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Mitarbeiterfluktuation – Definition, Kosten & Maßnahmen

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Mitarbeiterfluktuation – Definition, Kosten & Maßnahmen

Mitarbeiterfluktuation

Mitarbeiterfluktuation bezeichnet den Wechsel von Mitarbeiter:innen in und aus einem Unternehmen. Die Fluktuationsrate in Deutschland lag 2024 bei durchschnittlich 18,6%, wobei 10% auf beeinflussbare (freiwillige) Kündigungen zurückgehen. Pro Fluktuationsfall entstehen Kosten zwischen 43.000 Euro und einem vollen Jahresgehalt – durch gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung lässt sich Fluktuation jedoch deutlich reduzieren.

Was ist Mitarbeiterfluktuation? Definition

Mitarbeiterfluktuation beschreibt die Bewegung von Personal in und aus einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Der Begriff umfasst sowohl Abgänge (Kündigungen, Rente, Weggang) als auch Zugänge (Neueinstellungen). In der HR-Praxis wird meist die Abgangsrate betrachtet, da diese die größten Herausforderungen für Unternehmen darstellt.

Die Fluktuationsrate ist eine zentrale Kennzahl im Personalcontrolling. Sie gibt an, wie viele Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen haben, im Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand. Eine hohe Fluktuationsrate kann auf Probleme in der Unternehmenskultur, beim Führungsverhalten oder bei der Mitarbeiterbindung hinweisen – sie verursacht zudem erhebliche Kosten.

Arten der Mitarbeiterfluktuation

Die Mitarbeiterfluktuation lässt sich in drei Hauptkategorien unterteilen, die unterschiedliche Ursachen haben und verschiedene Handlungsoptionen für HR bieten.

Natürliche Fluktuation

Die natürliche Fluktuation umfasst Austritte, die zum normalen Lebenszyklus gehören und weder vom Unternehmen noch vom Mitarbeitenden beeinflusst werden können. Dazu zählen der Eintritt in den Ruhestand, Todesfälle oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Diese Form der Fluktuation liegt in Deutschland bei etwa 5-10% und ist als gesund und unvermeidbar anzusehen.

Beeinflussbare Fluktuation

Von beeinflussbarer Fluktuation spricht man, wenn Mitarbeiter:innen von sich aus kündigen – also freiwillig das Unternehmen verlassen. Laut der AGA-Umfrage 2024 liegt dieser Anteil in Deutschland bei 10%. Diese Form der Fluktuation ist der zentrale Hebel für HR-Maßnahmen, denn hier können Unternehmen durch Mitarbeiterbindung, bessere Führung, Entwicklungsmöglichkeiten oder attraktivere Arbeitsbedingungen gegensteuern.

Die beeinflussbare Fluktuation ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – ein Zeichen dafür, dass Mitarbeiter:innen heute eher bereit sind, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.

Unbeeinflussbare Fluktuation

Zur unbeeinflussbaren Fluktuation zählen Austritte, die das Unternehmen nicht verhindern kann, aber auch nicht selbst verursacht hat. Dazu gehören Kündigungen aufgrund von Wohnortwechsel, betriebsbedingte Kündigungen oder Weggang aus familiären Gründen. 2024 lag dieser Anteil bei 8,6% in Deutschland.

Fluktuationsrate berechnen – Formel und Beispiel

Die Fluktuationsrate ist eine wichtige Kennzahl, um die Personalbewegung im Unternehmen zu messen und zu steuern. Es gibt zwei gängige Berechnungsformeln.

BDA-Formel vs. Schlüter-Formel

BDA-Formel (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände):

Fluktuationsrate = (Anzahl Abgänge / Durchschnittlicher Personalbestand) × 100

Diese Formel ist einfach und berücksichtigt alle Abgänge im Verhältnis zum durchschnittlichen Bestand.

Schlüter-Formel:

Fluktuationsrate = (Freiwillige Abgänge / (Anfangsbestand + Neueinstellungen)) × 100

Die Schlüter-Formel fokussiert sich auf freiwillige Kündigungen und berücksichtigt Neueinstellungen. Sie ist präziser für die Analyse der beeinflussbaren Fluktuation.

Praktisches Berechnungsbeispiel

Ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitenden zu Jahresbeginn stellt im Laufe des Jahres 50 neue Mitarbeiter:innen ein. 60 Personen verlassen das Unternehmen, davon 40 freiwillig.

BDA-Formel:

  • Durchschnittlicher Bestand: (500 + 490) / 2 = 495
  • Fluktuationsrate: (60 / 495) × 100 = 12,1%

Schlüter-Formel:

  • Fluktuationsrate: (40 / (500 + 50)) × 100 = 7,3%

Die Schlüter-Formel zeigt hier die beeinflussbare Fluktuation, während die BDA-Formel den Gesamtumsatz misst.

