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Geschwindigkeit vs. Genauigkeit

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Geschwindigkeit vs. Genauigkeit

Geschwindigkeits- oder Genauigkeits-Orientierung ist eine Dimension der Persönlichkeit. Sie beschreibt die Tendenz einer Person, sich bei einer Aufgabe eher auf Geschwindigkeit oder Genauigkeit zu fokussieren. Dass nicht immer beides möglich ist und man die Geschwindigkeit bei der Bearbeitung (fast) jeder Aufgabe zugunsten der Genauigkeit erhöhen kann, bezeichnet man als den Speed-Accuracy Tradeoff (Wickelgren, 1977).

Dabei kann man die individuelle Orientierung einer Person auf einem Kontinuum zwischen den beiden Polen Fokus auf Geschwindigkeit und Fokus auf Genauigkeit einordnen.

Somit lässt sich der Wert jeder Person in einem Punkt auf folgender Skala verorten:

Fokus auf Geschwindigkeit

Eher an Geschwindigkeit orientierte Personen nehmen für die schnelle Bearbeitung einer Aufgabe auch einmal Flüchtigkeitsfehler in Kauf.

Dafür schaffen sie ein hohes Arbeitspensum in einer geringeren Zeit.

Fokus auf Genauigkeit

Eher an Genauigkeit orientierte Personen lassen sich durch Zeitdruck nicht aus der Ruhe bringen und nehmen sich auch einmal mehr Zeit als erwartet für eine genaue Bearbeitung einer Aufgabe.

Dafür entstehen hierbei weniger Flüchtigkeitsfehler und die Aufgaben sind sorgfältig erledigt.

Nutzen im beruflichen Kontext

Wie man merkt, hängt die beste Besetzung für eine freie Stelle nicht nur von der Geschwindigkeits- oder Genauigkeits-Orientierung der Person ab, sondern auch von den Charakteristika der freien Stelle.

Abhängig von den Anforderungen der Arbeitstätigkeiten kann sowohl ein Fokus auf Geschwindigkeit als auch ein Fokus auf Genauigkeit von Vorteil sein. In manchen beruflichen Kontexten ist nicht genügend Zeit vorhanden, um alles noch einmal gegenzuprüfen und Aufgaben perfekt zu erledigen. Hier würde eine Person mit hohem Fokus auf Genauigkeit den Ablauf eher aufhaltend wirken. In anderen Jobs steht mehr Zeit zur Verfügung und Sorgfalt ist die oberste Priorität. Hier würden die Flüchtigkeitsfehler einer auf Geschwindigkeit fokussierten Person stärker ins Gewicht fallen.

Somit kann man mit einer Persönlichkeitsdiagnostik das Risiko einer Fehlbesetzung verringern und gleichzeitig für eine höhere Diversität am Arbeitsplatz sorgen!

Wie erfasst man Geschwindigkeit vs. Genauigkeit?

Du willst erfassen, wo der Fokus deiner Bewerber:innen liegt und herausfinden, ob diese zu euch passen? Aivy unterstützt dich gerne dabei!

Hierfür ist nicht einmal das Absolvieren eines zusätzlichen Tests nötig! Die Präferenzen für Geschwindigkeit oder Genauigkeit werden in jedem unserer Game-based Assessments erfasst. So entsteht ein umfangreiches Bild des Verhaltens ihrer Bewerber:innen über verschiedene Aufgaben und Situationen hinweg.

Quellen

  • Bromiley, P., & Curley, S. P. (1992). Individual differences in risk taking. In J. F. Yates (Ed.), Wiley series in human performance and cognition. Risk-taking behavior (p. 87–132). John Wiley & Sons.
  • Gilley, K. M., Walters, B. A., & Olson, B. J. (2002). Top management team risk taking propensities and firm performance: Direct and moderating effects. Journal of Business Strategies, 19(2), 95.
  • García-Granero, A., Llopis, Ó., Fernández-Mesa, A., & Alegre, J. (2015). Unraveling the link between managerial risk-taking and innovation: The mediating role of a risk-taking climate. Journal of Business Research, 68(5), 1094-1104.
  • Hadar, L., & Fischer, I. (2008). Giving advice under uncertainty: What you do, what you should do, and what others think you do. Journal of Economic Psychology, 29(5), 667–683.
  • Kalbers, L. P., & Cenker, W. J. (2008). The impact of exercised responsibility, experience, autonomy, and role ambiguity on job performance in public accounting. Journal of Managerial Issues, 327-347.
  • Wickelgren, W. A. (1977). Speed-accuracy tradeoff and information processing dynamics. Acta psychologica, 41(1), 67-85.
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Geschwindigkeits- oder Genauigkeits-Orientierung ist eine Dimension der Persönlichkeit. Sie beschreibt die Tendenz einer Person, sich bei einer Aufgabe eher auf Geschwindigkeit oder Genauigkeit zu fokussieren. Dass nicht immer beides möglich ist und man die Geschwindigkeit bei der Bearbeitung (fast) jeder Aufgabe zugunsten der Genauigkeit erhöhen kann, bezeichnet man als den Speed-Accuracy Tradeoff (Wickelgren, 1977).

