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People Analytics KPIs: Die 15 wichtigsten HR-Kennzahlen

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People Analytics KPIs: Die 15 wichtigsten HR-Kennzahlen

People Analytics KPIs sind messbare Leistungsindikatoren, die HR-Prozesse transparent machen und datenbasierte Entscheidungen ermöglichen. Zu den wichtigsten gehören Recruiting-KPIs (Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Quality-of-Hire), Retention-KPIs (Fluktuationsrate, eNPS) und Performance-KPIs (Produktivität, Absentismus). Die richtige Auswahl und kontinuierliche Messung dieser Kennzahlen hilft Unternehmen, HR-Strategien zu optimieren, Kosten zu senken und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Was sind People Analytics KPIs?

People Analytics KPIs (Key Performance Indicators) sind Schlüsselkennzahlen, die die Leistung und Effizienz personalwirtschaftlicher Prozesse messbar machen. Im Gegensatz zu einfachen Kennzahlen, die lediglich messbare Werte erfassen, sind KPIs direkt mit strategischen Unternehmenszielen verknüpft. Sie zeigen an, wie erfolgreich HR-Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele beitragen.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen ist eine Kennzahl. Wenn dein Unternehmen jedoch das strategische Ziel verfolgt, die Recruiting-Kosten um 20% zu senken, wird die Cost-per-Hire zum KPI – denn sie misst direkt den Fortschritt zur Zielerreichung.

People Analytics umfasst die systematische Analyse von Personaldaten mit dem Ziel, HR-Prozesse zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei werden Daten aus verschiedenen Quellen – von Gehaltsabrechnungen über Urlaubsbuchungen bis hin zu Mitarbeiterbefragungen – gesammelt, ausgewertet und visualisiert.

Zweck von People Analytics KPIs

People Analytics KPIs erfüllen mehrere zentrale Funktionen im Personalmanagement:

Transparenz schaffen: KPIs machen Personalprozesse sichtbar, vergleichbar und bewertbar. Was früher auf Bauchgefühl beruhte, wird durch konkrete Zahlen objektivierbar.

Kosten kontrollieren: Durch die Messung von Kennzahlen wie Cost-per-Hire oder Fluktuationskosten ermöglichen KPIs eine bessere Kostenkontrolle und Budgetplanung.

Strategie unterstützen: Dank HR-KPIs lässt sich das Personalmanagement präzise an den Unternehmenszielen ausrichten. Du erkennst schnell, wo Handlungsbedarf besteht.

Mitarbeiterbindung fördern: Mit den richtigen KPIs identifizierst du frühzeitig, wo Fluktuation droht und kannst gegensteuern, bevor wertvolle Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen.

Warum sind People Analytics KPIs wichtig?

Die Bedeutung von People Analytics KPIs hat deutlich zugenommen. Laut Gallup sind nur 31% der Mitarbeitenden aktiv engagiert, während 17% aktiv unengagiert sind.

Datenbasierte Entscheidungen: KPIs liefern objektive Grundlagen statt Bauchgefühl. Du weißt konkret: Wie lange dauern Stellenbesetzungen? Wie hoch sind die Recruiting-Kosten? Wo ist die Fluktuation am höchsten?

Budget-Rechtfertigung: Mit KPIs demonstrierst du der Geschäftsführung den Mehrwert deiner Arbeit. Beispiel: "Besseres Onboarding senkt 90-Day Quit Rate um 15%".

Früherkennung: KPIs warnen frühzeitig vor Problemen. Steigende Fluktuation oder sinkende eNPS-Werte ermöglichen rechtzeitiges Gegensteuern.

Prozessoptimierung: Kontinuierliches Monitoring deckt Ineffizienzen auf. Überdurchschnittliche Time-to-Hire signalisiert Optimierungsbedarf im Recruiting.

