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Mitarbeiter Bonussystem – Definition, Arten & Praxis-Tipps

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Mitarbeiter Bonussystem – Definition, Arten & Praxis-Tipps

Ein Mitarbeiter Bonussystem ist eine strukturierte Vergütungsform, bei der Unternehmen zusätzlich zum Gehalt Prämien für Leistungen oder Zielerreichung gewähren. Bonuszahlungen sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig – steuerfreie Alternativen wie Sachbezüge (bis 50 Euro pro Monat) bieten jedoch Einsparpotenzial. Laut der Robert Walters Gehaltsstudie 2024 sind Boni für 66 Prozent der Arbeitnehmer:innen ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl.

Was ist ein Mitarbeiter Bonussystem?

Ein Mitarbeiter Bonussystem beschreibt die Regeln und Strukturen, nach denen ein Unternehmen zusätzliche Vergütungen an seine Beschäftigten auszahlt. Diese Boni werden über das reguläre Gehalt hinaus gewährt – entweder als Belohnung für individuelle Leistungen, das Erreichen von Zielen oder den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Die Auszahlung kann in verschiedenen Formen erfolgen: als Geldprämie, Sachleistung oder immaterielle Leistung wie zusätzliche Urlaubstage. Ein Bonussystem unterscheidet sich von reinen Benefit-Programmen dadurch, dass Boni in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, während Benefits allen Mitarbeiter:innen unabhängig von ihrer Leistung zustehen.

Ziele von Bonussystemen

Unternehmen setzen Bonussysteme ein, um mehrere Faktoren gleichzeitig zu beeinflussen: Motivation, Produktivität, Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Eine Deloitte-Studie zeigt, dass 93 Prozent der befragten Unternehmen ihre Bonusprogramme primär nutzen, um Mitarbeiterprämien an den Unternehmenszielen auszurichten.

Arten von Bonussystemen

Leistungsbonus

Der Leistungsbonus ist die klassische Form der variablen Vergütung. Mitarbeiter:innen erhalten eine Prämie für das Erreichen vereinbarter Leistungsziele innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Typische Kennzahlen sind Umsatz, Gewinn, Akquise-Erfolge oder Verkaufsabschlüsse. Die Höhe kann als fixer Betrag oder als prozentualer Anteil des Jahresgehalts (z.B. 10 Prozent) definiert werden.

Erfolgsbonus und Gewinnbeteiligung

Beim Erfolgsbonus orientiert sich die Prämie am Gesamterfolg des Unternehmens oder einer Abteilung. Die Gewinnbeteiligung ermöglicht es Mitarbeiter:innen, direkt vom wirtschaftlichen Erfolg zu profitieren. Der Vorteil: Die gesamte Belegschaft zieht an einem Strang. Der Nachteil: Individuelle Höchstleistungen werden möglicherweise nicht ausreichend honoriert, wenn das Gesamtergebnis schwächelt.

Spontanbonus (Ad-hoc-Prämien)

Immer mehr Unternehmen ergänzen oder ersetzen feste Bonusvereinbarungen durch spontane Prämien. Vorgesetzte können außergewöhnliche Leistungen zeitnah anerkennen – etwa innovative Ideen, besonderes Engagement oder einen positiven Einfluss auf das Teamklima. Grundlage für Ad-hoc-Boni bieten regelmäßige Feedbackgespräche oder Mitarbeiterbeurteilungen.

Sachbezüge und steuerfreie Alternativen

Neben klassischen Geldprämien gewinnen Sachbezüge an Bedeutung. Sie ermöglichen eine steuer- und sozialversicherungsfreie Vergütung von bis zu 50 Euro pro Monat gemäß § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Typische Beispiele sind Gutscheine, Mobilitätszuschüsse, betriebliche Gesundheitsförderung oder Kindergartenzuschüsse.

Steuerliche und rechtliche Aspekte

Steuerpflicht von Bonuszahlungen

Bonuszahlungen gelten steuerrechtlich als sonstige Bezüge und sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig. Vom Bonus werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer abgezogen. Zusätzlich fallen Sozialabgaben an, sofern das Einkommen die Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschreitet.

Die Beitragsbemessungsgrenzen 2025 liegen bei 5.512 Euro monatlich für die Krankenversicherung und 8.050 Euro monatlich für die Renten- und Pflegeversicherung.

