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Lernkultur – Definition, Bedeutung & Aufbau im Unternehmen

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Lernkultur – Definition, Bedeutung & Aufbau im Unternehmen

Lernkultur beschreibt die Werte, Einstellungen und Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie ein Unternehmen mit Lernen, Weiterentwicklung und Fehlern umgeht. Eine positive Lernkultur fördert kontinuierliches, selbstgesteuertes Lernen und macht Weiterbildung zum natürlichen Teil des Arbeitsalltags. Sie ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und ein wichtiger Faktor im Employer Branding.

Was ist Lernkultur? – Definition

Lernkultur bezeichnet die Gesamtheit aller Wertvorstellungen, Denkmuster, Handlungsweisen und Rahmenbedingungen einer Organisation hinsichtlich der Förderung und Pflege von Lernen. Sie zeigt den Stellenwert, den Lernen im Unternehmen einnimmt, und umfasst sowohl förderliche als auch hemmende Faktoren.

Oberflächen- und Tiefenstruktur

Die Lernkultur besteht aus zwei Ebenen: Die Oberflächenstruktur umfasst sichtbare Elemente wie Weiterbildungsangebote, Lernplattformen und Schulungsformate. Die Tiefenstruktur hingegen betrifft die zugrundeliegenden Werte – etwa den Umgang mit Fehlern, die Eigenverantwortung beim Lernen und die Haltung gegenüber Veränderungen.

Abgrenzung zur Unternehmenskultur

Während die Unternehmenskultur alle gemeinsamen Normen, Werte und Einstellungen umfasst, fokussiert sich die Lernkultur spezifisch darauf, wie Mitarbeitende neues Wissen erwerben, anwenden und reflektieren. Die Lernkultur ist somit ein Teilbereich der Unternehmenskultur – aber ein besonders wichtiger: Wie der Management-Vordenker Peter Drucker formulierte, "frisst Kultur die Strategie zum Frühstück". Das gilt auch für die Lernkultur.

Warum Lernkultur heute wichtiger ist denn je

Digitale Transformation und Wissenswandel

Die Halbwertszeit von Wissen sinkt rapide. Durch die digitale Transformation ändern sich Berufsbilder, Prozesse und benötigte Kompetenzen in immer kürzeren Zyklen. Künstliche Intelligenz beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich. Das klassische Modell – einmal ausgebildet, dann jahrzehntelang arbeitsfähig – funktioniert nicht mehr. Unternehmen brauchen Mitarbeitende, die sich kontinuierlich anpassen können.

Fachkräftemangel und Employer Branding

Laut der Weiterbildungsstudie 2024 von Bitkom und HRpepper bewerten 74 Prozent der Befragten Weiterbildungen zu digitalen Technologien als wichtig für ihre berufliche Entwicklung. Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zu den Top-Prioritäten bei der Jobwahl – besonders für jüngere Fachkräfte. Eine ausgeprägte Lernkultur ist damit ein handfester Wettbewerbsvorteil im Recruiting.

Hier zeigt sich auch die Verbindung zwischen Lernkultur und stärkenbasierter Personalentwicklung: Wer die individuellen Potenziale von Mitarbeitenden kennt, kann Entwicklungsmaßnahmen gezielter einsetzen. Digitale Diagnostik-Tools wie die Plattform Aivy helfen dabei, Stärkenprofile zu erstellen und Lernbedarfe systematisch zu identifizieren.

Studienergebnisse: Was Mitarbeitende erwarten

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Befragten wünschen sich laut Bitkom-Studie Zeit für gezielte Weiterbildung neben den Kernaufgaben. 88 Prozent möchten im Austausch mit Kolleg:innen lernen. Gleichzeitig zeigt der L&D Monitor 2024 von Studytube, dass nur 33 Prozent der Führungskräfte über klare Regeln verfügen, wie und wann sie sich weiterbilden können. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf.

Merkmale einer positiven Lernkultur

Psychologische Sicherheit und Fehlerkultur

Lernen bedeutet zwangsläufig, Fehler zu machen. Ohne psychologische Sicherheit – also ein Arbeitsklima, in dem Mitarbeitende sich trauen, Risiken einzugehen und Unwissen zuzugeben – bleibt echtes Lernen aus. Teams, die offen über Fehler sprechen, wiederholen diese seltener und entwickeln kreativere Lösungen. Eine positive Fehlerkultur ist damit das Fundament jeder funktionierenden Lernkultur.