Fluktuationsrate in Deutschland 2024 – Aktuelle Statistiken

Die Fluktuationsrate in Deutschland variiert stark je nach Branche und Wirtschaftslage. Laut der AGA-Umfrage 2024 liegt die durchschnittliche Fluktuationsquote bei 18,6% – ein Anstieg um 3,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Branchenvergleich 2024:

  • Einzelhandel: 25,7% (höchste Fluktuation)
  • Groß- und Außenhandel: 17,6%
  • Dienstleistungssektor: 15,0%
  • Industrie: 5,0% (niedrigste Fluktuation)

Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IWD) lag der Fluktuationskoeffizient 2022 bei etwa 33%, was bedeutet, dass etwa ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse innerhalb eines Jahres begonnen oder beendet wurden.

Fluktuationskosten: Was kostet eine Kündigung wirklich?

Die Kosten der Mitarbeiterfluktuation werden häufig unterschätzt. Neben den offensichtlichen Ausgaben für Recruiting entstehen auch indirekte Kosten, die das Unternehmensergebnis erheblich belasten.

Direkte Fluktuationskosten

Direkte Kosten sind klar messbar und umfassen:

Austrittskosten:

  • Resturlaubsabgeltung, Überstundenauszahlung
  • Abfindungen (falls vereinbart)
  • Administrative Aufwände (Kündigungsschreiben, Personalakte)
  • Offboarding-Prozess, Abschlussgespräche
  • Erstellung von Arbeitszeugnissen

Recruitingkosten:

  • Stellenanzeigen und Jobportale
  • Personalvermittler oder Headhunter
  • Vorstellungsgespräche (Zeitaufwand)
  • Hintergrundchecks und Referenzen
  • Vertragsverhandlungen

Onboardingkosten:

  • Einarbeitungszeit (reduzierte Produktivität)
  • Schulungen und Trainings
  • Mentoring durch erfahrene Mitarbeiter:innen
  • IT-Ausstattung und Arbeitsplatz-Setup

Laut der Fluktuationskostenstudie 2016 des Kompetenz Centers Mitarbeiterbindung belaufen sich diese direkten Kosten auf durchschnittlich 43.069 Euro pro Fall.

Indirekte Fluktuationskosten

Die indirekten Kosten sind schwerer zu beziffern, aber oft ebenso hoch wie die direkten Kosten:

Produktivitätsverlust:

  • Vakanzzeit (unbesetzte Stelle)
  • Einarbeitungsphase (reduzierte Leistung)
  • Mehrbelastung des bestehenden Teams
  • Verzögerte Projekte

Know-how-Verlust:

  • Verlust von Fachwissen und Erfahrung
  • Wegfall von Kundenbeziehungen
  • Unterbrechung von Arbeitsprozessen
  • Potenzielle Abwerbung von Kunden

Teamdynamik:

  • Demotivation im Team
  • Unsicherheit bei verbleibenden Mitarbeiter:innen
  • Verschlechterung der Arbeitsatmosphäre

Fluktuationskosten berechnen – Formel und Beispielrechnung

Die Gesamtkosten der Fluktuation lassen sich mit folgender Formel berechnen:

Fluktuationskosten = (Austrittskosten + Recruitingkosten + Onboardingkosten +
Opportunitätskosten + Fehlbesetzungsrisiko) × Anzahl der Fluktuationsfälle

Faustregel: Pro Fluktuationsfall entstehen Kosten in Höhe von 90-200% des Jahresgehalts der ausscheidenden Person.

Beispielrechnung:

Ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden und einer Fluktuationsrate von 10% (100 Abgänge pro Jahr) bei durchschnittlichen Kosten von 43.000 Euro pro Fall:

Gesamtkosten = 43.000 € × 100 = 4.300.000 € pro Jahr

Bei einer Reduzierung der Fluktuationsrate um nur 3 Prozentpunkte (auf 7%) würde das Unternehmen 1.290.000 Euro jährlich einsparen.

Ursachen für hohe Mitarbeiterfluktuation

Die Gründe für freiwillige Kündigungen sind vielfältig. Laut Gallup Engagement Index 2024 sind nur 15% der Mitarbeitenden in Deutschland wirklich engagiert – ein klarer Indikator für Handlungsbedarf.

Mangelnde Wertschätzung und Führungsqualität

Schlechtes Führungsverhalten ist einer der Hauptgründe für Kündigungen. Wenn Mitarbeiter:innen sich nicht wertgeschätzt fühlen, kein konstruktives Feedback erhalten oder unter toxischer Führung leiden, steigt die Kündigungsbereitschaft drastisch. Studien zeigen: Menschen verlassen nicht Unternehmen, sie verlassen Vorgesetzte.

Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten

Mitarbeiter:innen wollen sich weiterentwickeln. Fehlen klare Karrierepfade, Weiterbildungsangebote oder Aufstiegschancen, suchen besonders Leistungsträger:innen nach Alternativen. Eine starke Lernkultur kann die Mitarbeiterbindung laut Studien um 30-50% erhöhen.