Steuerfreie Optionen 2025/2026

Nach Auslaufen der Inflationsausgleichsprämie zum 31. Dezember 2024 bleiben folgende steuerfreie Möglichkeiten:

  • Sachbezüge bis 50 Euro monatlich (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG)
  • Geschenke zu persönlichen Anlässen bis 60 Euro
  • Betriebliche Gesundheitsförderung bis 600 Euro jährlich
  • Kindergartenzuschüsse in unbegrenzter Höhe
  • Mobilitätszuschüsse unter bestimmten Voraussetzungen

Angesichts der Komplexität empfiehlt es sich, bei der Gestaltung von Bonussystemen steuerliche Expertise einzuholen.

Rechtlicher Anspruch auf Bonus

Im deutschen Arbeitsrecht besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Bonuszahlungen. Ein Anspruch entsteht nur, wenn eine entsprechende Vereinbarung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung existiert. Auch durch betriebliche Übung – also die wiederholte Gewährung einer Leistung – kann ein Rechtsanspruch entstehen.

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 25. Juli 2024 (Az. 10 AZR 288/22) klargestellt: Bei arbeitsleistungsbezogenen Boni haben Mitarbeiter:innen auch bei Eigenkündigung Anspruch auf einen anteiligen Bonus für die geleistete Arbeitszeit.

Bonussystem einführen: Schritt für Schritt

Budget und Ziele definieren

Der erste Schritt ist die Festlegung eines klaren Budgets und der maximalen Summe pro Mitarbeiter:in. Anschließend gilt es, die Unternehmensziele zu analysieren: Soll das Bonussystem die Produktivität steigern, die Fluktuation senken oder neue Fachkräfte gewinnen?

Fairness und Transparenz sicherstellen

Ein Bonussystem funktioniert nur, wenn die Maßstäbe klar, fair und einschätzbar sind. Intransparente oder unerreichbare Ziele führen zu Frustration statt Motivation. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiterleistung anhand objektiver Kriterien bewertet wird, damit das System nicht willkürlich wirkt.

Wichtige Erfolgsfaktoren:

  • Klare Bezugnahme auf erreichbare Unternehmensziele
  • Einbindung von HR, Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Balance zwischen Team- und Individualzielen
  • Transparente Kommunikation der Regeln und Voraussetzungen

Erfolgsmessung und Evaluation

Moderne Bonusprogramme setzen auf digitale Tools, um Ziele sichtbar zu machen und Prämienzahlungen automatisch zu verwalten. Regelmäßige Evaluationen stellen sicher, dass das System motivierend bleibt und nicht unbeabsichtigte Nebenwirkungen erzeugt – etwa Konkurrenzdenken im Team oder das Vernachlässigen nicht-bonusrelevanter Aufgaben.

Vorteile und Risiken von Bonussystemen

Ein gut durchdachtes Bonussystem kann Motivation und Leistungsbereitschaft steigern, die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und qualifizierte Fachkräfte anziehen. Die Robert Walters Gehaltsstudie belegt: Für 66 Prozent der Arbeitnehmer:innen sind Bonuszahlungen ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl.

Gleichzeitig warnen Studien wie die der Frankfurt School of Business vor Risiken: Schlecht gestaltete leistungsbasierte Bonussysteme können die intrinsische Motivation schädigen und das Betriebsklima belasten. Besonders kritisch ist es, wenn individuelle Boni an Faktoren geknüpft werden, die Einzelne nicht beeinflussen können – etwa den Gesamtumsatz des Unternehmens.

Häufige Fragen zu Mitarbeiter Bonussystemen

Ist eine Bonuszahlung steuerfrei?

Grundsätzlich nein. Bonuszahlungen sind steuer- und sozialversicherungspflichtig. Eine Ausnahme bilden Sachbezüge bis 50 Euro monatlich, die gemäß § 8 EStG steuerfrei bleiben. Die Inflationsausgleichsprämie (bis 3.000 Euro) ist zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen und steht 2025 nicht mehr zur Verfügung.

Welche Bonusarten gibt es?

Die wichtigsten Bonusarten sind: Leistungsbonus (an individuelle Kennzahlen gekoppelt), Erfolgsbonus (an Unternehmensgewinn gebunden), Spontanbonus für außergewöhnliche Leistungen sowie Sachbezüge als steuerfreie Alternative.