Führungskräfte als Lernvorbilder

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle. Die Bitkom-Studie zeigt: 42 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung von ihrer Führungskraft bei der Auswahl geeigneter Weiterbildungsmaßnahmen. Besonders jüngere Beschäftigte nehmen ihre Vorgesetzten als Vorbilder beim Lernen wahr. Führungskräfte müssen daher selbst Lernbereitschaft demonstrieren und aktiv Zeit für die eigene Weiterentwicklung einplanen.

Lernen im Arbeitsalltag (Flow of Work)

Moderne Lernkultur bedeutet nicht mehr nur das jährliche Seminar. Lernen findet zunehmend im "Flow of Work" statt – also genau dann, wenn Mitarbeitende es brauchen. Das erfordert flexible, digitale Lernformate und eine Unternehmenskultur, die informelles Lernen wertschätzt. Die klassische eintägige Pflichtschulung wird durch kontinuierliches Mikrolernen ergänzt oder ersetzt.

Lernkultur aufbauen: 5 praktische Schritte

Das Impulspapier "Für eine zukunftsfähige Lernkultur im Unternehmen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) empfiehlt einen systematischen Ansatz auf drei Ebenen. Daraus lassen sich fünf konkrete Schritte ableiten:

  1. Lernkultur zur Chefsache machen: Die Geschäftsleitung muss die Bedeutung von aktivem Lernen sichtbar kommunizieren und Ressourcen bereitstellen. Ohne Commitment von oben bleibt jede Initiative wirkungslos.
  2. Führungskräfte befähigen: Führungskräfte brauchen selbst Entwicklungsangebote und klare Erwartungen an ihre Rolle als Lernbegleiter:innen. Sie sollten eigene Lernprozesse transparent machen und "Lessons Learned Sessions" im Team etablieren.
  3. Barrieren abbauen: Zeit ist der größte Engpass. Unternehmen müssen explizit Lernzeit einräumen und Wissenstransfer zwischen Abteilungen erleichtern. Starre Hierarchien und Silos verhindern den freien Wissensfluss.
  4. Lernformate modernisieren: Digitale Lernplattformen, Microlearning und kollaboratives Lernen im Team ergänzen klassische Seminare. Laut Bitkom-Studie erwarten 66 Prozent der Befragten, dass KI-basierte Trainings in fünf Jahren Standard sein werden.
  5. Fehlerkultur etablieren: Offene Kommunikation über Misserfolge gehört zur Lernkultur. Als Führungskraft kannst du vorangehen, indem du eigene Fehler ansprichst und mutiges Experimentieren belohnst statt zu sanktionieren.

Lernkultur messen: KPIs und Indikatoren

Wie erkennst du, ob deine Lernkultur funktioniert? Folgende Kennzahlen geben Orientierung:

  • Weiterbildungsquote: Anteil der Mitarbeitenden, die an Weiterbildungen teilnehmen
  • Lernstunden pro Mitarbeiter:in: Durchschnittliche Zeit für formales und informelles Lernen
  • Nutzungsraten von Lernangeboten: Wie intensiv werden bereitgestellte Plattformen genutzt?
  • Mitarbeiterbefragungen: Wahrgenommene Lernmöglichkeiten und psychologische Sicherheit
  • Transfererfolg: Wird Gelerntes im Arbeitsalltag angewendet?

Regelmäßige Pulsbefragungen zum Thema Lernen helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Häufige Fragen zur Lernkultur

Was ist Lernkultur?

Lernkultur bezeichnet die Gesamtheit aller Werte, Einstellungen und Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie eine Organisation mit Lernen und Weiterentwicklung umgeht. Sie umfasst sowohl sichtbare Strukturen wie Schulungsangebote als auch die zugrundeliegenden Überzeugungen, etwa zum Umgang mit Fehlern.

Warum ist eine positive Lernkultur wichtig?

Eine positive Lernkultur sichert die Wettbewerbsfähigkeit durch aktuelle Kompetenzen, macht Unternehmen attraktiv für Fachkräfte und fördert Innovation sowie Anpassungsfähigkeit. Laut Bitkom-Studie 2024 bewerten 74 Prozent der Berufstätigen digitale Weiterbildungen als wichtig für ihre Karriere.