Fehlbesetzungen und falscher Cultural Fit

Wenn Mitarbeiter:innen nicht zur Stelle oder zur Unternehmenskultur passen, kommt es häufig zu früher Fluktuation. Fehlbesetzungen entstehen oft durch subjektive Auswahlentscheidungen, Unconscious Bias oder unklare Anforderungsprofile. Diese Fehlentscheidungen sind besonders teuer: Zusätzlich zu den normalen Fluktuationskosten entstehen nochmals etwa 7.200 Euro pro Fall.

Unzureichende Work-Life-Balance

Überlastung, ständige Erreichbarkeit und fehlende Flexibilität treiben Mitarbeiter:innen zur Kündigung. Besonders die Generation Y und Z legt großen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance und ist bereit, dafür den Arbeitgeber zu wechseln.

Vergütung unter Marktniveau

Während Gehalt selten der alleinige Kündigungsgrund ist, spielt es eine wichtige Rolle. Wenn die Vergütung deutlich unter dem Marktniveau liegt und keine anderen Benefits dies ausgleichen, steigt die Wechselbereitschaft – besonders in Zeiten von Fachkräftemangel.

Fluktuation reduzieren – 10 wirksame Maßnahmen für HR

Eine hohe Fluktuationsrate ist kein Schicksal. Mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen die beeinflussbare Fluktuation deutlich senken.

Strukturiertes Onboarding von Tag 1

Ein professionelles Onboarding ist entscheidend für die langfristige Bindung. Studien zeigen: Schlechtes Onboarding verdoppelt die Wahrscheinlichkeit früher Fluktuation. Ein gutes Onboarding umfasst klare Einarbeitungspläne, feste Ansprechpartner:innen, regelmäßige Check-ins in den ersten 90 Tagen und eine echte Willkommenskultur.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche und Feedbackkultur

Kontinuierlicher Dialog verhindert innere Kündigungen. Etabliere regelmäßige Feedback-Gespräche (quartalsweise oder halbjährlich), in denen Ziele, Entwicklung und Zufriedenheit besprochen werden. Mitarbeiterengagement senkt die Kündigungsrate laut Gallup um 59%.

Gezielte Weiterbildung und Karrierepfade

Investiere in die Entwicklung deiner Mitarbeiter:innen. Biete individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, transparente Karrierewege und interne Aufstiegschancen. Zeige klar auf, welche Entwicklungsschritte möglich sind und unterstütze aktiv bei der persönlichen Weiterentwicklung.

Objektive Personalauswahl (Fehlbesetzungen vermeiden)

Fehlbesetzungen sind eine Hauptursache für frühe Fluktuation. Objektive Eignungsdiagnostik hilft, die richtigen Kandidat:innen zu identifizieren – basierend auf tatsächlichen Kompetenzen statt Bauchgefühl.

Die Frankfurt School konnte durch den Einsatz objektiver Assessments 30% weniger Fehlentscheidungen noch vor dem ersten Gespräch erreichen. Zusätzlich wurde ein 4-facher ROI im ersten Jahr erzielt. Tools wie die digitale Plattform Aivy nutzen wissenschaftlich validierte Game-Based Assessments, um Unconscious Bias zu reduzieren und einen besseren Cultural Fit zu gewährleisten. Über 100.000 Assessments wurden bereits durchgeführt.

Wertschätzung, Vergütung und Benefits

Stelle sicher, dass deine Vergütung wettbewerbsfähig ist. Ergänze das Gehalt durch attraktive Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, betriebliche Altersvorsorge oder Gesundheitsprogramme. Noch wichtiger: Praktiziere eine echte Wertschätzungskultur durch regelmäßiges Feedback, Anerkennung von Leistungen und respektvolles Miteinander.

Häufige Fragen zur Mitarbeiterfluktuation

Was ist eine normale/gesunde Fluktuationsrate?

Der Durchschnitt in Deutschland lag 2024 bei 18,6%, davon 10% beeinflussbare Fluktuation. Eine Fluktuationsrate unter 15% gilt als gut. Die Rate ist jedoch stark branchenabhängig: Im Einzelhandel sind 25,7% normal, in der Industrie nur 5%. Eine natürliche Fluktuation von 5-10% durch Rente und Umzüge ist gesund und unvermeidbar.

Wie berechnet man die Fluktuationsrate?

Die BDA-Formel lautet: (Anzahl Abgänge / Durchschnittlicher Personalbestand) × 100. Die Schlüter-Formel berechnet: (Freiwillige Abgänge / (Anfangsbestand + Neueinstellungen)) × 100. Wichtig: Zähle nur freiwillige Kündigungen, nicht Rente oder betriebsbedingte Austritte. Beispiel: 50 Abgänge bei 500 Mitarbeitenden = 10% Fluktuationsrate.

Wie hoch sind die Fluktuationskosten pro Mitarbeiter:in?

Durchschnittlich entstehen Mindestkosten von 43.069 Euro pro Fall laut der Studie 2016. Die Faustregel: 90-200% des Jahresgehalts der ausscheidenden Person. Die Kosten setzen sich zusammen aus Austritt, Recruiting, Onboarding und Produktivitätsverlust. Bei Fehlbesetzungen kommen zusätzlich etwa 7.200 Euro hinzu (20% Wahrscheinlichkeit für erneute Fluktuation).

