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Recruiting Herausforderungen: 7 Hürden & Lösungen

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Recruiting Herausforderungen: 7 Hürden & Lösungen

Du kennst das Gefühl: Eine Stelle bleibt monatelang unbesetzt, die Qualität der Bewerbungen sinkt, und der Druck von oben wächst. Du bist damit nicht allein. Laut dem XING Arbeitsmarktreport 2025 geben 91% der Personalverantwortlichen in Deutschland an, dass der Fachkräftemangel die Stellenbesetzung deutlich erschwert. Gleichzeitig fühlen sich 54% der HR-Verantwortlichen stark emotional belastet – ein Anstieg von 35% im Vorjahr.

Die Recruiting-Landschaft hat sich grundlegend verändert. Demografischer Wandel, technologische Disruption und veränderte Erwartungen der Arbeitnehmenden stellen dich vor neue Herausforderungen. Doch mit der richtigen Strategie kannst du diese Hürden nicht nur überwinden, sondern sie als Chance nutzen.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche sieben Recruiting Herausforderungen 2025 dominieren, was sie dein Unternehmen kosten und wie du mit wissenschaftlich fundierten Methoden gegensteuern kannst. Aktuelle Studien und Praxisbeispiele zeigen dir konkrete Lösungswege.

Warum Recruiting 2025/2026 so schwierig geworden ist

Die aktuelle Situation im Recruiting ist das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren. Um die Herausforderungen zu meistern, musst du zunächst verstehen, was dahintersteckt.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel in Zahlen

Die geburtenstarke Generation der Babyboomer geht in Rente – und hinterlässt eine Lücke, die jüngere Generationen nicht füllen können. Laut einer Studie der ManpowerGroup hat sich der Fachkräftemangel in Deutschland in den letzten zehn Jahren verdoppelt und übertrifft damit den globalen Durchschnitt.

Zwar verringerte sich die Fachkräftelücke laut Statista von 480.000 unbesetzten Stellen im Mai 2024 auf rund 360.000 Anfang 2025 – doch Experten sind sich einig: Diese Entspannung ist nur vorübergehend. Der demografische Wandel wird den Mangel langfristig verschärfen.

Veränderte Erwartungen der Arbeitnehmenden

Die Arbeitswelt hat sich nach der Pandemie fundamental gewandelt. Flexibilität, Remote Work und Work-Life-Balance sind keine Nice-to-haves mehr, sondern Grundvoraussetzungen. Die Generation Z und Millennials – zusammen über 69% der Erwerbstätigen – erwarten von Arbeitgebern Inspiration, Sinnhaftigkeit und eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Das Problem: Während viele Unternehmen hybride Arbeitsmodelle als Kompromiss anbieten, zeigen Daten aus dem Recruitee Report 2025, dass die Time-to-Hire – also die Zeitspanne von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung – bei hybriden Stellen um 17% höher liegt als bei Remote-Jobs. Die Abbruchquote im Bewerbungsprozess steigt sogar um 14%.

Technologische Disruption und neue Anforderungen

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant. Neue Jobs entstehen, während andere verschwinden. Unternehmen brauchen Fachkräfte mit Future Skills – digitale Kompetenz, Kreativität, Anpassungsfähigkeit. Doch genau diese Profile sind am Markt besonders rar.

Gleichzeitig stellt der Einsatz von KI im Recruiting selbst eine Herausforderung dar: 62% der HR-Verantwortlichen geben an, dass KI-Tools den Prozess erleichtern könnten – aber nur 37% nutzen sie tatsächlich.

Die 7 größten Recruiting Herausforderungen im Überblick

Aus aktuellen Studien und Marktanalysen lassen sich sieben zentrale Herausforderungen identifizieren, die das Recruiting 2025 prägen.

1. Fachkräftemangel und War for Talents

Der Kampf um die besten Köpfe ist intensiver denn je. In spezialisierten Bereichen wie IT, Pflege oder Technik fehlen qualifizierte Bewerber:innen schlicht am Markt. Das Paradoxe: Selbst bei steigenden Arbeitslosenzahlen können viele Stellen nicht besetzt werden, weil die Qualifikationen nicht passen – Experten sprechen von einem Mismatch am Arbeitsmarkt.

Die Konsequenz für dich: Du musst kreativer werden. Statt nur auf dem offenen Stellenmarkt zu fischen, lohnt sich Active Sourcing – die proaktive Direktansprache von Kandidat:innen, die aktuell nicht aktiv suchen.

2. Lange Time-to-Hire und ineffiziente Prozesse

Jeder Tag, an dem eine Stelle unbesetzt bleibt, kostet Geld und Produktivität. Doch die Realität sieht oft so aus: komplizierte Bewerbungsformulare, langsame Entscheidungsprozesse und mangelnde Kommunikation führen dazu, dass Top-Talente abspringen – durchschnittlich sind die besten Kandidat:innen nur 10 Tage am Markt verfügbar.

Die Cost-per-Hire – alle Kosten für eine einzelne Einstellung – wird oft unterschätzt. Sie umfasst nicht nur Anzeigenkosten, sondern auch Recruiter-Zeit, Tools und Onboarding.