Haben Mitarbeiter:innen Anspruch auf Bonus?

Nur bei vertraglicher Vereinbarung, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. Freiwillige Boni begründen keinen automatischen Anspruch. Bei wiederholter Gewährung kann jedoch durch betriebliche Übung ein Anspruch entstehen.

Was passiert mit dem Bonus bei Kündigung?

Laut BAG-Urteil (Az. 10 AZR 288/22) besteht bei Eigenkündigung grundsätzlich Anspruch auf einen anteiligen Bonus für die geleistete Arbeitszeit. Rückzahlungsklauseln sind nur bei bindungsorientierten Boni zulässig, nicht bei leistungsbezogenen.

Wie hoch sollte ein Mitarbeiterbonus sein?

Branchenüblich sind 5 bis 15 Prozent des Jahresgehalts. Die Höhe variiert je nach Position und Zielerreichung. Wichtiger als die absolute Höhe ist die Fairness und Transparenz der Kriterien.

Was ist der Unterschied zwischen Bonus und Prämie?

Die Begriffe werden in der Praxis oft synonym verwendet. Tendenziell ist ein Bonus eher an Ziele oder Leistung gekoppelt, während eine Prämie auch anlassbezogen sein kann, etwa zum Firmenjubiläum.

Wie führe ich ein Bonussystem erfolgreich ein?

Erfolgreiche Einführung erfordert: Budget festlegen, klare und erreichbare Ziele definieren, transparente Kriterien kommunizieren, Balance zwischen Team- und Individualzielen finden sowie regelmäßig evaluieren und anpassen.

Muss ich den Bonus bei Kündigung zurückzahlen?

Eine Rückzahlung ist nur erforderlich, wenn eine gültige Rückzahlungsklausel im Vertrag existiert. Diese ist jedoch nur bei bindungsorientierten Boni zulässig, nicht bei leistungsbezogenen Prämien.

Fazit

Ein Mitarbeiter Bonussystem kann ein wirkungsvolles Instrument sein, um Leistung zu honorieren, Motivation zu steigern und Fachkräfte zu binden. Entscheidend für den Erfolg sind Fairness, Transparenz und die Ausrichtung an erreichbaren Zielen. Bei der Gestaltung solltest du die steuerlichen Rahmenbedingungen beachten und Sachbezüge als steuerfreie Alternative prüfen.

Du möchtest Leistung objektiv bewerten und faire Entscheidungen im HR-Bereich treffen? Erfahre, wie wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik transparente Bewertungsgrundlagen schafft. Mehr über objektive Personalauswahl mit Aivy erfahren

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wende dich an eine:n Steuerberater:in oder Fachanwält:in für Arbeitsrecht.

Quellen

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Mitarbeiter Bonussystem – Definition, Arten & Praxis-Tipps

Ein Mitarbeiter Bonussystem ist eine strukturierte Vergütungsform, bei der Unternehmen zusätzlich zum Gehalt Prämien für Leistungen oder Zielerreichung gewähren. Bonuszahlungen sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig – steuerfreie Alternativen wie Sachbezüge (bis 50 Euro pro Monat) bieten jedoch Einsparpotenzial. Laut der Robert Walters Gehaltsstudie 2024 sind Boni für 66 Prozent der Arbeitnehmer:innen ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl.

Was ist ein Mitarbeiter Bonussystem?

Ein Mitarbeiter Bonussystem beschreibt die Regeln und Strukturen, nach denen ein Unternehmen zusätzliche Vergütungen an seine Beschäftigten auszahlt. Diese Boni werden über das reguläre Gehalt hinaus gewährt – entweder als Belohnung für individuelle Leistungen, das Erreichen von Zielen oder den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Die Auszahlung kann in verschiedenen Formen erfolgen: als Geldprämie, Sachleistung oder immaterielle Leistung wie zusätzliche Urlaubstage. Ein Bonussystem unterscheidet sich von reinen Benefit-Programmen dadurch, dass Boni in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, während Benefits allen Mitarbeiter:innen unabhängig von ihrer Leistung zustehen.

