Personalkennzahlen (auch HR-KPIs genannt) sind messbare Werte, die personalrelevante Aspekte eines Unternehmens abbilden – von Recruiting-Effizienz über Mitarbeiterbindung bis zu Personalkosten. Sie helfen HR-Verantwortlichen, fundierte Entscheidungen zu treffen, Prozesse zu optimieren und den Wertbeitrag der Personalabteilung zum Unternehmenserfolg nachzuweisen. Die wichtigsten KPIs umfassen Time-to-Hire, Fluktuationsrate, Cost-per-Hire, Mitarbeiterproduktivität und Mitarbeiterzufriedenheit.
Was sind Personalkennzahlen?
Definition: HR-Kennzahlen als Steuerungsinstrument
Personalkennzahlen sind quantitative und qualitative Messgrößen, die personalrelevante Aspekte eines Unternehmens systematisch erfassen. Sie dienen zur Planung, Steuerung und Kontrolle von HR-Prozessen – von der Personalbeschaffung über die Mitarbeiterbindung bis hin zur Personalentwicklung. Durch die Analyse dieser Kennzahlen erkennst du Optimierungspotenziale, kannst datengetriebene Entscheidungen treffen und den Erfolg deiner HR-Maßnahmen messbar machen.
Im Gegensatz zum "Bauchgefühl" liefern Personalkennzahlen objektive Daten, die als Grundlage für strategische Entscheidungen dienen. Sie ermöglichen es dir, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Benchmarks zu erstellen und die Performance deiner Personalabteilung transparent darzustellen.
Unterschied zwischen Kennzahl und KPI
Nicht jede Kennzahl ist automatisch ein KPI (Key Performance Indicator). Der entscheidende Unterschied liegt in der strategischen Relevanz:
- Kennzahl: Jeder messbare Wert im HR-Bereich – zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter:innen, die Anzahl eingehender Bewerbungen oder die Anzahl durchgeführter Schulungen. Kennzahlen beschreiben den Ist-Zustand.
- KPI (Key Performance Indicator): Eine strategisch relevante Kennzahl, die direkt auf Unternehmensziele einzahlt und als Erfolgsmesser dient. KPIs bewerten, ob HR-Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen. Beispiele: Quality-of-Hire (misst Qualität neuer Mitarbeiter:innen), Time-to-Hire (misst Recruiting-Effizienz), Fluktuationsrate (misst Mitarbeiterbindung).
Merksatz: Alle KPIs sind Kennzahlen, aber nicht alle Kennzahlen sind KPIs. Die Auswahl der richtigen KPIs hängt von deinen individuellen Unternehmenszielen ab.
Warum sind Personalkennzahlen wichtig?
Die systematische Erfassung und Analyse von Personalkennzahlen ist aus mehreren Gründen unverzichtbar:
- Fundierte Entscheidungsgrundlage: Statt auf Vermutungen zu basieren, triffst du Entscheidungen auf Basis objektiver Daten. Wenn die Time-to-Hire beispielsweise bei 60 Tagen liegt (Benchmark: 28-42 Tage), weißt du konkret, dass dein Recruiting-Prozess optimiert werden muss.
- Früherkennung von Problemen: Eine plötzlich steigende Fluktuationsrate in einer bestimmten Abteilung kann auf Führungsprobleme, schlechte Arbeitsbedingungen oder mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten hinweisen – lange bevor es zu massiven Abgängen kommt.
- Nachweis des HR-Wertbeitrags: In Zeiten, in denen HR seine strategische Rolle unter Beweis stellen muss, zeigen Kennzahlen wie Cost-per-Hire, Mitarbeiterproduktivität oder ROI von Weiterbildungsmaßnahmen den konkreten Beitrag zum Unternehmenserfolg.
- Transparenz und Benchmarking: Du kannst deine HR-Performance mit Branchendurchschnitten vergleichen und realistische Zielwerte setzen. Wenn die durchschnittliche Fluktuationsrate in deiner Branche bei 15% liegt und du bei 25% stehst, besteht Handlungsbedarf.
- Prozessoptimierung: Durch kontinuierliches Monitoring erkennst du Engpässe und Ineffizienzen in deinen HR-Prozessen und kannst gezielt Verbesserungsmaßnahmen einleiten.
