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Performance Management – Definition, Prozess & Methoden für HR

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Performance Management – Definition, Prozess & Methoden für HR

Performance Management ist ein kontinuierlicher Prozess zur Steuerung und Entwicklung von Mitarbeiterleistungen. Im Gegensatz zur klassischen jährlichen Beurteilung umfasst es Zielvereinbarungen, regelmäßiges Feedback und die Verknüpfung individueller Ziele mit der Unternehmensstrategie. Erfolgreiches Performance Management kombiniert klare Erwartungen, objektive Bewertungsgrundlagen und konsequente Entwicklungsmaßnahmen.

Was ist Performance Management? – Definition

Performance Management (deutsch: Leistungsmanagement) bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen die Leistung ihrer Mitarbeiter:innen zielgerichtet steuern, messen und weiterentwickeln. Der Begriff geht weit über die klassische Leistungsbeurteilung hinaus: Während traditionelle Systeme oft nur einmal jährlich den Blick zurück werfen, ist Performance Management ein fortlaufender Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeiter:innen.

Laut der Definition der UC Berkeley ist Performance Management "ein fortlaufender Kommunikationsprozess zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter:innen, der das ganze Jahr über stattfindet, um die strategischen Ziele der Organisation zu erreichen."

Abgrenzung zur klassischen Leistungsbeurteilung

Der entscheidende Unterschied liegt im Ansatz: Die Leistungsbeurteilung ist eine punktuelle Bewertung – meist am Jahresende. Performance Management hingegen ist proaktiv und entwicklungsorientiert. Es fragt nicht nur "Wie war die Leistung?", sondern "Wie können wir die Leistung verbessern?".

Klassische Beurteilungen sind zudem stark vergangenheitsorientiert und häufig mit variabler Vergütung verknüpft. Modernes Performance Management dagegen fördert kontinuierliches Lernen und flexible Zielanpassungen – entscheidend in einer Arbeitswelt, in der sich Anforderungen schnell ändern.

Der Performance-Management-Prozess

Ein wirksames Performance Management folgt einem zyklischen Ablauf mit vier Kernphasen. Dieser Kreislauf wiederholt sich typischerweise jährlich oder halbjährlich, wobei einzelne Elemente wie Feedback kontinuierlich stattfinden.

Planung und Zielvereinbarung

Der Prozess beginnt mit der gemeinsamen Festlegung von Zielen. Führungskraft und Mitarbeiter:in definieren, welche Ergebnisse in der kommenden Periode erreicht werden sollen. Dabei ist wichtig, dass individuelle Ziele mit den übergeordneten Unternehmenszielen verknüpft sind – so entsteht eine klare Linie von der Unternehmensstrategie bis zur täglichen Arbeit.

In dieser Phase werden auch Entwicklungsziele besprochen: Welche Kompetenzen sollen ausgebaut werden? Welche Unterstützung wird benötigt?

Monitoring und kontinuierliches Feedback

Die zweite Phase begleitet die eigentliche Arbeit. Regelmäßige Check-ins – idealerweise monatlich – ermöglichen es, Fortschritte zu besprechen, Hindernisse frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Ziele anzupassen. Diese Gespräche sind keine Kontrolle, sondern ein Unterstützungsangebot.

Laut der Kienbaum Performance Management Studie 2024 setzen leistungsorientierte Unternehmen verstärkt auf regelmäßige Gespräche und die konsequente Ausrichtung an der Strategie. Dennoch stellt nur etwa ein Drittel der befragten Unternehmen ihren Führungskräften moderne Instrumente zur Umsetzung einer Feedbackkultur zur Verfügung.

Bewertung und Review

Die Bewertungsphase fasst die Leistungen einer Periode zusammen. Sie kombiniert typischerweise Selbsteinschätzung und Fremdbeurteilung. Viele Unternehmen nutzen hier auch 360-Grad-Feedback, um ein umfassenderes Bild zu erhalten.

Die Kienbaum-Studie zeigt allerdings: Bei der Hälfte der Organisationen erfolgt kein systematisches Top- und Low-Performance-Management. Das bedeutet: Sowohl herausragende als auch unzureichende Leistungen werden oft nicht konsequent adressiert.

