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Führungskräfteentwicklung – Definition, Methoden & Praxis-Tipps

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Führungskräfteentwicklung – Definition, Methoden & Praxis-Tipps

Führungskräfteentwicklung umfasst alle systematischen Maßnahmen, um die Kompetenzen aktueller und zukünftiger Führungskräfte gezielt zu fördern. HR koordiniert Programme wie Coaching, Mentoring und Potenzialanalysen, um den Führungsnachwuchs langfristig zu sichern. Der Erfolg hängt davon ab, individuelle Stärken zu erkennen und das Gelernte nachhaltig in den Arbeitsalltag zu übertragen.

Definition: Was ist Führungskräfteentwicklung?

Führungskräfteentwicklung (englisch: Leadership Development oder Management Development) bezeichnet die gezielte Förderung von Führungskompetenzen und ist ein Spezialgebiet der Personalentwicklung. Sie umfasst alle Maßnahmen und Instrumente, die darauf abzielen, das Denken und Handeln von Führungspersonen positiv zu beeinflussen und weiterzuentwickeln.

Im Unterschied zur allgemeinen Personalentwicklung, die sich an alle Mitarbeiter:innen richtet, fokussiert sich die Führungskräfteentwicklung auf Personen mit aktueller oder zukünftiger Führungsverantwortung. Dabei geht es nicht nur um fachliches Wissen, sondern vor allem um persönliche und soziale Kompetenzen, die eine wirksame Führung ermöglichen.

Die Führungskräfteentwicklung verfolgt zwei zentrale Ziele: Erstens die Weiterentwicklung bestehender Führungskräfte, damit diese den sich wandelnden Anforderungen gewachsen bleiben. Zweitens die Identifikation und Förderung von Führungstalenten, um den Nachwuchs für Schlüsselpositionen zu sichern.

Warum ist Führungskräfteentwicklung wichtig?

Gute Führungskräfte entwickeln sich nicht von allein. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Unternehmen immer wichtiger, Führungstalente intern zu entwickeln, anstatt sie am externen Arbeitsmarkt zu suchen. Hinzu kommt die demografische Entwicklung: Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer gehen in den kommenden Jahren in Rente, was eine systematische Nachfolgeplanung unabdingbar macht.

Führungskräfteentwicklung zahlt sich auch bei der Mitarbeiterbindung aus. Entwicklungsangebote signalisieren Wertschätzung und schaffen Perspektiven – beides Faktoren, die High Potentials im Unternehmen halten. Studien zeigen zudem, dass die Qualität der Führung direkt die Arbeitszufriedenheit, Produktivität und Innovationsfähigkeit von Teams beeinflusst.

Die digitale Transformation und neue Arbeitsmodelle wie Remote Work oder hybrides Arbeiten stellen zusätzliche Anforderungen an Führungskräfte. Klassische Führungskompetenzen reichen nicht mehr aus – moderne Führung erfordert Agilität, digitale Kompetenz und die Fähigkeit, Teams auch auf Distanz zu führen und zu motivieren.

Die Rolle von HR in der Führungskräfteentwicklung

Die Personalabteilung ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Führungskräfteentwicklung. HR übernimmt dabei drei wesentliche Funktionen:

Unterstützend: HR hilft Führungskräften bei ihrer Weiterentwicklung und unterstützt Fachabteilungen bei der Suche, Auswahl und Durchführung geeigneter Entwicklungsprogramme. Dabei stimmt HR die Programme mit den strategischen Unternehmenszielen ab.

Moderierend: Führungskräfteentwicklung funktioniert nur durch regelmäßigen Austausch zwischen Fördernden und zu Fördernden. HR sorgt für diesen Dialog und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Coaches, Mentor:innen und Teilnehmenden.

Beratend: HR berät methodisch, welche Maßnahmen sich eignen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Gleichzeitig prüft HR kritisch, ob Initiativen aus organisatorischer Sicht sinnvoll sind und den gewünschten ROI erzielen.

Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte?

Erfolgreiche Führungskräfte benötigen ein breites Kompetenzspektrum, das sich in vier Bereiche gliedert:

Fachkompetenz

Führungskräfte müssen ihr Fachgebiet verstehen und strategisch denken können. Dazu gehören Branchenwissen, betriebswirtschaftliches Verständnis und die Fähigkeit, Marktentwicklungen einzuschätzen. Fachkompetenz allein macht jedoch noch keine gute Führungskraft aus.

