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Fehlerkultur im Unternehmen: Definition, Praxis & Messbarkeit

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Fehlerkultur im Unternehmen: Definition, Praxis & Messbarkeit

Fehlerkultur im Unternehmen: Wie du sie etablierst, misst und zum Innovationsmotor machst

Fehler gehören zum Leben, das wissen wir. Doch am Arbeitsplatz herrscht oft eine andere Regel: Fehler sind zu vermeiden, zu vertuschen, am besten gar nicht erst zu machen. Diese Haltung mag kurzfristig sauber erscheinen, doch sie bremst Teams und Unternehmen auf lange Sicht aus. Sie führt zu Stillstand statt Innovation und Misstrauen statt Wachstum.

Eine positive Fehlerkultur ist deshalb nicht nur ein weicher Soft-Skill, sondern ein harter Wettbewerbsvorteil. Es geht darum, aus Fehlern zu lernen, sie als Chance zu begreifen und die Angst davor abzubauen. In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du, was eine offene Fehlerkultur wirklich ausmacht, welche konkreten Schritte du einleiten kannst und wie du den Erfolg deiner Bemühungen objektiv messen kannst.

Die Macht der Angst: Wenn Fehler tabu sind

Stell dir eine Organisation vor, in der Fehler sofort mit Schuldzuweisungen und Sanktionen beantwortet werden. Was passiert?

  • Die "Cover-Your-Ass"-Mentalität: Mitarbeiter:innen vertuschen Missgeschicke oder schieben die Verantwortung auf andere. Das Problem wird nicht behoben, sondern nur unsichtbar gemacht – bis es an anderer Stelle wieder auftaucht.
  • Stagnation statt Innovation: Wer Angst vor Fehlern hat, traut sich nicht, Risiken einzugehen oder neue Wege auszuprobieren. Das Ergebnis ist eine Kultur, die sich am Status quo festhält. Neue Ideen werden im Keim erstickt, weil das Risiko des Scheiterns zu hoch erscheint.
  • Verlust von Wissen: Wichtige Lernchancen gehen verloren, weil niemand offen über das spricht, was schiefgelaufen ist. Das gesamte Unternehmen lernt nicht dazu und wiederholt dieselben Fehler.

Dieses Szenario ist nicht nur ineffizient, sondern auch toxisch für die Mitarbeitenden. Es führt zu Stress, geringerer Arbeitszufriedenheit und hoher Fluktuation.

Was eine echte offene Fehlerkultur ausmacht

Eine positive Fehlerkultur ist nicht die Einladung zur Nachlässigkeit, sondern die bewusste Entscheidung, Fehler als wertvolle Informationsquellen zu behandeln. Das Konzept basiert auf der Idee des Fehlermanagements, das den Fehler nicht als Katastrophe, sondern als einen Zwischenschritt in einem Lernprozess betrachtet.

Im Kern geht es um drei zentrale Säulen:

  1. Psychologische Sicherheit: Dies ist das Fundament. Forschende der Arbeitspsychologie definieren psychologische Sicherheit als das geteilte Vertrauen, dass Teammitglieder sich nicht gegenseitig für das Eingestehen von Fehlern, das Stellen von Fragen oder das Äußern von Ideen bestrafen werden. Sie ist entscheidend, um die Angst vor dem Scheitern zu überwinden und offene Kommunikation zu fördern. [Hier könnte ein Platzhalter für eine wissenschaftliche Quelle stehen, z.B. eine Referenz zu den Arbeiten von Amy Edmondson]
  2. Transparenz und Kommunikation: Eine offene Fehlerkultur lebt davon, dass über Fehler gesprochen wird. Das bedeutet, nicht nur die "Was ist passiert?"-Frage zu stellen, sondern vor allem "Warum ist es passiert?" und "Was können wir daraus lernen?".
  3. Lern- und Prozessfokus: Anstatt die Person zu suchen, die den Fehler gemacht hat, liegt der Fokus auf der Analyse der Umstände. Wurde ein Prozess nicht richtig verstanden? War die Anleitung unklar? Hat ein technisches System versagt? Es geht um die Optimierung des Systems, nicht um die Bestrafung des Individuums.