Entwicklung und Konsequenzen

Die vierte Phase übersetzt Erkenntnisse in Maßnahmen: Weiterbildungen, neue Aufgaben, Beförderungen oder auch Korrekturgespräche bei Leistungsproblemen. Eine interessante Erkenntnis aus der Kienbaum-Studie: 95 Prozent der Unternehmen stimmen zu, dass das sichtbare Feiern von Erfolgen positiv zur Leistungskultur beiträgt – aber nur 38 Prozent setzen dies tatsächlich um.

Methoden und Instrumente im Performance Management

Für die praktische Umsetzung stehen verschiedene bewährte Methoden zur Verfügung. Die Wahl hängt von Unternehmensgröße, Branche und Führungskultur ab.

Zielvereinbarungen: SMART und OKR

SMART-Ziele folgen fünf Kriterien: spezifisch, messbar, erreichbar (achievable), relevant und terminiert. Sie eignen sich besonders für operative, klar abgrenzbare Ziele.

OKRs (Objectives and Key Results) verbinden ambitionierte Ziele (Objectives) mit 2–4 messbaren Schlüsselergebnissen (Key Results). Sie fördern Transparenz, da OKRs häufig im gesamten Unternehmen sichtbar sind. OKRs stammen ursprünglich aus dem Silicon Valley und haben sich inzwischen auch in europäischen Unternehmen etabliert.

360-Grad-Feedback

Beim 360-Grad-Feedback erhält eine Person Rückmeldung aus verschiedenen Perspektiven: von Vorgesetzten, Kolleg:innen, Mitarbeiter:innen und teilweise auch Kund:innen. Diese Methode liefert ein differenzierteres Bild als die reine Vorgesetztenbeurteilung und kann blinde Flecken aufdecken.

Kontinuierliches Feedback

Continuous Performance Management ersetzt den starren Jahreszyklus durch regelmäßige, kurze Feedbackgespräche. Der Vorteil: Probleme werden früh erkannt, Erfolge zeitnah gewürdigt. Laut Sage-Studie haben allerdings nur 26 Prozent der Unternehmen einen einheitlichen Ansatz für ihr Performance Management implementiert.

Objektive Diagnostik als Basis

Eine Herausforderung bei Leistungsbeurteilungen ist die Subjektivität. Persönliche Sympathien, unbewusste Vorurteile oder der sogenannte Halo-Effekt können das Urteil verzerren. Hier setzen objektive diagnostische Verfahren an: Sie liefern eine datenbasierte Grundlage für Entwicklungsgespräche und Personalentscheidungen.

Die Eignungsdiagnostik kann dabei helfen, Potenziale systematisch zu erfassen und Kompetenzprofile zu erstellen. Die digitale Plattform Aivy bietet beispielsweise wissenschaftlich validierte Assessments, die eine objektivere Bewertungsgrundlage schaffen. Unternehmen wie MCI Deutschland berichten von einer 5-fach stärkeren Vorhersagekraft gegenüber traditionellen Methoden und einer deutlichen Professionalisierung ihrer Bewertungsprozesse.

Vorteile von Performance Management

Ein gut implementiertes Performance Management bringt messbare Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter:innen:

Für das Unternehmen:

  • Strategische Ausrichtung: Alle arbeiten auf gemeinsame Ziele hin
  • Früherkennung von Problemen: Leistungsdefizite werden sichtbar, bevor sie kritisch werden
  • Datenbasierte Entscheidungen: Beförderungen und Entwicklungsmaßnahmen basieren auf Fakten
  • Höhere Produktivität: Klare Erwartungen steigern die Effizienz

Für Mitarbeiter:innen:

  • Orientierung: Klare Ziele geben Richtung
  • Entwicklung: Regelmäßiges Feedback fördert Wachstum
  • Anerkennung: Gute Leistungen werden sichtbar
  • Bindung: Laut Forbes geben 41 Prozent der Mitarbeiter:innen fehlende Entwicklungsmöglichkeiten als Hauptgrund für ihre Kündigung an

Herausforderungen und Lösungen

Die Einführung und Pflege eines Performance-Management-Systems ist kein Selbstläufer. Zwei Herausforderungen begegnen HR-Verantwortlichen besonders häufig.