Methodenkompetenz

Hierzu zählen Fähigkeiten wie Projektmanagement, strukturierte Entscheidungsfindung, Problemlösung und Zeitmanagement. Führungskräfte müssen Prozesse steuern, Ressourcen planen und Ergebnisse kontrollieren können.

Sozialkompetenz

Der Umgang mit Menschen ist das Herzstück guter Führung. Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Konfliktlösung und Teamführung gehören zu den wichtigsten Soft Skills. Führungskräfte müssen Mitarbeiter:innen motivieren, Feedback geben und unterschiedliche Persönlichkeiten zu einem funktionierenden Team formen.

Persönlichkeitskompetenz

Selbstreflexion, Resilienz und emotionale Intelligenz bilden die Grundlage für authentische Führung. Führungskräfte müssen ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen, mit Stress umgehen können und Vorbild für ihre Teams sein.

Methoden und Instrumente der Führungskräfteentwicklung

Die Personalentwicklung für Führungskräfte bietet ein breites Methodenspektrum. Die Maßnahmen lassen sich nach ihrem Bezug zum Arbeitsalltag einteilen:

On-the-Job-Maßnahmen

Diese Methoden finden direkt im Arbeitskontext statt. Dazu gehören Job Rotation (systematischer Wechsel zwischen Positionen), Projektleitung, Stellvertretungen oder die Übernahme von Sonderaufgaben. Der Vorteil: Führungserfahrung wird unmittelbar gesammelt, und der Transfer in den Alltag ist automatisch gegeben.

Near-the-Job-Maßnahmen

Coaching und Mentoring sind die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie. Beim Coaching begleitet ein:e externe:r oder interne:r Coach die Führungskraft individuell bei ihrer Entwicklung. Beim Mentoring teilt eine erfahrene Führungskraft ihr Wissen über einen längeren Zeitraum mit einer weniger erfahrenen Person. Auch kollegiale Beratung und Führungszirkel zählen zu den Near-the-Job-Maßnahmen.

Off-the-Job-Maßnahmen

Seminare, Workshops, Trainings und MBA-Programme finden außerhalb des Arbeitsplatzes statt. Sie eignen sich besonders für die Vermittlung von theoretischem Wissen und methodischen Grundlagen. Die Herausforderung liegt hier im Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag.

Potenzialanalyse und Diagnostik

Bevor Entwicklungsmaßnahmen starten, sollte klar sein, wo Stärken und Entwicklungsfelder liegen. Potenzialanalysen und Assessments helfen dabei, Führungseignung objektiv einzuschätzen. Instrumente wie das 360-Grad-Feedback liefern Rückmeldungen aus verschiedenen Perspektiven – von Vorgesetzten, Kolleg:innen und Mitarbeitenden.

Objektive Diagnostik gewinnt dabei an Bedeutung. Digitale Plattformen wie Aivy ermöglichen wissenschaftlich fundierte Potenzialanalysen, die Stärken und Entwicklungspotenziale unabhängig von subjektiven Einschätzungen sichtbar machen. Das reduziert Verzerrungen bei der Identifikation von Führungstalenten und schafft eine datenbasierte Grundlage für individuelle Entwicklungspläne.

Führungskräfteentwicklung in 5 Schritten

Ein erfolgreiches Programm zur Führungskräfteentwicklung folgt einem strukturierten Prozess:

1. Zieldefinition: Welche Führungspositionen müssen kurz-, mittel- und langfristig besetzt werden? Welche Kompetenzen werden dafür benötigt? Die Antworten sollten sich an der Unternehmensstrategie orientieren.

2. Potenzialanalyse: Welche Mitarbeiter:innen bringen Führungspotenzial mit? Hier helfen systematische Assessments, Leistungsbeurteilungen und strukturierte Gespräche. Wichtig ist, nicht nur auf bisherige Leistung zu schauen, sondern auch auf zukünftige Entwicklungsfähigkeit.