Wie du eine Fehlerkultur im Unternehmen erfolgreich etablierst

Die Einführung einer Fehlerkultur ist kein Schnellschuss. Sie erfordert eine strategische Vorgehensweise und die konsequente Umsetzung auf allen Ebenen.

1. Die Vorbildfunktion des Managements

Führungskräfte spielen die entscheidende Rolle. Wenn sie selbst offen über eigene Fehler sprechen, signalisieren sie dem Team: Es ist in Ordnung, sich zu irren, solange wir daraus lernen. Das erfordert Leadership Humility – die Demut, eigene Unzulänglichkeiten einzugestehen und sich nicht als unfehlbar darzustellen.

2. Etablierung von Ritualen und Formaten

Struktur schafft Sicherheit. Spezielle Meeting-Formate helfen, das Sprechen über Fehler zu institutionalisieren:

  • Post-Mortem-Meetings: Nach Abschluss eines Projekts oder einer wichtigen Aufgabe wird in einer festen Runde besprochen, was gut und was schlecht gelaufen ist. Der Fokus liegt auf den Learnings für zukünftige Projekte.
  • Failure-Friday: Ein zwangloses Format, bei dem wöchentlich eine Person eine kleine persönliche oder berufliche Anekdote über ein Missgeschick teilt und welche Erkenntnisse sie daraus gezogen hat.
  • Incident Reviews: Im Falle eines größeren Problems wird ein strukturierter Prozess initiiert, um die Ursachen zu ergründen und zukünftige Vorkommnisse zu verhindern. Dabei geht es nicht um Schuld, sondern um Fakten und Lösungen.

3. Klare Policies und Kommunikationsregeln

Definiere, wie mit Fehlern umgegangen wird. Formuliere eine klare Policy zur Sanktionsfreiheit, die festlegt, dass das Eingestehen eines Fehlers nicht bestraft wird. Mache deutlich, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem ehrlichen Irrtum und vorsätzlicher Sabotage.

Vom Bauchgefühl zum Fundament: Wie objektive Diagnostik die Fehlerkultur stärkt

Ein verbreitetes Problem bei der Implementierung von Unternehmenskultur ist die fehlende Messbarkeit. Wie weißt du, ob deine Maßnahmen tatsächlich wirken? Viele Unternehmen verlassen sich auf Stimmungsbarometer oder subjektive Einschätzungen. Das ist zu wenig.

Hier kommt die moderne Eignungsdiagnostik ins Spiel. Eine objektive und wissenschaftlich fundierte Potenzialanalyse kann das Fundament legen, um die psychologischen und verhaltensbezogenen Aspekte bei Einzelpersonen zu erfassen, die für eine funktionierende Fehlerkultur entscheidend sind.

Die Rolle objektiver Diagnostik: Auswahl der passenden Gestalter:innen

Der Aufbau einer Fehlerkultur beginnt mit den Menschen, die du einstellst und entwickelst. Um eine Umgebung zu schaffen, in der Offenheit und Lernen gedeihen, musst du Mitarbeitende gewinnen, die die notwendigen psychologischen Voraussetzungen mitbringen. Eine reine Willenserklärung reicht nicht aus – du benötigst objektive Daten über das Potenzial deiner Kandidat:innen.

So unterstützt eine Lösung wie Aivy

Eine digitale Plattform wie Aivy nutzt wissenschaftlich validierte Game-Based Assessments und Fragebögen, um Potenziale und Verhaltensdispositionen von Einzelpersonen zu messen, die für eine positive Fehlerkultur relevant sind.