3. Schlechte Candidate Experience

Die Candidate Experience beschreibt das Gesamterlebnis von Bewerbenden im Auswahlprozess – von der Stellenanzeige bis zur Zu- oder Absage. Und hier hapert es oft: generische Kommunikation, fehlende Rückmeldungen und unpersönliche Prozesse schrecken Talente ab.

Das Problem reicht weiter: Eine negative Erfahrung spricht sich herum. Bewerbende teilen ihre Erlebnisse in sozialen Netzwerken und schaden damit deinem Employer Branding.

4. Fehlbesetzungen und hohe Fluktuation

Eine Fehlbesetzung ist teuer – nicht nur finanziell. Wenn neue Mitarbeitende innerhalb der ersten Monate wieder gehen, belastet das das Team, schadet der Moral und zwingt dich, den Prozess von vorn zu beginnen.

Die Ursache liegt oft in subjektiven Auswahlentscheidungen. Das klassische Vorstellungsgespräch basiert häufig auf Bauchgefühl statt auf objektiven Kriterien. Die Meta-Analyse von Schmidt und Hunter (1998) belegt: Unstrukturierte Interviews haben eine Validität von nur r=.38, während strukturierte Interviews r=.51 erreichen und Eignungstests sogar r=.54 – sie sagen also die Job-Performance deutlich besser voraus.

5. Unconscious Bias in der Personalauswahl

Unconscious Bias – unbewusste Vorurteile – beeinflussen Einstellungsentscheidungen, ohne dass wir es merken. Der Affinity Bias führt dazu, dass wir Menschen bevorzugen, die uns ähnlich sind. Der Confirmation Bias lässt uns nach Bestätigung für bereits gefasste Urteile suchen. Der Halo-Effekt überstrahlt einzelne positive Eigenschaften auf die Gesamtbeurteilung.

Das Ergebnis: Qualifizierte Kandidat:innen werden übersehen, homogene Teams entstehen, und das Unternehmen verpasst wertvolle Perspektiven.

6. Veraltete Recruiting-Methoden

Viele Unternehmen setzen noch immer auf Methoden, die vor 20 Jahren funktioniert haben: Stellenanzeigen in Printmedien, standardisierte Bewerbungsformulare, eindimensionale Auswahlgespräche. Doch die Erwartungen haben sich verändert – insbesondere bei jüngeren Generationen.

Moderne Recruiting-Ansätze wie Gamification, Mobile-First-Bewerbungen und datengetriebene Entscheidungsfindung setzen sich durch – aber längst nicht überall.

7. Mangelnde Datenbasierung und Objektivität

Recruiting-Entscheidungen werden oft aus dem Bauch heraus getroffen. Welcher Kanal bringt die besten Bewerber:innen? Welche Auswahlmethode sagt den Erfolg am besten voraus? Ohne Daten bleibt das Spekulation.

Die Lösung liegt in der Eignungsdiagnostik – wissenschaftlich fundierte Verfahren zur Messung von Kompetenzen und Potenzial. Sie liefert objektive Daten für bessere Entscheidungen.

Was diese Herausforderungen dein Unternehmen kosten

Recruiting-Probleme sind nicht nur lästig – sie haben konkrete finanzielle Auswirkungen.

Direkte Kosten unbesetzter Stellen

Eine Stepstone-Analyse (2024) beziffert die durchschnittlichen Kosten pro unbesetzter Stelle auf 29.000 Euro. In Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten steigt dieser Wert auf über 73.000 Euro.

Die Kosten variieren je nach Branche:

Branche Kosten pro unbesetzter Stelle
Gesundheitswesen 37.700 €
IT 37.300 €
Vertrieb 36.600 €
Handwerk 32.600 €
Produktion 30.800 €

Indirekte Kosten durch Fehlbesetzungen

Noch teurer als eine unbesetzte Stelle ist eine Fehlbesetzung. Neben den direkten Recruiting-Kosten, die erneut anfallen, kommen hinzu: Einarbeitungszeit, Produktivitätsverluste, sinkende Teammoral und im schlimmsten Fall Kündigungswellen durch Unzufriedenheit im Team.

Die Frankfurt School konnte durch den Einsatz objektiver Vorauswahl-Methoden die Fehlentscheidungen um 30% reduzieren – noch vor dem ersten Gespräch. Das Ergebnis: ein 4-facher ROI noch im ersten Jahr.

Lösungsansätze: So meisterst du die Recruiting Herausforderungen

Die gute Nachricht: Für jede Herausforderung gibt es bewährte Lösungen. Der Schlüssel liegt in einer Kombination aus strategischen Maßnahmen.

Employer Branding und Candidate Experience optimieren

Dein Unternehmen muss als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden – und zwar authentisch. Zeige, wofür ihr steht, welche Werte ihr lebt und was Mitarbeitende bei euch erwartet. Nutze dafür verschiedene Kanäle: Karriereseite, Social Media, Mitarbeitenden-Testimonials.