Bias bei subjektiver Bewertung vermeiden

Unconscious Bias beeinflusst nicht nur das Recruiting, sondern auch Leistungsbeurteilungen. Typische Verzerrungen sind:

  • Halo-Effekt: Ein positiver Eindruck in einem Bereich strahlt auf die Gesamtbewertung aus
  • Recency Bias: Aktuelle Ereignisse werden überbewertet
  • Ähnlichkeits-Bias: Menschen, die uns ähnlich sind, bewerten wir tendenziell besser

Lösungsansätze:

  • Kalibrierungsrunden zwischen Führungskräften, um einheitliche Maßstäbe zu sichern
  • Mehrere Feedback-Quellen einbeziehen (360-Grad)
  • Objektive Diagnostik und Potenzialanalysen als ergänzende Datenbasis
  • Schulungen zu Unconscious Bias für alle Beurteilenden

Führungskräfte befähigen

Performance Management steht und fällt mit der Umsetzung durch Führungskräfte. Sie führen die Gespräche, geben Feedback und müssen auch unangenehme Themen ansprechen können. Die Kienbaum-Studie zeigt: Nur etwa ein Drittel der Unternehmen stellt ihren Führungskräften moderne Instrumente und entsprechende Schulungen zur Verfügung.

Empfehlungen:

  • Führungskräfte-Trainings zu Gesprächsführung und Feedback
  • Klare Leitfäden und Gesprächsvorlagen
  • Technische Unterstützung durch Performance-Management-Software
  • Zeit für Führungsarbeit einplanen (nicht nur operative Aufgaben)

Häufige Fragen zum Performance Management

Was ist Performance Management?

Performance Management ist ein kontinuierlicher Prozess zur Steuerung und Entwicklung von Mitarbeiterleistungen. Er umfasst Zielvereinbarung, regelmäßiges Feedback, Leistungsbewertung und Entwicklungsmaßnahmen – und verknüpft individuelle Ziele mit der Unternehmensstrategie.

Was ist der Unterschied zwischen Performance Management und Leistungsbeurteilung?

Die Leistungsbeurteilung ist eine einmalige, meist jährliche Bewertung der vergangenen Leistung. Performance Management ist ein ganzjähriger, proaktiver Prozess, der Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung in den Mittelpunkt stellt. Die Beurteilung ist dabei nur ein Baustein.

Wie oft sollten Performance-Gespräche stattfinden?

Formelle Reviews finden typischerweise ein- bis zweimal jährlich statt. Ergänzend empfehlen sich monatliche Check-ins für laufendes Feedback. Die Kienbaum-Studie bestätigt: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf regelmäßige Gespräche statt auf einmalige Jahresgespräche.

Welche Methoden gibt es im Performance Management?

Zu den gängigsten Methoden zählen Zielvereinbarungen (SMART, OKR), 360-Grad-Feedback, kontinuierliches Feedback und objektive Diagnostik. Die Wahl hängt von Unternehmenskultur, Größe und Branche ab.

Was sind die Vorteile von Performance Management?

Performance Management schafft Klarheit über Erwartungen, fördert Mitarbeiterentwicklung, ermöglicht frühzeitige Problemerkennung und liefert datenbasierte Grundlagen für Personalentscheidungen. Für Mitarbeiter:innen bedeutet es mehr Orientierung, Feedback und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wie reduziere ich Bias bei der Leistungsbewertung?

Kalibrierungsrunden zwischen Führungskräften sichern einheitliche Maßstäbe. Mehrere Feedback-Quellen (360-Grad) liefern ein ausgewogeneres Bild. Objektive Diagnostik ergänzt subjektive Einschätzungen. Schulungen sensibilisieren für unbewusste Vorurteile.

Was ist kontinuierliches Performance Management?

Continuous Performance Management ersetzt den starren Jahreszyklus durch regelmäßige Check-ins und sofortiges Feedback. Ziele werden flexibel angepasst, Probleme früh adressiert. Dieser Ansatz reagiert auf die Erkenntnis, dass ein Rückblick nach zwölf Monaten oft zu spät kommt.

Fazit

Performance Management ist mehr als ein HR-Prozess – es ist ein Kulturthema. Erfolgreich ist es dort, wo klare Ziele auf regelmäßiges Feedback treffen und Führungskräfte befähigt sind, echte Entwicklungsgespräche zu führen. Die Kienbaum-Studie 2024 zeigt: Leistungsorientierte Unternehmen zeichnen sich durch höhere Verantwortungsübernahme, Klarheit in den Anforderungen und einen transparenten Umgang mit Leistung aus.