Was ist der Unterschied zwischen Lernkultur und Unternehmenskultur?

Die Unternehmenskultur umfasst alle gemeinsamen Werte und Verhaltensweisen einer Organisation. Die Lernkultur ist ein spezifischer Teilbereich, der sich auf den Umgang mit Wissen, Lernen und Weiterentwicklung konzentriert.

Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Lernkultur?

Führungskräfte haben eine zentrale Vorbildfunktion. Sie schaffen Rahmenbedingungen für selbstgesteuertes Lernen, räumen Zeit für Weiterbildung ein und demonstrieren eigene Lernbereitschaft. 42 Prozent der Mitarbeitenden wünschen sich mehr Unterstützung bei der Weiterbildungswahl.

Wie baue ich eine Lernkultur im Unternehmen auf?

Die wichtigsten Schritte: Führungsebene einbinden, Führungskräfte als Lernvorbilder befähigen, Zeit und Ressourcen bereitstellen, moderne Lernformate anbieten und eine offene Fehlerkultur etablieren.

Was ist der Zusammenhang zwischen Lernkultur und Fehlerkultur?

Lernen erfordert das Ausprobieren neuer Ansätze – und damit das Risiko von Fehlern. Ohne psychologische Sicherheit trauen sich Mitarbeitende nicht, Neues zu wagen. Eine offene Fehlerkultur ist daher die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Lernkultur.

Wie messe ich die Lernkultur in meinem Unternehmen?

Wichtige Indikatoren sind Weiterbildungsquote, Lernstunden pro Kopf, Nutzungsraten von Lernplattformen und Mitarbeiterbefragungen zur wahrgenommenen Lernkultur und psychologischen Sicherheit.

Fazit

Lernkultur ist kein "Nice-to-have", sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. In einer Arbeitswelt, die von Digitalisierung, Fachkräftemangel und schnellem Wissenswandel geprägt ist, entscheidet sie darüber, ob Unternehmen mit der Veränderung Schritt halten können. Der Aufbau einer positiven Lernkultur erfordert Engagement auf allen Ebenen – von der Geschäftsführung über die Führungskräfte bis hin zu jedem einzelnen Teammitglied.

Die gute Nachricht: Der Wandel beginnt mit kleinen Schritten. Eine "Lessons Learned Session" nach dem nächsten Projekt, offen über eigene Fehler sprechen, explizit Zeit für Weiterbildung einräumen – solche Maßnahmen kosten wenig und wirken viel.

Du möchtest die Stärken und Potenziale deiner Mitarbeitenden systematisch erfassen, um Entwicklungsmaßnahmen gezielter einzusetzen? Erfahre mehr über stärkenbasierte Personalentwicklung mit Aivy

Quellen

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Lernkultur – Definition, Bedeutung & Aufbau im Unternehmen

Lernkultur beschreibt die Werte, Einstellungen und Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie ein Unternehmen mit Lernen, Weiterentwicklung und Fehlern umgeht. Eine positive Lernkultur fördert kontinuierliches, selbstgesteuertes Lernen und macht Weiterbildung zum natürlichen Teil des Arbeitsalltags. Sie ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und ein wichtiger Faktor im Employer Branding.

Was ist Lernkultur? – Definition

Lernkultur bezeichnet die Gesamtheit aller Wertvorstellungen, Denkmuster, Handlungsweisen und Rahmenbedingungen einer Organisation hinsichtlich der Förderung und Pflege von Lernen. Sie zeigt den Stellenwert, den Lernen im Unternehmen einnimmt, und umfasst sowohl förderliche als auch hemmende Faktoren.

Oberflächen- und Tiefenstruktur

Die Lernkultur besteht aus zwei Ebenen: Die Oberflächenstruktur umfasst sichtbare Elemente wie Weiterbildungsangebote, Lernplattformen und Schulungsformate. Die Tiefenstruktur hingegen betrifft die zugrundeliegenden Werte – etwa den Umgang mit Fehlern, die Eigenverantwortung beim Lernen und die Haltung gegenüber Veränderungen.