Ebenso wichtig ist die Candidate Experience. Konkrete Maßnahmen:

  • Schnelle Rückmeldungen (maximal 48 Stunden)
  • Transparente Kommunikation über den Prozess
  • Mobile-optimierte Bewerbungsmöglichkeiten
  • Respektvolle, persönliche Absagen
  • Innovative Auswahlmethoden, die Spaß machen

Active Sourcing und moderne Recruiting-Kanäle

Warte nicht darauf, dass Bewerbungen eintreffen – geh aktiv auf Talente zu. Active Sourcing bedeutet, passende Profile auf LinkedIn und anderen Plattformen zu identifizieren und direkt anzusprechen. Das erfordert Zeit und Fingerspitzengefühl, zahlt sich aber aus.

Ergänze klassische Stellenanzeigen durch:

  • Social Media Recruiting (LinkedIn, Instagram, TikTok)
  • Mitarbeitenden-Empfehlungsprogramme
  • Talent-Pool-Aufbau für zukünftige Stellen
  • Kooperationen mit Hochschulen

Strukturierte Interviews und objektive Auswahlverfahren

Der Wechsel von unstrukturierten zu strukturierten Interviews ist einer der größten Hebel für bessere Einstellungsentscheidungen. Strukturierte Interviews bedeuten: Alle Kandidat:innen erhalten die gleichen Fragen, die Antworten werden nach definierten Kriterien bewertet.

Die Wissenschaft ist eindeutig: Die Meta-Analyse von Schmidt und Hunter (1998) zeigt, dass strukturierte Interviews mit r=.51 eine deutlich höhere Validität haben als unstrukturierte Interviews mit r=.38.

Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik einsetzen

Der effektivste Weg, subjektive Entscheidungen zu objektivieren, ist der Einsatz wissenschaftlich validierter Tests. Laut Schmidt und Hunter erreichen Eignungstests eine Validität von r=.54 – höher als jede andere einzelne Methode.

Moderne Ansätze wie Game-Based Assessments verbinden das Beste aus beiden Welten: Sie messen kognitive Fähigkeiten und Kompetenzen spielerisch und objektiv, reduzieren dabei Testangst und verbessern die Candidate Experience. Studien von Lievens und Sackett (2017) belegen, dass spielerische Assessments die Testangst reduzieren, ohne an Validität zu verlieren.

Objektive Eignungsdiagnostik als Gamechanger

Warum scheitern klassische Auswahlverfahren – und wie kann moderne Eignungsdiagnostik das ändern?

Warum klassische Auswahlverfahren scheitern

Das traditionelle Recruiting basiert auf einem Ablauf, der anfällig für Bias ist: Lebenslauf sichten, Anschreiben lesen, Bauchgefühl-Entscheidung treffen, unstrukturiertes Interview führen. An jedem dieser Punkte können unbewusste Vorurteile die Entscheidung verzerren.

Das Problem beginnt schon beim Lebenslauf. Er zeigt die Vergangenheit, nicht das Potenzial. Er sagt wenig darüber aus, ob jemand die Kompetenzen für zukünftige Herausforderungen mitbringt.

Wie Game-Based Assessments die Auswahl objektivieren

Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy setzen auf einen anderen Ansatz: Statt subjektiver Eindrücke liefern wissenschaftlich validierte Tests messbare Daten zu Kompetenzen, kognitiven Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen.

Die Plattform nutzt Game-Based Assessments – spielerische, wissenschaftlich fundierte Tests, die an der Freien Universität Berlin entwickelt und validiert wurden. Der Vorteil: Kandidat:innen erleben den Prozess als innovativ und fair, während Unternehmen objektive Daten für ihre Entscheidungen erhalten.

Konkret bedeutet das:

  • Standardisierte Erfassung von Kompetenzen
  • Reduktion von Unconscious Bias durch datenbasierte Auswertung
  • Verbesserte Candidate Experience durch innovative, spielerische Tests
  • Kürzere Time-to-Hire durch effiziente Vorauswahl
  • Höhere Trefferquote bei der Personalauswahl

Praxisbeispiel: So optimierten Unternehmen ihren Recruiting-Prozess

Die Praxis zeigt, dass objektive Eignungsdiagnostik messbare Ergebnisse liefert.

MCI Deutschland GmbH konnte durch den Einsatz von Game-Based Assessments die Time-to-Hire um 55% reduzieren und gleichzeitig die Cost-per-Hire um 92% senken. Die Abschlussquote im Assessment liegt bei 96%, die Vorhersagekraft ist 5x stärker als bei traditionellen Methoden. Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI, fasst zusammen: "Den Recruitingprozess hatten wir seit Langem dank softgarden weitestgehend digitalisiert. Mit Aivy haben wir nun einen weiteren Prozessschritt in der Personalbeschaffung digitalisiert und durch die objektivere Bewertungsgrundlage stark professionalisiert."

Auch die Lufthansa setzt auf objektive Eignungsdiagnostik – mit beeindruckenden Ergebnissen: 96% Trefferquote bei der Vorhersage der Bewerber:innen-Eignung im Vergleich zum Inhouse Assessment, 81% Zufriedenheit von Bewerbenden und 100+ Minuten eingesparte Testzeit pro Bewerber:in. Susanne Berthold-Neumann von Lufthansa erklärt den Ansatz: "Die Unterlagen schauen wir uns erst spät an, weil sie nur einen kleinen Teil der Person zeigen und wenig darüber aussagen, ob jemand die Kompetenzen für zukünftige Herausforderungen besitzt."

