Du willst als Talent deine Stärken erkunden?

Hier entlang

Login

Wissenschaftliche Eignungsdiagnostik in der Personalauswahl

Home
-
Lexikon
-
Wissenschaftliche Eignungsdiagnostik in der Personalauswahl

So triffst du die besten Personalentscheidungen!

Eignungsdiagnostik, auch Personaldiagnostik, ist ein Sammelbegriff für psychologische Auswahlverfahren, die zur Prüfung einer Passung zwischen Bewerbenden und Anforderungen am Arbeitsplatz eingesetzt werden (Schuler & Hoff 2007).

Der Begriff Eignungsdiagnostik bezieht sich nicht auf einen einzelnen Test, sondern auf verschiedene psychologische Auswahlverfahren und Ansätze zur Messung von arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen, Eigenschaften und Verhaltenstendenzen.

Dabei eint die Verfahren ein gemeinsames Ziel: Die Vorhersage, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin in einer bestimmten Position erfolgreich sein wird. Folglich ist die Eignungsdiagnostik eng verwandt mit dem Begriff der Potenzialanalyse, deren Ziel darin besteht, Aussagen über die Entwicklungsmöglichkeiten von Individuen zu treffen.

Definition: Eignungsdiagnostik

Unter Eignungsdiagnostik versteht man den Einsatz von psychologischen Auswahlverfahren, um Kompetenzen, Fähigkeiten, Verhalten und Werthaltungen einer Person im beruflichen Kontext zu erfassen.

Wo, wann und warum werden eignungsdiagnostische Verfahren eingesetzt?

Mögliche Anwendungsfelder für eignungsdiagnostische Verfahren, auch psychometrische Verfahren, sind die Berufsberatung, die Personalauswahl und die Personalentwicklung. Während es bei der Berufsberatung und der Personalauswahl vor allem darum geht, die Passung zwischen den Kompetenzen von Bewerbenden und den Anforderungen eines Arbeitsplatzes festzustellen, geht es bei der Personalentwicklung vor allem darum, mögliche Diskrepanzen zwischen den aktuellen Kompetenzen der Beschäftigten und den bestehenden beziehungsweise zukünftigen Anforderungen in einem Job festzustellen und damit Trainings- und Entwicklungsbedarf zu identifizieren. Ähnlich wie eine medizinische Diagnose die Grundlage für eine anschließende Therapie bildet, liefert die psychologische Eignungsdiagnostik somit die Basis für Karriereentscheidungen, Personalentscheidungen und Personalentwicklungsmaßnahmen.

Vorteil von Eignungsdiagnostik

Richtig eingesetzt ist die Eignungsdiagnostik ist ein wichtiges Tool für die Personalauswahl, um erfolgreiche Personalentscheidungen zu treffen, Entwicklungspotenziale von Mitarbeitenden zu definieren und Fehlbesetzungen zu vermeiden.

Welche eignungsdiagnostischen Verfahren gibt es?

Ohne es explizit als Eignungsdiagnostik zu bezeichnen, setzt du wahrscheinlich schon heute entsprechende Verfahren ein. Denn auch die Begutachtung von Bewerbungsunterlagen kann ein eignungsdiagnostisches Verfahren darstellen sofern sie bestimmten vorab festgelegten Regeln folgt. So unterscheidet die DIN 33430, welche die Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik festlegt, insgesamt fünf Verfahren der Eignungsdiagnostik:

  1. Dokumentenanalyse (z.B. Prüfung von Lebensläufen, Zeugnissen und Referenzen)
  2. Direkte mündliche Befragungen (z. B. telefonische und persönliche Interviews)
  3. Verhaltensbeobachtung- und Beurteilung (z.B. Rollenspiele, Arbeitsproben)
  4. Messtheoretisch fundierte Fragebögen: (z. B. Persönlichkeitstests, Integritätstets)
  5. Messtheoretisch fundierte Leistungstests: (z. B. Intelligenztests, Konzentrationstests)

Messtheoretisch fundiert bedeutet, dass die Tests und Fragebögen auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Theorie konstruiert wurden, die meist aus dem Bereich der akademischen Psychologie stammt. Zur messtheoretischen Fundierung von Tests und Fragebögen gehört neben der wissenschaftlich-theoretischen Fundierung auch der fachgerechte Einsatz von mathematischen und statistischen Modellen und Auswertungsmethoden.

Wie funktioniert berufliche Eignungsdiagnostik?