Die wichtigsten People Analytics KPIs im Überblick

Die Auswahl der richtigen KPIs hängt von deinen Unternehmenszielen ab. Dennoch gibt es Kernkennzahlen, die in den meisten Organisationen relevant sind. Diese lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:

Recruiting-KPIs

Time-to-Hire misst die Zeitspanne von der Stellenausschreibung bis zur Vertragsunterschrift. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 50-70 Tagen. Eine zu lange Time-to-Hire kann bedeuten, dass qualifizierte Kandidat:innen abspringen.

Cost-per-Hire berechnet die Kosten pro Neueinstellung: (Interne + Externe Kosten) / Anzahl Einstellungen. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 4.700 €, für Führungskräfte bei 10.000-50.000 €.

Quality-of-Hire misst die Qualität der Neueinstellungen anhand von Performance, Retention und Cultural Fit. Gängige Formel: (Performance Score + Retention Score + Manager Satisfaction) / 3. MCI Deutschland erreichte durch wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik eine 5-fache Vorhersagekraft gegenüber traditionellen Methoden.

Source-of-Hire zeigt, welche Recruiting-Kanäle die besten Ergebnisse liefern und ermöglicht Budget-Optimierung.

Retention & Engagement KPIs

Fluktuationsrate zeigt den Prozentsatz der Mitarbeiter:innen, die das Unternehmen verlassen. Berechnung: (Anzahl Abgänge / durchschnittliche Mitarbeiteranzahl) × 100. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 10-15% jährlich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Fluktuation sowie die Identifikation von "Regrettable Attrition" – dem Verlust von High Performern.

Employee Net Promoter Score (eNPS) misst die Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen (Skala 0-10). Berechnung: Prozentsatz Promoter (9-10) minus Detraktoren (0-6). Werte über +10 gelten als gut, über +30 als sehr gut.

90-Day Quit Rate zeigt, wie viele neue Mitarbeiter:innen innerhalb der ersten 90 Tage kündigen. Eine hohe Rate deutet auf Probleme im Onboarding oder schlechte Job-Passung hin.

Performance & Produktivität KPIs

Produktivität pro Mitarbeiter:in wird häufig als Umsatz pro Mitarbeiter:in gemessen und zeigt die Wirtschaftlichkeit des Personaleinsatzes.

Absentismus-Rate erfasst krankheits- und anderweitig bedingte Fehlzeiten. Hohe Raten können auf Überlastung oder schlechtes Arbeitsklima hinweisen.

Entwicklung & Diversität KPIs

Interne Promotionsrate misst den Prozentsatz intern besetzter Stellen. Eine hohe Rate signalisiert gute Karrieremöglichkeiten und reduziert Recruiting-Kosten.

Training Completion Rate zeigt, wie viele Mitarbeiter:innen angebotene Weiterbildungen abschließen.

Diversitäts-Kennzahlen erfassen die Vielfalt der Belegschaft und helfen, Fortschritte bei Diversity-Initiativen zu messen.

Wie wähle ich die richtigen KPIs aus?

Die Fülle möglicher KPIs kann überwältigend sein. Eine durchdachte Auswahl ist entscheidend für den Erfolg deines People Analytics Programms.

Ausrichtung an Unternehmenszielen

Deine KPIs sollten immer aus den strategischen Unternehmenszielen abgeleitet werden. Wenn dein Unternehmen wachsen will, sind Recruiting-KPIs besonders relevant. Bei Fokus auf Kosteneffizienz stehen Cost-per-Hire und Fluktuationskosten im Vordergrund. Bei Innovationszielen werden Engagement-, Weiterbildungs- und Diversitäts-KPIs wichtiger.

