Ein HR ROI Rechner ist ein Tool zur Berechnung des Return on Investment von Personalmaßnahmen. Er hilft HR-Verantwortlichen, den finanziellen Nutzen von Recruiting-Investitionen, HR-Software oder Personalentwicklung messbar zu machen. Die Grundformel lautet: ROI = (Gewinn - Kosten) / Kosten x 100.
Was ist ein HR ROI Rechner?
Ein HR ROI Rechner ist ein Analysetool, das den Return on Investment (ROI) von Personalmaßnahmen berechnet und quantifiziert. Return on Investment bezeichnet das prozentuale Verhältnis zwischen investiertem Kapital und erwirtschaftetem Gewinn – eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die auch als Kapitalrendite bekannt ist.
Im HR-Kontext ermöglicht ein ROI-Rechner die Bewertung von Investitionen in Recruiting, Onboarding, Weiterbildung oder HR-Software. Das Tool vergleicht die entstandenen Kosten mit dem erzielten Nutzen – beispielsweise höherer Produktivität, gesteigertem Umsatz oder eingesparter Zeit. Für HR-Verantwortliche ist dies besonders wichtig, um Budget-Entscheidungen vor der Geschäftsführung zu rechtfertigen und datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl zu treffen.
Die Grundformel für die ROI-Berechnung lautet:
ROI = (Gewinn aus Investition - Kosten der Investition) / Kosten der Investition x 100
Ein positiver ROI bedeutet, dass die Investition mehr Wert generiert hat als sie gekostet hat. Ein negativer ROI signalisiert einen Verlust.
Warum ist ROI-Messung im HR wichtig?
Personalmaßnahmen galten lange als "Overhead-Investitionen", deren Wert schwer messbar schien. Doch gerade in Zeiten knapper Budgets müssen HR-Abteilungen nachweisen können, dass ihre Initiativen zum Unternehmenserfolg beitragen. Laut einer Studie der Society for Human Resource Management (SHRM) aus 2024 betragen die durchschnittlichen Kosten pro Neueinstellung in den USA 4.129 USD (ca. 3.800 €). In Deutschland liegen die Kosten zwischen 3.000 und 10.000 € – je nach Position und Komplexität des Recruiting-Prozesses.
Ohne ROI-Messung können HR-Verantwortliche nicht belegen:
- Welche Recruiting-Kanäle die besten Kandidat:innen liefern
- Ob sich eine HR-Software-Investition amortisiert
- Wie sich Prozessoptimierungen finanziell auswirken
- Welche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung tatsächlich wirken
Wichtige HR-Kennzahlen für ROI-Berechnung
Um den ROI im HR präzise zu berechnen, benötigst du mehrere Kennzahlen. Hier sind die wichtigsten Metriken im Überblick:
Cost-per-Hire: Was kostet eine Neueinstellung?
Cost-per-Hire (CPH) bezeichnet die durchschnittlichen Gesamtkosten für die Einstellung einer neuen Person. Diese Kennzahl umfasst sowohl interne als auch externe Recruiting-Kosten.
Berechnungsformel:Cost-per-Hire = (Interne Recruiting-Kosten + Externe Recruiting-Kosten) / Anzahl der Neueinstellungen
Interne Kosten umfassen:
- Personalkosten des HR-Teams (anteilig)
- Zeitaufwand für Interviews und Auswahlverfahren
- Onboarding-Kosten
- Verwaltungsaufwand
Externe Kosten umfassen:
- Stellenanzeigen auf Jobbörsen
- Recruiting-Software-Lizenzen
- Personalvermittler-Honorare
- Employer-Branding-Kampagnen
Laut SHRM liegt der durchschnittliche Cost-per-Hire bei etwa 4.129 USD. In Deutschland variiert er stark je nach Branche und Hierarchieebene: Während gewerbliche Positionen oft zwischen 3.000-5.000 € kosten, können Fach- und Führungskräfte 8.000-15.000 € verursachen.
Time-to-Hire: Wie lange dauert Recruiting?
Time-to-Hire misst die Zeitspanne zwischen Stellenausschreibung und Vertragsunterzeichnung. Diese Kennzahl ist entscheidend, da verlängerte Vakanzen direkt Kosten verursachen: Produktivitätsverlust, Überlastung bestehender Teams und potenzielle Umsatzeinbußen.