  • Messung relevanter Kompetenzen: Die Aivy-Lösung erfasst nicht direkt die Fehlerkultur als kollektives Konstrukt, sondern die darunterliegenden individuellen Kompetenzen wie Lernagilität, Resilienz und Offenheit für Erfahrung. Kandidat:innen, die diese Bereitschaft mitbringen, aus Fehlern zu lernen und sich anzupassen, bilden die Basis für eine dynamische Fehlermanagementkultur.
  • Objektivität in Recruiting und Entwicklung: Die objektiven Daten aus den Assessments geben dir eine Grundlage, um im Recruiting und in der Personalentwicklung die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie helfen, Kandidat:innen zu identifizieren, die eine positive Einstellung zu Fehlern mitbringen, und so die Wahrscheinlichkeit eines kulturellen Fits zu erhöhen.
  • Messung des Potenzials als prädiktiver Faktor: Indem du diese Schlüsselpotenziale objektiv erfasst, schaffst du eine messbare Grundlage dafür, wie lernbereit und adaptiv deine zukünftigen Mitarbeitenden sind. Du verbesserst damit die Prädiktionsgenauigkeit für den kulturellen Fit und baust langfristig ein Team auf, das die angestrebte offene Fehlerkultur trägt.

Zusammenfassung: Die Fehlerkultur als Wachstumsstrategie

Die Einführung einer Fehlerkultur ist ein strategisches Projekt, das weit über bloße Schlagworte hinausgeht. Sie erfordert eine bewusste Entscheidung, wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen und die richtigen Tools einzusetzen, um eine Umgebung zu schaffen, in der Offenheit und Lernen die Angst ersetzen.

Eine digitale Plattform wie Aivy kann dich auf diesem Weg entscheidend unterstützen, indem sie die notwendigen Daten und Erkenntnisse liefert, um die psychologischen Grundlagen einer offenen Fehlerkultur zu verstehen, die richtigen Talente zu finden und den Wandel objektiv zu begleiten. So wird die Fehlerkultur im Unternehmen von einem abstraktem Ziel zu einem messbaren und umsetzbaren Wettbewerbsvorteil.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Was ist eine positive Fehlerkultur? Eine positive Fehlerkultur ist eine Unternehmenskultur, in der Fehler nicht als persönliche Versagen, sondern als Chance für gemeinsames Lernen und Prozessverbesserung gesehen werden. Es geht darum, die Angst vor dem Scheitern abzubauen und Transparenz zu fördern.
  2. Warum ist eine offene Fehlerkultur wichtig? Sie fördert Innovation, da Mitarbeitende sich trauen, neue Ideen auszuprobieren. Sie beschleunigt Lernprozesse und trägt zu einer höheren Mitarbeiter:innen-Zufriedenheit und -bindung bei, weil sie psychologische Sicherheit schafft.
  3. Wer ist für die Fehlerkultur im Unternehmen verantwortlich? Die Verantwortung liegt bei allen, aber das Management hat eine entscheidende Vorbildfunktion. Sie müssen das Konzept vorleben und aktiv fördern.
  4. Wie kann ich Fehlerkultur messen? Zusätzlich zu Mitarbeiter:innen-Umfragen kannst du auf objektive, wissenschaftlich fundierte Tools zurückgreifen. Diese messen die zugrundeliegenden Kompetenzen wie Lernbereitschaft, Problemlösung oder Resilienz, die für eine gesunde Fehlerkultur unerlässlich sind.
  5. Was ist der Unterschied zwischen Fehlerkultur und Fehlermanagement? Die Fehlerkultur beschreibt die generelle Haltung einer Organisation gegenüber Fehlern. Das Fehlermanagement umfasst die konkreten Prozesse, Tools und Praktiken (z.B. Post-Mortem-Meetings), um Fehler zu analysieren und aus ihnen zu lernen. Beide Konzepte ergänzen sich.
  6. Wie führe ich eine Fehlerkultur ein? Beginne mit der Führungsebene, die als Vorbild dienen muss. Etabliere klare Kommunikationsregeln und spezifische Rituale, um über Fehler zu sprechen. Nutze datenbasierte Tools, um den Fortschritt zu messen und Transparenz zu schaffen.
  7. Gibt es bekannte Beispiele für Unternehmen mit guter Fehlerkultur? Unternehmen wie Google oder Pixar werden oft als positive Beispiele genannt. Sie haben offene Lernkulturen etabliert, in denen das Testen von Ideen und das Scheitern als normaler Teil des Innovationsprozesses gilt.

