Fokus auf Geschwindigkeit oder Genauigkeit

In der Psychologie ist schon seit den 1920ern bekannt, dass in (fast) jeder Aufgabe die Bearbeitungsgeschwindigkeit zugunsten der Genauigkeit erhöht werden kann. Einen umfangreichen Überblick über die Forschung dieses Speed-Accuracy-Tradeoffs bietet Wickelgren (1977). Im Allgemeinen gilt, dass schnelle Entscheidungen eher fehleranfällig sind und genaue Entscheidungen eher langsam gefällt werden. Der Zusammenhang ist jedoch nicht linear, sondern ähnelt einer logistischen Funktion.

Wenn es darum geht, schnell die richtige Entscheidung zu treffen

Einige Personen legen ihren Fokus auf Geschwindigkeit und nehmen dafür Fehler in Kauf, andere nehmen sich wiederum die Zeit für eine genauere Entscheidungsfindung. Viele Personen werden auch versuchen, dabei ein Mittel zu finden, um beides miteinander in Balance zu bringen. Hierbei müssen sie jedoch sowohl bei der Geschwindigkeit als auch bei der Genauigkeit kleine Einbußen in Kauf nehmen. Generell lässt sich das Entscheidungsverhalten jeder Person auf der obigen Kurve verorten.

Da es sich um ein Trade-Off zwischen zwei wichtigen Faktoren handelt, gibt es nicht keinen Sweet Spot, an dem sowohl Genauigkeit als auch Geschwindigkeit maximal gegeben sind. Deshalb ist das ideale Vorgehen vor allem von den Anforderungen der Aufgabe abhängig:

In manchen beruflichen Kontexten ist nicht genügend Zeit vorhanden, um alles noch einmal gegenzuprüfen und Aufgaben perfekt zu erledigen. Hier würde eine Person mit hohem Fokus auf Genauigkeit den Ablauf eher aufhaltend wirken.

In anderen Jobs steht mehr Zeit zur Verfügung und Sorgfalt ist die oberste Priorität. Hier würden die Flüchtigkeitsfehler einer auf Geschwindigkeit fokussierten Person stärker ins Gewicht fallen.

Wie wird gemessen, ob eine Personen eher auf Geschwindigkeit oder Genauigkeit fokussiert ist?

Sie wollen erfassen,wo der Fokus Ihrer Bewerber:innen liegt und herausfinden, ob diese zu Ihnen passen? Aivy unterstützt Sie gerne dabei! 

Hierfür ist nicht einmal das Absolvieren eines zusätzlichen Tests nötig! Die Präferenzen für Geschwindigkeit oder Genauigkeit werden in jedem unserer Game-based Assessments erfasst. So entsteht ein umfangreiches Bild des Verhaltens ihrer Bewerber:innen über verschiedene Aufgaben und Situationen hinweg.

Das Ganze entspricht den Testgütekriterien der klassischen Testtheorie und bietet somit eine fundierte und zugleich auch spielerische Unterstützung bei der Selbstreflektion! 

Eine weitere Auswahl an Konstrukten, die wir für Sie erheben können, finden Sie hier:

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Quellen
  • Bromiley, P., & Curley, S. P. (1992). Individual differences in risk taking. In J. F. Yates (Ed.), Wiley series in human performance and cognition. Risk-taking behavior (p. 87–132). John Wiley & Sons.
  • Gilley, K. M., Walters, B. A., & Olson, B. J. (2002). Top management team risk taking propensities and firm performance: Direct and moderating effects. Journal of Business Strategies, 19(2), 95.
  • García-Granero, A., Llopis, Ó., Fernández-Mesa, A., & Alegre, J. (2015). Unraveling the link between managerial risk-taking and innovation: The mediating role of a risk-taking climate. Journal of Business Research, 68(5), 1094-1104.
  • Hadar, L., & Fischer, I. (2008). Giving advice under uncertainty: What you do, what you should do, and what others think you do. Journal of Economic Psychology, 29(5), 667–683.
  • Kalbers, L. P., & Cenker, W. J. (2008). The impact of exercised responsibility, experience, autonomy, and role ambiguity on job performance in public accounting. Journal of Managerial Issues, 327-347.
  • Wickelgren, W. A. (1977). Speed-accuracy tradeoff and information processing dynamics. Acta psychologica, 41(1), 67-85.
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