Mehr Details findest du in der Lufthansa-Erfolgsgeschichte und der MCI-Erfolgsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die größten Recruiting Herausforderungen 2025?
Die Top 7 Herausforderungen sind: 1) Fachkräftemangel – 91% der HR-Verantwortlichen sind betroffen, 2) Lange Time-to-Hire, 3) Schlechte Candidate Experience, 4) Fehlbesetzungen und Fluktuation, 5) Unconscious Bias in der Auswahl, 6) Veraltete Methoden, 7) Mangelnde Datenbasierung.

Wie kann ich die Time-to-Hire reduzieren?
Durch Automatisierung von Routineaufgaben, objektive Vorauswahl mit Eignungsdiagnostik, schnelle Kommunikation mit Kandidaten und Verschlankung der Entscheidungsprozesse. MCI konnte mit Game-Based Assessments die Time-to-Hire um 55% reduzieren.

Was kostet eine unbesetzte Stelle?
Durchschnittlich 29.000 Euro pro unbesetzter Stelle, in Großunternehmen über 73.000 Euro. In der IT liegen die Kosten bei etwa 37.300 Euro, im Gesundheitswesen bei 37.700 Euro pro Position.

Warum helfen Anti-Bias-Trainings oft nicht langfristig?
Studien zeigen, dass Trainings zwar kurzfristig Bewusstsein schaffen, aber selten zu dauerhafter Verhaltensänderung führen. Strukturelle Maßnahmen wie objektive Auswahlverfahren und standardisierte Prozesse sind nachhaltiger wirksam.

Was ist der Unterschied zwischen Active Sourcing und Recruiting?
Recruiting umfasst alle Aktivitäten zur Personalgewinnung, während Active Sourcing die proaktive Direktansprache von Kandidat:innen bezeichnet – also das aktive Suchen statt auf Bewerbungen zu warten.

Wie wirkt sich KI auf das Recruiting aus?
KI kann Routineaufgaben automatisieren, Bewerbungen vorselektieren und Bias reduzieren. Allerdings müssen HR-Verantwortliche ethische Fragen klären und sicherstellen, dass Algorithmen keine Diskriminierung reproduzieren.

Was sind Game-Based Assessments?
Spielerische, wissenschaftlich validierte Tests, die Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten messen – ohne Testangst zu erzeugen. Sie reduzieren Bias, verbessern die Candidate Experience und liefern objektive Daten für Einstellungsentscheidungen.

Wie verbessere ich die Candidate Experience?
Durch schnelle Rückmeldungen, transparente Kommunikation, mobile-optimierte Bewerbungsprozesse, respektvolle Absagen und innovative Auswahlmethoden wie Game-Based Assessments, die Spaß machen.

Fazit: Recruiting Herausforderungen als Chance nutzen

Die Recruiting-Landschaft ist herausfordernd – aber nicht aussichtslos. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Der Fachkräftemangel erfordert kreative Ansätze wie Active Sourcing und starkes Employer Branding
  • Subjektive Auswahlmethoden führen zu Fehlbesetzungen und hohen Kosten
  • Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik objektiviert Entscheidungen messbar
  • Die Candidate Experience ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor
  • Datenbasierte Prozesse verkürzen die Time-to-Hire und senken Kosten

Unternehmen, die jetzt in moderne Recruiting-Methoden investieren, sichern sich einen entscheidenden Vorteil im War for Talents. Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy unterstützen dich dabei, Bias zu reduzieren, bessere Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig eine positive Candidate Experience zu bieten.

Der erste Schritt? Analysiere deinen aktuellen Recruiting-Prozess: Wo verlierst du Kandidat:innen? Welche Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt Daten? Wo kannst du objektivieren?

Quellen

  • Schmidt, F. L., & Hunter, J. E. (1998). The validity and utility of selection methods in personnel psychology. Psychological Bulletin, 124(2), 262-274.
  • XING Arbeitsmarktreport 2025, Appinio. https://www.xing.com
  • Stepstone Kostenanalyse unbesetzter Stellen (2024). https://www.stepstone.de
  • ManpowerGroup Talent Shortage Survey. https://www.manpowergroup.de
  • Lievens, F., & Sackett, P. R. (2017). The effects of predictor method factors on selection outcomes. Journal of Applied Psychology.
  • Recruitee Recruiting Report 2025. https://recruitee.com
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Recruiting Herausforderungen: 7 Hürden & Lösungen

Du kennst das Gefühl: Eine Stelle bleibt monatelang unbesetzt, die Qualität der Bewerbungen sinkt, und der Druck von oben wächst. Du bist damit nicht allein. Laut dem XING Arbeitsmarktreport 2025 geben 91% der Personalverantwortlichen in Deutschland an, dass der Fachkräftemangel die Stellenbesetzung deutlich erschwert. Gleichzeitig fühlen sich 54% der HR-Verantwortlichen stark emotional belastet – ein Anstieg von 35% im Vorjahr.