Berechnungsformel:Time-to-Hire = Anzahl der Tage zwischen Stellenausschreibung und Vertragsunterzeichnung
Laut SHRM liegt die durchschnittliche Time-to-Hire bei 42 Tagen. Verschiedene Faktoren beeinflussen diese Kennzahl:
- Komplexität der Position (Junior vs. Senior)
- Verfügbarkeit qualifizierter Kandidat:innen am Markt
- Effizienz des Recruiting-Prozesses
- Anzahl der Interview-Runden
- Entscheidungsgeschwindigkeit im Unternehmen
Eine verkürzte Time-to-Hire verbessert den ROI direkt – vorausgesetzt, die Qualität der Einstellungen bleibt hoch. Schnelligkeit ohne Sorgfalt kann zu Fehlbesetzungen führen, die langfristig teurer sind als ein paar zusätzliche Tage im Recruiting.
Quality of Hire: Wie gut sind unsere Einstellungen?
Quality of Hire ist eine der wichtigsten, aber auch subjektivsten HR-Kennzahlen. Sie bewertet, wie gut neue Mitarbeiter:innen zu ihrer Rolle und zum Unternehmen passen. Laut LinkedIn's Global Talent Trends Report 2024 sehen 88% der Talent Professionals die Quality of Hire als wichtigste Recruiting-Metrik.
Bewertungskriterien:
- Leistung in den ersten 6-12 Monaten (Performance Reviews)
- Kulturfit (Teamfeedback, Wertealignment)
- Retention (Bleibt die Person langfristig?)
- Produktivität (Erreichen von Zielen, Output)
- Weiterentwicklung (Bereitschaft zu lernen, Potenzial)
Berechnungsformel (vereinfacht):Quality of Hire = (Performance-Score + Kulturfit-Score) / Anzahl der Indikatoren x 100
Da diese Kennzahl schwer zu quantifizieren ist, nutzen viele Unternehmen qualitative Methoden: 360-Grad-Feedback, Manager-Bewertungen oder Selbsteinschätzungen. Eine hohe Quality of Hire reduziert langfristig Kosten durch weniger Fehlbesetzungen, höhere Retention und bessere Teamdynamik.
Employee Retention Rate: Wie viele bleiben?
Die Mitarbeiterbindungsrate zeigt, welcher Prozentsatz der Belegschaft über einen definierten Zeitraum im Unternehmen bleibt. Eine hohe Retention Rate ist finanziell wertvoll: Die Kosten einer Neueinstellung liegen laut Studien zwischen 30-150% des Jahresgehalts der Person – je nach Qualifikationsniveau.
Berechnungsformel:Retention Rate = (Anzahl Mitarbeiter:innen am Ende des Zeitraums / Anzahl am Anfang) x 100
Eine niedrige Retention Rate deutet auf Probleme hin:
- Unzufriedenheit mit Unternehmenskultur
- Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten
- Konkurrierende Angebote am Markt
- Fehlbesetzungen im Recruiting
Besonders kritisch: First-Year Attrition, also Kündigungen im ersten Jahr. Diese zeigen, dass bereits im Recruiting-Prozess etwas schiefgelaufen ist – etwa unrealistische Erwartungen oder mangelnder Kulturfit.
Productivity & Performance: Was leisten neue Mitarbeiter:innen?
Produktivität und Leistung sind die schwierigsten, aber wichtigsten Faktoren für ROI-Berechnungen. Laut Gallup's State of the Global Workplace Report 2024 sind hochengagierte Teams 21% profitabler als Teams mit niedrigem Engagement.
Messansätze:
- Umsatzbeitrag (Sales-Rollen)
- Output-Metriken (z.B. abgeschlossene Projekte)
- Zielerreichung (OKRs, KPIs)
- Innovationsbeitrag (neue Ideen, Prozessverbesserungen)
- Kundenzufriedenheit (bei kundennahen Rollen)
Die Harvard Business Review fand heraus, dass strukturierte Interviews die Treffsicherheit bei der Vorhersage von Job-Performance um 81% verbessern. Dies zeigt: Bessere Auswahlverfahren führen zu höherer Produktivität – und damit zu besserem ROI.
ROI berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die theoretische Formel ist einfach – die praktische Umsetzung erfordert jedoch sorgfältige Datenerfassung. Hier ist eine konkrete Anleitung:
Schritt 1: Kosten erfassen
Direkte Kosten:
- Stellenanzeigen (Jobbörsen, Social Media)
- Recruiting-Software (ATS, Bewerbermanagement)
- Personalvermittler-Honorare
- Assessment-Tools
- Hintergrundchecks, Referenzen
- Reisekosten für Kandidat:innen
Indirekte Kosten:
- Arbeitszeit des HR-Teams (Stundensatz x Stunden)
- Arbeitszeit der Fachabteilungen (Interviews)
- Onboarding-Kosten (Schulungen, Material)
- Produktivitätsverlust während Vakanz
Beispiel:Ein mittelständisches Unternehmen stellt 10 Personen ein:
- Stellenanzeigen: 5.000 €
- Recruiter-Gehalt (anteilig): 15.000 €
- Software-Lizenzen: 3.000 €
- Onboarding: 7.000 €
- Gesamtkosten: 30.000 €
Schritt 2: Nutzen quantifizieren
Der Nutzen ist komplexer zu messen, da er oft indirekt oder langfristig wirkt.