Kategorien von Personalkennzahlen
Personalkennzahlen lassen sich in verschiedene Bereiche einteilen, die unterschiedliche Aspekte des Personalmanagements abdecken:
Recruiting & Personalbeschaffung
Diese Kennzahlen messen die Effizienz und Qualität deines Recruiting-Prozesses:
- Time-to-Hire: Die durchschnittliche Zeit von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung. Formel: (Summe der Tage aller Einstellungen) / Anzahl der Einstellungen. Benchmark: ca. 28-42 Tage (branchenabhängig). Eine verkürzte Time-to-Hire ist entscheidend im Wettbewerb um Talente.
- Cost-per-Hire: Die Gesamtkosten pro Neueinstellung, inklusive Stellenanzeigen, Personalvermittlung, Assessment-Center und Onboarding. Diese Kennzahl hilft dir, dein Recruiting-Budget zu optimieren.
- Quality-of-Hire: Die Qualität neu eingestellter Mitarbeiter:innen, gemessen an Performance, Cultural Fit und Verbleibdauer im Unternehmen. Eine hohe Quality-of-Hire reduziert Frühfluktuation und Fehlbesetzungskosten.
Praxis-Tipp: Objektive Eignungsdiagnostik kann deine Recruiting-KPIs messbar verbessern. Unternehmen wie MCI konnten die Time-to-Hire um 55% reduzieren und die Cost-per-Hire um 92% senken, indem sie auf wissenschaftlich validierte Assessments setzten. Game-Based Assessments ermöglichen eine effiziente Vorauswahl und verbessern gleichzeitig die Quality-of-Hire durch objektive Bewertung.
Mitarbeiterbindung
Diese Kennzahlen zeigen, wie gut es dir gelingt, Mitarbeiter:innen langfristig im Unternehmen zu halten:
- Fluktuationsrate: Der Anteil der Mitarbeiter:innen, die das Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verlassen. Formel (BDA): (Abgänge / durchschnittlicher Personalbestand) × 100. Branchendurchschnitte: Gastronomie 70-80%, IT/Finanz 10-20%, Durchschnitt 15-20%.
- Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit: Wie lange bleiben Mitarbeiter:innen im Durchschnitt im Unternehmen? Eine hohe Betriebszugehörigkeit deutet auf gute Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten hin.
- Frühfluktuation: Anteil der Mitarbeiter:innen, die innerhalb der ersten 6-12 Monate wieder kündigen. Hohe Frühfluktuation deutet auf Fehlbesetzungen oder mangelhaftes Onboarding hin.
Produktivität & Leistung
Diese Kennzahlen messen den Output und die Effizienz deiner Belegschaft:
- Umsatz pro Mitarbeiter:in: Gesamtumsatz geteilt durch Anzahl der Mitarbeiter:innen (FTE). Diese Kennzahl zeigt, wie produktiv deine Belegschaft ist.
- Zielerreichungsquote: Anteil der erreichten Zielvorgaben (z.B. aus Mitarbeitergesprächen oder OKRs). Misst die Performance auf individueller oder Team-Ebene.
Personalentwicklung
Diese Kennzahlen zeigen, wie sehr du in die Entwicklung deiner Mitarbeiter:innen investierst:
- Weiterbildungsquote: Anteil der Mitarbeiter:innen, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Formel: (Anzahl Teilnehmer:innen / Gesamtanzahl Mitarbeiter:innen) × 100.
- Schulungskosten pro Mitarbeiter:in: Gesamte Weiterbildungskosten geteilt durch Anzahl der Mitarbeiter:innen. Zeigt dein Investitionsniveau in Personalentwicklung.
Personalkosten
Diese Kennzahlen helfen dir, die Kostenstruktur deines Personalbereichs zu steuern:
- Personalkostenquote: Anteil der Personalkosten am Gesamtumsatz. Formel: (Personalkosten / Umsatz) × 100. Benchmark variiert stark nach Branche (Dienstleistung oft 40-60%).
- Überstundenquote: Verhältnis von Überstunden zu Soll-Arbeitsstunden. Eine hohe Quote kann auf Unterbesetzung oder ineffiziente Prozesse hinweisen.
