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Homeoffice KPIs – Produktivität messen & Remote Work steuern

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Homeoffice KPIs – Produktivität messen & Remote Work steuern

Homeoffice KPIs sind Kennzahlen, mit denen du Leistung, Produktivität und Zufriedenheit von Mitarbeiter:innen im Remote Work messen kannst. Wichtige KPIs umfassen ergebnisorientierte Kennzahlen (Zielerreichung, Output), qualitative Metriken (Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement) und organisatorische Daten (Homeoffice-Quote, Kosten). Der Schlüssel liegt darin, Ergebnisse statt Anwesenheit zu messen – Vertrauen schlägt Kontrolle.

Definition: Was sind Homeoffice KPIs?

KPI steht für Key Performance Indicator – auf Deutsch: Leistungskennzahl. Homeoffice KPIs sind spezifische Kennzahlen, die messen, wie erfolgreich die Arbeit von zu Hause oder anderen Remote-Standorten funktioniert. Sie helfen HR-Verantwortlichen und Führungskräften dabei, Leistung objektiv zu bewerten, ohne auf physische Präsenz angewiesen zu sein.

Der wesentliche Unterschied zu klassischen Büro-Kennzahlen: Im Homeoffice kannst du nicht einfach beobachten, wer wie lange am Schreibtisch sitzt. Stattdessen rücken Ergebnisse und Zielerreichung in den Mittelpunkt. Gute Homeoffice KPIs sind daher immer output-orientiert und folgen dem SMART-Prinzip: Sie sind spezifisch, messbar, aktivierend (erreichbar), realistisch und terminiert.

Warum sind KPIs im Homeoffice wichtig?

Laut einer Studie des Fraunhofer IAO und der DGFP halten 50% der Führungskräfte ihre Mitarbeiter:innen im Homeoffice für genauso produktiv wie im Büro – 40% sehen sogar eine Produktivitätssteigerung. Trotzdem bleiben viele Personalverantwortliche unsicher, wie sie Leistung auf Distanz fair bewerten können.

Homeoffice KPIs lösen mehrere Herausforderungen gleichzeitig:

Objektivität schaffen: Ohne klare Kennzahlen fließen unbewusst subjektive Eindrücke in die Leistungsbeurteilung ein. Wer im Büro präsent ist, wird oft positiver wahrgenommen – auch wenn die tatsächliche Leistung nicht besser ist. KPIs machen Leistung vergleichbar, unabhängig vom Arbeitsort.

Vertrauen stärken: Transparente Ziele und Kennzahlen ersetzen Mikromanagement. Mitarbeiter:innen wissen, was von ihnen erwartet wird, und können eigenverantwortlich arbeiten. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft betont: Leistung wird am besten durch Ergebnisse bestimmt, nicht durch Anwesenheit.

Prozesse optimieren: Nur wer misst, kann verbessern. Homeoffice KPIs zeigen, wo es Engpässe gibt, welche Teams besonders effektiv arbeiten und wo Unterstützung nötig ist.

Die wichtigsten Homeoffice KPIs im Überblick

Produktivitätskennzahlen

Produktivitätskennzahlen messen den Output deiner Mitarbeiter:innen. Sie sind der Kern jeder Leistungsbeurteilung im Remote Work:

Zielerreichungsquote: Der Anteil der erreichten Ziele im Verhältnis zu den vereinbarten Zielen. Beispiel: 8 von 10 Quartalszielen erreicht = 80% Zielerreichungsquote. Diese Kennzahl funktioniert nur, wenn du vorher klare, messbare Ziele definiert hast.

Output pro Zeiteinheit: Je nach Tätigkeit kann das unterschiedlich aussehen – bearbeitete Kundenanfragen, abgeschlossene Projekte, erstellte Berichte oder entwickelte Features. Wichtig: Vergleiche immer mit realistischen Benchmarks und berücksichtige die Komplexität der Aufgaben.

Qualitätskennzahlen: Reiner Output sagt nichts über Qualität aus. Ergänze daher Metriken wie Fehlerquote, Kundenzufriedenheit mit der Arbeit oder Nachbearbeitungsaufwand.

Qualitative KPIs

Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Qualitative KPIs erfassen, wie es deinen Mitarbeiter:innen geht – und das hat direkten Einfluss auf Produktivität und Bindung:

Employee Net Promoter Score (eNPS): Misst, wie wahrscheinlich Mitarbeiter:innen das Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen würden (Skala 0-10). Ein hoher eNPS korreliert mit höherer Produktivität und geringerer Fluktuation.