SMART-Kriterien anwenden

Jeder KPI sollte die SMART-Kriterien erfüllen:

  • Spezifisch: Es wird immer nur ein bestimmtes Ziel gemessen
  • Messbar: Die Kennzahl lässt sich quantifizieren
  • Attraktiv: Das Ziel ist erstrebenswert und motivierend
  • Realistisch: Das Ziel ist mit den verfügbaren Ressourcen erreichbar
  • Terminiert: Es gibt einen klaren Zeitrahmen

Weniger ist mehr

Versuche nicht, alle möglichen KPIs zu tracken. Konzentriere dich auf 5-10 Kern-KPIs, die wirklich relevant sind. Zu viele Kennzahlen führen zu Überforderung und sinkendem Nutzen. Die Faustregel: Lieber wenige KPIs kontinuierlich und präzise messen als viele oberflächlich.

Quick-Start: Diese 5 KPIs für den Anfang

Wenn du gerade mit People Analytics beginnst, starte mit diesen fünf grundlegenden KPIs:

  1. Time-to-Hire – Zeigt Recruiting-Effizienz
  2. Cost-per-Hire – Ermöglicht Budgetplanung
  3. Fluktuationsrate – Frühwarnsystem für Mitarbeiterbindung
  4. eNPS – Misst Mitarbeiterzufriedenheit
  5. Produktivität pro Mitarbeiter:in – Zeigt wirtschaftlichen Erfolg

Diese fünf KPIs decken die wichtigsten HR-Bereiche ab und lassen sich mit vorhandenen Daten relativ einfach erfassen. Nach 6 Monaten kannst du um spezifischere KPIs wie Quality-of-Hire oder Diversity-Kennzahlen erweitern.

People Analytics in der Praxis: Implementierung

Die Einführung von People Analytics erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Hier sind die wichtigsten Schritte:

Schritt 1: Datenbasis schaffen

Identifiziere verfügbare Datenquellen: Gehaltsabrechnungen, Urlaubsbuchungen, demografische Daten. Ein HRIS oder ATS erleichtert die Sammlung, aber Excel genügt für den Einstieg.

Schritt 2: KPIs definieren

Lege für jeden KPI fest: Berechnungsformel, Datenquellen, Erhebungsfrequenz, Zielwerte und Verantwortliche.

Schritt 3: Dashboards aufbauen

Nutze Visualisierungen mit Trendlinien und Ampel-Logik (Grün/Gelb/Rot). Tools wie Personio, Tableau oder Power BI bieten Dashboard-Funktionen; Excel genügt für den Start.

Schritt 4: Monitoring und Optimierung

Etabliere regelmäßige Reviews: wöchentlich/monatlich für operative KPIs, quartalsweise für strategische, jährlich für Benchmark-Updates. Kommuniziere Ergebnisse mit Business Impact: "Fluktuation -5% = 200.000 € Ersparnis".

Tools für datenbasiertes Recruiting

Die objektive Messung von Recruiting-KPIs ist entscheidend für datenbasierte Optimierung. Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik-Plattformen unterstützen dabei, Quality-of-Hire messbar zu verbessern und Time-to-Hire zu verkürzen.

Die digitale Plattform Aivy bietet Game-Based Assessments und wissenschaftlich validierte Fragebogen (FU Berlin), die Unconscious Bias reduzieren und objektive Datengrundlagen für Recruiting-Entscheidungen schaffen. Die objektive Messung von Recruiting-KPIs ermöglicht es, Prozesse datenbasiert zu optimieren. MCI Deutschland konnte durch den Einsatz wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik die Time-to-Hire um 55% reduzieren und gleichzeitig die Cost-per-Hire um 92% senken – bei einer Abschlussquote von 96% im Assessment. Lufthansa erreicht mit objektiven Assessments eine Trefferquote von 96% und spart über 100 Minuten Testzeit pro Bewerber:in.

Die Integration solcher Plattformen mit bestehenden ATS-Systemen (z.B. softgarden) ermöglicht nahtlose Datenerfassung und kontinuierliches Monitoring der Recruiting-Performance.

Mehr über objektive Eignungsdiagnostik und datenbasiertes Recruiting mit Aivy erfahren.

Häufige Fragen zu People Analytics KPIs

Was ist der Unterschied zwischen Kennzahlen und KPIs?