Am Anfang jeder wissenschaftlich fundierten Eignungsdiagnostik steht immer die Definition des Begriffs „Eignung“. Die zentrale Leitfrage lautet dabei: Eignung wofür? Denn ein übergeordneter Test zur Erfassung einer allgemeinen Eignung für verschiedenste Tätigkeiten existiert nicht. Vielmehr muss im Rahmen einer Anforderungsanalyse konkret und möglichst spezifisch definiert werden, welche Kompetenzen und Eigenschaften Bewerbende mitbringen müssen, um in einer bestimmten Stelle erfolgreich zu sein. Solche für den beruflichen Erfolg entscheidenden Kompetenzen, wie beispielsweise die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, Empathie oder Anpassungsfähigkeit, werden in einem Anforderungsprofil definiert. Das Anforderungsprofil bildet somit die Grundlage für eine wissenschaftlich fundierte und erfolgreiche Eignungsdiagnostik

Was sollten eignungsdiagnostische Verfahren messen? Und was nicht?

Eine gute Eignungsdiagnostik zeichnet sich dadurch aus, dass die alle im Anforderungsprofil festgelegten Anforderungen objektiv, zuverlässig und messfehlerfrei (d.h. reliabel) misst, wobei die im Anforderungsprofil festgelegten kognitiven, persönlichkeitsbasierten und verhaltensbasierte Eigenschaften in direktem Zusammenhang mit beruflichem Erfolg in der Stelle stehen (d.h. valide sind). Aus dieser Definition lässt sich zugleich ableiten, was die Eignungsdiagnostik nicht messen soll beziehungsweise nicht messen darf: nämlich all jene Kriterien, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem beruflichen Erfolg im Job stehen. Beispiele hierfür sind die politische oder sexuelle Orientierung von Bewerbenden. Darüber hinaus sollten die eingesetzten Verfahren fair sein, das heißt, keine Gruppen systematisch benachteiligen (z. B. aufgrund von Geschlecht oder Nationalität), und sich durch ein hohes Maß an Transparenz auszeichnen. Hohe Transparenz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Bewerbenden immer genau wissen, aus welchem Grund welche Informationen über sie gesammelt werden, zu welchem Zweck und wie lange sie gespeichert werden und welche Rückmeldung sie selbst aufgrund der Testergebnisse erwarten können. Dies wird auch als soziale Validität bezeichnet.

Woran erkennt man gute Eignungsdiagnostik?

Eine qualitativ und wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik zeichnet sich dadurch aus, dass sie psychometrische Verfahren einsetzt, die die zuvor definierten Anforderungen erfüllen, d.h. die berufsbezogenen Kompetenzen objektiv, reliabel, valide und fair messen. Ist dies der Fall, erlaubt kein anderes Personalauswahlkriterium (z.B. Zeugnisse, Assessment Center) eine ebenso zuverlässige Vorhersage über die berufliche Eignung von BewerberInnen. Doch Vorsicht ist geboten. Denn nur wissenschaftlich fundierte eignungsdiagnostische Tests führen zu aussagekräftigen und belastbaren Ergebnissen und nicht alle auf dem Markt existierende Verfahren erfüllen diese Anforderung. Daher sollten Verfahren immer auf Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness geprüft werden, bevor sie Einzug in Ihre Personalauswahl finden. Während Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness zu den zentralen Gütekriterien der klassischen Testtheorie gehören, gewinnen auch die Nebengütekriterien Ökonomie und Akzeptanz zunehmend an Bedeutung und sollten bei der Auswahl geeigneter Verfahren und Anbieter nicht vernachlässigt werden. Denn im Idealfall sind die eingesetzten psychometrischen Verfahren nicht nur wissenschaftlich fundiert und sagen den beruflichen Erfolg von Bewerbern zuverlässig voraus, sondern sind auch kostengünstig, können mit geringem Aufwand für Bewerbende und Unternehmen verwendet werden und sind bei den Bewerbern akzeptiert und beliebt.

Um Ihnen die Orientierung auf dem Markt zu erleichtern, haben wir für Sie in einer Checkliste zusammengefasst, woran Sie gute Eignungsdiagnostik erkennen und worauf Sie bei der Auswahl eines Anbieters achten sollten.

Fallstudien aus der Praxis

Ein aktuelles Praxisbeispiel für die Wirksamkeit wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik liefert die Deutsche Lufthansa AG. Durch den Einsatz der wissenschaftlich validierten psychometrischen Testverfahren von Aivy konnte eine bemerkenswerte Trefferquote von 96% bei der Vorauswahl von Trainees erreicht werden – und das noch vor dem ersten persönlichen Interview.