Abgrenzung zur Unternehmenskultur

Während die Unternehmenskultur alle gemeinsamen Normen, Werte und Einstellungen umfasst, fokussiert sich die Lernkultur spezifisch darauf, wie Mitarbeitende neues Wissen erwerben, anwenden und reflektieren. Die Lernkultur ist somit ein Teilbereich der Unternehmenskultur – aber ein besonders wichtiger: Wie der Management-Vordenker Peter Drucker formulierte, "frisst Kultur die Strategie zum Frühstück". Das gilt auch für die Lernkultur.

Warum Lernkultur heute wichtiger ist denn je

Digitale Transformation und Wissenswandel

Die Halbwertszeit von Wissen sinkt rapide. Durch die digitale Transformation ändern sich Berufsbilder, Prozesse und benötigte Kompetenzen in immer kürzeren Zyklen. Künstliche Intelligenz beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich. Das klassische Modell – einmal ausgebildet, dann jahrzehntelang arbeitsfähig – funktioniert nicht mehr. Unternehmen brauchen Mitarbeitende, die sich kontinuierlich anpassen können.

Fachkräftemangel und Employer Branding

Laut der Weiterbildungsstudie 2024 von Bitkom und HRpepper bewerten 74 Prozent der Befragten Weiterbildungen zu digitalen Technologien als wichtig für ihre berufliche Entwicklung. Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zu den Top-Prioritäten bei der Jobwahl – besonders für jüngere Fachkräfte. Eine ausgeprägte Lernkultur ist damit ein handfester Wettbewerbsvorteil im Recruiting.

Hier zeigt sich auch die Verbindung zwischen Lernkultur und stärkenbasierter Personalentwicklung: Wer die individuellen Potenziale von Mitarbeitenden kennt, kann Entwicklungsmaßnahmen gezielter einsetzen. Digitale Diagnostik-Tools wie die Plattform Aivy helfen dabei, Stärkenprofile zu erstellen und Lernbedarfe systematisch zu identifizieren.

Studienergebnisse: Was Mitarbeitende erwarten

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Befragten wünschen sich laut Bitkom-Studie Zeit für gezielte Weiterbildung neben den Kernaufgaben. 88 Prozent möchten im Austausch mit Kolleg:innen lernen. Gleichzeitig zeigt der L&D Monitor 2024 von Studytube, dass nur 33 Prozent der Führungskräfte über klare Regeln verfügen, wie und wann sie sich weiterbilden können. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf.

Merkmale einer positiven Lernkultur

Psychologische Sicherheit und Fehlerkultur

Lernen bedeutet zwangsläufig, Fehler zu machen. Ohne psychologische Sicherheit – also ein Arbeitsklima, in dem Mitarbeitende sich trauen, Risiken einzugehen und Unwissen zuzugeben – bleibt echtes Lernen aus. Teams, die offen über Fehler sprechen, wiederholen diese seltener und entwickeln kreativere Lösungen. Eine positive Fehlerkultur ist damit das Fundament jeder funktionierenden Lernkultur.

Führungskräfte als Lernvorbilder

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle. Die Bitkom-Studie zeigt: 42 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung von ihrer Führungskraft bei der Auswahl geeigneter Weiterbildungsmaßnahmen. Besonders jüngere Beschäftigte nehmen ihre Vorgesetzten als Vorbilder beim Lernen wahr. Führungskräfte müssen daher selbst Lernbereitschaft demonstrieren und aktiv Zeit für die eigene Weiterentwicklung einplanen.

Lernen im Arbeitsalltag (Flow of Work)

Moderne Lernkultur bedeutet nicht mehr nur das jährliche Seminar. Lernen findet zunehmend im "Flow of Work" statt – also genau dann, wenn Mitarbeitende es brauchen. Das erfordert flexible, digitale Lernformate und eine Unternehmenskultur, die informelles Lernen wertschätzt. Die klassische eintägige Pflichtschulung wird durch kontinuierliches Mikrolernen ergänzt oder ersetzt.