Kennzahlen sind alle messbaren Werte. KPIs sind spezielle Kennzahlen, die direkt mit strategischen Zielen verknüpft sind. Beispiel: Anzahl Bewerbungen = Kennzahl. Cost-per-Hire bei Zielvorgabe "Kosten um 20% senken" = KPI.

Welche People Analytics KPIs sollte ich zuerst tracken?

Starte mit fünf Kern-KPIs: Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Fluktuationsrate, eNPS und Produktivität pro Mitarbeiter:in. Wähle KPIs, für die bereits Daten vorhanden sind. Nach 6 Monaten erweitern.

Wie berechne ich Cost-per-Hire?

Formel: (Interne Kosten + Externe Kosten) / Anzahl Einstellungen. Durchschnitt Deutschland: 4.700 €, Führungskräfte 10.000-50.000 €. Wichtig: Immer zusammen mit Quality-of-Hire betrachten.

Was ist eine gute Fluktuationsrate?

Durchschnitt Deutschland: 10-15% jährlich. Tech-Branche 15-20%, Industrie 5-10%. Freiwillige Fluktuation <10% gilt als gut. Kritisch: Verlust von High Performern (Regrettable Attrition).

Wie oft sollte ich KPIs aktualisieren?

Recruiting-KPIs: Echtzeit. Fluktuationsrate, Absentismus: monatlich. eNPS, Mitarbeiterzufriedenheit: quartalsweise. Benchmarks: jährlich. Nutze Dashboard-Automatisierung.

Fazit

People Analytics KPIs sind unverzichtbare Instrumente für modernes, datenbasiertes HR-Management. Sie machen Personalprozesse transparent, ermöglichen fundierte Entscheidungen und helfen, HR-Strategien messbar an Unternehmenszielen auszurichten. Die wichtigsten KPIs – Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Quality-of-Hire, Fluktuationsrate und eNPS – sollten in keinem Unternehmen fehlen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der durchdachten Auswahl relevanter KPIs, einer sauberen Datenbasis und kontinuierlichem Monitoring. Starte mit 5-10 Kern-KPIs, die du konsequent trackst, statt zu versuchen, alles auf einmal zu messen. Mit der Zeit kannst du dein People Analytics Programm erweitern und verfeinern.

Die Investition in People Analytics zahlt sich aus: Unternehmen mit ausgereiften Analytics-Programmen treffen bessere Personalentscheidungen, senken Kosten und steigern die Mitarbeiterzufriedenheit. In einer Zeit, in der Fachkräftemangel und Mitarbeiterbindung zentrale Herausforderungen darstellen, ist datenbasiertes HR-Management kein Nice-to-have mehr, sondern ein Wettbewerbsvorteil.

Quellen

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People Analytics KPIs: Die 15 wichtigsten HR-Kennzahlen

People Analytics KPIs sind messbare Leistungsindikatoren, die HR-Prozesse transparent machen und datenbasierte Entscheidungen ermöglichen. Zu den wichtigsten gehören Recruiting-KPIs (Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Quality-of-Hire), Retention-KPIs (Fluktuationsrate, eNPS) und Performance-KPIs (Produktivität, Absentismus). Die richtige Auswahl und kontinuierliche Messung dieser Kennzahlen hilft Unternehmen, HR-Strategien zu optimieren, Kosten zu senken und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Was sind People Analytics KPIs?

People Analytics KPIs (Key Performance Indicators) sind Schlüsselkennzahlen, die die Leistung und Effizienz personalwirtschaftlicher Prozesse messbar machen. Im Gegensatz zu einfachen Kennzahlen, die lediglich messbare Werte erfassen, sind KPIs direkt mit strategischen Unternehmenszielen verknüpft. Sie zeigen an, wie erfolgreich HR-Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele beitragen.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen ist eine Kennzahl. Wenn dein Unternehmen jedoch das strategische Ziel verfolgt, die Recruiting-Kosten um 20% zu senken, wird die Cost-per-Hire zum KPI – denn sie misst direkt den Fortschritt zur Zielerreichung.