Quellen

  • Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383. https://doi.org/10.2307/2666999
  • Mogård, A., Sørensen, A. J., Luthra, S., Brinchmann, B. S., & Storli, S. L. (2022). The relationship between psychological safety and learning behaviour: A study of interprofessional teams in health care. BMC Health Services Research, 22(1), 1–12. https://doi.org/10.3390/ijerph20010406
  • Patil, P. (2023). Psychological safety in the workplace: Investigating its impact on team learning, team efficacy, and team performance. The Open Psychology Journal, 16, e187435012307090. http://dx.doi.org/10.2174/18743501-v16-230727-2023-36
  • Porkodi, S. (2024). The effectiveness of agile leadership in practice: A comprehensive meta-analytic review of the impact of agile leadership on organizational outcomes. Journal of Entrepreneurship, Management and Innovation, 20(2), 117–138. https://doi.org/10.7341/20242026 
  • Santana, J. S., Cardozo, E. S., & Garcia, L. A. (2025). Psychological safety in software workplaces: A systematic literature review. Journal of Systems and Software, 210, 111969. https://doi.org/10.1016/j.jss.2025.111969
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Fehlerkultur im Unternehmen: Definition, Praxis & Messbarkeit

Fehlerkultur im Unternehmen: Wie du sie etablierst, misst und zum Innovationsmotor machst

Fehler gehören zum Leben, das wissen wir. Doch am Arbeitsplatz herrscht oft eine andere Regel: Fehler sind zu vermeiden, zu vertuschen, am besten gar nicht erst zu machen. Diese Haltung mag kurzfristig sauber erscheinen, doch sie bremst Teams und Unternehmen auf lange Sicht aus. Sie führt zu Stillstand statt Innovation und Misstrauen statt Wachstum.

Eine positive Fehlerkultur ist deshalb nicht nur ein weicher Soft-Skill, sondern ein harter Wettbewerbsvorteil. Es geht darum, aus Fehlern zu lernen, sie als Chance zu begreifen und die Angst davor abzubauen. In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du, was eine offene Fehlerkultur wirklich ausmacht, welche konkreten Schritte du einleiten kannst und wie du den Erfolg deiner Bemühungen objektiv messen kannst.

Die Macht der Angst: Wenn Fehler tabu sind

Stell dir eine Organisation vor, in der Fehler sofort mit Schuldzuweisungen und Sanktionen beantwortet werden. Was passiert?

  • Die "Cover-Your-Ass"-Mentalität: Mitarbeiter:innen vertuschen Missgeschicke oder schieben die Verantwortung auf andere. Das Problem wird nicht behoben, sondern nur unsichtbar gemacht – bis es an anderer Stelle wieder auftaucht.
  • Stagnation statt Innovation: Wer Angst vor Fehlern hat, traut sich nicht, Risiken einzugehen oder neue Wege auszuprobieren. Das Ergebnis ist eine Kultur, die sich am Status quo festhält. Neue Ideen werden im Keim erstickt, weil das Risiko des Scheiterns zu hoch erscheint.
  • Verlust von Wissen: Wichtige Lernchancen gehen verloren, weil niemand offen über das spricht, was schiefgelaufen ist. Das gesamte Unternehmen lernt nicht dazu und wiederholt dieselben Fehler.