Die größte Herausforderung bleibt die konsequente Umsetzung. Moderne Tools, objektive Diagnostik und geschulte Führungskräfte sind die Basis – aber letztlich entscheidet die gelebte Feedbackkultur über den Erfolg.

Du möchtest objektive Diagnostik als Basis für faire Leistungsbeurteilungen nutzen? Erfahre mehr über wissenschaftlich validierte Eignungsdiagnostik mit Aivy.

Quellen

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Performance Management – Definition, Prozess & Methoden für HR

Performance Management ist ein kontinuierlicher Prozess zur Steuerung und Entwicklung von Mitarbeiterleistungen. Im Gegensatz zur klassischen jährlichen Beurteilung umfasst es Zielvereinbarungen, regelmäßiges Feedback und die Verknüpfung individueller Ziele mit der Unternehmensstrategie. Erfolgreiches Performance Management kombiniert klare Erwartungen, objektive Bewertungsgrundlagen und konsequente Entwicklungsmaßnahmen.

Was ist Performance Management? – Definition

Performance Management (deutsch: Leistungsmanagement) bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen die Leistung ihrer Mitarbeiter:innen zielgerichtet steuern, messen und weiterentwickeln. Der Begriff geht weit über die klassische Leistungsbeurteilung hinaus: Während traditionelle Systeme oft nur einmal jährlich den Blick zurück werfen, ist Performance Management ein fortlaufender Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeiter:innen.

Laut der Definition der UC Berkeley ist Performance Management "ein fortlaufender Kommunikationsprozess zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter:innen, der das ganze Jahr über stattfindet, um die strategischen Ziele der Organisation zu erreichen."

Abgrenzung zur klassischen Leistungsbeurteilung

Der entscheidende Unterschied liegt im Ansatz: Die Leistungsbeurteilung ist eine punktuelle Bewertung – meist am Jahresende. Performance Management hingegen ist proaktiv und entwicklungsorientiert. Es fragt nicht nur "Wie war die Leistung?", sondern "Wie können wir die Leistung verbessern?".

Klassische Beurteilungen sind zudem stark vergangenheitsorientiert und häufig mit variabler Vergütung verknüpft. Modernes Performance Management dagegen fördert kontinuierliches Lernen und flexible Zielanpassungen – entscheidend in einer Arbeitswelt, in der sich Anforderungen schnell ändern.

Der Performance-Management-Prozess

Ein wirksames Performance Management folgt einem zyklischen Ablauf mit vier Kernphasen. Dieser Kreislauf wiederholt sich typischerweise jährlich oder halbjährlich, wobei einzelne Elemente wie Feedback kontinuierlich stattfinden.

Planung und Zielvereinbarung

Der Prozess beginnt mit der gemeinsamen Festlegung von Zielen. Führungskraft und Mitarbeiter:in definieren, welche Ergebnisse in der kommenden Periode erreicht werden sollen. Dabei ist wichtig, dass individuelle Ziele mit den übergeordneten Unternehmenszielen verknüpft sind – so entsteht eine klare Linie von der Unternehmensstrategie bis zur täglichen Arbeit.

In dieser Phase werden auch Entwicklungsziele besprochen: Welche Kompetenzen sollen ausgebaut werden? Welche Unterstützung wird benötigt?

Monitoring und kontinuierliches Feedback

Die zweite Phase begleitet die eigentliche Arbeit. Regelmäßige Check-ins – idealerweise monatlich – ermöglichen es, Fortschritte zu besprechen, Hindernisse frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Ziele anzupassen. Diese Gespräche sind keine Kontrolle, sondern ein Unterstützungsangebot.

Laut der Kienbaum Performance Management Studie 2024 setzen leistungsorientierte Unternehmen verstärkt auf regelmäßige Gespräche und die konsequente Ausrichtung an der Strategie. Dennoch stellt nur etwa ein Drittel der befragten Unternehmen ihren Führungskräften moderne Instrumente zur Umsetzung einer Feedbackkultur zur Verfügung.