People Analytics umfasst die systematische Analyse von Personaldaten mit dem Ziel, HR-Prozesse zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei werden Daten aus verschiedenen Quellen – von Gehaltsabrechnungen über Urlaubsbuchungen bis hin zu Mitarbeiterbefragungen – gesammelt, ausgewertet und visualisiert.

Zweck von People Analytics KPIs

People Analytics KPIs erfüllen mehrere zentrale Funktionen im Personalmanagement:

Transparenz schaffen: KPIs machen Personalprozesse sichtbar, vergleichbar und bewertbar. Was früher auf Bauchgefühl beruhte, wird durch konkrete Zahlen objektivierbar.

Kosten kontrollieren: Durch die Messung von Kennzahlen wie Cost-per-Hire oder Fluktuationskosten ermöglichen KPIs eine bessere Kostenkontrolle und Budgetplanung.

Strategie unterstützen: Dank HR-KPIs lässt sich das Personalmanagement präzise an den Unternehmenszielen ausrichten. Du erkennst schnell, wo Handlungsbedarf besteht.

Mitarbeiterbindung fördern: Mit den richtigen KPIs identifizierst du frühzeitig, wo Fluktuation droht und kannst gegensteuern, bevor wertvolle Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen.

Warum sind People Analytics KPIs wichtig?

Die Bedeutung von People Analytics KPIs hat deutlich zugenommen. Laut Gallup sind nur 31% der Mitarbeitenden aktiv engagiert, während 17% aktiv unengagiert sind.

Datenbasierte Entscheidungen: KPIs liefern objektive Grundlagen statt Bauchgefühl. Du weißt konkret: Wie lange dauern Stellenbesetzungen? Wie hoch sind die Recruiting-Kosten? Wo ist die Fluktuation am höchsten?

Budget-Rechtfertigung: Mit KPIs demonstrierst du der Geschäftsführung den Mehrwert deiner Arbeit. Beispiel: "Besseres Onboarding senkt 90-Day Quit Rate um 15%".

Früherkennung: KPIs warnen frühzeitig vor Problemen. Steigende Fluktuation oder sinkende eNPS-Werte ermöglichen rechtzeitiges Gegensteuern.

Prozessoptimierung: Kontinuierliches Monitoring deckt Ineffizienzen auf. Überdurchschnittliche Time-to-Hire signalisiert Optimierungsbedarf im Recruiting.

Die wichtigsten People Analytics KPIs im Überblick

Die Auswahl der richtigen KPIs hängt von deinen Unternehmenszielen ab. Dennoch gibt es Kernkennzahlen, die in den meisten Organisationen relevant sind. Diese lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen:

Recruiting-KPIs

Time-to-Hire misst die Zeitspanne von der Stellenausschreibung bis zur Vertragsunterschrift. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 50-70 Tagen. Eine zu lange Time-to-Hire kann bedeuten, dass qualifizierte Kandidat:innen abspringen.

Cost-per-Hire berechnet die Kosten pro Neueinstellung: (Interne + Externe Kosten) / Anzahl Einstellungen. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 4.700 €, für Führungskräfte bei 10.000-50.000 €.

Quality-of-Hire misst die Qualität der Neueinstellungen anhand von Performance, Retention und Cultural Fit. Gängige Formel: (Performance Score + Retention Score + Manager Satisfaction) / 3. MCI Deutschland erreichte durch wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik eine 5-fache Vorhersagekraft gegenüber traditionellen Methoden.

Source-of-Hire zeigt, welche Recruiting-Kanäle die besten Ergebnisse liefern und ermöglicht Budget-Optimierung.