Mitarbeiterzufriedenheit & Wellbeing
Diese Kennzahlen messen das Wohlbefinden und Engagement deiner Belegschaft:
- Krankenquote: Krankheitsbedingte Ausfalltage im Verhältnis zu Soll-Arbeitsstunden. Eine plötzlich steigende Krankenquote kann auf Überarbeitung, schlechte Arbeitsbedingungen oder psychische Belastungen hinweisen.
- Employee Net Promoter Score (eNPS): Misst die Mitarbeiterloyalität anhand der Frage: "Würdest du dein Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen?" (Skala 0-10). Werte über +10 gelten als gut, über +30 als exzellent.
Die wichtigsten HR-KPIs im Überblick
Welche Kennzahlen sind wirklich essentiell? Hier ist eine Quick-Start-Übersicht der 7 wichtigsten HR-KPIs:
Empfehlung: Starte mit 5-7 KPIs, die zu deinen aktuellen Unternehmenszielen passen. Wenn du beispielsweise mit Recruiting-Problemen kämpfst, fokussiere dich auf Time-to-Hire, Cost-per-Hire und Quality-of-Hire. Wenn Mitarbeiterbindung dein Thema ist, konzentriere dich auf Fluktuationsrate, eNPS und Betriebszugehörigkeit.
Praktische Umsetzung – So führst du HR-Kennzahlen ein
Die Einführung von Personalkennzahlen sollte strategisch und schrittweise erfolgen. Hier ist dein 6-Schritte-Guide:
Schritt 1: Unternehmensziele definieren
Bevor du KPIs auswählst, kläre: Was sind die drängendsten Herausforderungen und strategischen Ziele deines Unternehmens?
- Beispiel: Hohe Vakanzkosten? → Fokus auf Time-to-Hire und Cost-per-Hire
- Beispiel: Hohe Fluktuation? → Fokus auf Fluktuationsrate, eNPS, Exit-Interviews
- Beispiel: Produktivitätssteigerung? → Fokus auf Umsatz pro Mitarbeiter:in, Zielerreichung
Schritt 2: Relevante KPIs auswählen (5-7 zum Start)
Weniger ist mehr! Starte mit 5-7 KPIs, die direkt auf deine Ziele einzahlen. Vermeide die Versuchung, 20+ Kennzahlen zu tracken – das führt zu Überforderung und Analyse-Paralyse.
Quick-Start-Empfehlung für KMU:
- Time-to-Hire (Recruiting-Effizienz)
- Fluktuationsrate (Mitarbeiterbindung)
- Krankenquote (Wellbeing)
- eNPS (Zufriedenheit)
- Umsatz pro Mitarbeiter:in (Produktivität)
Schritt 3: Datenquellen digitalisieren
Ohne digitale Datenerfassung wird KPI-Messung zur Qual. Investiere in:
- HR-Software mit Reporting-Funktion (z.B. Personio, Factorial, hrworks)
- Applicant Tracking System (ATS) für Recruiting-KPIs
- People-Analytics-Plattformen für tiefere Analysen
- Excel/Google Sheets als Budget-Lösung für kleine Unternehmen (Vorlagen verfügbar)
Wichtig: Daten müssen zentral und aktuell verfügbar sein, sonst verlierst du Zeit mit manueller Datenpflege.
Schritt 4: Benchmarks recherchieren
KPIs ohne Kontext sind wertlos. Recherchiere Branchenbenchmarks, um zu verstehen, wo du stehst:
- Branchenverbände (z.B. Bitkom, DGFP) veröffentlichen oft HR-Kennzahlen-Studien
- HR-Software-Anbieter bieten teilweise anonymisierte Benchmarks
- Studien wie der HR Insights Report 2024 (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Schritt 5: Regelmäßig messen und auswerten
Lege feste Messintervalle fest:
- Recruiting-KPIs: Monatlich (schnelle Reaktion auf Engpässe)
- Fluktuationsrate, Zufriedenheit: Quartalsweise oder halbjährlich
- Strategische KPIs: Jährlich (z.B. Weiterbildungsquote, Produktivität)
Erstelle ein HR-Dashboard, das KPIs visuell darstellt. Trends sind so leichter erkennbar als in Excel-Tabellen.