Die Implementierung eines 15-minütigen Online-Assessments in den bestehenden Bewerbungsprozess führte zu:

  • Einer Gesamttrefferquote von 96% bei der Kandidat:inneneignung
  • Einer Zeitersparnis von über 100 Minuten pro Bewerbung
  • Einer hohen Akzeptanz bei Bewerbenden mit 86% Abschlussquote

Bei einer Stichprobe von über 1.200 Bewerbenden wurde die hohe Vorhersagegenauigkeit des Verfahrens nachgewiesen.

Erfahrungsberichte von Personalverantwortlichen

„Wir erhalten einen besseren Blick auf die Person und erkennen ihre Stärken. So können wir nach Passung auswählen“, bestätigt Susanne Berthold Neumann, Verantwortliche für innovative Nachwuchsprogramme bei der Deutschen Lufthansa AG.

Die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und positiver Candidate Experience macht moderne Eignungsdiagnostik besonders wertvoll für Unternehmen. Mehr dazu hier...

Qualitätsstandards

Bei der Durchführung eignungsdiagnostischer Verfahren steht die Wissenschaftlichkeit der eingesetzten Verfahren sowie der Schutz personenbezogener Daten im Fokus:

  • Verarbeitung auf ISO 27001-zertifizierten Servern in Deutschland (Frankfurt am Main)
  • Pseudonymisierte Datenerhebung zur Gewährleistung der Anonymität
  • Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Auditoren (DSGVO und BDSG)

Als wissenschaftliche Ausgründung der Freien Universität Berlin entwickelte Aivy eignungsdiagnostische Verfahren, die basieren auf der DIN 33430 und wurden in über 500.000 Testungen bei mehr als 100 Unternehmen verschiedener Größen und Branchen validiert. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit führenden Expert:innen, darunter Harald Ackerschott, Mitautor der DIN 33430 und Leiter der ISO-Arbeitsgruppe Recruitment.

Quellen

  • DIN Deutsches Institut für Normung e.V. (2016). Anforderungen an Verfahren und deren
  • Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen – DIN 33430. Berlin: Beuth.
  • Diagnostik- u. Testkuratorium (Hrsg.). (2018c). Personalauswahl kompetent gestalten. Grundlagen und Praxis der Eignungsdiagnostik nach DIN 33430. Berlin: Springer.
  • Kanning, U. P. (2019). Standards der Personaldiagnostik. Personalauswahl professionell gestalten (2., überarbeitete und erweiterte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
  • Schuler, H. & Hoft, S. (2007). Diagnose beruflicher Eignung und Leistung. In H. Schuler (Hrsg.), Lehrbuch Organisationspsychologie (S. 289–343). Bern: Huber.
  • Schuler, H. & Kanning, U. P. (2014). Lehrbuch der Personalpsychologie (3. Auflage). Göttingen: Hogrefe.
Home
-
Lexikon
-
Wissenschaftliche Eignungsdiagnostik in der Personalauswahl

So triffst du die besten Personalentscheidungen!

Eignungsdiagnostik, auch Personaldiagnostik, ist ein Sammelbegriff für psychologische Auswahlverfahren, die zur Prüfung einer Passung zwischen Bewerbenden und Anforderungen am Arbeitsplatz eingesetzt werden (Schuler & Hoff 2007).

Der Begriff Eignungsdiagnostik bezieht sich nicht auf einen einzelnen Test, sondern auf verschiedene psychologische Auswahlverfahren und Ansätze zur Messung von arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen, Eigenschaften und Verhaltenstendenzen.

Dabei eint die Verfahren ein gemeinsames Ziel: Die Vorhersage, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin in einer bestimmten Position erfolgreich sein wird. Folglich ist die Eignungsdiagnostik eng verwandt mit dem Begriff der Potenzialanalyse, deren Ziel darin besteht, Aussagen über die Entwicklungsmöglichkeiten von Individuen zu treffen.

Definition: Eignungsdiagnostik

Unter Eignungsdiagnostik versteht man den Einsatz von psychologischen Auswahlverfahren, um Kompetenzen, Fähigkeiten, Verhalten und Werthaltungen einer Person im beruflichen Kontext zu erfassen.

Wo, wann und warum werden eignungsdiagnostische Verfahren eingesetzt?

