den richtigen Kennzahlen und Strategien kannst du nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch gezielt Kosten senken – ohne Qualitätseinbußen bei den Einstellungen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deine Cost-per-Hire berechnest, welche Benchmarks in Deutschland gelten und welche sieben Strategien nachweislich die Recruiting-Kosten reduzieren. Dabei stützen wir uns auf aktuelle Studien und zeigen dir anhand von Praxisbeispielen, was wirklich funktioniert.
Was sind Recruiting Kosten? Definition und Überblick
Unter Recruiting-Kosten (auch Personalbeschaffungskosten genannt) versteht man alle finanziellen Aufwendungen, die bei der Suche, Auswahl und Einstellung neuer Mitarbeiter:innen entstehen. Diese Kosten fallen vom Moment der Stellenausschreibung bis zur unterschriebenen Arbeitsvertrag an – und manchmal sogar darüber hinaus.
Die wichtigste Kennzahl in diesem Zusammenhang ist die Cost-per-Hire (CPH): Sie gibt an, wie viel eine einzelne Einstellung im Durchschnitt kostet. Diese Metrik ist essenziell, um dein Recruiting-Budget zu planen, die Effizienz deiner Prozesse zu messen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Nur 36% der Arbeitgeber:innen messen ihre Cost-per-Hire bereits systematisch – dabei bietet diese Kennzahl enorme Vorteile für die strategische Personalplanung.
Interne vs. externe Recruiting-Kosten
Um deine Recruiting-Kosten vollständig zu erfassen, musst du zwischen internen und externen Kostenfaktoren unterscheiden:
Interne Kosten:
- Gehälter der HR-Mitarbeitenden (anteilig für Recruiting-Tätigkeiten)
- Zeitaufwand der Fachabteilung für Interviews und Auswahlgespräche
- Onboarding- und Einarbeitungsaufwand
- Administrative Tätigkeiten (Vertragsgestaltung, Kommunikation)
- Schulungen für Hiring Manager
Externe Kosten:
- Stellenanzeigen auf Jobbörsen (700–1.300€ pro Anzeige für 30 Tage)
- Headhunter und Personalvermittler (23–35% des Bruttojahresgehalts)
- Recruiting-Software und Bewerbermanagementsysteme
- Employer-Branding-Maßnahmen
- Jobmessen und Karriere-Events
- Background-Checks und Assessments
Versteckte Kosten: Vakanzkosten und Opportunity Costs
Die offensichtlichen Recruiting-Kosten sind nur die Spitze des Eisbergs. Deutlich gravierender – und oft übersehen – sind die versteckten Kosten:
Vakanzkosten (Cost of Vacancy): Jeder Tag, an dem eine Stelle unbesetzt bleibt, kostet dein Unternehmen Geld. Experten schätzen diese Kosten auf durchschnittlich 600–900€ pro Tag – durch Produktivitätsverluste, Überstunden anderer Teammitglieder und entgangene Geschäftsmöglichkeiten. In der IT-Branche können die Kosten pro unbesetzter Stelle sogar auf über 37.000€ steigen.
Die Bundesagentur für Arbeit beziffert die durchschnittliche Vakanzzeit in Deutschland aktuell auf 170 Tage. Das bedeutet: Eine einzige unbesetzte Stelle kann dein Unternehmen über 100.000€ kosten, bevor überhaupt jemand eingestellt ist.
Opportunity Costs: Hinzu kommen entgangene Aufträge, verzögerte Projekte und verpasste Marktchancen. Diese indirekten Kosten sind schwer zu beziffern, aber oft die größten Kostentreiber im gesamten Recruiting-Prozess.
Cost-per-Hire berechnen: Die Formel mit Beispiel
Die Berechnung der Cost-per-Hire ist einfacher, als viele denken. Die Grundformel lautet:
Cost-per-Hire = (Interne Kosten + Externe Kosten) / Anzahl der Einstellungen
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung
Schritt 1: Erfasse alle internen KostenBerechne den anteiligen Zeitaufwand aller am Recruiting beteiligten Personen. Wenn dein HR-Manager 40% seiner Arbeitszeit mit Recruiting verbringt und 5.000€ monatlich verdient, sind das 2.000€ interne Kosten pro Monat.
Schritt 2: Addiere alle externen KostenSammle alle Rechnungen für Stellenanzeigen, Software, externe Dienstleister und Events.
Schritt 3: Lege einen Zeitraum festTypischerweise rechnet man mit Jahreszahlen für aussagekräftige Ergebnisse.
