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Quiet Quitting – Definition, Ursachen & was HR tun kann

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Quiet Quitting – Definition, Ursachen & was HR tun kann

Quiet Quitting (dt. "stille Kündigung") bezeichnet eine Arbeitseinstellung, bei der Arbeitnehmer:innen nur noch das vertraglich Vereinbarte leisten – ohne Überstunden, zusätzliches Engagement oder ständige Erreichbarkeit. Der Begriff entstand 2022 auf TikTok und beschreibt weniger eine tatsächliche Kündigung als vielmehr "Dienst nach Vorschrift" mit Fokus auf Work-Life-Balance. Studien zeigen: In Deutschland handelt es sich eher um einen Social-Media-Hype als um einen nachweisbaren Trend – laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt es keine empirische Evidenz für eine Zunahme dieses Verhaltens.

Definition: Was ist Quiet Quitting?

Quiet Quitting bedeutet wörtlich übersetzt "stille Kündigung". Der Begriff ist jedoch irreführend, denn es geht nicht um eine tatsächliche Kündigung. Vielmehr bezeichnet Quiet Quitting eine Arbeitseinstellung, bei der Beschäftigte bewusst nur noch das leisten, was vertraglich vereinbart ist – nicht mehr und nicht weniger.

Im deutschen Sprachraum wird das Phänomen treffender als "Dienst nach Vorschrift" beschrieben. Mitarbeiter:innen, die Quiet Quitting praktizieren, machen keine Überstunden mehr, sind nach Feierabend nicht erreichbar und bringen sich nicht mit Eigeninitiative oder zusätzlichem Engagement ein. Die Arbeit wird erledigt, aber der Job nimmt keinen zentralen Stellenwert mehr im Leben ein.

Wortherkunft und Ursprung

Der englische Begriff setzt sich zusammen aus "quiet" (still, ruhig) und "quitting" (kündigen, aufhören). Bekannt wurde Quiet Quitting durch ein TikTok-Video des Software-Entwicklers Zaid Khan (@zaidleppelin) vom Juli 2022. In dem 17-sekündigen Video, das über 3,5 Millionen Aufrufe erzielte, definiert er das Konzept folgendermaßen: "Du kündigst nicht deinen Job, arbeitest aber nicht mehr als dein Vertrag vorsieht. Arbeit ist nicht dein Leben, dein Wert als Mensch definiert sich nicht über deine Produktivität."

Das Video ging viral und löste eine breite gesellschaftliche Diskussion aus – nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Besonders die Generation Z und jüngere Millennials griffen das Thema auf und verbreiteten es über Social Media.

Abgrenzung: Quiet Quitting vs. Innere Kündigung vs. Dienst nach Vorschrift

Die Begriffe Quiet Quitting, innere Kündigung und Dienst nach Vorschrift werden oft synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Phänomene. Hier die wichtigsten Unterschiede:

Quiet Quitting:

  • Arbeitseinstellung unabhängig vom konkreten Job
  • Keine Kündigungsabsicht
  • Bewusste Abgrenzung zugunsten Work-Life-Balance
  • Fokus auf Selbstschutz und persönliche Grenzen
  • Oft präventiv (bevor Überlastung entsteht)

Innere Kündigung:

  • Reaktion auf konkreten Auslöser (Konflikt, Enttäuschung, fehlende Perspektiven)
  • Mental bereits beim neuen Arbeitgeber
  • Bleibt nur wegen fehlender Alternativen
  • Emotionale Distanz und Frustration
  • Oft Vorstufe zur tatsächlichen Kündigung

Dienst nach Vorschrift:

  • Neutraler Begriff für vertragsgemäße Leistung
  • Keine emotionale Komponente
  • Kann positiv sein (Effizienz, klare Grenzen)
  • Historisch eher negativ konnotiert

Der Wirtschaftspsychologe Uwe P. Kanning erklärt: Quiet Quitting liegt zwischen emotionaler Verbundenheit und kühl kalkuliertem Eigennutz. Menschen im Zustand des Quiet Quitting setzen klare Grenzen zwischen beruflichem und privatem Leben, ohne zwangsläufig die emotionale Bindung an den Arbeitgeber zu verlieren.

Ursachen von Quiet Quitting

Warum entwickelt sich Quiet Quitting bei Mitarbeiter:innen? Die Ursachen sind vielfältig und oft eine Kombination mehrerer Faktoren:

Wertewandel bei Gen Z und Millennials

Ein zentraler Treiber ist der Generationswechsel in der Arbeitswelt. Während frühere Generationen oft die Devise "der Beruf geht vor" verinnerlicht haben, priorisieren jüngere Arbeitnehmer:innen andere Werte. Work-Life-Balance, Selbstverwirklichung und mentale Gesundheit stehen heute höher im Kurs als Karriere um jeden Preis.

Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann erklärt: Berufsanfänger:innen stoßen in Unternehmen auf eine durch ältere Generationen geprägte Tradition von Arbeitsmoral und Arbeitsstil – und finden diese nicht überzeugend. Die sogenannte "Hustle Culture", also die permanente Verfügbarkeit und das "immer höher, schneller, weiter", wird zunehmend hinterfragt.

Überforderung und Burnout-Prävention

Quiet Quitting kann auch eine Schutzreaktion sein. Wer über längere Zeit Überstunden leistet, ständig erreichbar sein muss oder sich ausgebrannt fühlt, zieht sich bewusst zurück. Laut Deloitte-Studie von 2024 leiden 50-51% der Beschäftigten in Deutschland unter Burnout-Symptomen. Die Arbeitspsychologin Karina Becker sieht Quiet Quitting daher auch als Selbstschutz: "Bevor man arbeitsbedingt krank wird, zieht man sich zurück auf das arbeitsvertraglich Definierte."

Fehlende Wertschätzung

Wenn Engagement nicht anerkannt wird, sinkt die Motivation. Laut der Job-Happiness-Studie vermissen mehr als 40% der Beschäftigten in Deutschland eine angemessene Wertschätzung für ihre Arbeitsleistung. Wer dauerhaft Mehrarbeit leistet, ohne dafür Anerkennung, Gehalt oder Beförderungen zu erhalten, stellt irgendwann die Sinnfrage: Warum soll ich mehr geben, als bezahlt wird?

Work-Life-Balance-Bedürfnis

Die Pandemie hat viele Menschen zum Umdenken bewegt. Laut Statistischem Bundesamt leisten 4,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland regelmäßig Überstunden – davon 22% unbezahlt. Gleichzeitig würde jede:r Zweite in Deutschland gerne weniger arbeiten. Quiet Quitting kann als Antwort auf diese Diskrepanz verstanden werden: ein bewusster Gegenentwurf zur unbezahlten Mehrarbeit.

Entfremdung von Unternehmen und Team

Homeoffice hat viele Vorteile gebracht, aber auch Nachteile: reduzierte Kontakte zu Kolleg:innen, gesunkener Zusammenhalt, weniger Teamarbeit. Diese Entfremdung kann dazu führen, dass Mitarbeiter:innen sich weniger mit dem Unternehmen und seinen Werten identifizieren – und entsprechend weniger bereit sind, sich über die Pflicht hinaus zu engagieren.

Quiet Quitting in Deutschland – Mythos oder Realität?

Ist Quiet Quitting tatsächlich ein wachsendes Problem in deutschen Unternehmen? Die Datenlage ist eindeutig: Nein.

IAB-Studie: Kein empirischer Trend

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat untersucht, ob die Pandemie einen Quiet-Quitting-Trend in Deutschland ausgelöst hat. Das Ergebnis ist klar: "Insgesamt liefern unsere Daten keine Evidenz für einen neuen Trend, wie er mit dem Schlagwort vom 'Quiet Quitting' verbunden wird."

Die Studie analysierte Daten von über 7.000 Beschäftigten aus privatwirtschaftlichen Unternehmen zwischen 2013 und 2021. Zwar nahmen die Identifikation mit der Tätigkeit und die Bindung an den Arbeitgeber zwischen 2013 und 2019 stetig ab – dieser Trend stoppte jedoch 2021 oder kehrte sich sogar um. Die Mitarbeiterbindung stieg während der Pandemie wieder deutlich an.

Gallup-Daten: Konstant seit Jahren

Der Gallup Engagement Index zeigt: In Deutschland machen etwa 69% der Beschäftigten "Dienst nach Vorschrift" – nur 14% sind emotional stark an ihr Unternehmen gebunden. Diese Zahlen sind jedoch seit Jahren konstant und kein neues Phänomen.

Interessant: Die IAB-Studie fand sogar heraus, dass Beschäftigte, die Beruf und Privates klar trennen, oft effizienter arbeiten. Die klare Abgrenzung führt also nicht zwangsläufig zu geringerer Produktivität.

Fazit: Social-Media-Hype statt neues Phänomen

Der Begriff "Quiet Quitting" ist neu, das Verhalten dahinter nicht. Es handelt sich um ein altbekanntes Phänomen, das durch TikTok einen neuen Namen und große mediale Aufmerksamkeit bekam. IAB-Ökonom Enzo Weber resümiert: "Quiet Quitting ist bisher in Deutschland kein ernstzunehmender Trend, aber eine latente Gefahr."