Die Recruiting-Landschaft hat sich grundlegend verändert. Demografischer Wandel, technologische Disruption und veränderte Erwartungen der Arbeitnehmenden stellen dich vor neue Herausforderungen. Doch mit der richtigen Strategie kannst du diese Hürden nicht nur überwinden, sondern sie als Chance nutzen.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche sieben Recruiting Herausforderungen 2025 dominieren, was sie dein Unternehmen kosten und wie du mit wissenschaftlich fundierten Methoden gegensteuern kannst. Aktuelle Studien und Praxisbeispiele zeigen dir konkrete Lösungswege.

Warum Recruiting 2025/2026 so schwierig geworden ist

Die aktuelle Situation im Recruiting ist das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren. Um die Herausforderungen zu meistern, musst du zunächst verstehen, was dahintersteckt.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel in Zahlen

Die geburtenstarke Generation der Babyboomer geht in Rente – und hinterlässt eine Lücke, die jüngere Generationen nicht füllen können. Laut einer Studie der ManpowerGroup hat sich der Fachkräftemangel in Deutschland in den letzten zehn Jahren verdoppelt und übertrifft damit den globalen Durchschnitt.

Zwar verringerte sich die Fachkräftelücke laut Statista von 480.000 unbesetzten Stellen im Mai 2024 auf rund 360.000 Anfang 2025 – doch Experten sind sich einig: Diese Entspannung ist nur vorübergehend. Der demografische Wandel wird den Mangel langfristig verschärfen.

Veränderte Erwartungen der Arbeitnehmenden

Die Arbeitswelt hat sich nach der Pandemie fundamental gewandelt. Flexibilität, Remote Work und Work-Life-Balance sind keine Nice-to-haves mehr, sondern Grundvoraussetzungen. Die Generation Z und Millennials – zusammen über 69% der Erwerbstätigen – erwarten von Arbeitgebern Inspiration, Sinnhaftigkeit und eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Das Problem: Während viele Unternehmen hybride Arbeitsmodelle als Kompromiss anbieten, zeigen Daten aus dem Recruitee Report 2025, dass die Time-to-Hire – also die Zeitspanne von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung – bei hybriden Stellen um 17% höher liegt als bei Remote-Jobs. Die Abbruchquote im Bewerbungsprozess steigt sogar um 14%.

Technologische Disruption und neue Anforderungen

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant. Neue Jobs entstehen, während andere verschwinden. Unternehmen brauchen Fachkräfte mit Future Skills – digitale Kompetenz, Kreativität, Anpassungsfähigkeit. Doch genau diese Profile sind am Markt besonders rar.

Gleichzeitig stellt der Einsatz von KI im Recruiting selbst eine Herausforderung dar: 62% der HR-Verantwortlichen geben an, dass KI-Tools den Prozess erleichtern könnten – aber nur 37% nutzen sie tatsächlich.

Die 7 größten Recruiting Herausforderungen im Überblick

Aus aktuellen Studien und Marktanalysen lassen sich sieben zentrale Herausforderungen identifizieren, die das Recruiting 2025 prägen.

1. Fachkräftemangel und War for Talents

Der Kampf um die besten Köpfe ist intensiver denn je. In spezialisierten Bereichen wie IT, Pflege oder Technik fehlen qualifizierte Bewerber:innen schlicht am Markt. Das Paradoxe: Selbst bei steigenden Arbeitslosenzahlen können viele Stellen nicht besetzt werden, weil die Qualifikationen nicht passen – Experten sprechen von einem Mismatch am Arbeitsmarkt.

Die Konsequenz für dich: Du musst kreativer werden. Statt nur auf dem offenen Stellenmarkt zu fischen, lohnt sich Active Sourcing – die proaktive Direktansprache von Kandidat:innen, die aktuell nicht aktiv suchen.

2. Lange Time-to-Hire und ineffiziente Prozesse

Jeder Tag, an dem eine Stelle unbesetzt bleibt, kostet Geld und Produktivität. Doch die Realität sieht oft so aus: komplizierte Bewerbungsformulare, langsame Entscheidungsprozesse und mangelnde Kommunikation führen dazu, dass Top-Talente abspringen – durchschnittlich sind die besten Kandidat:innen nur 10 Tage am Markt verfügbar.

Die Cost-per-Hire – alle Kosten für eine einzelne Einstellung – wird oft unterschätzt. Sie umfasst nicht nur Anzeigenkosten, sondern auch Recruiter-Zeit, Tools und Onboarding.

3. Schlechte Candidate Experience

Die Candidate Experience beschreibt das Gesamterlebnis von Bewerbenden im Auswahlprozess – von der Stellenanzeige bis zur Zu- oder Absage. Und hier hapert es oft: generische Kommunikation, fehlende Rückmeldungen und unpersönliche Prozesse schrecken Talente ab.

Das Problem reicht weiter: Eine negative Erfahrung spricht sich herum. Bewerbende teilen ihre Erlebnisse in sozialen Netzwerken und schaden damit deinem Employer Branding.

4. Fehlbesetzungen und hohe Fluktuation

Eine Fehlbesetzung ist teuer – nicht nur finanziell. Wenn neue Mitarbeitende innerhalb der ersten Monate wieder gehen, belastet das das Team, schadet der Moral und zwingt dich, den Prozess von vorn zu beginnen.