Retention & Engagement KPIs

Fluktuationsrate zeigt den Prozentsatz der Mitarbeiter:innen, die das Unternehmen verlassen. Berechnung: (Anzahl Abgänge / durchschnittliche Mitarbeiteranzahl) × 100. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 10-15% jährlich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Fluktuation sowie die Identifikation von "Regrettable Attrition" – dem Verlust von High Performern.

Employee Net Promoter Score (eNPS) misst die Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen (Skala 0-10). Berechnung: Prozentsatz Promoter (9-10) minus Detraktoren (0-6). Werte über +10 gelten als gut, über +30 als sehr gut.

90-Day Quit Rate zeigt, wie viele neue Mitarbeiter:innen innerhalb der ersten 90 Tage kündigen. Eine hohe Rate deutet auf Probleme im Onboarding oder schlechte Job-Passung hin.

Performance & Produktivität KPIs

Produktivität pro Mitarbeiter:in wird häufig als Umsatz pro Mitarbeiter:in gemessen und zeigt die Wirtschaftlichkeit des Personaleinsatzes.

Absentismus-Rate erfasst krankheits- und anderweitig bedingte Fehlzeiten. Hohe Raten können auf Überlastung oder schlechtes Arbeitsklima hinweisen.

Entwicklung & Diversität KPIs

Interne Promotionsrate misst den Prozentsatz intern besetzter Stellen. Eine hohe Rate signalisiert gute Karrieremöglichkeiten und reduziert Recruiting-Kosten.

Training Completion Rate zeigt, wie viele Mitarbeiter:innen angebotene Weiterbildungen abschließen.

Diversitäts-Kennzahlen erfassen die Vielfalt der Belegschaft und helfen, Fortschritte bei Diversity-Initiativen zu messen.

Wie wähle ich die richtigen KPIs aus?

Die Fülle möglicher KPIs kann überwältigend sein. Eine durchdachte Auswahl ist entscheidend für den Erfolg deines People Analytics Programms.

Ausrichtung an Unternehmenszielen

Deine KPIs sollten immer aus den strategischen Unternehmenszielen abgeleitet werden. Wenn dein Unternehmen wachsen will, sind Recruiting-KPIs besonders relevant. Bei Fokus auf Kosteneffizienz stehen Cost-per-Hire und Fluktuationskosten im Vordergrund. Bei Innovationszielen werden Engagement-, Weiterbildungs- und Diversitäts-KPIs wichtiger.

SMART-Kriterien anwenden

Jeder KPI sollte die SMART-Kriterien erfüllen:

  • Spezifisch: Es wird immer nur ein bestimmtes Ziel gemessen
  • Messbar: Die Kennzahl lässt sich quantifizieren
  • Attraktiv: Das Ziel ist erstrebenswert und motivierend
  • Realistisch: Das Ziel ist mit den verfügbaren Ressourcen erreichbar
  • Terminiert: Es gibt einen klaren Zeitrahmen

Weniger ist mehr

Versuche nicht, alle möglichen KPIs zu tracken. Konzentriere dich auf 5-10 Kern-KPIs, die wirklich relevant sind. Zu viele Kennzahlen führen zu Überforderung und sinkendem Nutzen. Die Faustregel: Lieber wenige KPIs kontinuierlich und präzise messen als viele oberflächlich.

Quick-Start: Diese 5 KPIs für den Anfang

Wenn du gerade mit People Analytics beginnst, starte mit diesen fünf grundlegenden KPIs:

  1. Time-to-Hire – Zeigt Recruiting-Effizienz
  2. Cost-per-Hire – Ermöglicht Budgetplanung
  3. Fluktuationsrate – Frühwarnsystem für Mitarbeiterbindung
  4. eNPS – Misst Mitarbeiterzufriedenheit
  5. Produktivität pro Mitarbeiter:in – Zeigt wirtschaftlichen Erfolg

Diese fünf KPIs decken die wichtigsten HR-Bereiche ab und lassen sich mit vorhandenen Daten relativ einfach erfassen. Nach 6 Monaten kannst du um spezifischere KPIs wie Quality-of-Hire oder Diversity-Kennzahlen erweitern.