Ziele von Bonussystemen

Unternehmen setzen Bonussysteme ein, um mehrere Faktoren gleichzeitig zu beeinflussen: Motivation, Produktivität, Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Eine Deloitte-Studie zeigt, dass 93 Prozent der befragten Unternehmen ihre Bonusprogramme primär nutzen, um Mitarbeiterprämien an den Unternehmenszielen auszurichten.

Arten von Bonussystemen

Leistungsbonus

Der Leistungsbonus ist die klassische Form der variablen Vergütung. Mitarbeiter:innen erhalten eine Prämie für das Erreichen vereinbarter Leistungsziele innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Typische Kennzahlen sind Umsatz, Gewinn, Akquise-Erfolge oder Verkaufsabschlüsse. Die Höhe kann als fixer Betrag oder als prozentualer Anteil des Jahresgehalts (z.B. 10 Prozent) definiert werden.

Erfolgsbonus und Gewinnbeteiligung

Beim Erfolgsbonus orientiert sich die Prämie am Gesamterfolg des Unternehmens oder einer Abteilung. Die Gewinnbeteiligung ermöglicht es Mitarbeiter:innen, direkt vom wirtschaftlichen Erfolg zu profitieren. Der Vorteil: Die gesamte Belegschaft zieht an einem Strang. Der Nachteil: Individuelle Höchstleistungen werden möglicherweise nicht ausreichend honoriert, wenn das Gesamtergebnis schwächelt.

Spontanbonus (Ad-hoc-Prämien)

Immer mehr Unternehmen ergänzen oder ersetzen feste Bonusvereinbarungen durch spontane Prämien. Vorgesetzte können außergewöhnliche Leistungen zeitnah anerkennen – etwa innovative Ideen, besonderes Engagement oder einen positiven Einfluss auf das Teamklima. Grundlage für Ad-hoc-Boni bieten regelmäßige Feedbackgespräche oder Mitarbeiterbeurteilungen.

Sachbezüge und steuerfreie Alternativen

Neben klassischen Geldprämien gewinnen Sachbezüge an Bedeutung. Sie ermöglichen eine steuer- und sozialversicherungsfreie Vergütung von bis zu 50 Euro pro Monat gemäß § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Typische Beispiele sind Gutscheine, Mobilitätszuschüsse, betriebliche Gesundheitsförderung oder Kindergartenzuschüsse.

Steuerliche und rechtliche Aspekte

Steuerpflicht von Bonuszahlungen

Bonuszahlungen gelten steuerrechtlich als sonstige Bezüge und sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig. Vom Bonus werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer abgezogen. Zusätzlich fallen Sozialabgaben an, sofern das Einkommen die Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschreitet.

Die Beitragsbemessungsgrenzen 2025 liegen bei 5.512 Euro monatlich für die Krankenversicherung und 8.050 Euro monatlich für die Renten- und Pflegeversicherung.

Steuerfreie Optionen 2025/2026

Nach Auslaufen der Inflationsausgleichsprämie zum 31. Dezember 2024 bleiben folgende steuerfreie Möglichkeiten:

  • Sachbezüge bis 50 Euro monatlich (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG)
  • Geschenke zu persönlichen Anlässen bis 60 Euro
  • Betriebliche Gesundheitsförderung bis 600 Euro jährlich
  • Kindergartenzuschüsse in unbegrenzter Höhe
  • Mobilitätszuschüsse unter bestimmten Voraussetzungen

Angesichts der Komplexität empfiehlt es sich, bei der Gestaltung von Bonussystemen steuerliche Expertise einzuholen.

Rechtlicher Anspruch auf Bonus

Im deutschen Arbeitsrecht besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Bonuszahlungen. Ein Anspruch entsteht nur, wenn eine entsprechende Vereinbarung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung existiert. Auch durch betriebliche Übung – also die wiederholte Gewährung einer Leistung – kann ein Rechtsanspruch entstehen.

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 25. Juli 2024 (Az. 10 AZR 288/22) klargestellt: Bei arbeitsleistungsbezogenen Boni haben Mitarbeiter:innen auch bei Eigenkündigung Anspruch auf einen anteiligen Bonus für die geleistete Arbeitszeit.

Bonussystem einführen: Schritt für Schritt

Budget und Ziele definieren

Der erste Schritt ist die Festlegung eines klaren Budgets und der maximalen Summe pro Mitarbeiter:in. Anschließend gilt es, die Unternehmensziele zu analysieren: Soll das Bonussystem die Produktivität steigern, die Fluktuation senken oder neue Fachkräfte gewinnen?