Die Ursache liegt oft in subjektiven Auswahlentscheidungen. Das klassische Vorstellungsgespräch basiert häufig auf Bauchgefühl statt auf objektiven Kriterien. Die Meta-Analyse von Schmidt und Hunter (1998) belegt: Unstrukturierte Interviews haben eine Validität von nur r=.38, während strukturierte Interviews r=.51 erreichen und Eignungstests sogar r=.54 – sie sagen also die Job-Performance deutlich besser voraus.

5. Unconscious Bias in der Personalauswahl

Unconscious Bias – unbewusste Vorurteile – beeinflussen Einstellungsentscheidungen, ohne dass wir es merken. Der Affinity Bias führt dazu, dass wir Menschen bevorzugen, die uns ähnlich sind. Der Confirmation Bias lässt uns nach Bestätigung für bereits gefasste Urteile suchen. Der Halo-Effekt überstrahlt einzelne positive Eigenschaften auf die Gesamtbeurteilung.

Das Ergebnis: Qualifizierte Kandidat:innen werden übersehen, homogene Teams entstehen, und das Unternehmen verpasst wertvolle Perspektiven.

6. Veraltete Recruiting-Methoden

Viele Unternehmen setzen noch immer auf Methoden, die vor 20 Jahren funktioniert haben: Stellenanzeigen in Printmedien, standardisierte Bewerbungsformulare, eindimensionale Auswahlgespräche. Doch die Erwartungen haben sich verändert – insbesondere bei jüngeren Generationen.

Moderne Recruiting-Ansätze wie Gamification, Mobile-First-Bewerbungen und datengetriebene Entscheidungsfindung setzen sich durch – aber längst nicht überall.

7. Mangelnde Datenbasierung und Objektivität

Recruiting-Entscheidungen werden oft aus dem Bauch heraus getroffen. Welcher Kanal bringt die besten Bewerber:innen? Welche Auswahlmethode sagt den Erfolg am besten voraus? Ohne Daten bleibt das Spekulation.

Die Lösung liegt in der Eignungsdiagnostik – wissenschaftlich fundierte Verfahren zur Messung von Kompetenzen und Potenzial. Sie liefert objektive Daten für bessere Entscheidungen.

Was diese Herausforderungen dein Unternehmen kosten

Recruiting-Probleme sind nicht nur lästig – sie haben konkrete finanzielle Auswirkungen.

Direkte Kosten unbesetzter Stellen

Eine Stepstone-Analyse (2024) beziffert die durchschnittlichen Kosten pro unbesetzter Stelle auf 29.000 Euro. In Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten steigt dieser Wert auf über 73.000 Euro.

Die Kosten variieren je nach Branche:

Branche Kosten pro unbesetzter Stelle
Gesundheitswesen 37.700 €
IT 37.300 €
Vertrieb 36.600 €
Handwerk 32.600 €
Produktion 30.800 €

Indirekte Kosten durch Fehlbesetzungen

Noch teurer als eine unbesetzte Stelle ist eine Fehlbesetzung. Neben den direkten Recruiting-Kosten, die erneut anfallen, kommen hinzu: Einarbeitungszeit, Produktivitätsverluste, sinkende Teammoral und im schlimmsten Fall Kündigungswellen durch Unzufriedenheit im Team.

Die Frankfurt School konnte durch den Einsatz objektiver Vorauswahl-Methoden die Fehlentscheidungen um 30% reduzieren – noch vor dem ersten Gespräch. Das Ergebnis: ein 4-facher ROI noch im ersten Jahr.

Lösungsansätze: So meisterst du die Recruiting Herausforderungen

Die gute Nachricht: Für jede Herausforderung gibt es bewährte Lösungen. Der Schlüssel liegt in einer Kombination aus strategischen Maßnahmen.

Employer Branding und Candidate Experience optimieren

Dein Unternehmen muss als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden – und zwar authentisch. Zeige, wofür ihr steht, welche Werte ihr lebt und was Mitarbeitende bei euch erwartet. Nutze dafür verschiedene Kanäle: Karriereseite, Social Media, Mitarbeitenden-Testimonials.

Ebenso wichtig ist die Candidate Experience. Konkrete Maßnahmen:

  • Schnelle Rückmeldungen (maximal 48 Stunden)
  • Transparente Kommunikation über den Prozess
  • Mobile-optimierte Bewerbungsmöglichkeiten
  • Respektvolle, persönliche Absagen
  • Innovative Auswahlmethoden, die Spaß machen

Active Sourcing und moderne Recruiting-Kanäle

Warte nicht darauf, dass Bewerbungen eintreffen – geh aktiv auf Talente zu. Active Sourcing bedeutet, passende Profile auf LinkedIn und anderen Plattformen zu identifizieren und direkt anzusprechen. Das erfordert Zeit und Fingerspitzengefühl, zahlt sich aber aus.

Ergänze klassische Stellenanzeigen durch:

  • Social Media Recruiting (LinkedIn, Instagram, TikTok)
  • Mitarbeitenden-Empfehlungsprogramme
  • Talent-Pool-Aufbau für zukünftige Stellen
  • Kooperationen mit Hochschulen

Strukturierte Interviews und objektive Auswahlverfahren

Der Wechsel von unstrukturierten zu strukturierten Interviews ist einer der größten Hebel für bessere Einstellungsentscheidungen. Strukturierte Interviews bedeuten: Alle Kandidat:innen erhalten die gleichen Fragen, die Antworten werden nach definierten Kriterien bewertet.