Quantifizierbare Nutzen:
- Umsatzsteigerung durch neue Mitarbeiter:innen
- Zeitersparnis durch Automatisierung (Wert in €)
- Kosteneinsparungen (z.B. weniger Überstunden im Team)
- Produktivitätssteigerung (Output x Wert)
Beispiel:Die 10 neuen Mitarbeiter:innen:
- Generieren im ersten Jahr durchschnittlich 80.000 € Umsatz pro Person
- Gesamtumsatz: 800.000 €
- Variable Kosten (Gehalt, Benefits): 500.000 €
- Nettonutzen: 300.000 €
Schritt 3: ROI-Formel anwenden
ROI = (Nettonutzen - Kosten) / Kosten x 100
Beispiel:ROI = (300.000 € - 30.000 €) / 30.000 € x 100 = 900%
Ein ROI von 900% bedeutet: Jeder investierte Euro im Recruiting brachte 9 Euro Gewinn.
Praxis-Beispiel mit konkreten Zahlen
Szenario: Ein Unternehmen investiert in eine HR-Software für 20.000 € jährlich.
Kosten:
- Software-Lizenz: 20.000 €
- Implementierung: 5.000 €
- Schulung: 2.000 €
- Gesamtkosten: 27.000 €
Nutzen im ersten Jahr:
- Zeitersparnis HR-Team: 15 Stunden/Woche x 50 Wochen x 50 €/Stunde = 37.500 €
- Schnellere Time-to-Hire spart 2 Wochen Vakanzkosten pro Stelle (10 Stellen): 20.000 €
- Bessere Quality of Hire reduziert Fehlbesetzungen um 30%: 15.000 € gespart
- Gesamtnutzen: 72.500 €
ROI-Berechnung:ROI = (72.500 € - 27.000 €) / 27.000 € x 100 = 168,5%
Die Investition hat sich im ersten Jahr mehr als verdoppelt.
Praktische Umsetzung im Unternehmen
Die Theorie ist klar – doch wie setzt du ROI-Tracking im Alltag um?
Tools und Software für ROI-Tracking
Integrierte HR-Software:Plattformen wie Personio, HRLocker oder SAP SuccessFactors bieten integrierte Analytics-Dashboards, die wichtige Kennzahlen automatisch tracken. Der Vorteil: Alle Daten (Recruiting, Onboarding, Performance) sind in einem System.
Spezialisierte ROI-Rechner:Viele HR-Tech-Anbieter bieten kostenlose Online-ROI-Calculators. Diese helfen bei der initialen Berechnung, ersetzen aber kein kontinuierliches Monitoring.
Excel/Google Sheets:Für kleinere Unternehmen reichen oft Tabellen mit monatlichem Tracking. Wichtig: Konsistenz bei der Datenerfassung. Definiere klare Erfassungsmethoden und halte dich daran.
HR-Analytics-Plattformen:Tools wie PeopleInsight by HireRoad, Quantum Workplace oder dedicated People-Analytics-Software ermöglichen tiefergehende Analysen und Visualisierungen.
Objektive Eignungsdiagnostik als ROI-Treiber
Neben klassischen HR-Software-Lösungen spielt objektive Eignungsdiagnostik eine zentrale Rolle bei der ROI-Verbesserung. Durch wissenschaftlich validierte Auswahlverfahren lassen sich Fehlbesetzungen reduzieren und die Quality of Hire signifikant steigern – mit direktem Einfluss auf den Return on Investment.
Die digitale Plattform Aivy nutzt Game-Based Assessments, die von der Freien Universität Berlin wissenschaftlich validiert wurden. Diese objektiven Verfahren reduzieren Unconscious Bias und ermöglichen datenbasierte Hiring-Entscheidungen. Die Praxis zeigt messbare Erfolge: Die Frankfurt School erreichte einen 4-fachen ROI im ersten Jahr nach Implementierung objektiver Eignungsdiagnostik, bei gleichzeitig 30% weniger Fehlentscheidungen noch vor dem ersten Gespräch.