Schritt 4: Teile durch die Anzahl der EinstellungenDie Gesamtkosten dividiert durch die Anzahl erfolgreich besetzter Stellen ergibt deine Cost-per-Hire.
Beispielrechnung:
Kostenlose Vorlage: Cost-per-Hire-Rechner
Eine standardisierte Berechnung ist wichtig, damit du Vergleiche über Zeit und Abteilungen hinweg anstellen kannst. Lege einmal fest, welche Kostenpositionen du einbeziehst, und halte diese Definition konsistent.
Tipp: Erfasse deine Kosten getrennt nach Positionen und Abteilungen. So erkennst du, ob bestimmte Rollen besonders kostenintensiv sind – und wo Optimierungspotenzial besteht.
Durchschnittliche Recruiting Kosten in Deutschland
Eine der häufigsten Fragen im HR-Bereich lautet: "Liegen wir mit unseren Kosten im Durchschnitt?" Aktuelle Studien liefern hierzu aufschlussreiche Benchmarks.
Cost-per-Hire nach Branche und Position
Die durchschnittliche Cost-per-Hire in Deutschland liegt zwischen 4.700€ und 10.000€ – je nach Studie, Branche und Position. Bei einer Erhebung gaben über die Hälfte der befragten Personalverantwortlichen sogar eine durchschnittliche Cost-per-Hire von mehr als 10.000€ an.
Branchen mit besonders hohen Kosten:
- IT und Technologie (Fachkräftemangel)
- Ingenieurwesen
- Gesundheitswesen
- Finance und Controlling
Aktuelle Benchmarks und Trends 2026
Die Recruiting-Landschaft verändert sich: Jobbörsen und Dienstleister haben ihre Preise im unteren zweistelligen Prozentbereich erhöht. Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Recruiting-Budget proportional steigen muss.
Der Trend geht zu effizienteren Prozessen: Unternehmen, die auf strukturierte Auswahl, Automatisierung und datenbasierte Entscheidungen setzen, können ihre Kosten trotz steigender Marktpreise senken.
Wichtig: Budget ist nicht gleich Kosten. Es kommt nicht darauf an, wie viel du ausgibst – sondern wie effizient du einstellst und wie gut deine Auswahlentscheidungen sind.
Das unterschätzte Risiko: Kosten einer Fehlbesetzung
Während sich viele HR-Teams auf die direkten Recruiting-Kosten konzentrieren, übersehen sie den größten Kostentreiber: Fehlbesetzungen. Eine falsche Personalentscheidung kann dein Unternehmen ein Vielfaches der eigentlichen Recruiting-Kosten kosten.
Warum Fehlbesetzungen so teuer sind (Studien)
Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Studie von Kienbaum Management Consultants belaufen sich die Kosten einer Fehlentscheidung bei Führungskräften auf das 1,5- bis 3-fache des Jahresgehalts. Bei einem Jahresgehalt von 80.000€ sind das bis zu 240.000€ Verlust.
Auch für Fachkräfte sind die Kosten erheblich: CareerBuilder beziffert die durchschnittlichen Kosten einer Fehlbesetzung in Deutschland auf mehr als 50.000€. In Deutschland geben 29% der Unternehmen Verluste von über 50.000€ pro Fehlbesetzung an.
Was macht Fehlbesetzungen so teuer?
- Erneute Recruiting-Kosten für die Neubesetzung
- Verlorene Einarbeitungszeit und Produktivität
- Gehaltszahlungen während der (gescheiterten) Probezeit
- Demotivation und Mehrbelastung im Team
- Potenzielle Kundenabwanderung
- Mögliche Abfindungen und Rechtskosten
- Imageschaden als Arbeitgeber
Die Studie "Recruiting Trends" (Pape Consulting) zeigt: Ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, innerhalb von sechs Monaten mindestens eine Fehlentscheidung bei der Personalauswahl getroffen zu haben.
Wie Bauchgefühl vs. objektive Auswahl abschneiden
Warum passieren so viele Fehlbesetzungen? Die Antwort liegt oft in der Auswahlmethode.
Eine Umfrage des Bundesverbands der Personalmanager zeigt: Nur 38% der mittelständischen Unternehmen setzen strukturierte Interviewtechniken ein. Noch weniger – lediglich 22% – verwenden validierte Auswahlverfahren wie Assessment-Center oder psychometrische Tests.
Die wissenschaftliche Forschung ist hier eindeutig: Schmidt und Hunter analysierten in ihrer wegweisenden Meta-Studie (1998) die Validität verschiedener Auswahlverfahren. Das Ergebnis:
Was bedeutet das? Unstrukturierte Interviews – das klassische "Bauchgefühl-Gespräch" – haben eine Trefferquote, die kaum besser ist als der Zufall. Strukturierte Verfahren und Eignungsdiagnostik hingegen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einstellung signifikant.