Was sind die Hauptursachen für hohe Fluktuation?

Die fünf häufigsten Gründe sind: Mangelnde Wertschätzung und schlechtes Führungsverhalten, fehlende Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, unzureichende Work-Life-Balance und zu hohe Arbeitsbelastung, Fehlbesetzungen durch falsche Erwartungen oder mangelnden Cultural Fit, sowie unzureichende Vergütung im Branchenvergleich.

Wie kann man Fluktuation effektiv reduzieren?

Fünf bewährte Maßnahmen: Strukturiertes Onboarding reduziert frühe Fluktuation um 50%. Regelmäßige Mitarbeitergespräche und eine offene Feedbackkultur erhöhen Engagement. Gezielte Weiterbildung und klare Karrierepfade zeigen Perspektiven auf. Objektive Eignungsdiagnostik im Recruiting verhindert Fehlbesetzungen. Wettbewerbsfähige Vergütung und attraktive Benefits halten Talente im Unternehmen.

Was ist der Unterschied zwischen beeinflussbarer und unbeeinflussbarer Fluktuation?

Beeinflussbare Fluktuation: Der Mitarbeitende kündigt selbst (2024 in Deutschland: 10%). Hier kann HR durch Mitarbeiterbindung gegensteuern. Unbeeinflussbare Fluktuation: Rente, Wohnortwechsel oder betriebsbedingte Kündigungen (2024: 8,6%). Diese Austritte kann das Unternehmen kaum verhindern. Die natürliche Fluktuation durch Rente ist unvermeidbar und als gesund anzusehen.

Welche Rolle spielt die Generation Y/Z bei steigender Fluktuation?

Millennials (Generation Y) zeigen die höchste Wechselbereitschaft aller Generationen. 60% haben bereits in 2-4 verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Sie haben höhere Erwartungen an Sinnhaftigkeit der Arbeit, regelmäßiges Feedback und persönliche Entwicklung. Der Fachkräftemangel stärkt ihre Verhandlungsposition – wer begehrt ist, nutzt seine Optionen.

Wie wirkt sich Mitarbeiterengagement auf Fluktuation aus?

Nur 15% der Mitarbeitenden in Deutschland sind laut Gallup 2024 wirklich engagiert. Hoher Engagement senkt die Kündigungsrate um 59%. Jeder sechste Arbeitnehmer hat bereits innerlich gekündigt. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch mangelndes Engagement werden auf 118,4 Milliarden Euro jährlich geschätzt – ein enormes Einsparpotenzial für Unternehmen.

Fazit: Fluktuation verstehen und gezielt steuern

Mitarbeiterfluktuation ist ein natürlicher Teil der Personalarbeit, aber hohe Fluktuationsraten sind vermeidbar und teuer. Mit durchschnittlich 43.000 Euro pro Fall summieren sich die Kosten schnell zu Millionenbeträgen – Geld, das besser in Mitarbeiterbindung investiert werden sollte.

Der Schlüssel liegt in der Unterscheidung zwischen beeinflussbarer und unbeeinflussbarer Fluktuation. Während 8,6% der Abgänge unvermeidbar sind, können die 10% freiwilliger Kündigungen durch gezielte HR-Maßnahmen deutlich reduziert werden. Strukturiertes Onboarding, regelmäßiges Feedback, echte Entwicklungsmöglichkeiten und objektive Personalauswahl sind die wichtigsten Hebel.

Besonders wichtig: Fehlbesetzungen von Anfang an vermeiden. Wer bereits im Recruiting auf objektive, wissenschaftlich fundierte Auswahlverfahren setzt, reduziert das Risiko früher Fluktuation erheblich und spart langfristig Kosten.

Du möchtest Fehlbesetzungen reduzieren und durch objektive Personalauswahl die Fluktuation senken? Die digitale Plattform Aivy unterstützt dich mit wissenschaftlich validierten Assessments.

Quellen

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Mitarbeiterfluktuation – Definition, Kosten & Maßnahmen

Mitarbeiterfluktuation

Mitarbeiterfluktuation bezeichnet den Wechsel von Mitarbeiter:innen in und aus einem Unternehmen. Die Fluktuationsrate in Deutschland lag 2024 bei durchschnittlich 18,6%, wobei 10% auf beeinflussbare (freiwillige) Kündigungen zurückgehen. Pro Fluktuationsfall entstehen Kosten zwischen 43.000 Euro und einem vollen Jahresgehalt – durch gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung lässt sich Fluktuation jedoch deutlich reduzieren.

Was ist Mitarbeiterfluktuation? Definition

Mitarbeiterfluktuation beschreibt die Bewegung von Personal in und aus einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Der Begriff umfasst sowohl Abgänge (Kündigungen, Rente, Weggang) als auch Zugänge (Neueinstellungen). In der HR-Praxis wird meist die Abgangsrate betrachtet, da diese die größten Herausforderungen für Unternehmen darstellt.