Schritt 6: Maßnahmen ableiten
KPIs ohne Konsequenzen sind nutzlos. Definiere klare Handlungsregeln:
- Beispiel: Time-to-Hire über 60 Tage → Recruiting-Prozess analysieren, Engpässe identifizieren, Maßnahmen einleiten (z.B. Stellenanzeigen optimieren, ATS einführen, Vorauswahl-Tools nutzen)
- Beispiel: Fluktuationsrate über 25% in einer Abteilung → Führungskraft-Feedback einholen, Exit-Interviews auswerten, Gegenmaßnahmen entwickeln
Fehlerquellen vermeiden
Die häufigsten Fallen bei der KPI-Messung:
- Zu viele KPIs auf einmal: Fokus auf 5-7 essenzielle Kennzahlen, nicht 20+
- Manipulation: Wenn KPIs an Boni gekoppelt sind, besteht die Gefahr der Schönfärberei. Schaffe Transparenz und vertraue auf intrinsische Motivation statt Strafen.
- Fehlinterpretation: Betrachte KPIs nie isoliert. Eine hohe Fluktuationsrate allein sagt nichts aus – erst in Kombination mit Exit-Interviews, eNPS und Führungsqualität ergibt sich ein Gesamtbild.
- Überfrachtung: Nicht jede Kennzahl ist strategisch relevant. Frage dich: Führt diese Kennzahl zu konkreten Handlungen?
- Fehlender Kontext: Vergleiche deine KPIs mit Branchenbenchmarks. Eine Fluktuationsrate von 40% ist in der Gastronomie normal, in der IT ein Alarmsignal.
Häufige Fragen zu Personalkennzahlen
Was sind Personalkennzahlen?
Personalkennzahlen sind messbare Werte, die personalrelevante Aspekte eines Unternehmens abbilden. Sie dienen zur Planung, Steuerung und Kontrolle von HR-Prozessen – von Recruiting über Mitarbeiterbindung bis Personalentwicklung. Typische Beispiele sind Time-to-Hire (Recruiting-Effizienz), Fluktuationsrate (Mitarbeiterbindung) und Mitarbeiterproduktivität (Output). Personalkennzahlen helfen dir, datengetriebene Entscheidungen zu treffen statt auf Bauchgefühl zu vertrauen.
Was ist der Unterschied zwischen Kennzahl und KPI?
Eine Kennzahl ist jeder messbare Wert im HR-Bereich – zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter:innen oder die Anzahl eingehender Bewerbungen. Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine strategisch relevante Kennzahl, die direkt auf Unternehmensziele einzahlt und als Erfolgsmesser dient. Alle KPIs sind Kennzahlen, aber nicht alle Kennzahlen sind KPIs. Beispiel: "Anzahl Bewerbungen" ist eine Kennzahl, "Quality-of-Hire" (Qualität der Einstellungen) ist ein KPI.
Welche Personalkennzahlen sind am wichtigsten?
Das hängt von deinen Unternehmenszielen ab. Als Quick-Start empfehlen sich:
- Recruiting: Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Quality-of-Hire
- Bindung: Fluktuationsrate, durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
- Produktivität: Umsatz pro Mitarbeiter:in, Zielerreichungsquote
- Zufriedenheit: Employee Net Promoter Score (eNPS), Krankenquote
- Entwicklung: Weiterbildungsquote, Schulungskosten pro Mitarbeiter:in
Wichtig: Nicht alle KPIs sind für alle Unternehmen relevant. Wähle 5-7 KPIs, die zu deinen aktuellen Herausforderungen passen.
Wie berechnet man Time-to-Hire?
Formel: (Summe der Tage von Stellenausschreibung bis Einstellung) / Anzahl besetzter Stellen
Beispiel: Du hast 3 Stellen besetzt – eine nach 30 Tagen, eine nach 45 Tagen, eine nach 60 Tagen. Time-to-Hire = (30+45+60)/3 = 45 Tage.
Benchmark: ca. 28-42 Tage (branchenabhängig)
Alternative: Time-to-Fill misst die Zeit vom Bewerbungseingang bis zur Unterschrift (kürzere Zeitspanne als Time-to-Hire).
Wie berechnet man die Fluktuationsrate?
Es gibt zwei gängige Formeln:
BDA-Formel: (Abgänge / durchschnittlicher Personalbestand) × 100
Schlüter-Formel: ((Abgänge - Zugänge) / Personalbestand zu Beginn der Periode) × 100
Empfehlung: Berechne die Fluktuationsrate für 12 Monate (genauer als Quartale). Berücksichtige Branchenbenchmarks: Gastronomie 70-80%, IT/Finanz 10-20%, Durchschnitt 15-20%.