Die Wissenschaft ist eindeutig: Die Meta-Analyse von Schmidt und Hunter (1998) zeigt, dass strukturierte Interviews mit r=.51 eine deutlich höhere Validität haben als unstrukturierte Interviews mit r=.38.

Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik einsetzen

Der effektivste Weg, subjektive Entscheidungen zu objektivieren, ist der Einsatz wissenschaftlich validierter Tests. Laut Schmidt und Hunter erreichen Eignungstests eine Validität von r=.54 – höher als jede andere einzelne Methode.

Moderne Ansätze wie Game-Based Assessments verbinden das Beste aus beiden Welten: Sie messen kognitive Fähigkeiten und Kompetenzen spielerisch und objektiv, reduzieren dabei Testangst und verbessern die Candidate Experience. Studien von Lievens und Sackett (2017) belegen, dass spielerische Assessments die Testangst reduzieren, ohne an Validität zu verlieren.

Objektive Eignungsdiagnostik als Gamechanger

Warum scheitern klassische Auswahlverfahren – und wie kann moderne Eignungsdiagnostik das ändern?

Warum klassische Auswahlverfahren scheitern

Das traditionelle Recruiting basiert auf einem Ablauf, der anfällig für Bias ist: Lebenslauf sichten, Anschreiben lesen, Bauchgefühl-Entscheidung treffen, unstrukturiertes Interview führen. An jedem dieser Punkte können unbewusste Vorurteile die Entscheidung verzerren.

Das Problem beginnt schon beim Lebenslauf. Er zeigt die Vergangenheit, nicht das Potenzial. Er sagt wenig darüber aus, ob jemand die Kompetenzen für zukünftige Herausforderungen mitbringt.

Wie Game-Based Assessments die Auswahl objektivieren

Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy setzen auf einen anderen Ansatz: Statt subjektiver Eindrücke liefern wissenschaftlich validierte Tests messbare Daten zu Kompetenzen, kognitiven Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen.

Die Plattform nutzt Game-Based Assessments – spielerische, wissenschaftlich fundierte Tests, die an der Freien Universität Berlin entwickelt und validiert wurden. Der Vorteil: Kandidat:innen erleben den Prozess als innovativ und fair, während Unternehmen objektive Daten für ihre Entscheidungen erhalten.

Konkret bedeutet das:

  • Standardisierte Erfassung von Kompetenzen
  • Reduktion von Unconscious Bias durch datenbasierte Auswertung
  • Verbesserte Candidate Experience durch innovative, spielerische Tests
  • Kürzere Time-to-Hire durch effiziente Vorauswahl
  • Höhere Trefferquote bei der Personalauswahl

Praxisbeispiel: So optimierten Unternehmen ihren Recruiting-Prozess

Die Praxis zeigt, dass objektive Eignungsdiagnostik messbare Ergebnisse liefert.

MCI Deutschland GmbH konnte durch den Einsatz von Game-Based Assessments die Time-to-Hire um 55% reduzieren und gleichzeitig die Cost-per-Hire um 92% senken. Die Abschlussquote im Assessment liegt bei 96%, die Vorhersagekraft ist 5x stärker als bei traditionellen Methoden. Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI, fasst zusammen: "Den Recruitingprozess hatten wir seit Langem dank softgarden weitestgehend digitalisiert. Mit Aivy haben wir nun einen weiteren Prozessschritt in der Personalbeschaffung digitalisiert und durch die objektivere Bewertungsgrundlage stark professionalisiert."

Auch die Lufthansa setzt auf objektive Eignungsdiagnostik – mit beeindruckenden Ergebnissen: 96% Trefferquote bei der Vorhersage der Bewerber:innen-Eignung im Vergleich zum Inhouse Assessment, 81% Zufriedenheit von Bewerbenden und 100+ Minuten eingesparte Testzeit pro Bewerber:in. Susanne Berthold-Neumann von Lufthansa erklärt den Ansatz: "Die Unterlagen schauen wir uns erst spät an, weil sie nur einen kleinen Teil der Person zeigen und wenig darüber aussagen, ob jemand die Kompetenzen für zukünftige Herausforderungen besitzt."

Mehr Details findest du in der Lufthansa-Erfolgsgeschichte und der MCI-Erfolgsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die größten Recruiting Herausforderungen 2025?
Die Top 7 Herausforderungen sind: 1) Fachkräftemangel – 91% der HR-Verantwortlichen sind betroffen, 2) Lange Time-to-Hire, 3) Schlechte Candidate Experience, 4) Fehlbesetzungen und Fluktuation, 5) Unconscious Bias in der Auswahl, 6) Veraltete Methoden, 7) Mangelnde Datenbasierung.

Wie kann ich die Time-to-Hire reduzieren?
Durch Automatisierung von Routineaufgaben, objektive Vorauswahl mit Eignungsdiagnostik, schnelle Kommunikation mit Kandidaten und Verschlankung der Entscheidungsprozesse. MCI konnte mit Game-Based Assessments die Time-to-Hire um 55% reduzieren.