Die Fluktuationsrate ist eine zentrale Kennzahl im Personalcontrolling. Sie gibt an, wie viele Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen haben, im Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand. Eine hohe Fluktuationsrate kann auf Probleme in der Unternehmenskultur, beim Führungsverhalten oder bei der Mitarbeiterbindung hinweisen – sie verursacht zudem erhebliche Kosten.

Arten der Mitarbeiterfluktuation

Die Mitarbeiterfluktuation lässt sich in drei Hauptkategorien unterteilen, die unterschiedliche Ursachen haben und verschiedene Handlungsoptionen für HR bieten.

Natürliche Fluktuation

Die natürliche Fluktuation umfasst Austritte, die zum normalen Lebenszyklus gehören und weder vom Unternehmen noch vom Mitarbeitenden beeinflusst werden können. Dazu zählen der Eintritt in den Ruhestand, Todesfälle oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Diese Form der Fluktuation liegt in Deutschland bei etwa 5-10% und ist als gesund und unvermeidbar anzusehen.

Beeinflussbare Fluktuation

Von beeinflussbarer Fluktuation spricht man, wenn Mitarbeiter:innen von sich aus kündigen – also freiwillig das Unternehmen verlassen. Laut der AGA-Umfrage 2024 liegt dieser Anteil in Deutschland bei 10%. Diese Form der Fluktuation ist der zentrale Hebel für HR-Maßnahmen, denn hier können Unternehmen durch Mitarbeiterbindung, bessere Führung, Entwicklungsmöglichkeiten oder attraktivere Arbeitsbedingungen gegensteuern.

Die beeinflussbare Fluktuation ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – ein Zeichen dafür, dass Mitarbeiter:innen heute eher bereit sind, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.

Unbeeinflussbare Fluktuation

Zur unbeeinflussbaren Fluktuation zählen Austritte, die das Unternehmen nicht verhindern kann, aber auch nicht selbst verursacht hat. Dazu gehören Kündigungen aufgrund von Wohnortwechsel, betriebsbedingte Kündigungen oder Weggang aus familiären Gründen. 2024 lag dieser Anteil bei 8,6% in Deutschland.

Fluktuationsrate berechnen – Formel und Beispiel

Die Fluktuationsrate ist eine wichtige Kennzahl, um die Personalbewegung im Unternehmen zu messen und zu steuern. Es gibt zwei gängige Berechnungsformeln.

BDA-Formel vs. Schlüter-Formel

BDA-Formel (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände):

Fluktuationsrate = (Anzahl Abgänge / Durchschnittlicher Personalbestand) × 100

Diese Formel ist einfach und berücksichtigt alle Abgänge im Verhältnis zum durchschnittlichen Bestand.

Schlüter-Formel:

Fluktuationsrate = (Freiwillige Abgänge / (Anfangsbestand + Neueinstellungen)) × 100

Die Schlüter-Formel fokussiert sich auf freiwillige Kündigungen und berücksichtigt Neueinstellungen. Sie ist präziser für die Analyse der beeinflussbaren Fluktuation.

Praktisches Berechnungsbeispiel

Ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitenden zu Jahresbeginn stellt im Laufe des Jahres 50 neue Mitarbeiter:innen ein. 60 Personen verlassen das Unternehmen, davon 40 freiwillig.

BDA-Formel:

  • Durchschnittlicher Bestand: (500 + 490) / 2 = 495
  • Fluktuationsrate: (60 / 495) × 100 = 12,1%

Schlüter-Formel:

  • Fluktuationsrate: (40 / (500 + 50)) × 100 = 7,3%

Die Schlüter-Formel zeigt hier die beeinflussbare Fluktuation, während die BDA-Formel den Gesamtumsatz misst.

Fluktuationsrate in Deutschland 2024 – Aktuelle Statistiken

Die Fluktuationsrate in Deutschland variiert stark je nach Branche und Wirtschaftslage. Laut der AGA-Umfrage 2024 liegt die durchschnittliche Fluktuationsquote bei 18,6% – ein Anstieg um 3,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Branchenvergleich 2024:

  • Einzelhandel: 25,7% (höchste Fluktuation)
  • Groß- und Außenhandel: 17,6%
  • Dienstleistungssektor: 15,0%
  • Industrie: 5,0% (niedrigste Fluktuation)

Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IWD) lag der Fluktuationskoeffizient 2022 bei etwa 33%, was bedeutet, dass etwa ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse innerhalb eines Jahres begonnen oder beendet wurden.

Fluktuationskosten: Was kostet eine Kündigung wirklich?

Die Kosten der Mitarbeiterfluktuation werden häufig unterschätzt. Neben den offensichtlichen Ausgaben für Recruiting entstehen auch indirekte Kosten, die das Unternehmensergebnis erheblich belasten.