Anzeichen von Quiet Quitting erkennen

Wie erkennen Führungskräfte und HR-Verantwortliche, ob Mitarbeiter:innen Quiet Quitting betreiben? Folgende Verhaltensweisen können Hinweise sein:

  • Keine Überstunden mehr: Auch bezahlte Mehrarbeit wird abgelehnt
  • Pünktlicher Feierabend: Konsequent, ohne Ausnahmen
  • Fehlende Erreichbarkeit: Nach Dienstschluss keine Reaktion auf E-Mails oder Nachrichten
  • Minimale Kommunikation: Nur das Nötigste wird besprochen
  • Keine Eigeninitiative: Keine Verbesserungsvorschläge oder freiwillige Übernahme von Aufgaben
  • Rückzug aus Teamaktivitäten: Keine Teilnahme an freiwilligen Meetings, Team-Events oder sozialen Aktivitäten
  • Nur Pflichtaufgaben: Alles, was nicht explizit im Vertrag steht, wird vermieden

Wichtig: Diese Verhaltensweisen können auch Selbstschutz vor Burnout signalisieren. Führungskräfte sollten das Gespräch suchen, statt vorschnell zu urteilen.

Praktische Maßnahmen für HR und Führungskräfte

Wie können Unternehmen Quiet Quitting begegnen – oder am besten von vornherein verhindern? Hier sind konkrete Maßnahmen:

Kommunikation und Feedback fördern

Schafft eine Kultur, in der Mitarbeiter:innen ihre Bedenken offen äußern können. Regelmäßige Mitarbeitergespräche helfen, frühzeitig Unzufriedenheit oder Überlastung zu erkennen. Wichtig: Zuhören ist wichtiger als Rechtfertigen.

Wertschätzung zeigen

Anerkennung für gute Leistung muss nicht immer monetär sein. Auch ein persönliches Dankeschön, öffentliches Lob im Team oder kleine Gesten zeigen: Dein Einsatz wird gesehen. Langfristig müssen Engagement und Leistung aber auch in Gehalt, Boni und Beförderungen spürbar werden.

Work-Life-Balance unterstützen

Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, Vertrauensarbeitszeit – all das hilft Mitarbeiter:innen, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Wichtig: Überstunden sollten die Ausnahme bleiben, nicht die Regel. Unbezahlte Mehrarbeit darf nicht zur Normalität werden.

Sinnhaftigkeit der Arbeit vermitteln

Menschen wollen verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist. Erklärt den Zweck hinter Aufgaben, zeigt, wie individuelle Beiträge zum Unternehmenserfolg führen. Wenn Mitarbeiter:innen den Sinn ihrer Arbeit sehen, steigt auch die intrinsische Motivation.

Entwicklungsmöglichkeiten bieten

Stagnation demotiviert. Bietet klare Karriereperspektiven, Weiterbildungen und die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu entwickeln. Wer weiß, wohin die Reise gehen kann, ist eher bereit, sich zu engagieren.

Prävention: Bereits beim Recruiting ansetzen

Quiet Quitting lässt sich auch präventiv angehen – bereits bei der Personalauswahl. Wenn die Passung zwischen Person und Unternehmen von Anfang an stimmt, sinkt das Risiko späterer Unzufriedenheit. Objektive Eignungsdiagnostik kann dabei helfen, nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Werteorientierung und Arbeitspräferenzen zu erfassen. So entsteht ein besseres Matching zwischen Mitarbeiter:in und Unternehmenskultur – eine wichtige Grundlage für langfristige Zufriedenheit und Engagement.

Die digitale Plattform Aivy unterstützt HR-Teams mit wissenschaftlich validierten Assessments bei der objektiven Bewertung von Cultural Fit und Motivationsstrukturen. Mehr über objektive Eignungsdiagnostik und Cultural-Fit-Analysen erfahren.

Häufige Fragen zu Quiet Quitting

Was bedeutet Quiet Quitting auf Deutsch?

Wörtlich übersetzt bedeutet Quiet Quitting "stille Kündigung" – was jedoch irreführend ist, da keine tatsächliche Kündigung erfolgt. Treffender ist die Übersetzung "Dienst nach Vorschrift". Arbeitnehmer:innen leisten nur das vertraglich Vereinbarte: keine Überstunden, kein zusätzliches Engagement, pünktlicher Feierabend.

Ist Quiet Quitting das gleiche wie innere Kündigung?

Nein, es gibt wichtige Unterschiede. Bei der inneren Kündigung ist man mental bereits beim nächsten Arbeitgeber und bleibt nur noch wegen fehlender Alternativen im Job. Quiet Quitting hingegen bedeutet keine Kündigungsabsicht, sondern eine bewusste Abgrenzung zugunsten der Work-Life-Balance. Quiet Quitting ist eine Arbeitseinstellung unabhängig vom konkreten Job, während die innere Kündigung meist eine Reaktion auf einen konkreten Auslöser wie einen Konflikt oder eine Enttäuschung ist.

Ist Quiet Quitting in Deutschland ein echter Trend?