Kognitive Verzerrungen wie der Affinity Bias (die Tendenz, ähnliche Menschen zu bevorzugen) oder der Confirmation Bias (Vorannahmen bestätigen wollen) verstärken das Problem. Ohne strukturierte Prozesse sind diese Biases nahezu unvermeidbar.
7 bewährte Strategien zur Senkung der Recruiting Kosten
Die gute Nachricht: Du kannst deine Recruiting-Kosten gezielt senken, ohne die Qualität der Einstellungen zu gefährden. Im Gegenteil – die effektivsten Kostenspar-Strategien verbessern oft gleichzeitig die Auswahlqualität.
Strategie 1: Interne Mobilität und Talentpools nutzen
Die Weiterentwicklung eines Mitarbeitenden, der bereits Teil des Unternehmens ist, birgt ein wesentlich geringeres Risiko als eine Neueinstellung. Die Leistungen und Soft Skills sind bekannt, die Integration erfordert weniger Zeit, und die Kosten sind deutlich niedriger.
So setzt du es um:
- Baue einen aktiven Talentpool aus ehemaligen Bewerber:innen auf
- Kommuniziere offene Stellen intern, bevor du extern suchst
- Investiere in Personalentwicklung für Schlüsselpositionen
Strategie 2: Strukturierte Interviews statt Bauchgefühl
Wie die Forschung zeigt, erhöhen strukturierte Vorstellungsgespräche die Trefferquote signifikant. Dabei werden allen Kandidat:innen dieselben Fragen gestellt und nach einheitlichen Kriterien bewertet.
Vorteile:
- Bessere Vergleichbarkeit zwischen Kandidat:innen
- Reduktion von unbewussten Vorurteilen
- Höhere Validität der Auswahlentscheidung
- Weniger Fehlbesetzungen = weniger Folgekosten
Strategie 3: Objektive Eignungsdiagnostik einsetzen
Wissenschaftlich validierte Testverfahren liefern objektive Daten über die Eignung von Kandidat:innen. Im Gegensatz zu Interviews, die stark von subjektiven Eindrücken beeinflusst werden, messen diese Verfahren relevante Kompetenzen standardisiert und vergleichbar.
Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy setzen auf datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl. Die Plattform nutzt Game-Based Assessments, die spielerisch und wissenschaftlich validiert sind – entwickelt als Ausgründung der Freien Universität Berlin.
Das Ergebnis: Messbar bessere Auswahlentscheidungen und weniger Fehlbesetzungen. MCI Deutschland konnte durch den Einsatz von Game-Based Assessments die Time-to-Hire um 55% reduzieren und gleichzeitig die Cost-per-Hire um 92% senken. Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI, betont: "Mit Aivy haben wir einen weiteren Prozessschritt in der Personalbeschaffung digitalisiert und durch die objektivere Bewertungsgrundlage stark professionalisiert."
Strategie 4: Mitarbeiterempfehlungen systematisieren
Deine Mitarbeiter:innen haben häufig Freunde und Bekannte mit ähnlichen Interessen und Qualifikationen. Mitarbeiterempfehlungsprogramme gehören zu den kosteneffizientesten Recruiting-Kanälen überhaupt.
So funktioniert es:
- Etabliere ein strukturiertes Empfehlungsprogramm
- Biete attraktive Prämien (typischerweise 1.000–2.500€)
- Kommuniziere offene Stellen aktiv an dein Team
- Mache den Empfehlungsprozess einfach und transparent
Strategie 5: Time-to-Hire durch Prozessoptimierung senken
Jeder zusätzliche Tag im Recruiting-Prozess kostet Geld – durch Vakanzkosten und das Risiko, gute Kandidat:innen an schnellere Wettbewerber zu verlieren. 73% der Kandidat:innen brechen den Bewerbungsprozess ab, wenn er zu kompliziert oder langwierig ist.
Optimierungshebel:
- Reduziere die Anzahl der Interview-Runden
- Beschleunige Feedback-Schleifen
- Automatisiere administrative Aufgaben
- Nutze digitale Tools für effiziente Vorauswahl
Strategie 6: Candidate Experience verbessern
Ein schlechter Bewerbungsprozess schadet nicht nur deinem Recruiting, sondern auch deiner Arbeitgebermarke. 55% der Kandidat:innen teilen negative Erfahrungen in sozialen Medien. Umgekehrt führt eine positive Candidate Experience zu höheren Annahmequoten und geringeren Abbruchraten.