Direkte Fluktuationskosten

Direkte Kosten sind klar messbar und umfassen:

Austrittskosten:

  • Resturlaubsabgeltung, Überstundenauszahlung
  • Abfindungen (falls vereinbart)
  • Administrative Aufwände (Kündigungsschreiben, Personalakte)
  • Offboarding-Prozess, Abschlussgespräche
  • Erstellung von Arbeitszeugnissen

Recruitingkosten:

  • Stellenanzeigen und Jobportale
  • Personalvermittler oder Headhunter
  • Vorstellungsgespräche (Zeitaufwand)
  • Hintergrundchecks und Referenzen
  • Vertragsverhandlungen

Onboardingkosten:

  • Einarbeitungszeit (reduzierte Produktivität)
  • Schulungen und Trainings
  • Mentoring durch erfahrene Mitarbeiter:innen
  • IT-Ausstattung und Arbeitsplatz-Setup

Laut der Fluktuationskostenstudie 2016 des Kompetenz Centers Mitarbeiterbindung belaufen sich diese direkten Kosten auf durchschnittlich 43.069 Euro pro Fall.

Indirekte Fluktuationskosten

Die indirekten Kosten sind schwerer zu beziffern, aber oft ebenso hoch wie die direkten Kosten:

Produktivitätsverlust:

  • Vakanzzeit (unbesetzte Stelle)
  • Einarbeitungsphase (reduzierte Leistung)
  • Mehrbelastung des bestehenden Teams
  • Verzögerte Projekte

Know-how-Verlust:

  • Verlust von Fachwissen und Erfahrung
  • Wegfall von Kundenbeziehungen
  • Unterbrechung von Arbeitsprozessen
  • Potenzielle Abwerbung von Kunden

Teamdynamik:

  • Demotivation im Team
  • Unsicherheit bei verbleibenden Mitarbeiter:innen
  • Verschlechterung der Arbeitsatmosphäre

Fluktuationskosten berechnen – Formel und Beispielrechnung

Die Gesamtkosten der Fluktuation lassen sich mit folgender Formel berechnen:

Fluktuationskosten = (Austrittskosten + Recruitingkosten + Onboardingkosten +
Opportunitätskosten + Fehlbesetzungsrisiko) × Anzahl der Fluktuationsfälle

Faustregel: Pro Fluktuationsfall entstehen Kosten in Höhe von 90-200% des Jahresgehalts der ausscheidenden Person.

Beispielrechnung:

Ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden und einer Fluktuationsrate von 10% (100 Abgänge pro Jahr) bei durchschnittlichen Kosten von 43.000 Euro pro Fall:

Gesamtkosten = 43.000 € × 100 = 4.300.000 € pro Jahr

Bei einer Reduzierung der Fluktuationsrate um nur 3 Prozentpunkte (auf 7%) würde das Unternehmen 1.290.000 Euro jährlich einsparen.

Ursachen für hohe Mitarbeiterfluktuation

Die Gründe für freiwillige Kündigungen sind vielfältig. Laut Gallup Engagement Index 2024 sind nur 15% der Mitarbeitenden in Deutschland wirklich engagiert – ein klarer Indikator für Handlungsbedarf.

Mangelnde Wertschätzung und Führungsqualität

Schlechtes Führungsverhalten ist einer der Hauptgründe für Kündigungen. Wenn Mitarbeiter:innen sich nicht wertgeschätzt fühlen, kein konstruktives Feedback erhalten oder unter toxischer Führung leiden, steigt die Kündigungsbereitschaft drastisch. Studien zeigen: Menschen verlassen nicht Unternehmen, sie verlassen Vorgesetzte.

Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten

Mitarbeiter:innen wollen sich weiterentwickeln. Fehlen klare Karrierepfade, Weiterbildungsangebote oder Aufstiegschancen, suchen besonders Leistungsträger:innen nach Alternativen. Eine starke Lernkultur kann die Mitarbeiterbindung laut Studien um 30-50% erhöhen.

Fehlbesetzungen und falscher Cultural Fit

Wenn Mitarbeiter:innen nicht zur Stelle oder zur Unternehmenskultur passen, kommt es häufig zu früher Fluktuation. Fehlbesetzungen entstehen oft durch subjektive Auswahlentscheidungen, Unconscious Bias oder unklare Anforderungsprofile. Diese Fehlentscheidungen sind besonders teuer: Zusätzlich zu den normalen Fluktuationskosten entstehen nochmals etwa 7.200 Euro pro Fall.

Unzureichende Work-Life-Balance

Überlastung, ständige Erreichbarkeit und fehlende Flexibilität treiben Mitarbeiter:innen zur Kündigung. Besonders die Generation Y und Z legt großen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance und ist bereit, dafür den Arbeitgeber zu wechseln.

Vergütung unter Marktniveau

Während Gehalt selten der alleinige Kündigungsgrund ist, spielt es eine wichtige Rolle. Wenn die Vergütung deutlich unter dem Marktniveau liegt und keine anderen Benefits dies ausgleichen, steigt die Wechselbereitschaft – besonders in Zeiten von Fachkräftemangel.