Laut IAB-Studie: Nein, es gibt keinen empirischen Beleg für eine Zunahme dieses Verhaltens bis 2021. Die Mitarbeiterbindung nahm zwar zwischen 2013 und 2019 ab, stieg aber ab 2021 wieder an. Gallup-Daten zeigen: 69% machen Dienst nach Vorschrift – aber diese Zahl ist seit Jahren konstant. Der Begriff ist neu, das Verhalten gab es schon immer. Fazit: Eher ein Social-Media-Hype als ein neues Phänomen.

Wie erkenne ich Quiet Quitting bei Mitarbeiter:innen?

Typische Anzeichen sind: keine Überstunden mehr (auch keine bezahlten), pünktlicher Feierabend ohne Ausnahmen, keine Erreichbarkeit nach Dienstschluss, minimale Kommunikation (nur das Nötigste), keine Eigeninitiative oder Verbesserungsvorschläge, keine Teilnahme an freiwilligen Meetings oder Events, Rückzug aus Teamaktivitäten. Achtung: Diese Verhaltensweisen können auch Selbstschutz vor Burnout sein – das Gespräch mit der betroffenen Person ist wichtig.

Was sind die Ursachen von Quiet Quitting?

Die Hauptursachen sind: Wertewandel (Gen Z und Millennials priorisieren Work-Life-Balance stärker), Überforderung durch ständige Mehrarbeit und Burnout-Gefahr, fehlende Wertschätzung (Engagement wird nicht anerkannt), allgemeine Unzufriedenheit mit Gehalt, Aufgaben oder Arbeitsklima, Übergriffigkeit des Arbeitgebers (zu viel unbezahlte Mehrarbeit wird erwartet) und Entfremdung durch Homeoffice, die die Bindung ans Team und Unternehmen reduziert.

Was kann ich als Arbeitgeber gegen Quiet Quitting tun?

Konkrete Maßnahmen sind: offene Kommunikation durch regelmäßige Mitarbeitergespräche fördern, Wertschätzung zeigen (Anerkennung für Leistung, faires Gehalt), Work-Life-Balance fördern (flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen), Sinn vermitteln (Mitarbeiter:innen verstehen lassen, warum ihre Arbeit wichtig ist), Entwicklungsmöglichkeiten bieten (Weiterbildung, Karriereperspektiven), Überstunden begrenzen (keine unbezahlte Mehrarbeit zur Norm machen) und Prävention bereits beim Recruiting (Cultural Fit und Motivation berücksichtigen).

Ist Quiet Quitting immer negativ für Unternehmen?

Nicht zwangsläufig – es kommt auf die Perspektive an. Positiv kann sein: Selbstschutz vor Burnout und gesunde Abgrenzung. Negativ sind: fehlende Innovation und geringere Produktivität bei Teamaufgaben. Die IAB-Studie zeigt sogar: Wer Beruf und Privates klar trennt, arbeitet oft effizienter. Ein Problem entsteht erst, wenn sich alle zurückziehen und niemand mehr Eigeninitiative zeigt.

Was ist Quiet Firing?

Quiet Firing ist das Gegenstück zu Quiet Quitting: Der Arbeitgeber drängt Mitarbeiter:innen subtil zur Kündigung. Beispiele sind: keine interessanten Aufgaben mehr zuteilen, Gehaltserhöhungen verweigern, systematische Ausgrenzung aus dem Team. Es ist kein neuer Trend, sondern nur ein neuer Begriff für ein altbekanntes Phänomen. Quiet Firing kann Quiet Quitting bei anderen Mitarbeiter:innen verstärken – ein Teufelskreis.

Fazit

Quiet Quitting ist kein neues Phänomen, sondern ein alter Begriff in neuem Gewand. Die IAB-Studie zeigt klar: In Deutschland gibt es keinen empirischen Beleg für einen wachsenden Trend. Was sich verändert hat, sind die Begrifflichkeit und die öffentliche Diskussion – angestoßen durch Social Media.

Für HR-Verantwortliche und Führungskräfte bedeutet das: Quiet Quitting sollte nicht verteufelt werden. Es ist oft ein Symptom tieferliegender Probleme wie fehlender Wertschätzung, Überforderung oder mangelnder Sinnhaftigkeit. Die Lösung liegt nicht darin, Mitarbeiter:innen zu mehr Engagement zu drängen, sondern die Ursachen zu verstehen und anzugehen: faire Arbeitsbedingungen schaffen, Wertschätzung zeigen, Work-Life-Balance ermöglichen.

Gleichzeitig können Unternehmen präventiv handeln – bereits bei der Personalauswahl. Wenn die Passung zwischen Person, Rolle und Unternehmenskultur von Anfang an stimmt, sinkt das Risiko späterer Unzufriedenheit erheblich.