Dieses Szenario ist nicht nur ineffizient, sondern auch toxisch für die Mitarbeitenden. Es führt zu Stress, geringerer Arbeitszufriedenheit und hoher Fluktuation.

Was eine echte offene Fehlerkultur ausmacht

Eine positive Fehlerkultur ist nicht die Einladung zur Nachlässigkeit, sondern die bewusste Entscheidung, Fehler als wertvolle Informationsquellen zu behandeln. Das Konzept basiert auf der Idee des Fehlermanagements, das den Fehler nicht als Katastrophe, sondern als einen Zwischenschritt in einem Lernprozess betrachtet.

Im Kern geht es um drei zentrale Säulen:

  1. Psychologische Sicherheit: Dies ist das Fundament. Forschende der Arbeitspsychologie definieren psychologische Sicherheit als das geteilte Vertrauen, dass Teammitglieder sich nicht gegenseitig für das Eingestehen von Fehlern, das Stellen von Fragen oder das Äußern von Ideen bestrafen werden. Sie ist entscheidend, um die Angst vor dem Scheitern zu überwinden und offene Kommunikation zu fördern. [Hier könnte ein Platzhalter für eine wissenschaftliche Quelle stehen, z.B. eine Referenz zu den Arbeiten von Amy Edmondson]
  2. Transparenz und Kommunikation: Eine offene Fehlerkultur lebt davon, dass über Fehler gesprochen wird. Das bedeutet, nicht nur die "Was ist passiert?"-Frage zu stellen, sondern vor allem "Warum ist es passiert?" und "Was können wir daraus lernen?".
  3. Lern- und Prozessfokus: Anstatt die Person zu suchen, die den Fehler gemacht hat, liegt der Fokus auf der Analyse der Umstände. Wurde ein Prozess nicht richtig verstanden? War die Anleitung unklar? Hat ein technisches System versagt? Es geht um die Optimierung des Systems, nicht um die Bestrafung des Individuums.

Wie du eine Fehlerkultur im Unternehmen erfolgreich etablierst

Die Einführung einer Fehlerkultur ist kein Schnellschuss. Sie erfordert eine strategische Vorgehensweise und die konsequente Umsetzung auf allen Ebenen.

1. Die Vorbildfunktion des Managements

Führungskräfte spielen die entscheidende Rolle. Wenn sie selbst offen über eigene Fehler sprechen, signalisieren sie dem Team: Es ist in Ordnung, sich zu irren, solange wir daraus lernen. Das erfordert Leadership Humility – die Demut, eigene Unzulänglichkeiten einzugestehen und sich nicht als unfehlbar darzustellen.

2. Etablierung von Ritualen und Formaten

Struktur schafft Sicherheit. Spezielle Meeting-Formate helfen, das Sprechen über Fehler zu institutionalisieren:

  • Post-Mortem-Meetings: Nach Abschluss eines Projekts oder einer wichtigen Aufgabe wird in einer festen Runde besprochen, was gut und was schlecht gelaufen ist. Der Fokus liegt auf den Learnings für zukünftige Projekte.
  • Failure-Friday: Ein zwangloses Format, bei dem wöchentlich eine Person eine kleine persönliche oder berufliche Anekdote über ein Missgeschick teilt und welche Erkenntnisse sie daraus gezogen hat.
  • Incident Reviews: Im Falle eines größeren Problems wird ein strukturierter Prozess initiiert, um die Ursachen zu ergründen und zukünftige Vorkommnisse zu verhindern. Dabei geht es nicht um Schuld, sondern um Fakten und Lösungen.

3. Klare Policies und Kommunikationsregeln

Definiere, wie mit Fehlern umgegangen wird. Formuliere eine klare Policy zur Sanktionsfreiheit, die festlegt, dass das Eingestehen eines Fehlers nicht bestraft wird. Mache deutlich, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem ehrlichen Irrtum und vorsätzlicher Sabotage.