Was kostet eine unbesetzte Stelle?
Durchschnittlich 29.000 Euro pro unbesetzter Stelle, in Großunternehmen über 73.000 Euro. In der IT liegen die Kosten bei etwa 37.300 Euro, im Gesundheitswesen bei 37.700 Euro pro Position.

Warum helfen Anti-Bias-Trainings oft nicht langfristig?
Studien zeigen, dass Trainings zwar kurzfristig Bewusstsein schaffen, aber selten zu dauerhafter Verhaltensänderung führen. Strukturelle Maßnahmen wie objektive Auswahlverfahren und standardisierte Prozesse sind nachhaltiger wirksam.

Was ist der Unterschied zwischen Active Sourcing und Recruiting?
Recruiting umfasst alle Aktivitäten zur Personalgewinnung, während Active Sourcing die proaktive Direktansprache von Kandidat:innen bezeichnet – also das aktive Suchen statt auf Bewerbungen zu warten.

Wie wirkt sich KI auf das Recruiting aus?
KI kann Routineaufgaben automatisieren, Bewerbungen vorselektieren und Bias reduzieren. Allerdings müssen HR-Verantwortliche ethische Fragen klären und sicherstellen, dass Algorithmen keine Diskriminierung reproduzieren.

Was sind Game-Based Assessments?
Spielerische, wissenschaftlich validierte Tests, die Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten messen – ohne Testangst zu erzeugen. Sie reduzieren Bias, verbessern die Candidate Experience und liefern objektive Daten für Einstellungsentscheidungen.

Wie verbessere ich die Candidate Experience?
Durch schnelle Rückmeldungen, transparente Kommunikation, mobile-optimierte Bewerbungsprozesse, respektvolle Absagen und innovative Auswahlmethoden wie Game-Based Assessments, die Spaß machen.

Fazit: Recruiting Herausforderungen als Chance nutzen

Die Recruiting-Landschaft ist herausfordernd – aber nicht aussichtslos. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Der Fachkräftemangel erfordert kreative Ansätze wie Active Sourcing und starkes Employer Branding
  • Subjektive Auswahlmethoden führen zu Fehlbesetzungen und hohen Kosten
  • Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik objektiviert Entscheidungen messbar
  • Die Candidate Experience ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor
  • Datenbasierte Prozesse verkürzen die Time-to-Hire und senken Kosten

Unternehmen, die jetzt in moderne Recruiting-Methoden investieren, sichern sich einen entscheidenden Vorteil im War for Talents. Objektive Eignungsdiagnostik-Tools wie Aivy unterstützen dich dabei, Bias zu reduzieren, bessere Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig eine positive Candidate Experience zu bieten.

Der erste Schritt? Analysiere deinen aktuellen Recruiting-Prozess: Wo verlierst du Kandidat:innen? Welche Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt Daten? Wo kannst du objektivieren?

Quellen

  • Schmidt, F. L., & Hunter, J. E. (1998). The validity and utility of selection methods in personnel psychology. Psychological Bulletin, 124(2), 262-274.
  • XING Arbeitsmarktreport 2025, Appinio. https://www.xing.com
  • Stepstone Kostenanalyse unbesetzter Stellen (2024). https://www.stepstone.de
  • ManpowerGroup Talent Shortage Survey. https://www.manpowergroup.de
  • Lievens, F., & Sackett, P. R. (2017). The effects of predictor method factors on selection outcomes. Journal of Applied Psychology.
  • Recruitee Recruiting Report 2025. https://recruitee.com

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
Erfolgsgeschichten

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Viele innovative Arbeitgebende vertrauen bereits auf Aivy

Das sagen #HeRoes

„Durch die sehr hohe Rücklaufquote überzeugen und binden wir unsere Azubis früh im Bewerbungsprozess.“

Tamara Molitor
Ausbildungsleiterin bei Würth
Tamara Molitor

„Das Stärkenprofil spiegelt 1:1 unsere Erfahrung im persönlichen Gespräch.“

Wolfgang Böhm
Ausbildungsleiter bei DIEHL
Wolfgang Böhm Portrait

„Durch objektive Kriterien fördern wir Chancengleichheit und Diversität im Recruiting.“

Marie-Jo Goldmann
Head of HR bei nucao
Marie Jo Goldmann Portrait

Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

Carl-Christoph Fellinger
Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf
Christoph Feillinger Portrait

„Auswahlverfahren, die Spaß machen.“

Anna Miels
Manager Learning & Development bei apoproject
Anna Miels Portrait

„Bewerbende finden heraus, für welche Stelle sie die passenden Kompetenzen mitbringen.“

Jürgen Muthig
Leiter Berufsausbildung bei Fresenius
Jürgen Muthig Fresenius Portrait

„Versteckten Potenziale kennenlernen und Bewerber:innen gezielt aufbauen.“

Christian Schütz
HR Manager bei KU64
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Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne
Director People & Culture bei MCI Deutschland
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Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder
Head of HR bei Horn & Bauer
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„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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Der Assistent, der Talent erkennt.

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