Die Frankfurt School erzielte durch verbesserte Auswahlprozesse eine 30% bessere Candidate Experience – und gleichzeitig 30% weniger Fehlentscheidungen noch vor dem ersten Gespräch. Das Ergebnis: Ein 4-facher ROI bereits im ersten Jahr.
Strategie 7: Recruiting-KPIs tracken und optimieren
Du kannst nur optimieren, was du misst. Etabliere ein systematisches Tracking deiner wichtigsten Recruiting-Kennzahlen:
Durch regelmäßige Auswertung erkennst du, welche Maßnahmen funktionieren – und wo noch Potenzial liegt.
Objektive Eignungsdiagnostik als Kostenhebel: Wie Tools helfen
Von allen Kostenhebeln im Recruiting bietet die objektive Eignungsdiagnostik das größte Potenzial. Warum? Weil sie an der Wurzel des Problems ansetzt: der Qualität der Auswahlentscheidung.
Warum wissenschaftlich validierte Verfahren Kosten sparen
Der Zusammenhang ist einfach: Bessere Auswahlentscheidungen führen zu weniger Fehlbesetzungen. Weniger Fehlbesetzungen bedeuten weniger Folgekosten für Neubesetzungen, Einarbeitung und Produktivitätsverluste.
Wissenschaftlich validierte Verfahren wie Game-Based Assessments messen relevante Kompetenzen objektiv und standardisiert. Im Gegensatz zu unstrukturierten Interviews:
- Keine Verzerrung durch persönliche Sympathie
- Keine unbewussten Vorurteile (Unconscious Bias)
- Vergleichbare Ergebnisse über alle Kandidat:innen hinweg
- Höhere Validität bei der Vorhersage von Joberfolg
Praxisbeispiel: Wie MCI die Cost-per-Hire um 92% senkte
Das Beispiel MCI Deutschland zeigt eindrucksvoll, was möglich ist. Das Unternehmen stand vor typischen Herausforderungen: hohe Recruiting-Kosten, lange Besetzungszeiten und Unsicherheit über die Qualität der Auswahlentscheidungen.
Nach Einführung von Game-Based Assessments erreichte MCI:
- 55% schnellere Time-to-Hire
- 96% Abschlussquote im Assessment
- 92% geringere Cost-per-Hire
Die Investition amortisierte sich praktisch sofort. Ähnliche Erfolge berichten andere Unternehmen: Callways konnte den Recruiting-Aufwand auf ein Drittel reduzieren. CEO Achim Reinhardt fasst zusammen: "Ohne Aivy würden wir 2-3 Mal so viel Arbeit haben und schlechter rekrutieren."
Mehr Details findest du in der MCI-Erfolgsgeschichte.
ROI berechnen: Wann lohnt sich die Investition?
Eine einfache Rechnung zeigt, wann sich objektive Eignungsdiagnostik rechnet:
Beispiel:
- Aktuelle Fehlbesetzungsrate: 30%
- Kosten pro Fehlbesetzung: 50.000€
- 20 Einstellungen pro Jahr
- → Fehlbesetzungskosten: 6 × 50.000€ = 300.000€
Wenn du durch bessere Diagnostik die Fehlbesetzungsrate auf 15% halbierst, sparst du 150.000€ jährlich – ein Vielfaches der Investition in professionelle Auswahltools.
Die Frankfurt School erzielte einen 4-fachen ROI bereits im ersten Jahr nach Einführung objektiver Eignungsdiagnostik. Die Investition hat sich also innerhalb von drei Monaten amortisiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet eine Neueinstellung durchschnittlich in Deutschland? Die durchschnittliche Cost-per-Hire liegt in Deutschland zwischen 4.700€ und 10.000€. Bei Führungskräften können die Kosten deutlich höher sein – Headhunter verlangen oft 23–35% des Bruttojahresgehalts.
Wie berechne ich die Cost-per-Hire? Die Formel lautet: Cost-per-Hire = (Interne Kosten + Externe Kosten) / Anzahl Einstellungen. Zu den internen Kosten zählen Gehälter der HR-Mitarbeitenden und Interviewzeit von Fachabteilungen. Externe Kosten umfassen Stellenanzeigen, Jobbörsen, Headhunter und Software.
Was kostet eine Fehlbesetzung? Laut Studien kostet eine Fehlbesetzung zwischen 30.000€ und 140.000€. Bei Führungskräften können sich die Kosten auf das 1,5- bis 3-fache des Jahresgehalts summieren (Kienbaum-Studie). In Deutschland geben 29% der Unternehmen Verluste von über 50.000€ pro Fehlbesetzung an.