Fluktuation reduzieren – 10 wirksame Maßnahmen für HR

Eine hohe Fluktuationsrate ist kein Schicksal. Mit gezielten Maßnahmen können Unternehmen die beeinflussbare Fluktuation deutlich senken.

Strukturiertes Onboarding von Tag 1

Ein professionelles Onboarding ist entscheidend für die langfristige Bindung. Studien zeigen: Schlechtes Onboarding verdoppelt die Wahrscheinlichkeit früher Fluktuation. Ein gutes Onboarding umfasst klare Einarbeitungspläne, feste Ansprechpartner:innen, regelmäßige Check-ins in den ersten 90 Tagen und eine echte Willkommenskultur.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche und Feedbackkultur

Kontinuierlicher Dialog verhindert innere Kündigungen. Etabliere regelmäßige Feedback-Gespräche (quartalsweise oder halbjährlich), in denen Ziele, Entwicklung und Zufriedenheit besprochen werden. Mitarbeiterengagement senkt die Kündigungsrate laut Gallup um 59%.

Gezielte Weiterbildung und Karrierepfade

Investiere in die Entwicklung deiner Mitarbeiter:innen. Biete individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, transparente Karrierewege und interne Aufstiegschancen. Zeige klar auf, welche Entwicklungsschritte möglich sind und unterstütze aktiv bei der persönlichen Weiterentwicklung.

Objektive Personalauswahl (Fehlbesetzungen vermeiden)

Fehlbesetzungen sind eine Hauptursache für frühe Fluktuation. Objektive Eignungsdiagnostik hilft, die richtigen Kandidat:innen zu identifizieren – basierend auf tatsächlichen Kompetenzen statt Bauchgefühl.

Die Frankfurt School konnte durch den Einsatz objektiver Assessments 30% weniger Fehlentscheidungen noch vor dem ersten Gespräch erreichen. Zusätzlich wurde ein 4-facher ROI im ersten Jahr erzielt. Tools wie die digitale Plattform Aivy nutzen wissenschaftlich validierte Game-Based Assessments, um Unconscious Bias zu reduzieren und einen besseren Cultural Fit zu gewährleisten. Über 100.000 Assessments wurden bereits durchgeführt.

Wertschätzung, Vergütung und Benefits

Stelle sicher, dass deine Vergütung wettbewerbsfähig ist. Ergänze das Gehalt durch attraktive Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, betriebliche Altersvorsorge oder Gesundheitsprogramme. Noch wichtiger: Praktiziere eine echte Wertschätzungskultur durch regelmäßiges Feedback, Anerkennung von Leistungen und respektvolles Miteinander.

Häufige Fragen zur Mitarbeiterfluktuation

Was ist eine normale/gesunde Fluktuationsrate?

Der Durchschnitt in Deutschland lag 2024 bei 18,6%, davon 10% beeinflussbare Fluktuation. Eine Fluktuationsrate unter 15% gilt als gut. Die Rate ist jedoch stark branchenabhängig: Im Einzelhandel sind 25,7% normal, in der Industrie nur 5%. Eine natürliche Fluktuation von 5-10% durch Rente und Umzüge ist gesund und unvermeidbar.

Wie berechnet man die Fluktuationsrate?

Die BDA-Formel lautet: (Anzahl Abgänge / Durchschnittlicher Personalbestand) × 100. Die Schlüter-Formel berechnet: (Freiwillige Abgänge / (Anfangsbestand + Neueinstellungen)) × 100. Wichtig: Zähle nur freiwillige Kündigungen, nicht Rente oder betriebsbedingte Austritte. Beispiel: 50 Abgänge bei 500 Mitarbeitenden = 10% Fluktuationsrate.

Wie hoch sind die Fluktuationskosten pro Mitarbeiter:in?

Durchschnittlich entstehen Mindestkosten von 43.069 Euro pro Fall laut der Studie 2016. Die Faustregel: 90-200% des Jahresgehalts der ausscheidenden Person. Die Kosten setzen sich zusammen aus Austritt, Recruiting, Onboarding und Produktivitätsverlust. Bei Fehlbesetzungen kommen zusätzlich etwa 7.200 Euro hinzu (20% Wahrscheinlichkeit für erneute Fluktuation).

Was sind die Hauptursachen für hohe Fluktuation?

Die fünf häufigsten Gründe sind: Mangelnde Wertschätzung und schlechtes Führungsverhalten, fehlende Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, unzureichende Work-Life-Balance und zu hohe Arbeitsbelastung, Fehlbesetzungen durch falsche Erwartungen oder mangelnden Cultural Fit, sowie unzureichende Vergütung im Branchenvergleich.

Wie kann man Fluktuation effektiv reduzieren?

Fünf bewährte Maßnahmen: Strukturiertes Onboarding reduziert frühe Fluktuation um 50%. Regelmäßige Mitarbeitergespräche und eine offene Feedbackkultur erhöhen Engagement. Gezielte Weiterbildung und klare Karrierepfade zeigen Perspektiven auf. Objektive Eignungsdiagnostik im Recruiting verhindert Fehlbesetzungen. Wettbewerbsfähige Vergütung und attraktive Benefits halten Talente im Unternehmen.