Vom Bauchgefühl zum Fundament: Wie objektive Diagnostik die Fehlerkultur stärkt

Ein verbreitetes Problem bei der Implementierung von Unternehmenskultur ist die fehlende Messbarkeit. Wie weißt du, ob deine Maßnahmen tatsächlich wirken? Viele Unternehmen verlassen sich auf Stimmungsbarometer oder subjektive Einschätzungen. Das ist zu wenig.

Hier kommt die moderne Eignungsdiagnostik ins Spiel. Eine objektive und wissenschaftlich fundierte Potenzialanalyse kann das Fundament legen, um die psychologischen und verhaltensbezogenen Aspekte bei Einzelpersonen zu erfassen, die für eine funktionierende Fehlerkultur entscheidend sind.

Die Rolle objektiver Diagnostik: Auswahl der passenden Gestalter:innen

Der Aufbau einer Fehlerkultur beginnt mit den Menschen, die du einstellst und entwickelst. Um eine Umgebung zu schaffen, in der Offenheit und Lernen gedeihen, musst du Mitarbeitende gewinnen, die die notwendigen psychologischen Voraussetzungen mitbringen. Eine reine Willenserklärung reicht nicht aus – du benötigst objektive Daten über das Potenzial deiner Kandidat:innen.

So unterstützt eine Lösung wie Aivy

Eine digitale Plattform wie Aivy nutzt wissenschaftlich validierte Game-Based Assessments und Fragebögen, um Potenziale und Verhaltensdispositionen von Einzelpersonen zu messen, die für eine positive Fehlerkultur relevant sind.

  • Messung relevanter Kompetenzen: Die Aivy-Lösung erfasst nicht direkt die Fehlerkultur als kollektives Konstrukt, sondern die darunterliegenden individuellen Kompetenzen wie Lernagilität, Resilienz und Offenheit für Erfahrung. Kandidat:innen, die diese Bereitschaft mitbringen, aus Fehlern zu lernen und sich anzupassen, bilden die Basis für eine dynamische Fehlermanagementkultur.
  • Objektivität in Recruiting und Entwicklung: Die objektiven Daten aus den Assessments geben dir eine Grundlage, um im Recruiting und in der Personalentwicklung die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie helfen, Kandidat:innen zu identifizieren, die eine positive Einstellung zu Fehlern mitbringen, und so die Wahrscheinlichkeit eines kulturellen Fits zu erhöhen.
  • Messung des Potenzials als prädiktiver Faktor: Indem du diese Schlüsselpotenziale objektiv erfasst, schaffst du eine messbare Grundlage dafür, wie lernbereit und adaptiv deine zukünftigen Mitarbeitenden sind. Du verbesserst damit die Prädiktionsgenauigkeit für den kulturellen Fit und baust langfristig ein Team auf, das die angestrebte offene Fehlerkultur trägt.

Zusammenfassung: Die Fehlerkultur als Wachstumsstrategie

Die Einführung einer Fehlerkultur ist ein strategisches Projekt, das weit über bloße Schlagworte hinausgeht. Sie erfordert eine bewusste Entscheidung, wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen und die richtigen Tools einzusetzen, um eine Umgebung zu schaffen, in der Offenheit und Lernen die Angst ersetzen.