3. Entwicklungsplan erstellen: Für jede:n Kandidat:in wird ein individueller Plan erstellt, der Lernziele, Maßnahmen, Zeitrahmen und Verantwortlichkeiten definiert. Der Plan sollte verschiedene Methoden kombinieren.

4. Umsetzung: Die geplanten Maßnahmen werden durchgeführt. Wichtig ist die kontinuierliche Begleitung durch HR und Mentor:innen, um den Lerntransfer sicherzustellen.

5. Erfolgsmessung: Wurden die Ziele erreicht? Kennzahlen wie die Nachbesetzungsquote aus internem Pool, Mitarbeiterzufriedenheit unter entwickelten Führungskräften oder die Fluktuationsrate in Führungspositionen geben Aufschluss über den Erfolg.

Häufige Fragen zur Führungskräfteentwicklung

Was ist der Unterschied zwischen Führungskräfteentwicklung und Personalentwicklung?

Personalentwicklung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen zur Förderung von Mitarbeiter:innen. Führungskräfteentwicklung ist ein Teilbereich davon und fokussiert sich speziell auf Personen mit aktueller oder zukünftiger Führungsverantwortung. Die Inhalte unterscheiden sich entsprechend: Während allgemeine Personalentwicklung oft fachliche Weiterbildung umfasst, stehen bei der Führungskräfteentwicklung soziale und persönliche Kompetenzen im Vordergrund.

Wie lange dauert die Entwicklung einer Führungskraft?

Die Entwicklung zur Führungskraft ist ein kontinuierlicher Prozess, der mehrere Jahre dauern kann. Strukturierte Programme für den Führungsnachwuchs laufen typischerweise über 12 bis 24 Monate. Wichtig ist, dass Führungskräfteentwicklung nicht mit einem Training endet, sondern als fortlaufender Prozess verstanden wird.

Welche Methode der Führungskräfteentwicklung ist am effektivsten?

Es gibt keine einzelne Methode, die für alle Situationen optimal ist. Die Forschung zeigt, dass eine Kombination aus On-the-Job-Erfahrung, strukturiertem Feedback und individueller Begleitung (Coaching/Mentoring) die besten Ergebnisse erzielt. Der Schlüssel liegt in der individuellen Anpassung an die Bedürfnisse der Person und die Anforderungen der Zielposition.

Wie misst man den Erfolg von Führungskräfteentwicklung?

Relevante Kennzahlen sind unter anderem: die Quote intern besetzter Führungspositionen, die Fluktuationsrate entwickelter Führungskräfte, Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen sowie die Leistungsentwicklung der geführten Teams. Auch qualitative Feedbacks von Teilnehmenden und deren Vorgesetzten liefern wertvolle Erkenntnisse.

Was kostet Führungskräfteentwicklung?

Die Kosten variieren stark je nach Maßnahme: Internes Mentoring verursacht geringe direkte Kosten, während externe Coaching-Programme oder MBA-Studiengänge erhebliche Investitionen erfordern. Typische Budgets für strukturierte Programme liegen bei 5.000 bis 20.000 Euro pro Person und Jahr. Dem gegenüber stehen die hohen Kosten von Fehlbesetzungen in Führungspositionen, die ein Vielfaches des Jahresgehalts betragen können.

Wer sollte an Führungskräfteentwicklungsprogrammen teilnehmen?

Zielgruppen sind sowohl aktuelle Führungskräfte, die sich weiterentwickeln wollen, als auch High Potentials, die für zukünftige Führungsaufgaben vorbereitet werden sollen. Die Auswahl sollte auf Basis systematischer Potenzialanalysen erfolgen – nicht allein aufgrund von Seniorität oder bisheriger Fachleistung.

Fazit

Führungskräfteentwicklung ist keine optionale Zusatzaufgabe, sondern eine strategische Notwendigkeit für jedes Unternehmen. Angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und sich verändernden Anforderungen an Führung müssen Unternehmen systematisch in ihre Führungstalente investieren.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kombination aus fundierter Diagnostik, individueller Förderung und nachhaltigem Transfer in den Arbeitsalltag. HR nimmt dabei eine zentrale Rolle ein – als Architekt:in, Moderator:in und Begleiter:in von Entwicklungsprogrammen.