Mögliche Anwendungsfelder für eignungsdiagnostische Verfahren, auch psychometrische Verfahren, sind die Berufsberatung, die Personalauswahl und die Personalentwicklung. Während es bei der Berufsberatung und der Personalauswahl vor allem darum geht, die Passung zwischen den Kompetenzen von Bewerbenden und den Anforderungen eines Arbeitsplatzes festzustellen, geht es bei der Personalentwicklung vor allem darum, mögliche Diskrepanzen zwischen den aktuellen Kompetenzen der Beschäftigten und den bestehenden beziehungsweise zukünftigen Anforderungen in einem Job festzustellen und damit Trainings- und Entwicklungsbedarf zu identifizieren. Ähnlich wie eine medizinische Diagnose die Grundlage für eine anschließende Therapie bildet, liefert die psychologische Eignungsdiagnostik somit die Basis für Karriereentscheidungen, Personalentscheidungen und Personalentwicklungsmaßnahmen.

Vorteil von Eignungsdiagnostik

Richtig eingesetzt ist die Eignungsdiagnostik ist ein wichtiges Tool für die Personalauswahl, um erfolgreiche Personalentscheidungen zu treffen, Entwicklungspotenziale von Mitarbeitenden zu definieren und Fehlbesetzungen zu vermeiden.

Welche eignungsdiagnostischen Verfahren gibt es?

Ohne es explizit als Eignungsdiagnostik zu bezeichnen, setzt du wahrscheinlich schon heute entsprechende Verfahren ein. Denn auch die Begutachtung von Bewerbungsunterlagen kann ein eignungsdiagnostisches Verfahren darstellen sofern sie bestimmten vorab festgelegten Regeln folgt. So unterscheidet die DIN 33430, welche die Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik festlegt, insgesamt fünf Verfahren der Eignungsdiagnostik:

  1. Dokumentenanalyse (z.B. Prüfung von Lebensläufen, Zeugnissen und Referenzen)
  2. Direkte mündliche Befragungen (z. B. telefonische und persönliche Interviews)
  3. Verhaltensbeobachtung- und Beurteilung (z.B. Rollenspiele, Arbeitsproben)
  4. Messtheoretisch fundierte Fragebögen: (z. B. Persönlichkeitstests, Integritätstets)
  5. Messtheoretisch fundierte Leistungstests: (z. B. Intelligenztests, Konzentrationstests)

Messtheoretisch fundiert bedeutet, dass die Tests und Fragebögen auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Theorie konstruiert wurden, die meist aus dem Bereich der akademischen Psychologie stammt. Zur messtheoretischen Fundierung von Tests und Fragebögen gehört neben der wissenschaftlich-theoretischen Fundierung auch der fachgerechte Einsatz von mathematischen und statistischen Modellen und Auswertungsmethoden.

Wie funktioniert berufliche Eignungsdiagnostik?

Am Anfang jeder wissenschaftlich fundierten Eignungsdiagnostik steht immer die Definition des Begriffs „Eignung“. Die zentrale Leitfrage lautet dabei: Eignung wofür? Denn ein übergeordneter Test zur Erfassung einer allgemeinen Eignung für verschiedenste Tätigkeiten existiert nicht. Vielmehr muss im Rahmen einer Anforderungsanalyse konkret und möglichst spezifisch definiert werden, welche Kompetenzen und Eigenschaften Bewerbende mitbringen müssen, um in einer bestimmten Stelle erfolgreich zu sein. Solche für den beruflichen Erfolg entscheidenden Kompetenzen, wie beispielsweise die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, Empathie oder Anpassungsfähigkeit, werden in einem Anforderungsprofil definiert. Das Anforderungsprofil bildet somit die Grundlage für eine wissenschaftlich fundierte und erfolgreiche Eignungsdiagnostik

Was sollten eignungsdiagnostische Verfahren messen? Und was nicht?

Eine gute Eignungsdiagnostik zeichnet sich dadurch aus, dass die alle im Anforderungsprofil festgelegten Anforderungen objektiv, zuverlässig und messfehlerfrei (d.h. reliabel) misst, wobei die im Anforderungsprofil festgelegten kognitiven, persönlichkeitsbasierten und verhaltensbasierte Eigenschaften in direktem Zusammenhang mit beruflichem Erfolg in der Stelle stehen (d.h. valide sind). Aus dieser Definition lässt sich zugleich ableiten, was die Eignungsdiagnostik nicht messen soll beziehungsweise nicht messen darf: nämlich all jene Kriterien, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem beruflichen Erfolg im Job stehen. Beispiele hierfür sind die politische oder sexuelle Orientierung von Bewerbenden. Darüber hinaus sollten die eingesetzten Verfahren fair sein, das heißt, keine Gruppen systematisch benachteiligen (z. B. aufgrund von Geschlecht oder Nationalität), und sich durch ein hohes Maß an Transparenz auszeichnen. Hohe Transparenz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Bewerbenden immer genau wissen, aus welchem Grund welche Informationen über sie gesammelt werden, zu welchem Zweck und wie lange sie gespeichert werden und welche Rückmeldung sie selbst aufgrund der Testergebnisse erwarten können. Dies wird auch als soziale Validität bezeichnet.