Tipp: Unterscheide zwischen natürlicher Fluktuation (Ruhestand, Krankheit), interner Fluktuation (Stellenwechsel im Unternehmen) und unternehmensfremder Fluktuation (Kündigungen).
Was sind quantitative vs. qualitative HR-Kennzahlen?
Quantitative Kennzahlen sind in Zahlen messbar: Fluktuationsrate, Time-to-Hire, Krankenquote, Anzahl Mitarbeiter:innen. Sie zeigen "Was" passiert.
Qualitative Kennzahlen sind schwerer messbar und werden oft durch Umfragen oder Interviews erhoben: Mitarbeiterzufriedenheit, Unternehmenskultur, Führungsqualität. Sie zeigen "Warum" etwas passiert.
Wichtig: Beide Arten ergänzen sich. Beispiel: Eine hohe Fluktuationsrate (quantitativ) gepaart mit niedrigem Führungsqualitäts-Score (qualitativ) deutet auf Handlungsbedarf bei Führungskräften hin.
Welche Tools helfen bei der Erfassung von HR-Kennzahlen?
- HR-Software mit integriertem Reporting: Personio, Factorial, hrworks – automatische KPI-Erfassung und Dashboards
- People-Analytics-Plattformen: Für tiefere Analysen und Predictive Analytics
- Applicant Tracking Systems (ATS): Für Recruiting-KPIs (Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Source-of-Hire)
- Excel/Google Sheets: Budget-Lösung für kleine Unternehmen (Vorlagen verfügbar)
Entscheidend: Digitalisierung ist Voraussetzung für effiziente KPI-Erfassung. Manuelle Datenerfassung führt zu Fehlern und Zeitverschwendung.
Wie vermeide ich Fehler bei der Messung von Personalkennzahlen?
- Nicht zu viele KPIs: Fokussiere dich auf 5-7 relevante Kennzahlen, nicht 20+
- Regelmäßig überprüfen: Passe KPIs an veränderte Unternehmensziele an
- Manipulation vermeiden: Schaffe Transparenz, vermeide Kennzahlen-Schönfärberei
- Kontext beachten: Vergleiche mit Branchenbenchmarks, nicht nur absolute Zahlen
- Qualitativ + Quantitativ kombinieren: Nutze beide KPI-Arten für ein Gesamtbild
- Nie isoliert betrachten: Analysiere KPIs immer im Zusammenhang
Fazit
Personalkennzahlen sind unverzichtbar für datengetriebenes HR-Management. Sie machen HR-Prozesse messbar, transparent und strategisch steuerbar. Statt dich von der Fülle möglicher Kennzahlen erschlagen zu lassen, starte mit 5-7 strategisch relevanten KPIs, die direkt auf deine Unternehmensziele einzahlen.
Die Kombination aus quantitativen Kennzahlen (Time-to-Hire, Fluktuationsrate, Krankenquote) und qualitativen Indikatoren (Mitarbeiterzufriedenheit, Führungsqualität) gibt dir ein vollständiges Bild der HR-Performance. Entscheidend ist, dass du KPIs nicht nur misst, sondern konkrete Maßnahmen ableitest und regelmäßig überprüfst.
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Quellen
- HR Insights Report 2024. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2024. (49% der Arbeitgeber erwarten 2025 höhere Fluktuation; 70% beobachteten 2024 Rückgang im Mitarbeiterengagement)
- Recruiting Trends 2020. (Nur 50% der Unternehmen erfassen Time-to-Hire kontinuierlich)
- Statistisches Bundesamt (Destatis) – Arbeitsmarktdaten. Statistisches Bundesamt, 2024. https://www.destatis.de
- HR-Kennzahlen: Die wichtigsten KPIs für Personalabteilungen. hrworks.de, 2025. https://www.hrworks.de/lexikon/hr-kennzahlen/
- HR-KPIs: Mit Personalkennzahlen strategische Ziele erreichen. Alexandra Carlesso, Haufe Group, 2024. https://www.haufe.de/hr/magazin/hr-kpis-mit-personalkennzahlen-strategische-ziele-erreichen
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