Unternehmen, die Führung nicht dem Zufall überlassen, sondern strategisch entwickeln, sind langfristig erfolgreicher. Sie binden Talente, sichern die Nachfolge in Schlüsselpositionen und schaffen eine Führungskultur, die Mitarbeiter:innen motiviert und das Unternehmen voranbringt.

Du möchtest Führungspotenziale objektiv identifizieren und die Basis für gezielte Entwicklung schaffen? Erfahre, wie wissenschaftlich fundierte Eignungsdiagnostik die Führungskräfteentwicklung unterstützt.

Quellen

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Führungskräfteentwicklung – Definition, Methoden & Praxis-Tipps

Führungskräfteentwicklung umfasst alle systematischen Maßnahmen, um die Kompetenzen aktueller und zukünftiger Führungskräfte gezielt zu fördern. HR koordiniert Programme wie Coaching, Mentoring und Potenzialanalysen, um den Führungsnachwuchs langfristig zu sichern. Der Erfolg hängt davon ab, individuelle Stärken zu erkennen und das Gelernte nachhaltig in den Arbeitsalltag zu übertragen.

Definition: Was ist Führungskräfteentwicklung?

Führungskräfteentwicklung (englisch: Leadership Development oder Management Development) bezeichnet die gezielte Förderung von Führungskompetenzen und ist ein Spezialgebiet der Personalentwicklung. Sie umfasst alle Maßnahmen und Instrumente, die darauf abzielen, das Denken und Handeln von Führungspersonen positiv zu beeinflussen und weiterzuentwickeln.

Im Unterschied zur allgemeinen Personalentwicklung, die sich an alle Mitarbeiter:innen richtet, fokussiert sich die Führungskräfteentwicklung auf Personen mit aktueller oder zukünftiger Führungsverantwortung. Dabei geht es nicht nur um fachliches Wissen, sondern vor allem um persönliche und soziale Kompetenzen, die eine wirksame Führung ermöglichen.

Die Führungskräfteentwicklung verfolgt zwei zentrale Ziele: Erstens die Weiterentwicklung bestehender Führungskräfte, damit diese den sich wandelnden Anforderungen gewachsen bleiben. Zweitens die Identifikation und Förderung von Führungstalenten, um den Nachwuchs für Schlüsselpositionen zu sichern.

Warum ist Führungskräfteentwicklung wichtig?

Gute Führungskräfte entwickeln sich nicht von allein. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Unternehmen immer wichtiger, Führungstalente intern zu entwickeln, anstatt sie am externen Arbeitsmarkt zu suchen. Hinzu kommt die demografische Entwicklung: Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer gehen in den kommenden Jahren in Rente, was eine systematische Nachfolgeplanung unabdingbar macht.

Führungskräfteentwicklung zahlt sich auch bei der Mitarbeiterbindung aus. Entwicklungsangebote signalisieren Wertschätzung und schaffen Perspektiven – beides Faktoren, die High Potentials im Unternehmen halten. Studien zeigen zudem, dass die Qualität der Führung direkt die Arbeitszufriedenheit, Produktivität und Innovationsfähigkeit von Teams beeinflusst.

Die digitale Transformation und neue Arbeitsmodelle wie Remote Work oder hybrides Arbeiten stellen zusätzliche Anforderungen an Führungskräfte. Klassische Führungskompetenzen reichen nicht mehr aus – moderne Führung erfordert Agilität, digitale Kompetenz und die Fähigkeit, Teams auch auf Distanz zu führen und zu motivieren.

Die Rolle von HR in der Führungskräfteentwicklung

Die Personalabteilung ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Führungskräfteentwicklung. HR übernimmt dabei drei wesentliche Funktionen:

Unterstützend: HR hilft Führungskräften bei ihrer Weiterentwicklung und unterstützt Fachabteilungen bei der Suche, Auswahl und Durchführung geeigneter Entwicklungsprogramme. Dabei stimmt HR die Programme mit den strategischen Unternehmenszielen ab.

Moderierend: Führungskräfteentwicklung funktioniert nur durch regelmäßigen Austausch zwischen Fördernden und zu Fördernden. HR sorgt für diesen Dialog und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Coaches, Mentor:innen und Teilnehmenden.

Beratend: HR berät methodisch, welche Maßnahmen sich eignen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Gleichzeitig prüft HR kritisch, ob Initiativen aus organisatorischer Sicht sinnvoll sind und den gewünschten ROI erzielen.

Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte?

Erfolgreiche Führungskräfte benötigen ein breites Kompetenzspektrum, das sich in vier Bereiche gliedert:

Fachkompetenz

Führungskräfte müssen ihr Fachgebiet verstehen und strategisch denken können. Dazu gehören Branchenwissen, betriebswirtschaftliches Verständnis und die Fähigkeit, Marktentwicklungen einzuschätzen. Fachkompetenz allein macht jedoch noch keine gute Führungskraft aus.

Methodenkompetenz

Hierzu zählen Fähigkeiten wie Projektmanagement, strukturierte Entscheidungsfindung, Problemlösung und Zeitmanagement. Führungskräfte müssen Prozesse steuern, Ressourcen planen und Ergebnisse kontrollieren können.

Sozialkompetenz

Der Umgang mit Menschen ist das Herzstück guter Führung. Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Konfliktlösung und Teamführung gehören zu den wichtigsten Soft Skills. Führungskräfte müssen Mitarbeiter:innen motivieren, Feedback geben und unterschiedliche Persönlichkeiten zu einem funktionierenden Team formen.

Persönlichkeitskompetenz

Selbstreflexion, Resilienz und emotionale Intelligenz bilden die Grundlage für authentische Führung. Führungskräfte müssen ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen, mit Stress umgehen können und Vorbild für ihre Teams sein.

Methoden und Instrumente der Führungskräfteentwicklung

Die Personalentwicklung für Führungskräfte bietet ein breites Methodenspektrum. Die Maßnahmen lassen sich nach ihrem Bezug zum Arbeitsalltag einteilen:

On-the-Job-Maßnahmen

Diese Methoden finden direkt im Arbeitskontext statt. Dazu gehören Job Rotation (systematischer Wechsel zwischen Positionen), Projektleitung, Stellvertretungen oder die Übernahme von Sonderaufgaben. Der Vorteil: Führungserfahrung wird unmittelbar gesammelt, und der Transfer in den Alltag ist automatisch gegeben.

Near-the-Job-Maßnahmen

Coaching und Mentoring sind die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie. Beim Coaching begleitet ein:e externe:r oder interne:r Coach die Führungskraft individuell bei ihrer Entwicklung. Beim Mentoring teilt eine erfahrene Führungskraft ihr Wissen über einen längeren Zeitraum mit einer weniger erfahrenen Person. Auch kollegiale Beratung und Führungszirkel zählen zu den Near-the-Job-Maßnahmen.

Off-the-Job-Maßnahmen

Seminare, Workshops, Trainings und MBA-Programme finden außerhalb des Arbeitsplatzes statt. Sie eignen sich besonders für die Vermittlung von theoretischem Wissen und methodischen Grundlagen. Die Herausforderung liegt hier im Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag.

Potenzialanalyse und Diagnostik

Bevor Entwicklungsmaßnahmen starten, sollte klar sein, wo Stärken und Entwicklungsfelder liegen. Potenzialanalysen und Assessments helfen dabei, Führungseignung objektiv einzuschätzen. Instrumente wie das 360-Grad-Feedback liefern Rückmeldungen aus verschiedenen Perspektiven – von Vorgesetzten, Kolleg:innen und Mitarbeitenden.

Objektive Diagnostik gewinnt dabei an Bedeutung. Digitale Plattformen wie Aivy ermöglichen wissenschaftlich fundierte Potenzialanalysen, die Stärken und Entwicklungspotenziale unabhängig von subjektiven Einschätzungen sichtbar machen. Das reduziert Verzerrungen bei der Identifikation von Führungstalenten und schafft eine datenbasierte Grundlage für individuelle Entwicklungspläne.

Führungskräfteentwicklung in 5 Schritten

Ein erfolgreiches Programm zur Führungskräfteentwicklung folgt einem strukturierten Prozess:

1. Zieldefinition: Welche Führungspositionen müssen kurz-, mittel- und langfristig besetzt werden? Welche Kompetenzen werden dafür benötigt? Die Antworten sollten sich an der Unternehmensstrategie orientieren.