Lernkultur aufbauen: 5 praktische Schritte

Das Impulspapier "Für eine zukunftsfähige Lernkultur im Unternehmen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) empfiehlt einen systematischen Ansatz auf drei Ebenen. Daraus lassen sich fünf konkrete Schritte ableiten:

  1. Lernkultur zur Chefsache machen: Die Geschäftsleitung muss die Bedeutung von aktivem Lernen sichtbar kommunizieren und Ressourcen bereitstellen. Ohne Commitment von oben bleibt jede Initiative wirkungslos.
  2. Führungskräfte befähigen: Führungskräfte brauchen selbst Entwicklungsangebote und klare Erwartungen an ihre Rolle als Lernbegleiter:innen. Sie sollten eigene Lernprozesse transparent machen und "Lessons Learned Sessions" im Team etablieren.
  3. Barrieren abbauen: Zeit ist der größte Engpass. Unternehmen müssen explizit Lernzeit einräumen und Wissenstransfer zwischen Abteilungen erleichtern. Starre Hierarchien und Silos verhindern den freien Wissensfluss.
  4. Lernformate modernisieren: Digitale Lernplattformen, Microlearning und kollaboratives Lernen im Team ergänzen klassische Seminare. Laut Bitkom-Studie erwarten 66 Prozent der Befragten, dass KI-basierte Trainings in fünf Jahren Standard sein werden.
  5. Fehlerkultur etablieren: Offene Kommunikation über Misserfolge gehört zur Lernkultur. Als Führungskraft kannst du vorangehen, indem du eigene Fehler ansprichst und mutiges Experimentieren belohnst statt zu sanktionieren.

Lernkultur messen: KPIs und Indikatoren

Wie erkennst du, ob deine Lernkultur funktioniert? Folgende Kennzahlen geben Orientierung:

  • Weiterbildungsquote: Anteil der Mitarbeitenden, die an Weiterbildungen teilnehmen
  • Lernstunden pro Mitarbeiter:in: Durchschnittliche Zeit für formales und informelles Lernen
  • Nutzungsraten von Lernangeboten: Wie intensiv werden bereitgestellte Plattformen genutzt?
  • Mitarbeiterbefragungen: Wahrgenommene Lernmöglichkeiten und psychologische Sicherheit
  • Transfererfolg: Wird Gelerntes im Arbeitsalltag angewendet?

Regelmäßige Pulsbefragungen zum Thema Lernen helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Häufige Fragen zur Lernkultur

Was ist Lernkultur?

Lernkultur bezeichnet die Gesamtheit aller Werte, Einstellungen und Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie eine Organisation mit Lernen und Weiterentwicklung umgeht. Sie umfasst sowohl sichtbare Strukturen wie Schulungsangebote als auch die zugrundeliegenden Überzeugungen, etwa zum Umgang mit Fehlern.

Warum ist eine positive Lernkultur wichtig?

Eine positive Lernkultur sichert die Wettbewerbsfähigkeit durch aktuelle Kompetenzen, macht Unternehmen attraktiv für Fachkräfte und fördert Innovation sowie Anpassungsfähigkeit. Laut Bitkom-Studie 2024 bewerten 74 Prozent der Berufstätigen digitale Weiterbildungen als wichtig für ihre Karriere.

Was ist der Unterschied zwischen Lernkultur und Unternehmenskultur?

Die Unternehmenskultur umfasst alle gemeinsamen Werte und Verhaltensweisen einer Organisation. Die Lernkultur ist ein spezifischer Teilbereich, der sich auf den Umgang mit Wissen, Lernen und Weiterentwicklung konzentriert.

Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Lernkultur?

Führungskräfte haben eine zentrale Vorbildfunktion. Sie schaffen Rahmenbedingungen für selbstgesteuertes Lernen, räumen Zeit für Weiterbildung ein und demonstrieren eigene Lernbereitschaft. 42 Prozent der Mitarbeitenden wünschen sich mehr Unterstützung bei der Weiterbildungswahl.

Wie baue ich eine Lernkultur im Unternehmen auf?

Die wichtigsten Schritte: Führungsebene einbinden, Führungskräfte als Lernvorbilder befähigen, Zeit und Ressourcen bereitstellen, moderne Lernformate anbieten und eine offene Fehlerkultur etablieren.

Was ist der Zusammenhang zwischen Lernkultur und Fehlerkultur?

Lernen erfordert das Ausprobieren neuer Ansätze – und damit das Risiko von Fehlern. Ohne psychologische Sicherheit trauen sich Mitarbeitende nicht, Neues zu wagen. Eine offene Fehlerkultur ist daher die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Lernkultur.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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