Was ist der Unterschied zwischen beeinflussbarer und unbeeinflussbarer Fluktuation?

Beeinflussbare Fluktuation: Der Mitarbeitende kündigt selbst (2024 in Deutschland: 10%). Hier kann HR durch Mitarbeiterbindung gegensteuern. Unbeeinflussbare Fluktuation: Rente, Wohnortwechsel oder betriebsbedingte Kündigungen (2024: 8,6%). Diese Austritte kann das Unternehmen kaum verhindern. Die natürliche Fluktuation durch Rente ist unvermeidbar und als gesund anzusehen.

Welche Rolle spielt die Generation Y/Z bei steigender Fluktuation?

Millennials (Generation Y) zeigen die höchste Wechselbereitschaft aller Generationen. 60% haben bereits in 2-4 verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Sie haben höhere Erwartungen an Sinnhaftigkeit der Arbeit, regelmäßiges Feedback und persönliche Entwicklung. Der Fachkräftemangel stärkt ihre Verhandlungsposition – wer begehrt ist, nutzt seine Optionen.

Wie wirkt sich Mitarbeiterengagement auf Fluktuation aus?

Nur 15% der Mitarbeitenden in Deutschland sind laut Gallup 2024 wirklich engagiert. Hoher Engagement senkt die Kündigungsrate um 59%. Jeder sechste Arbeitnehmer hat bereits innerlich gekündigt. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch mangelndes Engagement werden auf 118,4 Milliarden Euro jährlich geschätzt – ein enormes Einsparpotenzial für Unternehmen.

Fazit: Fluktuation verstehen und gezielt steuern

Mitarbeiterfluktuation ist ein natürlicher Teil der Personalarbeit, aber hohe Fluktuationsraten sind vermeidbar und teuer. Mit durchschnittlich 43.000 Euro pro Fall summieren sich die Kosten schnell zu Millionenbeträgen – Geld, das besser in Mitarbeiterbindung investiert werden sollte.

Der Schlüssel liegt in der Unterscheidung zwischen beeinflussbarer und unbeeinflussbarer Fluktuation. Während 8,6% der Abgänge unvermeidbar sind, können die 10% freiwilliger Kündigungen durch gezielte HR-Maßnahmen deutlich reduziert werden. Strukturiertes Onboarding, regelmäßiges Feedback, echte Entwicklungsmöglichkeiten und objektive Personalauswahl sind die wichtigsten Hebel.

Besonders wichtig: Fehlbesetzungen von Anfang an vermeiden. Wer bereits im Recruiting auf objektive, wissenschaftlich fundierte Auswahlverfahren setzt, reduziert das Risiko früher Fluktuation erheblich und spart langfristig Kosten.

Du möchtest Fehlbesetzungen reduzieren und durch objektive Personalauswahl die Fluktuation senken? Die digitale Plattform Aivy unterstützt dich mit wissenschaftlich validierten Assessments.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
Erfolgsgeschichten

Diese Resultate kannst du erwarten

Entdecke, welche Erfolge andere Unternehmen mit dem Einsatz von Aivy erzielen. Lass dich inspirieren und tu es ihnen gleich.

Viele innovative Arbeitgebende vertrauen bereits auf Aivy

Das sagen #HeRoes

„Durch die sehr hohe Rücklaufquote überzeugen und binden wir unsere Azubis früh im Bewerbungsprozess.“

Tamara Molitor
Ausbildungsleiterin bei Würth
Tamara Molitor

„Das Stärkenprofil spiegelt 1:1 unsere Erfahrung im persönlichen Gespräch.“

Wolfgang Böhm
Ausbildungsleiter bei DIEHL
Wolfgang Böhm Portrait

„Durch objektive Kriterien fördern wir Chancengleichheit und Diversität im Recruiting.“

Marie-Jo Goldmann
Head of HR bei nucao
Marie Jo Goldmann Portrait

Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

Carl-Christoph Fellinger
Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf
Christoph Feillinger Portrait

„Auswahlverfahren, die Spaß machen.“

Anna Miels
Manager Learning & Development bei apoproject
Anna Miels Portrait

„Bewerbende finden heraus, für welche Stelle sie die passenden Kompetenzen mitbringen.“

Jürgen Muthig
Leiter Berufsausbildung bei Fresenius
Jürgen Muthig Fresenius Portrait

„Versteckten Potenziale kennenlernen und Bewerber:innen gezielt aufbauen.“

Christian Schütz
HR Manager bei KU64
Christian Schuetz

Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne
Director People & Culture bei MCI Deutschland
Matthias Kühne

Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder
Head of HR bei Horn & Bauer
Theresa Schröder

„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
Kevin Jungbauer
Der Assistent, der Talent erkennt.

Unverbindlich ausprobieren

Werde zum HeRo 🦸 und erkenne mit Aivy wie gut Bewerbende zu euch passen – und das noch vor dem ersten Bewerbungsgespräch...