2. Potenzialanalyse: Welche Mitarbeiter:innen bringen Führungspotenzial mit? Hier helfen systematische Assessments, Leistungsbeurteilungen und strukturierte Gespräche. Wichtig ist, nicht nur auf bisherige Leistung zu schauen, sondern auch auf zukünftige Entwicklungsfähigkeit.

3. Entwicklungsplan erstellen: Für jede:n Kandidat:in wird ein individueller Plan erstellt, der Lernziele, Maßnahmen, Zeitrahmen und Verantwortlichkeiten definiert. Der Plan sollte verschiedene Methoden kombinieren.

4. Umsetzung: Die geplanten Maßnahmen werden durchgeführt. Wichtig ist die kontinuierliche Begleitung durch HR und Mentor:innen, um den Lerntransfer sicherzustellen.

5. Erfolgsmessung: Wurden die Ziele erreicht? Kennzahlen wie die Nachbesetzungsquote aus internem Pool, Mitarbeiterzufriedenheit unter entwickelten Führungskräften oder die Fluktuationsrate in Führungspositionen geben Aufschluss über den Erfolg.

Häufige Fragen zur Führungskräfteentwicklung

Was ist der Unterschied zwischen Führungskräfteentwicklung und Personalentwicklung?

Personalentwicklung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen zur Förderung von Mitarbeiter:innen. Führungskräfteentwicklung ist ein Teilbereich davon und fokussiert sich speziell auf Personen mit aktueller oder zukünftiger Führungsverantwortung. Die Inhalte unterscheiden sich entsprechend: Während allgemeine Personalentwicklung oft fachliche Weiterbildung umfasst, stehen bei der Führungskräfteentwicklung soziale und persönliche Kompetenzen im Vordergrund.

Wie lange dauert die Entwicklung einer Führungskraft?

Die Entwicklung zur Führungskraft ist ein kontinuierlicher Prozess, der mehrere Jahre dauern kann. Strukturierte Programme für den Führungsnachwuchs laufen typischerweise über 12 bis 24 Monate. Wichtig ist, dass Führungskräfteentwicklung nicht mit einem Training endet, sondern als fortlaufender Prozess verstanden wird.

Welche Methode der Führungskräfteentwicklung ist am effektivsten?

Es gibt keine einzelne Methode, die für alle Situationen optimal ist. Die Forschung zeigt, dass eine Kombination aus On-the-Job-Erfahrung, strukturiertem Feedback und individueller Begleitung (Coaching/Mentoring) die besten Ergebnisse erzielt. Der Schlüssel liegt in der individuellen Anpassung an die Bedürfnisse der Person und die Anforderungen der Zielposition.

Wie misst man den Erfolg von Führungskräfteentwicklung?

Relevante Kennzahlen sind unter anderem: die Quote intern besetzter Führungspositionen, die Fluktuationsrate entwickelter Führungskräfte, Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen sowie die Leistungsentwicklung der geführten Teams. Auch qualitative Feedbacks von Teilnehmenden und deren Vorgesetzten liefern wertvolle Erkenntnisse.

Was kostet Führungskräfteentwicklung?

Die Kosten variieren stark je nach Maßnahme: Internes Mentoring verursacht geringe direkte Kosten, während externe Coaching-Programme oder MBA-Studiengänge erhebliche Investitionen erfordern. Typische Budgets für strukturierte Programme liegen bei 5.000 bis 20.000 Euro pro Person und Jahr. Dem gegenüber stehen die hohen Kosten von Fehlbesetzungen in Führungspositionen, die ein Vielfaches des Jahresgehalts betragen können.

Wer sollte an Führungskräfteentwicklungsprogrammen teilnehmen?

Zielgruppen sind sowohl aktuelle Führungskräfte, die sich weiterentwickeln wollen, als auch High Potentials, die für zukünftige Führungsaufgaben vorbereitet werden sollen. Die Auswahl sollte auf Basis systematischer Potenzialanalysen erfolgen – nicht allein aufgrund von Seniorität oder bisheriger Fachleistung.

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Führungskräfteentwicklung ist keine optionale Zusatzaufgabe, sondern eine strategische Notwendigkeit für jedes Unternehmen. Angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und sich verändernden Anforderungen an Führung müssen Unternehmen systematisch in ihre Führungstalente investieren.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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