Bewertung und Review

Die Bewertungsphase fasst die Leistungen einer Periode zusammen. Sie kombiniert typischerweise Selbsteinschätzung und Fremdbeurteilung. Viele Unternehmen nutzen hier auch 360-Grad-Feedback, um ein umfassenderes Bild zu erhalten.

Die Kienbaum-Studie zeigt allerdings: Bei der Hälfte der Organisationen erfolgt kein systematisches Top- und Low-Performance-Management. Das bedeutet: Sowohl herausragende als auch unzureichende Leistungen werden oft nicht konsequent adressiert.

Entwicklung und Konsequenzen

Die vierte Phase übersetzt Erkenntnisse in Maßnahmen: Weiterbildungen, neue Aufgaben, Beförderungen oder auch Korrekturgespräche bei Leistungsproblemen. Eine interessante Erkenntnis aus der Kienbaum-Studie: 95 Prozent der Unternehmen stimmen zu, dass das sichtbare Feiern von Erfolgen positiv zur Leistungskultur beiträgt – aber nur 38 Prozent setzen dies tatsächlich um.

Methoden und Instrumente im Performance Management

Für die praktische Umsetzung stehen verschiedene bewährte Methoden zur Verfügung. Die Wahl hängt von Unternehmensgröße, Branche und Führungskultur ab.

Zielvereinbarungen: SMART und OKR

SMART-Ziele folgen fünf Kriterien: spezifisch, messbar, erreichbar (achievable), relevant und terminiert. Sie eignen sich besonders für operative, klar abgrenzbare Ziele.

OKRs (Objectives and Key Results) verbinden ambitionierte Ziele (Objectives) mit 2–4 messbaren Schlüsselergebnissen (Key Results). Sie fördern Transparenz, da OKRs häufig im gesamten Unternehmen sichtbar sind. OKRs stammen ursprünglich aus dem Silicon Valley und haben sich inzwischen auch in europäischen Unternehmen etabliert.

360-Grad-Feedback

Beim 360-Grad-Feedback erhält eine Person Rückmeldung aus verschiedenen Perspektiven: von Vorgesetzten, Kolleg:innen, Mitarbeiter:innen und teilweise auch Kund:innen. Diese Methode liefert ein differenzierteres Bild als die reine Vorgesetztenbeurteilung und kann blinde Flecken aufdecken.

Kontinuierliches Feedback

Continuous Performance Management ersetzt den starren Jahreszyklus durch regelmäßige, kurze Feedbackgespräche. Der Vorteil: Probleme werden früh erkannt, Erfolge zeitnah gewürdigt. Laut Sage-Studie haben allerdings nur 26 Prozent der Unternehmen einen einheitlichen Ansatz für ihr Performance Management implementiert.

Objektive Diagnostik als Basis

Eine Herausforderung bei Leistungsbeurteilungen ist die Subjektivität. Persönliche Sympathien, unbewusste Vorurteile oder der sogenannte Halo-Effekt können das Urteil verzerren. Hier setzen objektive diagnostische Verfahren an: Sie liefern eine datenbasierte Grundlage für Entwicklungsgespräche und Personalentscheidungen.

Die Eignungsdiagnostik kann dabei helfen, Potenziale systematisch zu erfassen und Kompetenzprofile zu erstellen. Die digitale Plattform Aivy bietet beispielsweise wissenschaftlich validierte Assessments, die eine objektivere Bewertungsgrundlage schaffen. Unternehmen wie MCI Deutschland berichten von einer 5-fach stärkeren Vorhersagekraft gegenüber traditionellen Methoden und einer deutlichen Professionalisierung ihrer Bewertungsprozesse.

Vorteile von Performance Management

Ein gut implementiertes Performance Management bringt messbare Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter:innen:

Für das Unternehmen:

  • Strategische Ausrichtung: Alle arbeiten auf gemeinsame Ziele hin
  • Früherkennung von Problemen: Leistungsdefizite werden sichtbar, bevor sie kritisch werden
  • Datenbasierte Entscheidungen: Beförderungen und Entwicklungsmaßnahmen basieren auf Fakten
  • Höhere Produktivität: Klare Erwartungen steigern die Effizienz

Für Mitarbeiter:innen:

  • Orientierung: Klare Ziele geben Richtung
  • Entwicklung: Regelmäßiges Feedback fördert Wachstum
  • Anerkennung: Gute Leistungen werden sichtbar
  • Bindung: Laut Forbes geben 41 Prozent der Mitarbeiter:innen fehlende Entwicklungsmöglichkeiten als Hauptgrund für ihre Kündigung an

Herausforderungen und Lösungen

Die Einführung und Pflege eines Performance-Management-Systems ist kein Selbstläufer. Zwei Herausforderungen begegnen HR-Verantwortlichen besonders häufig.