Mitarbeiterzufriedenheit im Homeoffice: Regelmäßige Pulse-Umfragen (kurze, häufige Befragungen) zeigen, wie zufrieden dein Team mit der Remote-Work-Situation ist. Frage nach technischer Ausstattung, Work-Life-Balance und Kommunikationsqualität.

Engagement-Score: Wie stark fühlen sich Mitarbeiter:innen mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen verbunden? Niedrige Engagement-Werte sind ein Frühwarnsignal für drohende Kündigungen.

Organisatorische KPIs

Diese Kennzahlen helfen dir, das Homeoffice-Modell auf Unternehmensebene zu steuern:

Homeoffice-Quote: Der Anteil der Mitarbeiter:innen, die regelmäßig remote arbeiten, im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft. Die Formel: (Anzahl Homeoffice-Mitarbeiter:innen / Gesamtzahl Mitarbeiter:innen) × 100. Diese Kennzahl ist auch für Steuerbescheinigungen relevant.

Kosteneinsparung durch Remote Work: Vergleiche Bürokosten (Miete, Nebenkosten, Ausstattung) mit den Kosten für Homeoffice-Lösungen (Hardware, Software, Zuschüsse). Laut einer CEO-Umfrage von 2025 berichten 79% der Unternehmen von Kosteneinsparungen durch hybride Arbeitsmodelle.

Kollaborationsindex: Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit über Distanz? Messen kannst du das über Meeting-Häufigkeit, Nutzung von Collaboration-Tools oder Feedback aus Teamumfragen.

SMART-Ziele für die Leistungsmessung

Das SMART-Framework ist das wichtigste Werkzeug für faire Leistungsmessung im Homeoffice. Es hilft dir, Ziele so zu formulieren, dass sie objektiv überprüfbar sind:

Spezifisch: Das Ziel beschreibt konkret, was erreicht werden soll. Nicht: "Kundenservice verbessern", sondern: "Durchschnittliche Antwortzeit auf Kundenanfragen auf unter 4 Stunden senken."

Messbar: Du kannst eindeutig feststellen, ob das Ziel erreicht wurde. Nutze Zahlen, Prozente oder klare Ja/Nein-Kriterien.

Aktivierend (erreichbar): Das Ziel motiviert und ist unter den gegebenen Bedingungen realistisch erreichbar. Zu ambitionierte Ziele demotivieren, zu einfache Ziele fordern nicht heraus.

Realistisch: Berücksichtige verfügbare Ressourcen, Zeit und externe Faktoren. Im Homeoffice bedeutet das auch: technische Ausstattung und Arbeitsbedingungen einbeziehen.

Terminiert: Jedes Ziel hat einen klaren Zeitrahmen. "Bis Ende Q2" ist besser als "bald".

Beispiel für ein SMART-Ziel im Homeoffice: "Innerhalb von 8 Wochen sollen alle Teammitglieder mindestens 90% ihrer wöchentlichen Aufgaben im Projektmanagement-Tool als abgeschlossen markieren."

Vertrauen vs. Kontrolle: Best Practices

Die größte Herausforderung bei Homeoffice KPIs ist die Balance zwischen sinnvoller Messung und übertriebener Kontrolle. Niemand möchte das Gefühl haben, permanent überwacht zu werden – und Studien zeigen, dass exzessive Kontrolle Produktivität und Motivation senkt.

Ergebnisorientierung statt Aktivitätstracking: Messe, was am Ende herauskommt – nicht, wie viele Mausklicks jemand macht oder wie lange der Bildschirm aktiv war. Tools, die Aktivitäten auf dem Computer überwachen, liefern keine zuverlässigen Produktivitätsdaten und können rechtlich problematisch sein.

Transparenz bei Erwartungen: Kommuniziere klar, welche KPIs du misst und warum. Erkläre, dass es nicht um Kontrolle geht, sondern um faire Bewertung und Prozessverbesserung. Laut Fraunhofer IAO liegt der Wunsch nach Transparenz bei Mitarbeiter:innen auf Platz eins, um Ungerechtigkeiten bei der Arbeitsverteilung zu vermeiden.