Was kostet eine unbesetzte Stelle pro Tag? Experten schätzen die Vakanzkosten auf durchschnittlich 600–900€ pro Tag. In der IT können sie auf über 37.000€ pro unbesetzter Stelle steigen. Die durchschnittliche Vakanzzeit in Deutschland liegt bei 170 Tagen.
Wie kann ich Recruiting-Kosten senken? Effektive Strategien sind: (1) Interne Mobilität nutzen, (2) Strukturierte Interviews statt Bauchgefühl, (3) Objektive Eignungsdiagnostik einsetzen, (4) Mitarbeiterempfehlungen systematisieren, (5) Time-to-Hire durch Prozessoptimierung senken, (6) Candidate Experience verbessern, (7) Recruiting-KPIs tracken und optimieren.
Lohnt sich eine Recruiting-Software oder Eignungsdiagnostik? Ja, wenn sie Fehlbesetzungen reduziert und die Time-to-Hire verkürzt. Die Frankfurt School erzielte einen 4-fachen ROI im ersten Jahr durch objektive Eignungsdiagnostik. MCI senkte die Cost-per-Hire um 92% und die Time-to-Hire um 55%.
Was ist der Unterschied zwischen internen und externen Recruiting-Kosten? Interne Kosten entstehen im Unternehmen selbst: HR-Gehälter, Interviewzeit, Onboarding-Aufwand. Externe Kosten gehen an Dritte: Stellenanzeigen (700–1.300€), Headhunter (23–35% Jahresgehalt), Jobbörsen, Software-Abos.
Welche versteckten Recruiting-Kosten werden oft übersehen? Oft unterschätzt werden: Vakanzkosten (Produktivitätsverlust während offener Stelle), Opportunity Costs (entgangene Aufträge), Einarbeitungskosten, Zeit der Fachabteilung für Interviews, und die Kosten einer Fehlbesetzung inklusive Neubesetzung.
Wie hoch sollte mein Recruiting-Budget sein? Eine Faustregel: Kalkuliere deine durchschnittliche Cost-per-Hire mal geplante Einstellungen. Bei 30 geplanten Einstellungen und 4.500€ Cost-per-Hire wären das 135.000€ Budget. Plane einen Puffer für Fehlbesetzungen ein.
Fazit: Die wichtigsten Hebel für effizientes Recruiting
Recruiting-Kosten zu senken bedeutet nicht, am falschen Ende zu sparen. Im Gegenteil: Die effektivsten Maßnahmen verbessern gleichzeitig die Qualität deiner Einstellungen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Kenne deine Zahlen: Ohne systematisches Tracking deiner Cost-per-Hire, Time-to-Hire und Fehlbesetzungsrate tappst du im Dunkeln.
- Fokussiere auf Fehlbesetzungen: Eine einzige Fehlbesetzung kostet mehr als zehn erfolgreiche Einstellungen. Investitionen in bessere Auswahl haben den höchsten ROI.
- Strukturiere deine Prozesse: Strukturierte Interviews und objektive Eignungsdiagnostik erhöhen die Trefferquote nachweislich – und senken damit die Folgekosten.
- Nutze Daten statt Bauchgefühl: Wissenschaftlich validierte Verfahren liefern bessere Vorhersagen als intuitive Einschätzungen.
Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy unterstützen dich dabei, diese Hebel praktisch umzusetzen. Die Plattform kombiniert wissenschaftlich fundierte Game-Based Assessments mit einer positiven Candidate Experience – und liefert messbare Ergebnisse, wie die Erfolge bei MCI, Frankfurt School und vielen anderen Unternehmen zeigen.
Dein nächster Schritt: Analysiere deine aktuellen Recruiting-Kosten, identifiziere die größten Kostentreiber und starte mit den Optimierungen, die den höchsten Impact versprechen.
Quellen
- Kienbaum Management Consultants (2020): Studie zu Kosten von Fehlbesetzungen
- Schmidt, F.L. & Hunter, J.E. (1998): The Validity and Utility of Selection Methods in Personnel Psychology
- Bundesagentur für Arbeit (2024): Vakanzzeiten in Deutschland
- Institut der deutschen Wirtschaft Köln (2024): Kosten des Fachkräftemangels
- Pape Consulting (2014): Recruiting Trends – Fehlbesetzungsquoten
- CareerBuilder (2023): Internationale Studie zu Fehlbesetzungskosten
- Aivy Erfolgsgeschichten: MCI Deutschland, Frankfurt School
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