Quellen

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Quiet Quitting – Definition, Ursachen & was HR tun kann

Quiet Quitting (dt. "stille Kündigung") bezeichnet eine Arbeitseinstellung, bei der Arbeitnehmer:innen nur noch das vertraglich Vereinbarte leisten – ohne Überstunden, zusätzliches Engagement oder ständige Erreichbarkeit. Der Begriff entstand 2022 auf TikTok und beschreibt weniger eine tatsächliche Kündigung als vielmehr "Dienst nach Vorschrift" mit Fokus auf Work-Life-Balance. Studien zeigen: In Deutschland handelt es sich eher um einen Social-Media-Hype als um einen nachweisbaren Trend – laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt es keine empirische Evidenz für eine Zunahme dieses Verhaltens.

Definition: Was ist Quiet Quitting?

Quiet Quitting bedeutet wörtlich übersetzt "stille Kündigung". Der Begriff ist jedoch irreführend, denn es geht nicht um eine tatsächliche Kündigung. Vielmehr bezeichnet Quiet Quitting eine Arbeitseinstellung, bei der Beschäftigte bewusst nur noch das leisten, was vertraglich vereinbart ist – nicht mehr und nicht weniger.

Im deutschen Sprachraum wird das Phänomen treffender als "Dienst nach Vorschrift" beschrieben. Mitarbeiter:innen, die Quiet Quitting praktizieren, machen keine Überstunden mehr, sind nach Feierabend nicht erreichbar und bringen sich nicht mit Eigeninitiative oder zusätzlichem Engagement ein. Die Arbeit wird erledigt, aber der Job nimmt keinen zentralen Stellenwert mehr im Leben ein.

Wortherkunft und Ursprung

Der englische Begriff setzt sich zusammen aus "quiet" (still, ruhig) und "quitting" (kündigen, aufhören). Bekannt wurde Quiet Quitting durch ein TikTok-Video des Software-Entwicklers Zaid Khan (@zaidleppelin) vom Juli 2022. In dem 17-sekündigen Video, das über 3,5 Millionen Aufrufe erzielte, definiert er das Konzept folgendermaßen: "Du kündigst nicht deinen Job, arbeitest aber nicht mehr als dein Vertrag vorsieht. Arbeit ist nicht dein Leben, dein Wert als Mensch definiert sich nicht über deine Produktivität."

Das Video ging viral und löste eine breite gesellschaftliche Diskussion aus – nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Besonders die Generation Z und jüngere Millennials griffen das Thema auf und verbreiteten es über Social Media.

Abgrenzung: Quiet Quitting vs. Innere Kündigung vs. Dienst nach Vorschrift

Die Begriffe Quiet Quitting, innere Kündigung und Dienst nach Vorschrift werden oft synonym verwendet, beschreiben aber unterschiedliche Phänomene. Hier die wichtigsten Unterschiede:

Quiet Quitting:

  • Arbeitseinstellung unabhängig vom konkreten Job
  • Keine Kündigungsabsicht
  • Bewusste Abgrenzung zugunsten Work-Life-Balance
  • Fokus auf Selbstschutz und persönliche Grenzen
  • Oft präventiv (bevor Überlastung entsteht)

Innere Kündigung:

  • Reaktion auf konkreten Auslöser (Konflikt, Enttäuschung, fehlende Perspektiven)
  • Mental bereits beim neuen Arbeitgeber
  • Bleibt nur wegen fehlender Alternativen
  • Emotionale Distanz und Frustration
  • Oft Vorstufe zur tatsächlichen Kündigung

Dienst nach Vorschrift:

  • Neutraler Begriff für vertragsgemäße Leistung
  • Keine emotionale Komponente
  • Kann positiv sein (Effizienz, klare Grenzen)
  • Historisch eher negativ konnotiert

Der Wirtschaftspsychologe Uwe P. Kanning erklärt: Quiet Quitting liegt zwischen emotionaler Verbundenheit und kühl kalkuliertem Eigennutz. Menschen im Zustand des Quiet Quitting setzen klare Grenzen zwischen beruflichem und privatem Leben, ohne zwangsläufig die emotionale Bindung an den Arbeitgeber zu verlieren.

Ursachen von Quiet Quitting

Warum entwickelt sich Quiet Quitting bei Mitarbeiter:innen? Die Ursachen sind vielfältig und oft eine Kombination mehrerer Faktoren:

Wertewandel bei Gen Z und Millennials

Ein zentraler Treiber ist der Generationswechsel in der Arbeitswelt. Während frühere Generationen oft die Devise "der Beruf geht vor" verinnerlicht haben, priorisieren jüngere Arbeitnehmer:innen andere Werte. Work-Life-Balance, Selbstverwirklichung und mentale Gesundheit stehen heute höher im Kurs als Karriere um jeden Preis.

Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann erklärt: Berufsanfänger:innen stoßen in Unternehmen auf eine durch ältere Generationen geprägte Tradition von Arbeitsmoral und Arbeitsstil – und finden diese nicht überzeugend. Die sogenannte "Hustle Culture", also die permanente Verfügbarkeit und das "immer höher, schneller, weiter", wird zunehmend hinterfragt.