Regelmäßiges Feedback statt Jahresgespräch: Im Homeoffice fallen die informellen Gespräche am Kaffeeautomaten weg. Kompensiere das durch regelmäßige Check-ins, in denen du nicht nur Zahlen besprichst, sondern auch nachfragst, wie es deinem Team geht.

Selbsteinschätzung ermöglichen: Gib Mitarbeiter:innen Zugang zu ihren eigenen KPIs. Wer sieht, wo er steht, kann eigenverantwortlich nachsteuern.

Häufige Fragen zu Homeoffice KPIs

Was sind Homeoffice KPIs?

Homeoffice KPIs sind Leistungskennzahlen, die speziell für die Messung von Produktivität, Zufriedenheit und Effizienz im Remote Work entwickelt wurden. Sie helfen Führungskräften, Leistung objektiv zu bewerten – unabhängig davon, wo Mitarbeiter:innen arbeiten. Dabei unterscheidet man quantitative KPIs (Output, Zielerreichung) und qualitative KPIs (Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement).

Wie misst man Produktivität im Homeoffice?

Am besten ergebnisorientiert: Definiere klare Ziele nach dem SMART-Prinzip und miss, ob diese erreicht werden. Konkrete Metriken sind Zielerreichungsquote, abgeschlossene Projekte oder Qualitätskennzahlen wie Kundenzufriedenheit. Vermeide reine Zeiterfassung oder Aktivitätstracking – das sagt wenig über tatsächliche Produktivität aus.

Sind Mitarbeiter:innen im Homeoffice produktiver?

Die Studienlage ist überwiegend positiv: Laut Fraunhofer IAO und DGFP halten 50% der Führungskräfte Homeoffice-Mitarbeiter:innen für genauso produktiv, 40% sehen sogar eine Steigerung. Etwa 83% der Beschäftigten selbst geben an, von zu Hause effizienter zu arbeiten. Voraussetzung ist allerdings eine gute technische Ausstattung, klare Ziele und Vertrauen seitens der Führungskraft.

Was ist eine gute Homeoffice-Quote?

Die Homeoffice-Quote beschreibt den Anteil der Mitarbeiter:innen, die regelmäßig remote arbeiten. Sie berechnet sich als: (Anzahl Homeoffice-Mitarbeiter:innen / Gesamtzahl Mitarbeiter:innen) × 100. Ein "guter" Wert ist branchenabhängig – in der IT sind 60-80% üblich, in produzierenden Unternehmen naturgemäß niedriger. Wichtig ist, dass die Quote zu deinen Unternehmenszielen passt.

Welche KPIs eignen sich für hybrides Arbeiten?

Für hybride Modelle eignen sich besonders: Zielerreichungsquote (unabhängig vom Arbeitsort), eNPS und Mitarbeiterzufriedenheit (erfasst das Wohlbefinden), Homeoffice-Quote (zeigt die Verteilung), Kollaborationsindex (misst Teamwork über Distanz) und Kostenkennzahlen (Büroflächen- vs. Remote-Kosten).

Ist Überwachung von Mitarbeiter:innen im Homeoffice erlaubt?

Zeiterfassung ist grundsätzlich erlaubt und bei vielen Tätigkeiten sogar Pflicht. Heimliche Überwachung durch Screenshots, Keylogger oder Webcam-Aufnahmen ist jedoch rechtlich problematisch und erfordert mindestens eine Betriebsvereinbarung oder ausdrückliche Einwilligung. Die Empfehlung: Setze auf ergebnisorientierte KPIs statt auf Aktivitätstracking.

Was sind SMART-Ziele im Homeoffice?

SMART ist ein Framework für Zielsetzung: Spezifisch (konkret formuliert), Messbar (quantifizierbar), Aktivierend/Erreichbar (motivierend und realistisch), Relevant (für die Unternehmensziele wichtig) und Terminiert (mit klarem Zeitrahmen). Im Homeoffice ermöglichen SMART-Ziele eine faire Leistungsmessung ohne Mikromanagement.

Fazit

Homeoffice KPIs sind unverzichtbar, wenn du Leistung im Remote Work fair und objektiv bewerten möchtest. Der wichtigste Grundsatz: Miss Ergebnisse, nicht Anwesenheit. Kombiniere quantitative Kennzahlen (Zielerreichung, Output) mit qualitativen Metriken (Zufriedenheit, Engagement), um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Setze auf Transparenz und Vertrauen statt auf Überwachung. Definiere klare SMART-Ziele, kommuniziere deine Erwartungen offen und gib deinem Team die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten. So schaffst du eine Arbeitskultur, in der Homeoffice nicht nur funktioniert, sondern einen echten Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeiter:innen bietet.