People Analytics in der Praxis: Implementierung

Die Einführung von People Analytics erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Hier sind die wichtigsten Schritte:

Schritt 1: Datenbasis schaffen

Identifiziere verfügbare Datenquellen: Gehaltsabrechnungen, Urlaubsbuchungen, demografische Daten. Ein HRIS oder ATS erleichtert die Sammlung, aber Excel genügt für den Einstieg.

Schritt 2: KPIs definieren

Lege für jeden KPI fest: Berechnungsformel, Datenquellen, Erhebungsfrequenz, Zielwerte und Verantwortliche.

Schritt 3: Dashboards aufbauen

Nutze Visualisierungen mit Trendlinien und Ampel-Logik (Grün/Gelb/Rot). Tools wie Personio, Tableau oder Power BI bieten Dashboard-Funktionen; Excel genügt für den Start.

Schritt 4: Monitoring und Optimierung

Etabliere regelmäßige Reviews: wöchentlich/monatlich für operative KPIs, quartalsweise für strategische, jährlich für Benchmark-Updates. Kommuniziere Ergebnisse mit Business Impact: "Fluktuation -5% = 200.000 € Ersparnis".

Tools für datenbasiertes Recruiting

Die objektive Messung von Recruiting-KPIs ist entscheidend für datenbasierte Optimierung. Wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik-Plattformen unterstützen dabei, Quality-of-Hire messbar zu verbessern und Time-to-Hire zu verkürzen.

Die digitale Plattform Aivy bietet Game-Based Assessments und wissenschaftlich validierte Fragebogen (FU Berlin), die Unconscious Bias reduzieren und objektive Datengrundlagen für Recruiting-Entscheidungen schaffen. Die objektive Messung von Recruiting-KPIs ermöglicht es, Prozesse datenbasiert zu optimieren. MCI Deutschland konnte durch den Einsatz wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik die Time-to-Hire um 55% reduzieren und gleichzeitig die Cost-per-Hire um 92% senken – bei einer Abschlussquote von 96% im Assessment. Lufthansa erreicht mit objektiven Assessments eine Trefferquote von 96% und spart über 100 Minuten Testzeit pro Bewerber:in.

Die Integration solcher Plattformen mit bestehenden ATS-Systemen (z.B. softgarden) ermöglicht nahtlose Datenerfassung und kontinuierliches Monitoring der Recruiting-Performance.

Mehr über objektive Eignungsdiagnostik und datenbasiertes Recruiting mit Aivy erfahren.

Häufige Fragen zu People Analytics KPIs

Was ist der Unterschied zwischen Kennzahlen und KPIs?

Kennzahlen sind alle messbaren Werte. KPIs sind spezielle Kennzahlen, die direkt mit strategischen Zielen verknüpft sind. Beispiel: Anzahl Bewerbungen = Kennzahl. Cost-per-Hire bei Zielvorgabe "Kosten um 20% senken" = KPI.

Welche People Analytics KPIs sollte ich zuerst tracken?

Starte mit fünf Kern-KPIs: Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Fluktuationsrate, eNPS und Produktivität pro Mitarbeiter:in. Wähle KPIs, für die bereits Daten vorhanden sind. Nach 6 Monaten erweitern.

Wie berechne ich Cost-per-Hire?

Formel: (Interne Kosten + Externe Kosten) / Anzahl Einstellungen. Durchschnitt Deutschland: 4.700 €, Führungskräfte 10.000-50.000 €. Wichtig: Immer zusammen mit Quality-of-Hire betrachten.

Was ist eine gute Fluktuationsrate?

Durchschnitt Deutschland: 10-15% jährlich. Tech-Branche 15-20%, Industrie 5-10%. Freiwillige Fluktuation <10% gilt als gut. Kritisch: Verlust von High Performern (Regrettable Attrition).

Wie oft sollte ich KPIs aktualisieren?

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Fazit

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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