Bias bei subjektiver Bewertung vermeiden

Unconscious Bias beeinflusst nicht nur das Recruiting, sondern auch Leistungsbeurteilungen. Typische Verzerrungen sind:

  • Halo-Effekt: Ein positiver Eindruck in einem Bereich strahlt auf die Gesamtbewertung aus
  • Recency Bias: Aktuelle Ereignisse werden überbewertet
  • Ähnlichkeits-Bias: Menschen, die uns ähnlich sind, bewerten wir tendenziell besser

Lösungsansätze:

  • Kalibrierungsrunden zwischen Führungskräften, um einheitliche Maßstäbe zu sichern
  • Mehrere Feedback-Quellen einbeziehen (360-Grad)
  • Objektive Diagnostik und Potenzialanalysen als ergänzende Datenbasis
  • Schulungen zu Unconscious Bias für alle Beurteilenden

Führungskräfte befähigen

Performance Management steht und fällt mit der Umsetzung durch Führungskräfte. Sie führen die Gespräche, geben Feedback und müssen auch unangenehme Themen ansprechen können. Die Kienbaum-Studie zeigt: Nur etwa ein Drittel der Unternehmen stellt ihren Führungskräften moderne Instrumente und entsprechende Schulungen zur Verfügung.

Empfehlungen:

  • Führungskräfte-Trainings zu Gesprächsführung und Feedback
  • Klare Leitfäden und Gesprächsvorlagen
  • Technische Unterstützung durch Performance-Management-Software
  • Zeit für Führungsarbeit einplanen (nicht nur operative Aufgaben)

Häufige Fragen zum Performance Management

Was ist Performance Management?

Performance Management ist ein kontinuierlicher Prozess zur Steuerung und Entwicklung von Mitarbeiterleistungen. Er umfasst Zielvereinbarung, regelmäßiges Feedback, Leistungsbewertung und Entwicklungsmaßnahmen – und verknüpft individuelle Ziele mit der Unternehmensstrategie.

Was ist der Unterschied zwischen Performance Management und Leistungsbeurteilung?

Die Leistungsbeurteilung ist eine einmalige, meist jährliche Bewertung der vergangenen Leistung. Performance Management ist ein ganzjähriger, proaktiver Prozess, der Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung in den Mittelpunkt stellt. Die Beurteilung ist dabei nur ein Baustein.

Wie oft sollten Performance-Gespräche stattfinden?

Formelle Reviews finden typischerweise ein- bis zweimal jährlich statt. Ergänzend empfehlen sich monatliche Check-ins für laufendes Feedback. Die Kienbaum-Studie bestätigt: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf regelmäßige Gespräche statt auf einmalige Jahresgespräche.

Welche Methoden gibt es im Performance Management?

Zu den gängigsten Methoden zählen Zielvereinbarungen (SMART, OKR), 360-Grad-Feedback, kontinuierliches Feedback und objektive Diagnostik. Die Wahl hängt von Unternehmenskultur, Größe und Branche ab.

Was sind die Vorteile von Performance Management?

Performance Management schafft Klarheit über Erwartungen, fördert Mitarbeiterentwicklung, ermöglicht frühzeitige Problemerkennung und liefert datenbasierte Grundlagen für Personalentscheidungen. Für Mitarbeiter:innen bedeutet es mehr Orientierung, Feedback und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wie reduziere ich Bias bei der Leistungsbewertung?

Kalibrierungsrunden zwischen Führungskräften sichern einheitliche Maßstäbe. Mehrere Feedback-Quellen (360-Grad) liefern ein ausgewogeneres Bild. Objektive Diagnostik ergänzt subjektive Einschätzungen. Schulungen sensibilisieren für unbewusste Vorurteile.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

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Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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