Du möchtest Potenziale und Stärken deiner Mitarbeiter:innen objektiv erfassen? Die Plattform Aivy unterstützt mit wissenschaftlich fundierten Assessments dabei, Kompetenzen fair und bias-frei zu bewerten – als Ergänzung zu ergebnisorientierten KPIs. Mehr über objektive Eignungsdiagnostik erfahren

Quellen

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Homeoffice KPIs – Produktivität messen & Remote Work steuern

Homeoffice KPIs sind Kennzahlen, mit denen du Leistung, Produktivität und Zufriedenheit von Mitarbeiter:innen im Remote Work messen kannst. Wichtige KPIs umfassen ergebnisorientierte Kennzahlen (Zielerreichung, Output), qualitative Metriken (Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement) und organisatorische Daten (Homeoffice-Quote, Kosten). Der Schlüssel liegt darin, Ergebnisse statt Anwesenheit zu messen – Vertrauen schlägt Kontrolle.

Definition: Was sind Homeoffice KPIs?

KPI steht für Key Performance Indicator – auf Deutsch: Leistungskennzahl. Homeoffice KPIs sind spezifische Kennzahlen, die messen, wie erfolgreich die Arbeit von zu Hause oder anderen Remote-Standorten funktioniert. Sie helfen HR-Verantwortlichen und Führungskräften dabei, Leistung objektiv zu bewerten, ohne auf physische Präsenz angewiesen zu sein.

Der wesentliche Unterschied zu klassischen Büro-Kennzahlen: Im Homeoffice kannst du nicht einfach beobachten, wer wie lange am Schreibtisch sitzt. Stattdessen rücken Ergebnisse und Zielerreichung in den Mittelpunkt. Gute Homeoffice KPIs sind daher immer output-orientiert und folgen dem SMART-Prinzip: Sie sind spezifisch, messbar, aktivierend (erreichbar), realistisch und terminiert.

Warum sind KPIs im Homeoffice wichtig?

Laut einer Studie des Fraunhofer IAO und der DGFP halten 50% der Führungskräfte ihre Mitarbeiter:innen im Homeoffice für genauso produktiv wie im Büro – 40% sehen sogar eine Produktivitätssteigerung. Trotzdem bleiben viele Personalverantwortliche unsicher, wie sie Leistung auf Distanz fair bewerten können.

Homeoffice KPIs lösen mehrere Herausforderungen gleichzeitig:

Objektivität schaffen: Ohne klare Kennzahlen fließen unbewusst subjektive Eindrücke in die Leistungsbeurteilung ein. Wer im Büro präsent ist, wird oft positiver wahrgenommen – auch wenn die tatsächliche Leistung nicht besser ist. KPIs machen Leistung vergleichbar, unabhängig vom Arbeitsort.

Vertrauen stärken: Transparente Ziele und Kennzahlen ersetzen Mikromanagement. Mitarbeiter:innen wissen, was von ihnen erwartet wird, und können eigenverantwortlich arbeiten. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft betont: Leistung wird am besten durch Ergebnisse bestimmt, nicht durch Anwesenheit.

Prozesse optimieren: Nur wer misst, kann verbessern. Homeoffice KPIs zeigen, wo es Engpässe gibt, welche Teams besonders effektiv arbeiten und wo Unterstützung nötig ist.

Die wichtigsten Homeoffice KPIs im Überblick

Produktivitätskennzahlen

Produktivitätskennzahlen messen den Output deiner Mitarbeiter:innen. Sie sind der Kern jeder Leistungsbeurteilung im Remote Work:

Zielerreichungsquote: Der Anteil der erreichten Ziele im Verhältnis zu den vereinbarten Zielen. Beispiel: 8 von 10 Quartalszielen erreicht = 80% Zielerreichungsquote. Diese Kennzahl funktioniert nur, wenn du vorher klare, messbare Ziele definiert hast.

Output pro Zeiteinheit: Je nach Tätigkeit kann das unterschiedlich aussehen – bearbeitete Kundenanfragen, abgeschlossene Projekte, erstellte Berichte oder entwickelte Features. Wichtig: Vergleiche immer mit realistischen Benchmarks und berücksichtige die Komplexität der Aufgaben.