Woran erkennt man gute Eignungsdiagnostik?

Eine qualitativ und wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik zeichnet sich dadurch aus, dass sie psychometrische Verfahren einsetzt, die die zuvor definierten Anforderungen erfüllen, d.h. die berufsbezogenen Kompetenzen objektiv, reliabel, valide und fair messen. Ist dies der Fall, erlaubt kein anderes Personalauswahlkriterium (z.B. Zeugnisse, Assessment Center) eine ebenso zuverlässige Vorhersage über die berufliche Eignung von BewerberInnen. Doch Vorsicht ist geboten. Denn nur wissenschaftlich fundierte eignungsdiagnostische Tests führen zu aussagekräftigen und belastbaren Ergebnissen und nicht alle auf dem Markt existierende Verfahren erfüllen diese Anforderung. Daher sollten Verfahren immer auf Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness geprüft werden, bevor sie Einzug in Ihre Personalauswahl finden. Während Objektivität, Reliabilität, Validität und Fairness zu den zentralen Gütekriterien der klassischen Testtheorie gehören, gewinnen auch die Nebengütekriterien Ökonomie und Akzeptanz zunehmend an Bedeutung und sollten bei der Auswahl geeigneter Verfahren und Anbieter nicht vernachlässigt werden. Denn im Idealfall sind die eingesetzten psychometrischen Verfahren nicht nur wissenschaftlich fundiert und sagen den beruflichen Erfolg von Bewerbern zuverlässig voraus, sondern sind auch kostengünstig, können mit geringem Aufwand für Bewerbende und Unternehmen verwendet werden und sind bei den Bewerbern akzeptiert und beliebt.

Um Ihnen die Orientierung auf dem Markt zu erleichtern, haben wir für Sie in einer Checkliste zusammengefasst, woran Sie gute Eignungsdiagnostik erkennen und worauf Sie bei der Auswahl eines Anbieters achten sollten.

Fallstudien aus der Praxis

Ein aktuelles Praxisbeispiel für die Wirksamkeit wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik liefert die Deutsche Lufthansa AG. Durch den Einsatz der wissenschaftlich validierten psychometrischen Testverfahren von Aivy konnte eine bemerkenswerte Trefferquote von 96% bei der Vorauswahl von Trainees erreicht werden – und das noch vor dem ersten persönlichen Interview.

Die Implementierung eines 15-minütigen Online-Assessments in den bestehenden Bewerbungsprozess führte zu:

  • Einer Gesamttrefferquote von 96% bei der Kandidat:inneneignung
  • Einer Zeitersparnis von über 100 Minuten pro Bewerbung
  • Einer hohen Akzeptanz bei Bewerbenden mit 86% Abschlussquote

Bei einer Stichprobe von über 1.200 Bewerbenden wurde die hohe Vorhersagegenauigkeit des Verfahrens nachgewiesen.

Erfahrungsberichte von Personalverantwortlichen

„Wir erhalten einen besseren Blick auf die Person und erkennen ihre Stärken. So können wir nach Passung auswählen“, bestätigt Susanne Berthold Neumann, Verantwortliche für innovative Nachwuchsprogramme bei der Deutschen Lufthansa AG.

Die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und positiver Candidate Experience macht moderne Eignungsdiagnostik besonders wertvoll für Unternehmen. Mehr dazu hier...

Qualitätsstandards

Bei der Durchführung eignungsdiagnostischer Verfahren steht die Wissenschaftlichkeit der eingesetzten Verfahren sowie der Schutz personenbezogener Daten im Fokus:

  • Verarbeitung auf ISO 27001-zertifizierten Servern in Deutschland (Frankfurt am Main)
  • Pseudonymisierte Datenerhebung zur Gewährleistung der Anonymität
  • Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Auditoren (DSGVO und BDSG)

Als wissenschaftliche Ausgründung der Freien Universität Berlin entwickelte Aivy eignungsdiagnostische Verfahren, die basieren auf der DIN 33430 und wurden in über 500.000 Testungen bei mehr als 100 Unternehmen verschiedener Größen und Branchen validiert. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit führenden Expert:innen, darunter Harald Ackerschott, Mitautor der DIN 33430 und Leiter der ISO-Arbeitsgruppe Recruitment.