Dabei kann man die individuelle Orientierung einer Person auf einem Kontinuum zwischen den beiden Polen Fokus auf Geschwindigkeit und Fokus auf Genauigkeit einordnen.

Somit lässt sich der Wert jeder Person in einem Punkt auf folgender Skala verorten:

Fokus auf Geschwindigkeit

Eher an Geschwindigkeit orientierte Personen nehmen für die schnelle Bearbeitung einer Aufgabe auch einmal Flüchtigkeitsfehler in Kauf.

Dafür schaffen sie ein hohes Arbeitspensum in einer geringeren Zeit.

Fokus auf Genauigkeit

Eher an Genauigkeit orientierte Personen lassen sich durch Zeitdruck nicht aus der Ruhe bringen und nehmen sich auch einmal mehr Zeit als erwartet für eine genaue Bearbeitung einer Aufgabe.

Dafür entstehen hierbei weniger Flüchtigkeitsfehler und die Aufgaben sind sorgfältig erledigt.

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Wie man merkt, hängt die beste Besetzung für eine freie Stelle nicht nur von der Geschwindigkeits- oder Genauigkeits-Orientierung der Person ab, sondern auch von den Charakteristika der freien Stelle.

Abhängig von den Anforderungen der Arbeitstätigkeiten kann sowohl ein Fokus auf Geschwindigkeit als auch ein Fokus auf Genauigkeit von Vorteil sein. In manchen beruflichen Kontexten ist nicht genügend Zeit vorhanden, um alles noch einmal gegenzuprüfen und Aufgaben perfekt zu erledigen. Hier würde eine Person mit hohem Fokus auf Genauigkeit den Ablauf eher aufhaltend wirken. In anderen Jobs steht mehr Zeit zur Verfügung und Sorgfalt ist die oberste Priorität. Hier würden die Flüchtigkeitsfehler einer auf Geschwindigkeit fokussierten Person stärker ins Gewicht fallen.

Somit kann man mit einer Persönlichkeitsdiagnostik das Risiko einer Fehlbesetzung verringern und gleichzeitig für eine höhere Diversität am Arbeitsplatz sorgen!

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Hierfür ist nicht einmal das Absolvieren eines zusätzlichen Tests nötig! Die Präferenzen für Geschwindigkeit oder Genauigkeit werden in jedem unserer Game-based Assessments erfasst. So entsteht ein umfangreiches Bild des Verhaltens ihrer Bewerber:innen über verschiedene Aufgaben und Situationen hinweg.

Quellen

  • Bromiley, P., & Curley, S. P. (1992). Individual differences in risk taking. In J. F. Yates (Ed.), Wiley series in human performance and cognition. Risk-taking behavior (p. 87–132). John Wiley & Sons.
  • Gilley, K. M., Walters, B. A., & Olson, B. J. (2002). Top management team risk taking propensities and firm performance: Direct and moderating effects. Journal of Business Strategies, 19(2), 95.
  • García-Granero, A., Llopis, Ó., Fernández-Mesa, A., & Alegre, J. (2015). Unraveling the link between managerial risk-taking and innovation: The mediating role of a risk-taking climate. Journal of Business Research, 68(5), 1094-1104.
  • Hadar, L., & Fischer, I. (2008). Giving advice under uncertainty: What you do, what you should do, and what others think you do. Journal of Economic Psychology, 29(5), 667–683.
  • Kalbers, L. P., & Cenker, W. J. (2008). The impact of exercised responsibility, experience, autonomy, and role ambiguity on job performance in public accounting. Journal of Managerial Issues, 327-347.
  • Wickelgren, W. A. (1977). Speed-accuracy tradeoff and information processing dynamics. Acta psychologica, 41(1), 67-85.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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