Qualitätskennzahlen: Reiner Output sagt nichts über Qualität aus. Ergänze daher Metriken wie Fehlerquote, Kundenzufriedenheit mit der Arbeit oder Nachbearbeitungsaufwand.

Qualitative KPIs

Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Qualitative KPIs erfassen, wie es deinen Mitarbeiter:innen geht – und das hat direkten Einfluss auf Produktivität und Bindung:

Employee Net Promoter Score (eNPS): Misst, wie wahrscheinlich Mitarbeiter:innen das Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen würden (Skala 0-10). Ein hoher eNPS korreliert mit höherer Produktivität und geringerer Fluktuation.

Mitarbeiterzufriedenheit im Homeoffice: Regelmäßige Pulse-Umfragen (kurze, häufige Befragungen) zeigen, wie zufrieden dein Team mit der Remote-Work-Situation ist. Frage nach technischer Ausstattung, Work-Life-Balance und Kommunikationsqualität.

Engagement-Score: Wie stark fühlen sich Mitarbeiter:innen mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen verbunden? Niedrige Engagement-Werte sind ein Frühwarnsignal für drohende Kündigungen.

Organisatorische KPIs

Diese Kennzahlen helfen dir, das Homeoffice-Modell auf Unternehmensebene zu steuern:

Homeoffice-Quote: Der Anteil der Mitarbeiter:innen, die regelmäßig remote arbeiten, im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft. Die Formel: (Anzahl Homeoffice-Mitarbeiter:innen / Gesamtzahl Mitarbeiter:innen) × 100. Diese Kennzahl ist auch für Steuerbescheinigungen relevant.

Kosteneinsparung durch Remote Work: Vergleiche Bürokosten (Miete, Nebenkosten, Ausstattung) mit den Kosten für Homeoffice-Lösungen (Hardware, Software, Zuschüsse). Laut einer CEO-Umfrage von 2025 berichten 79% der Unternehmen von Kosteneinsparungen durch hybride Arbeitsmodelle.

Kollaborationsindex: Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit über Distanz? Messen kannst du das über Meeting-Häufigkeit, Nutzung von Collaboration-Tools oder Feedback aus Teamumfragen.

SMART-Ziele für die Leistungsmessung

Das SMART-Framework ist das wichtigste Werkzeug für faire Leistungsmessung im Homeoffice. Es hilft dir, Ziele so zu formulieren, dass sie objektiv überprüfbar sind:

Spezifisch: Das Ziel beschreibt konkret, was erreicht werden soll. Nicht: "Kundenservice verbessern", sondern: "Durchschnittliche Antwortzeit auf Kundenanfragen auf unter 4 Stunden senken."

Messbar: Du kannst eindeutig feststellen, ob das Ziel erreicht wurde. Nutze Zahlen, Prozente oder klare Ja/Nein-Kriterien.

Aktivierend (erreichbar): Das Ziel motiviert und ist unter den gegebenen Bedingungen realistisch erreichbar. Zu ambitionierte Ziele demotivieren, zu einfache Ziele fordern nicht heraus.

Realistisch: Berücksichtige verfügbare Ressourcen, Zeit und externe Faktoren. Im Homeoffice bedeutet das auch: technische Ausstattung und Arbeitsbedingungen einbeziehen.

Terminiert: Jedes Ziel hat einen klaren Zeitrahmen. "Bis Ende Q2" ist besser als "bald".

Beispiel für ein SMART-Ziel im Homeoffice: "Innerhalb von 8 Wochen sollen alle Teammitglieder mindestens 90% ihrer wöchentlichen Aufgaben im Projektmanagement-Tool als abgeschlossen markieren."

Vertrauen vs. Kontrolle: Best Practices

Die größte Herausforderung bei Homeoffice KPIs ist die Balance zwischen sinnvoller Messung und übertriebener Kontrolle. Niemand möchte das Gefühl haben, permanent überwacht zu werden – und Studien zeigen, dass exzessive Kontrolle Produktivität und Motivation senkt.

Ergebnisorientierung statt Aktivitätstracking: Messe, was am Ende herauskommt – nicht, wie viele Mausklicks jemand macht oder wie lange der Bildschirm aktiv war. Tools, die Aktivitäten auf dem Computer überwachen, liefern keine zuverlässigen Produktivitätsdaten und können rechtlich problematisch sein.