Besonders beeindruckend sind die Effizienzgewinne: MCI Deutschland GmbH konnte die Time-to-Hire um 55% reduzieren und die Cost-per-Hire um 92% senken. Matthias Kühne, Director People & Culture bei MCI, betont: "Den Recruitingprozess hatten wir seit Langem dank softgarden weitestgehend digitalisiert. Mit Aivy haben wir nun einen weiteren Prozessschritt in der Personalbeschaffung digitalisiert und durch die objektivere Bewertungsgrundlage stark professionalisiert."
Der ROI-Vorteil liegt auf der Hand: Kürzere Recruiting-Prozesse senken Kosten, bessere Auswahlentscheidungen reduzieren Fehlbesetzungen, und objektive Verfahren erhöhen die Candidate Experience – was wiederum die Absprungrate im Prozess verringert.
Kontinuierliches Monitoring und Optimierung
ROI-Berechnung ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Prozess:
Monatliches Tracking:
- Cost-per-Hire nach Kanal (welche Jobbörse liefert am besten?)
- Time-to-Hire nach Position (wo gibt es Bottlenecks?)
- Conversion Rates (Bewerbung → Interview → Offer → Acceptance)
Quartalsweise Analyse:
- Quality of Hire (Performance Reviews)
- Retention Rate (Kündigungen analysieren)
- ROI einzelner Recruiting-Maßnahmen
Jährliche Strategie-Reviews:
- Gesamtkosten-Nutzen-Analyse
- Vergleich mit Branchenbenchmarks
- Anpassung der Recruiting-Strategie basierend auf Daten
Tipp: Nutze Dashboards für Visualisierung. Menschen verstehen Grafiken schneller als Zahlenkolonnen – besonders wichtig für Präsentationen vor der Geschäftsführung.
Häufige Fragen zu HR ROI Rechnern
Was ist ein HR ROI Rechner?
Ein HR ROI Rechner ist ein Tool zur Berechnung des Return on Investment von HR-Maßnahmen. Er vergleicht die Kosten von Recruiting, Onboarding, Weiterbildung oder HR-Software mit dem erzielten Nutzen (Produktivität, Umsatz, Zeitersparnis). Die Grundformel lautet: ROI = (Gewinn - Kosten) / Kosten x 100. ROI-Rechner können als Excel-Tabellen, Online-Tools oder als Teil von HR-Software-Plattformen existieren.
Wie berechne ich den ROI im Recruiting?
Die Berechnung erfolgt in drei Schritten: Erstens, erfasse alle Recruiting-Kosten (Stellenanzeigen, Personalkosten, Tools, Onboarding). Zweitens, quantifiziere den Nutzen (Produktivität der Neueinstellung, Umsatzsteigerung, Zeitersparnis). Drittens, wende die ROI-Formel an: (Nutzen - Kosten) / Kosten x 100. Beispiel: Bei 10.000 € Kosten und 30.000 € Nutzen ergibt sich ein ROI von 200%.
Welche Kennzahlen sind für HR ROI wichtig?
Die wichtigsten Kennzahlen sind: Cost-per-Hire (durchschnittliche Kosten pro Neueinstellung), Time-to-Hire (Dauer von Stellenausschreibung bis Vertragsunterzeichnung), Quality of Hire (Leistung und Kulturfit neuer Mitarbeiter:innen), Employee Retention Rate (Prozentsatz der Mitarbeiter:innen, die bleiben) und First-Year Attrition (Prozentsatz der Abgänge im ersten Jahr). Diese Kennzahlen geben einen ganzheitlichen Überblick über die Effizienz und Effektivität deiner HR-Maßnahmen.
Was kostet eine Neueinstellung durchschnittlich?
Laut SHRM (2024) betragen die durchschnittlichen Kosten pro Neueinstellung in den USA 4.129 USD (ca. 3.800 €). In Deutschland liegen die Kosten zwischen 3.000 und 10.000 € – je nach Position, Branche und Komplexität. Die Kosten umfassen Stellenanzeigen, Recruiter-Gehälter, Tools, Onboarding und Schulungen. Indirekte Kosten wie Produktivitätsverlust während der Vakanz und Einarbeitungszeit kommen hinzu.
Was ist ein guter ROI im Recruiting?
Ein positiver ROI (über 0%) bedeutet bereits, dass sich die Investition gelohnt hat. 10-30% gelten als solider ROI, der die Investition rechtfertigt. 30-100% ist ein starker ROI und deutet auf eine sehr profitable Investition hin. Über 100% ist ein exzellenter ROI – die Investition hat sich mehr als verdoppelt. Beispiel: Die Frankfurt School erreichte mit objektiver Eignungsdiagnostik einen 4-fachen ROI (400%) im ersten Jahr.