Überforderung und Burnout-Prävention

Quiet Quitting kann auch eine Schutzreaktion sein. Wer über längere Zeit Überstunden leistet, ständig erreichbar sein muss oder sich ausgebrannt fühlt, zieht sich bewusst zurück. Laut Deloitte-Studie von 2024 leiden 50-51% der Beschäftigten in Deutschland unter Burnout-Symptomen. Die Arbeitspsychologin Karina Becker sieht Quiet Quitting daher auch als Selbstschutz: "Bevor man arbeitsbedingt krank wird, zieht man sich zurück auf das arbeitsvertraglich Definierte."

Fehlende Wertschätzung

Wenn Engagement nicht anerkannt wird, sinkt die Motivation. Laut der Job-Happiness-Studie vermissen mehr als 40% der Beschäftigten in Deutschland eine angemessene Wertschätzung für ihre Arbeitsleistung. Wer dauerhaft Mehrarbeit leistet, ohne dafür Anerkennung, Gehalt oder Beförderungen zu erhalten, stellt irgendwann die Sinnfrage: Warum soll ich mehr geben, als bezahlt wird?

Work-Life-Balance-Bedürfnis

Die Pandemie hat viele Menschen zum Umdenken bewegt. Laut Statistischem Bundesamt leisten 4,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland regelmäßig Überstunden – davon 22% unbezahlt. Gleichzeitig würde jede:r Zweite in Deutschland gerne weniger arbeiten. Quiet Quitting kann als Antwort auf diese Diskrepanz verstanden werden: ein bewusster Gegenentwurf zur unbezahlten Mehrarbeit.

Entfremdung von Unternehmen und Team

Homeoffice hat viele Vorteile gebracht, aber auch Nachteile: reduzierte Kontakte zu Kolleg:innen, gesunkener Zusammenhalt, weniger Teamarbeit. Diese Entfremdung kann dazu führen, dass Mitarbeiter:innen sich weniger mit dem Unternehmen und seinen Werten identifizieren – und entsprechend weniger bereit sind, sich über die Pflicht hinaus zu engagieren.

Quiet Quitting in Deutschland – Mythos oder Realität?

Ist Quiet Quitting tatsächlich ein wachsendes Problem in deutschen Unternehmen? Die Datenlage ist eindeutig: Nein.

IAB-Studie: Kein empirischer Trend

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat untersucht, ob die Pandemie einen Quiet-Quitting-Trend in Deutschland ausgelöst hat. Das Ergebnis ist klar: "Insgesamt liefern unsere Daten keine Evidenz für einen neuen Trend, wie er mit dem Schlagwort vom 'Quiet Quitting' verbunden wird."

Die Studie analysierte Daten von über 7.000 Beschäftigten aus privatwirtschaftlichen Unternehmen zwischen 2013 und 2021. Zwar nahmen die Identifikation mit der Tätigkeit und die Bindung an den Arbeitgeber zwischen 2013 und 2019 stetig ab – dieser Trend stoppte jedoch 2021 oder kehrte sich sogar um. Die Mitarbeiterbindung stieg während der Pandemie wieder deutlich an.

Gallup-Daten: Konstant seit Jahren

Der Gallup Engagement Index zeigt: In Deutschland machen etwa 69% der Beschäftigten "Dienst nach Vorschrift" – nur 14% sind emotional stark an ihr Unternehmen gebunden. Diese Zahlen sind jedoch seit Jahren konstant und kein neues Phänomen.

Interessant: Die IAB-Studie fand sogar heraus, dass Beschäftigte, die Beruf und Privates klar trennen, oft effizienter arbeiten. Die klare Abgrenzung führt also nicht zwangsläufig zu geringerer Produktivität.

Fazit: Social-Media-Hype statt neues Phänomen

Der Begriff "Quiet Quitting" ist neu, das Verhalten dahinter nicht. Es handelt sich um ein altbekanntes Phänomen, das durch TikTok einen neuen Namen und große mediale Aufmerksamkeit bekam. IAB-Ökonom Enzo Weber resümiert: "Quiet Quitting ist bisher in Deutschland kein ernstzunehmender Trend, aber eine latente Gefahr."