Eine digitale Plattform wie Aivy kann dich auf diesem Weg entscheidend unterstützen, indem sie die notwendigen Daten und Erkenntnisse liefert, um die psychologischen Grundlagen einer offenen Fehlerkultur zu verstehen, die richtigen Talente zu finden und den Wandel objektiv zu begleiten. So wird die Fehlerkultur im Unternehmen von einem abstraktem Ziel zu einem messbaren und umsetzbaren Wettbewerbsvorteil.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Was ist eine positive Fehlerkultur? Eine positive Fehlerkultur ist eine Unternehmenskultur, in der Fehler nicht als persönliche Versagen, sondern als Chance für gemeinsames Lernen und Prozessverbesserung gesehen werden. Es geht darum, die Angst vor dem Scheitern abzubauen und Transparenz zu fördern.
  2. Warum ist eine offene Fehlerkultur wichtig? Sie fördert Innovation, da Mitarbeitende sich trauen, neue Ideen auszuprobieren. Sie beschleunigt Lernprozesse und trägt zu einer höheren Mitarbeiter:innen-Zufriedenheit und -bindung bei, weil sie psychologische Sicherheit schafft.
  3. Wer ist für die Fehlerkultur im Unternehmen verantwortlich? Die Verantwortung liegt bei allen, aber das Management hat eine entscheidende Vorbildfunktion. Sie müssen das Konzept vorleben und aktiv fördern.
  4. Wie kann ich Fehlerkultur messen? Zusätzlich zu Mitarbeiter:innen-Umfragen kannst du auf objektive, wissenschaftlich fundierte Tools zurückgreifen. Diese messen die zugrundeliegenden Kompetenzen wie Lernbereitschaft, Problemlösung oder Resilienz, die für eine gesunde Fehlerkultur unerlässlich sind.
  5. Was ist der Unterschied zwischen Fehlerkultur und Fehlermanagement? Die Fehlerkultur beschreibt die generelle Haltung einer Organisation gegenüber Fehlern. Das Fehlermanagement umfasst die konkreten Prozesse, Tools und Praktiken (z.B. Post-Mortem-Meetings), um Fehler zu analysieren und aus ihnen zu lernen. Beide Konzepte ergänzen sich.
  6. Wie führe ich eine Fehlerkultur ein? Beginne mit der Führungsebene, die als Vorbild dienen muss. Etabliere klare Kommunikationsregeln und spezifische Rituale, um über Fehler zu sprechen. Nutze datenbasierte Tools, um den Fortschritt zu messen und Transparenz zu schaffen.
  7. Gibt es bekannte Beispiele für Unternehmen mit guter Fehlerkultur? Unternehmen wie Google oder Pixar werden oft als positive Beispiele genannt. Sie haben offene Lernkulturen etabliert, in denen das Testen von Ideen und das Scheitern als normaler Teil des Innovationsprozesses gilt.

Quellen

  • Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383. https://doi.org/10.2307/2666999
  • Mogård, A., Sørensen, A. J., Luthra, S., Brinchmann, B. S., & Storli, S. L. (2022). The relationship between psychological safety and learning behaviour: A study of interprofessional teams in health care. BMC Health Services Research, 22(1), 1–12. https://doi.org/10.3390/ijerph20010406
  • Patil, P. (2023). Psychological safety in the workplace: Investigating its impact on team learning, team efficacy, and team performance. The Open Psychology Journal, 16, e187435012307090. http://dx.doi.org/10.2174/18743501-v16-230727-2023-36
  • Porkodi, S. (2024). The effectiveness of agile leadership in practice: A comprehensive meta-analytic review of the impact of agile leadership on organizational outcomes. Journal of Entrepreneurship, Management and Innovation, 20(2), 117–138. https://doi.org/10.7341/20242026 
  • Santana, J. S., Cardozo, E. S., & Garcia, L. A. (2025). Psychological safety in software workplaces: A systematic literature review. Journal of Systems and Software, 210, 111969. https://doi.org/10.1016/j.jss.2025.111969

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Ausbildungsleiter bei DIEHL
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Marie-Jo Goldmann
Head of HR bei nucao
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Aivy ist das beste, was mir im deutschen Diagnostik Start-up Bereich bislang über den Weg gelaufen ist.“

Carl-Christoph Fellinger
Strategic Talent Acquisition bei Beiersdorf
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Anna Miels
Manager Learning & Development bei apoproject
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Jürgen Muthig
Leiter Berufsausbildung bei Fresenius
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HR Manager bei KU64
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Matthias Kühne
Director People & Culture bei MCI Deutschland
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Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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