Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz hat vor allem in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies liegt zum einen daran, dass häufiger in Teams gearbeitet wird und zum anderen daran, dass das relativ neue Konstrukt der emotionalen Intelligenz besser erforscht ist und die Vorteile dahinter immer deutlicher werden.

Doch was ist emotionale Intelligenz eigentlich?

Salovey & Mayer (1990) definieren emotionale Intelligenz als ein Bündel von Fähigkeiten einschließlich

  1. der Fähigkeit, die eigenen und die Emotionen anderer wahrzunehmen,
  2. zwischen diesen zu unterscheiden und
  3. diese Informationen zu nutzen, um sein eigenes Denken und Handeln zu leiten.


Obwohl diese Fähigkeiten für die persönliche Entwicklung eine große Rolle spielen, ist die Relevanz im beruflichen Kontext stark variierend. Unterschiedliche Jobs fordern nicht nur ein unterschiedliches Maß sondern auch unterschiedliche Arten von sozialen und emotionalen Interaktionen:

  • In manchen Jobs sind emotionale Interaktionen ein täglicher Faktor. Hier geht es vor allem darum, auf die anderen einzugehen und empathisch zu handeln (z.B. in der Pflege).
  • Andere Berufe erfordern zwar viele Interaktionen mit anderen, aber es geht vorrangig um positive, prosoziale Verhaltensweisen (z.B. als Kellner:in).
  • Wieder andere Berufsfelder erfordern die Beeinflussung der Emotionen und Motive anderer (z.B. Versicherungsvertreter:in) oder das Anpassen des eigenen Verhaltens auf die Bedürfnisse anderer (z.B. Psycholog:in).
  • Aber auch die Anzahl an Berufen, in denen man weniger häufig mit anderen interagiert und emotionale Intelligenz dadurch keine große Rolle spielt, ist hoch. So beispielsweise als Mathematiker:in. (Zeidner et al., 2004)


Wie zu sehen ist, ist emotionale Intelligenz ein vielschichtiges Konstrukt. Unterschiedliche Facetten davon verschaffen Mitarbeitenden in verschiedenen Bereichen einen Vorteil.

Wie erfasst man emotionale Intelligenz?

Gehört emotionale Intelligenz zu den Stärken ihrer Bewerber:innen?

Mit unserem game-based Assessment „Gefühlschaos“ finden Sie das im Handumdrehen heraus. Hierbei werden Nutzer:innen darin gefordert, Gefühle in kürzester Zeit zu erkennen. Es wird also die Emotionswahrnehmung der Bewerbenden gemessen.

Das ganze entspricht den Testgütekriterien der klassischen Testtheorie und bietet somit eine fundierte und zugleich auch spielerische Unterstützung bei der Selbstreflektion! 

Eine weitere Auswahl an Konstrukten, die wir für Sie erheben können, finden Sie hier:

Alle Testverfahren von Aivy®
Quellen
  • Betsch, T., & Haberstroh, S. (2005). Current research on routine decision making: Advances and prospects. The routines of decision making, 359-376.
  • Duncker, K. (1935). Zur Psychologie des produktiven Denkens. [The psychology of productive thought]. Springer.
  • English, L. D. (1997). The development of fifth-grade children's problem-posing abilities. Educational studies in Mathematics, 34(3), 183-217.
  • Fernandez-Duque, D., Baird, J. A., & Posner, M. I. (2000). Executive attention and metacognitive regulation. Consciousness and cognition, 9(2), 288-307.
  • Funke, J., & Fritz, A. (1995). Über Planen, Problemlösen und Handeln.
  • Greiff, S., Fischer, A., Wüstenberg, S., Sonnleitner, P., Brunner, M., & Martin, R. (2013). A multitrait–multimethod study of assessment instruments for complex problem solving. Intelligence, 41(5), 579-596.
  • Mainert, J., Niepel, C., Murphy, K. R., & Greiff, S. (2019). The incremental contribution of complex problem-solving skills to the prediction of job level, job complexity, and salary. Journal of Business and Psychology, 34(6), 825-845.
  • Salovey, P., & Mayer, J. D. (1990). Emotional intelligence. Imagination, cognition and personality, 9(3), 185-211.
  • Tulving, E. (1972). Episodic and semantic memory. Organization of memory, 1, 381-403.
  • Zeidner, Moshe, Gerald Matthews, and Richard D. Roberts. "Emotional intelligence in the workplace: A critical review." Applied Psychology 53.3 (2004): 371-399.
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