Anzeichen von Quiet Quitting erkennen

Wie erkennen Führungskräfte und HR-Verantwortliche, ob Mitarbeiter:innen Quiet Quitting betreiben? Folgende Verhaltensweisen können Hinweise sein:

  • Keine Überstunden mehr: Auch bezahlte Mehrarbeit wird abgelehnt
  • Pünktlicher Feierabend: Konsequent, ohne Ausnahmen
  • Fehlende Erreichbarkeit: Nach Dienstschluss keine Reaktion auf E-Mails oder Nachrichten
  • Minimale Kommunikation: Nur das Nötigste wird besprochen
  • Keine Eigeninitiative: Keine Verbesserungsvorschläge oder freiwillige Übernahme von Aufgaben
  • Rückzug aus Teamaktivitäten: Keine Teilnahme an freiwilligen Meetings, Team-Events oder sozialen Aktivitäten
  • Nur Pflichtaufgaben: Alles, was nicht explizit im Vertrag steht, wird vermieden

Wichtig: Diese Verhaltensweisen können auch Selbstschutz vor Burnout signalisieren. Führungskräfte sollten das Gespräch suchen, statt vorschnell zu urteilen.

Praktische Maßnahmen für HR und Führungskräfte

Wie können Unternehmen Quiet Quitting begegnen – oder am besten von vornherein verhindern? Hier sind konkrete Maßnahmen:

Kommunikation und Feedback fördern

Schafft eine Kultur, in der Mitarbeiter:innen ihre Bedenken offen äußern können. Regelmäßige Mitarbeitergespräche helfen, frühzeitig Unzufriedenheit oder Überlastung zu erkennen. Wichtig: Zuhören ist wichtiger als Rechtfertigen.

Wertschätzung zeigen

Anerkennung für gute Leistung muss nicht immer monetär sein. Auch ein persönliches Dankeschön, öffentliches Lob im Team oder kleine Gesten zeigen: Dein Einsatz wird gesehen. Langfristig müssen Engagement und Leistung aber auch in Gehalt, Boni und Beförderungen spürbar werden.

Work-Life-Balance unterstützen

Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, Vertrauensarbeitszeit – all das hilft Mitarbeiter:innen, Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Wichtig: Überstunden sollten die Ausnahme bleiben, nicht die Regel. Unbezahlte Mehrarbeit darf nicht zur Normalität werden.

Sinnhaftigkeit der Arbeit vermitteln

Menschen wollen verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist. Erklärt den Zweck hinter Aufgaben, zeigt, wie individuelle Beiträge zum Unternehmenserfolg führen. Wenn Mitarbeiter:innen den Sinn ihrer Arbeit sehen, steigt auch die intrinsische Motivation.

Entwicklungsmöglichkeiten bieten

Stagnation demotiviert. Bietet klare Karriereperspektiven, Weiterbildungen und die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu entwickeln. Wer weiß, wohin die Reise gehen kann, ist eher bereit, sich zu engagieren.

Prävention: Bereits beim Recruiting ansetzen

Quiet Quitting lässt sich auch präventiv angehen – bereits bei der Personalauswahl. Wenn die Passung zwischen Person und Unternehmen von Anfang an stimmt, sinkt das Risiko späterer Unzufriedenheit. Objektive Eignungsdiagnostik kann dabei helfen, nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Werteorientierung und Arbeitspräferenzen zu erfassen. So entsteht ein besseres Matching zwischen Mitarbeiter:in und Unternehmenskultur – eine wichtige Grundlage für langfristige Zufriedenheit und Engagement.

Die digitale Plattform Aivy unterstützt HR-Teams mit wissenschaftlich validierten Assessments bei der objektiven Bewertung von Cultural Fit und Motivationsstrukturen. Mehr über objektive Eignungsdiagnostik und Cultural-Fit-Analysen erfahren.

Häufige Fragen zu Quiet Quitting

Was bedeutet Quiet Quitting auf Deutsch?

Wörtlich übersetzt bedeutet Quiet Quitting "stille Kündigung" – was jedoch irreführend ist, da keine tatsächliche Kündigung erfolgt. Treffender ist die Übersetzung "Dienst nach Vorschrift". Arbeitnehmer:innen leisten nur das vertraglich Vereinbarte: keine Überstunden, kein zusätzliches Engagement, pünktlicher Feierabend.

Ist Quiet Quitting das gleiche wie innere Kündigung?

Nein, es gibt wichtige Unterschiede. Bei der inneren Kündigung ist man mental bereits beim nächsten Arbeitgeber und bleibt nur noch wegen fehlender Alternativen im Job. Quiet Quitting hingegen bedeutet keine Kündigungsabsicht, sondern eine bewusste Abgrenzung zugunsten der Work-Life-Balance. Quiet Quitting ist eine Arbeitseinstellung unabhängig vom konkreten Job, während die innere Kündigung meist eine Reaktion auf einen konkreten Auslöser wie einen Konflikt oder eine Enttäuschung ist.

Ist Quiet Quitting in Deutschland ein echter Trend?

Laut IAB-Studie: Nein, es gibt keinen empirischen Beleg für eine Zunahme dieses Verhaltens bis 2021. Die Mitarbeiterbindung nahm zwar zwischen 2013 und 2019 ab, stieg aber ab 2021 wieder an. Gallup-Daten zeigen: 69% machen Dienst nach Vorschrift – aber diese Zahl ist seit Jahren konstant. Der Begriff ist neu, das Verhalten gab es schon immer. Fazit: Eher ein Social-Media-Hype als ein neues Phänomen.