Transparenz bei Erwartungen: Kommuniziere klar, welche KPIs du misst und warum. Erkläre, dass es nicht um Kontrolle geht, sondern um faire Bewertung und Prozessverbesserung. Laut Fraunhofer IAO liegt der Wunsch nach Transparenz bei Mitarbeiter:innen auf Platz eins, um Ungerechtigkeiten bei der Arbeitsverteilung zu vermeiden.

Regelmäßiges Feedback statt Jahresgespräch: Im Homeoffice fallen die informellen Gespräche am Kaffeeautomaten weg. Kompensiere das durch regelmäßige Check-ins, in denen du nicht nur Zahlen besprichst, sondern auch nachfragst, wie es deinem Team geht.

Selbsteinschätzung ermöglichen: Gib Mitarbeiter:innen Zugang zu ihren eigenen KPIs. Wer sieht, wo er steht, kann eigenverantwortlich nachsteuern.

Häufige Fragen zu Homeoffice KPIs

Was sind Homeoffice KPIs?

Homeoffice KPIs sind Leistungskennzahlen, die speziell für die Messung von Produktivität, Zufriedenheit und Effizienz im Remote Work entwickelt wurden. Sie helfen Führungskräften, Leistung objektiv zu bewerten – unabhängig davon, wo Mitarbeiter:innen arbeiten. Dabei unterscheidet man quantitative KPIs (Output, Zielerreichung) und qualitative KPIs (Mitarbeiterzufriedenheit, Engagement).

Wie misst man Produktivität im Homeoffice?

Am besten ergebnisorientiert: Definiere klare Ziele nach dem SMART-Prinzip und miss, ob diese erreicht werden. Konkrete Metriken sind Zielerreichungsquote, abgeschlossene Projekte oder Qualitätskennzahlen wie Kundenzufriedenheit. Vermeide reine Zeiterfassung oder Aktivitätstracking – das sagt wenig über tatsächliche Produktivität aus.

Sind Mitarbeiter:innen im Homeoffice produktiver?

Die Studienlage ist überwiegend positiv: Laut Fraunhofer IAO und DGFP halten 50% der Führungskräfte Homeoffice-Mitarbeiter:innen für genauso produktiv, 40% sehen sogar eine Steigerung. Etwa 83% der Beschäftigten selbst geben an, von zu Hause effizienter zu arbeiten. Voraussetzung ist allerdings eine gute technische Ausstattung, klare Ziele und Vertrauen seitens der Führungskraft.

Was ist eine gute Homeoffice-Quote?

Die Homeoffice-Quote beschreibt den Anteil der Mitarbeiter:innen, die regelmäßig remote arbeiten. Sie berechnet sich als: (Anzahl Homeoffice-Mitarbeiter:innen / Gesamtzahl Mitarbeiter:innen) × 100. Ein "guter" Wert ist branchenabhängig – in der IT sind 60-80% üblich, in produzierenden Unternehmen naturgemäß niedriger. Wichtig ist, dass die Quote zu deinen Unternehmenszielen passt.

Welche KPIs eignen sich für hybrides Arbeiten?

Für hybride Modelle eignen sich besonders: Zielerreichungsquote (unabhängig vom Arbeitsort), eNPS und Mitarbeiterzufriedenheit (erfasst das Wohlbefinden), Homeoffice-Quote (zeigt die Verteilung), Kollaborationsindex (misst Teamwork über Distanz) und Kostenkennzahlen (Büroflächen- vs. Remote-Kosten).

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Zeiterfassung ist grundsätzlich erlaubt und bei vielen Tätigkeiten sogar Pflicht. Heimliche Überwachung durch Screenshots, Keylogger oder Webcam-Aufnahmen ist jedoch rechtlich problematisch und erfordert mindestens eine Betriebsvereinbarung oder ausdrückliche Einwilligung. Die Empfehlung: Setze auf ergebnisorientierte KPIs statt auf Aktivitätstracking.

Was sind SMART-Ziele im Homeoffice?

SMART ist ein Framework für Zielsetzung: Spezifisch (konkret formuliert), Messbar (quantifizierbar), Aktivierend/Erreichbar (motivierend und realistisch), Relevant (für die Unternehmensziele wichtig) und Terminiert (mit klarem Zeitrahmen). Im Homeoffice ermöglichen SMART-Ziele eine faire Leistungsmessung ohne Mikromanagement.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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