Fairness und Transparenz sicherstellen

Ein Bonussystem funktioniert nur, wenn die Maßstäbe klar, fair und einschätzbar sind. Intransparente oder unerreichbare Ziele führen zu Frustration statt Motivation. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiterleistung anhand objektiver Kriterien bewertet wird, damit das System nicht willkürlich wirkt.

Wichtige Erfolgsfaktoren:

  • Klare Bezugnahme auf erreichbare Unternehmensziele
  • Einbindung von HR, Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Balance zwischen Team- und Individualzielen
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Erfolgsmessung und Evaluation

Moderne Bonusprogramme setzen auf digitale Tools, um Ziele sichtbar zu machen und Prämienzahlungen automatisch zu verwalten. Regelmäßige Evaluationen stellen sicher, dass das System motivierend bleibt und nicht unbeabsichtigte Nebenwirkungen erzeugt – etwa Konkurrenzdenken im Team oder das Vernachlässigen nicht-bonusrelevanter Aufgaben.

Vorteile und Risiken von Bonussystemen

Ein gut durchdachtes Bonussystem kann Motivation und Leistungsbereitschaft steigern, die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und qualifizierte Fachkräfte anziehen. Die Robert Walters Gehaltsstudie belegt: Für 66 Prozent der Arbeitnehmer:innen sind Bonuszahlungen ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl.

Gleichzeitig warnen Studien wie die der Frankfurt School of Business vor Risiken: Schlecht gestaltete leistungsbasierte Bonussysteme können die intrinsische Motivation schädigen und das Betriebsklima belasten. Besonders kritisch ist es, wenn individuelle Boni an Faktoren geknüpft werden, die Einzelne nicht beeinflussen können – etwa den Gesamtumsatz des Unternehmens.

Häufige Fragen zu Mitarbeiter Bonussystemen

Ist eine Bonuszahlung steuerfrei?

Grundsätzlich nein. Bonuszahlungen sind steuer- und sozialversicherungspflichtig. Eine Ausnahme bilden Sachbezüge bis 50 Euro monatlich, die gemäß § 8 EStG steuerfrei bleiben. Die Inflationsausgleichsprämie (bis 3.000 Euro) ist zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen und steht 2025 nicht mehr zur Verfügung.

Welche Bonusarten gibt es?

Die wichtigsten Bonusarten sind: Leistungsbonus (an individuelle Kennzahlen gekoppelt), Erfolgsbonus (an Unternehmensgewinn gebunden), Spontanbonus für außergewöhnliche Leistungen sowie Sachbezüge als steuerfreie Alternative.

Haben Mitarbeiter:innen Anspruch auf Bonus?

Nur bei vertraglicher Vereinbarung, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. Freiwillige Boni begründen keinen automatischen Anspruch. Bei wiederholter Gewährung kann jedoch durch betriebliche Übung ein Anspruch entstehen.

Was passiert mit dem Bonus bei Kündigung?

Laut BAG-Urteil (Az. 10 AZR 288/22) besteht bei Eigenkündigung grundsätzlich Anspruch auf einen anteiligen Bonus für die geleistete Arbeitszeit. Rückzahlungsklauseln sind nur bei bindungsorientierten Boni zulässig, nicht bei leistungsbezogenen.

Wie hoch sollte ein Mitarbeiterbonus sein?

Branchenüblich sind 5 bis 15 Prozent des Jahresgehalts. Die Höhe variiert je nach Position und Zielerreichung. Wichtiger als die absolute Höhe ist die Fairness und Transparenz der Kriterien.

Was ist der Unterschied zwischen Bonus und Prämie?

Die Begriffe werden in der Praxis oft synonym verwendet. Tendenziell ist ein Bonus eher an Ziele oder Leistung gekoppelt, während eine Prämie auch anlassbezogen sein kann, etwa zum Firmenjubiläum.

Wie führe ich ein Bonussystem erfolgreich ein?

Erfolgreiche Einführung erfordert: Budget festlegen, klare und erreichbare Ziele definieren, transparente Kriterien kommunizieren, Balance zwischen Team- und Individualzielen finden sowie regelmäßig evaluieren und anpassen.

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Fazit

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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