Wie erkenne ich Quiet Quitting bei Mitarbeiter:innen?

Typische Anzeichen sind: keine Überstunden mehr (auch keine bezahlten), pünktlicher Feierabend ohne Ausnahmen, keine Erreichbarkeit nach Dienstschluss, minimale Kommunikation (nur das Nötigste), keine Eigeninitiative oder Verbesserungsvorschläge, keine Teilnahme an freiwilligen Meetings oder Events, Rückzug aus Teamaktivitäten. Achtung: Diese Verhaltensweisen können auch Selbstschutz vor Burnout sein – das Gespräch mit der betroffenen Person ist wichtig.

Was sind die Ursachen von Quiet Quitting?

Die Hauptursachen sind: Wertewandel (Gen Z und Millennials priorisieren Work-Life-Balance stärker), Überforderung durch ständige Mehrarbeit und Burnout-Gefahr, fehlende Wertschätzung (Engagement wird nicht anerkannt), allgemeine Unzufriedenheit mit Gehalt, Aufgaben oder Arbeitsklima, Übergriffigkeit des Arbeitgebers (zu viel unbezahlte Mehrarbeit wird erwartet) und Entfremdung durch Homeoffice, die die Bindung ans Team und Unternehmen reduziert.

Was kann ich als Arbeitgeber gegen Quiet Quitting tun?

Konkrete Maßnahmen sind: offene Kommunikation durch regelmäßige Mitarbeitergespräche fördern, Wertschätzung zeigen (Anerkennung für Leistung, faires Gehalt), Work-Life-Balance fördern (flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen), Sinn vermitteln (Mitarbeiter:innen verstehen lassen, warum ihre Arbeit wichtig ist), Entwicklungsmöglichkeiten bieten (Weiterbildung, Karriereperspektiven), Überstunden begrenzen (keine unbezahlte Mehrarbeit zur Norm machen) und Prävention bereits beim Recruiting (Cultural Fit und Motivation berücksichtigen).

Ist Quiet Quitting immer negativ für Unternehmen?

Nicht zwangsläufig – es kommt auf die Perspektive an. Positiv kann sein: Selbstschutz vor Burnout und gesunde Abgrenzung. Negativ sind: fehlende Innovation und geringere Produktivität bei Teamaufgaben. Die IAB-Studie zeigt sogar: Wer Beruf und Privates klar trennt, arbeitet oft effizienter. Ein Problem entsteht erst, wenn sich alle zurückziehen und niemand mehr Eigeninitiative zeigt.

Was ist Quiet Firing?

Quiet Firing ist das Gegenstück zu Quiet Quitting: Der Arbeitgeber drängt Mitarbeiter:innen subtil zur Kündigung. Beispiele sind: keine interessanten Aufgaben mehr zuteilen, Gehaltserhöhungen verweigern, systematische Ausgrenzung aus dem Team. Es ist kein neuer Trend, sondern nur ein neuer Begriff für ein altbekanntes Phänomen. Quiet Firing kann Quiet Quitting bei anderen Mitarbeiter:innen verstärken – ein Teufelskreis.

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Quiet Quitting ist kein neues Phänomen, sondern ein alter Begriff in neuem Gewand. Die IAB-Studie zeigt klar: In Deutschland gibt es keinen empirischen Beleg für einen wachsenden Trend. Was sich verändert hat, sind die Begrifflichkeit und die öffentliche Diskussion – angestoßen durch Social Media.

Für HR-Verantwortliche und Führungskräfte bedeutet das: Quiet Quitting sollte nicht verteufelt werden. Es ist oft ein Symptom tieferliegender Probleme wie fehlender Wertschätzung, Überforderung oder mangelnder Sinnhaftigkeit. Die Lösung liegt nicht darin, Mitarbeiter:innen zu mehr Engagement zu drängen, sondern die Ursachen zu verstehen und anzugehen: faire Arbeitsbedingungen schaffen, Wertschätzung zeigen, Work-Life-Balance ermöglichen.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Leiter Berufsausbildung bei Fresenius
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HR Manager bei KU64
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Spart Zeit und macht viel Spaß bei der täglichen Arbeit.“

Matthias Kühne
Director People & Culture bei MCI Deutschland
Matthias Kühne

Ansprechende Candidate Experience durch Kommunikation auf Augenhöhe.“

Theresa Schröder
Head of HR bei Horn & Bauer
Theresa Schröder

„Sehr solide, wissenschaftlich fundiert, auch aus Kandidatensicht innovativ und in Summe einfach toll durchdacht.“

Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
Kevin Jungbauer
Der Assistent, der Talent erkennt.

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