Wie kann ich Time-to-Hire verbessern?
Recruiting-Prozesse lassen sich durch mehrere Maßnahmen beschleunigen: Automatisiere wiederkehrende Aufgaben mit Bewerbermanagement-Software. Nutze objektive Vorauswahl durch Eignungsdiagnostik wie Game-Based Assessment Center, um ungeeignete Kandidat:innen frühzeitig zu erkennen. Straffe Interview-Prozesse durch strukturierte Interviews statt mehrfacher Runden. Verbessere die Candidate Experience, um Absprünge im Prozess zu reduzieren. Beispiel: MCI reduzierte die Time-to-Hire um 55% durch objektive Eignungsdiagnostik.
Lohnt sich eine HR-Software finanziell?
Ja, wenn die ROI-Berechnung positiv ausfällt. Typische Vorteile sind: Zeitersparnis durch Automatisierung (durchschnittlich 10-15 Stunden pro Woche für HR-Teams), bessere Datenqualität für fundierte Entscheidungen und schnellere Prozesse. Der ROI entsteht durch geringere Cost-per-Hire, kürzere Time-to-Hire und bessere Quality of Hire. Die Amortisation erfolgt oft innerhalb von 6-12 Monaten. Wichtig: Die Software muss zu deinen spezifischen Anforderungen passen.
Wie rechtfertige ich HR-Investitionen vor der Geschäftsführung?
Bereite eine konkrete ROI-Berechnung mit Zahlen vor. Nutze Branchenbenchmarks (z.B. SHRM-Studien) für Vergleichswerte. Präsentiere Erfolgsbeispiele ähnlicher Unternehmen mit messbaren Ergebnissen. Zeige langfristigen Nutzen auf: bessere Quality of Hire, höhere Retention, gesteigerte Produktivität. Erstelle einen Business Case mit Kosten vs. erwartetem Nutzen über 1-3 Jahre. Visualisiere die Daten in Grafiken – das erleichtert das Verständnis und erhöht die Überzeugungskraft.
Fazit: ROI als strategisches Steuerungsinstrument
Ein HR ROI Rechner ist mehr als ein Zahlen-Tool – er ist ein strategisches Instrument zur datenbasierten Steuerung von HR-Prozessen. Durch die systematische Erfassung von Kosten und Nutzen kannst du als HR-Verantwortliche:r nicht nur Budget-Diskussionen mit Fakten führen, sondern auch kontinuierlich Recruiting-Prozesse optimieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse: Cost-per-Hire, Time-to-Hire und Quality of Hire sind zentrale Kennzahlen für ROI-Berechnungen. Strukturierte, objektive Auswahlverfahren verbessern nachweislich die Treffsicherheit und senken langfristig Kosten. Kontinuierliches Monitoring ermöglicht frühzeitiges Gegensteuern bei negativen Entwicklungen.
Investitionen in HR-Software, objektive Eignungsdiagnostik oder Weiterbildung amortisieren sich oft bereits im ersten Jahr – vorausgesetzt, du trackst die richtigen Kennzahlen und leitest konkrete Optimierungsmaßnahmen ab. Der Wandel von HR als Cost-Center zu HR als strategischem Business-Partner beginnt mit messbaren Erfolgen.
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Quellen
- Society for Human Resource Management (SHRM). "2024 Talent Acquisition Benchmarking Report". SHRM, 2024. https://www.shrm.org/topics-tools/research/talent-acquisition-benchmarking
- Gallup. "State of the Global Workplace 2024". Gallup, 2024. https://www.gallup.com/workplace/reports
- LinkedIn. "Global Talent Trends 2024". LinkedIn, 2024. https://business.linkedin.com/talent-solutions/resources/talent-strategy
- Aivy GmbH. "Frankfurt School Erfolgsgeschichte". Aivy, 2025. https://www.aivy.app/erfolgsgeschichten/frankfurt-school
- Aivy GmbH. "MCI Deutschland GmbH Erfolgsgeschichte". Aivy, 2025. https://www.aivy.app/erfolgsgeschichten/mci-deutschland-gmbh
- AIHR Academy. "Recruitment ROI Explained Plus How To Calculate It". AIHR, 2025. https://www.aihr.com/blog/recruitment-roi/
- Recruiterflow. "Recruitment ROI in 2026: Complete Guide, Formulas & Metrics". Recruiterflow, 2026. https://recruiterflow.com/blog/recruitment-roi/
- Personio. "ROI HR-Software". Personio, 2024. https://www.personio.de/hr-lexikon/roi-hr-software/
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