Quellen

  • DIN Deutsches Institut für Normung e.V. (2016). Anforderungen an Verfahren und deren
  • Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen – DIN 33430. Berlin: Beuth.
  • Diagnostik- u. Testkuratorium (Hrsg.). (2018c). Personalauswahl kompetent gestalten. Grundlagen und Praxis der Eignungsdiagnostik nach DIN 33430. Berlin: Springer.
  • Kanning, U. P. (2019). Standards der Personaldiagnostik. Personalauswahl professionell gestalten (2., überarbeitete und erweiterte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
  • Schuler, H. & Hoft, S. (2007). Diagnose beruflicher Eignung und Leistung. In H. Schuler (Hrsg.), Lehrbuch Organisationspsychologie (S. 289–343). Bern: Huber.
  • Schuler, H. & Kanning, U. P. (2014). Lehrbuch der Personalpsychologie (3. Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Heading 1

Heading 2

Heading 3

Heading 4

Heading 5
Heading 6

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis aute irure dolor in reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur.

Block quote

Ordered list

  1. Item 1
  2. Item 2
  3. Item 3

Unordered list

  • Item A
  • Item B
  • Item C

Text link

Bold text

Emphasis

Superscript

Subscript

Heading 1

Heading 2

Heading 3

Heading 4

Heading 5
Heading 6

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis aute irure dolor in reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur.

Block quote

Ordered list

  1. Item 1
  2. Item 2
  3. Item 3

Unordered list

  • Item A
  • Item B
  • Item C

Text link

Bold text

Emphasis

Superscript

Subscript

Eignungsdiagnostik effektiv im eigenen Recruiting nutzen!

Unverbindlich weitere Infos per E-Mail erhalten...

Dr. Aline Lanzrath

Content Spezialist

Über Aline

Promovierte an der Universität Mannheim im Bereich Betriebswirtschaftslehre und forscht zu aktuellen Fragestellungen in den Bereichen Talentmanagement, Organisationskultur und Employer Branding. Zuvor studierte sie dort Psychologie mit den Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Markt- und Werbepsychologie. Außerdem verfügt sie über praktische Erfahrung in der Personalentwicklung, Strategieberatung und Marktforschung.

Erfolgsgeschichten

Diese Resultate kannst du erwarten

Entdecke, welche Erfolge andere Unternehmen mit dem Einsatz von Aivy erzielen. Lass dich inspirieren und tu es ihnen gleich.

Viele innovative Arbeitgebende vertrauen bereits auf Aivy

Das sagen #HeRoes

„Durch die sehr hohe Rücklaufquote überzeugen und binden wir unsere Azubis früh im Bewerbungsprozess.“

Tamara Molitor
Ausbildungsleiterin bei Würth
Tamara Molitor

„Das Stärkenprofil spiegelt 1:1 unsere Erfahrung im persönlichen Gespräch.“

Wolfgang Böhm
Ausbildungsleiter bei DIEHL
Wolfgang Böhm Portrait

„Durch objektive Kriterien fördern wir Chancengleichheit und Diversität im Recruiting.“

Marie-Jo Goldmann
Head of HR bei nucao
Marie Jo Goldmann Portrait

Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

Carl-Christoph Fellinger
Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf
Christoph Feillinger Portrait

„Auswahlverfahren, die Spaß machen.“

Anna Miels
Manager Learning & Development bei apoproject
Anna Miels Portrait

„Bewerbende finden heraus, für welche Stelle sie die passenden Kompetenzen mitbringen.“

Jürgen Muthig
Leiter Berufsausbildung bei Fresenius
Jürgen Muthig Fresenius Portrait

„Versteckten Potenziale kennenlernen und Bewerber:innen gezielt aufbauen.“

Christian Schütz
HR Manager bei KU64
Christian Schuetz

Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne
Director People & Culture bei MCI Deutschland
Matthias Kühne

Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder
Head of HR bei Horn & Bauer
Theresa Schröder

„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
Kevin Jungbauer
Der Assistent, der Talent erkennt.

Unverbindlich ausprobieren

Werde zum HeRo 🦸 und erkenne mit Aivy wie gut Bewerbende zu euch passen – und das noch vor dem ersten Bewerbungsgespräch...