Verhaltenskontrolle und selektive Wahrnehmung

Man sitzt an einer Aufgabe, die viel Konzentration benötigt. Nebenbei blinken neue Mails auf, das Telefon klingelt und unser Kalender benachrichtigt uns, dass wir in zwei Stunden ein Meeting haben. Die Informationen, die wir gleichzeitig managen müssen, nehmen von Tag zu Tag zu. Deshalb wird es immer wichtiger, relevante Elemente zu erkennen und irrelevante auszublenden.


Verhaltenskontrolle oder auch kognitive Kontrolle beschreibt die Fähigkeit, die wir benutzen um unsere eigene Aufmerksamkeit und unsere kognitiven Kapazitäten zu überwachen und zu steuern. Besonders wichtig ist dies in neuen Kontexten, in denen sich unsere Umgebung ändert und wir mit routiniertem Verhalten nicht weiterkommen (Fernandez-Duque et al. 2000).

Neuen, unkontrollierbaren Kontexte begegnet man in den meisten Jobs jedoch nicht alltäglich. Dadurch ist kognitive Kontrolle in verschiedenen Berufsfeldern unterschiedlich wichtig.

  • Bei Jobs mit klar definierten, routinierten Aufgaben wird kognitive Kontrolle selten benötigt. Im anfangs beschriebenen Kontext kann man beispielsweise das Handy und die Benachrichtigungen stummschalten, um die Flut an Informationen zu reduzieren.
  • Ist man jedoch häufig mit Unvorhersehbarkeiten und Notfällen konfrontiert, spielt die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitssteuerung eine wichtige Rolle.
Ein Unfallchirurg muss beispielsweise blitzschnell herausfiltern, was die gefährlichsten Verletzungen sind und wie er angemessen darauf reagiert. Ein Pilot muss das Wetter immer im Blick haben und entsprechend darauf reagieren, anstatt die ganze Zeit nur routiniert seine Maschine zu steuern.


Auch in Jobs, in denen man mit einer Fülle an Informationen konfrontiert wird, ist es wichtig, die relevanten Informationen herausfiltern zu können.

  • Ein Psychologe muss seinen Patient*innen aufmerksam zuhören und entscheiden, was wichtig für den weiteren Therapieverlauf ist, damit er spezifisch darauf eingehen kann.
  • Ein Richter muss aus allen präsentierten Beweisen und Informationen die heraussuchen, die zu einer Lösung beitragen und darauf sein Urteil basieren.

Wie erfasst man Verhaltenskontrolle?

Gehört kognitive Kontrolle  zu den Stärken ihrer Bewerber:innen?

Mit unserem game-based Assessment „Windstärke 7“ finden Sie das im Handumdrehen heraus. Hierbei müssen Nutzer*innen blitzschnell erkennen, welche Reize relevant sind und dürfen sich nicht ablenken lassen.

Das ganze entspricht den Testgütekriterien der klassischen Testtheorie und bietet somit eine fundierte und zugleich auch spielerische Unterstützung bei der Selbstreflektion! 

Eine weitere Auswahl an Konstrukten, die wir für Sie erheben können, finden Sie hier:

Challenges
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Quellen
  • Betsch, T., & Haberstroh, S. (2005). Current research on routine decision making: Advances and prospects. The routines of decision making, 359-376.
  • Duncker, K. (1935). Zur Psychologie des produktiven Denkens. [The psychology of productive thought]. Springer.
  • English, L. D. (1997). The development of fifth-grade children's problem-posing abilities. Educational studies in Mathematics, 34(3), 183-217.
  • Fernandez-Duque, D., Baird, J. A., & Posner, M. I. (2000). Executive attention and metacognitive regulation. Consciousness and cognition, 9(2), 288-307.
  • Funke, J., & Fritz, A. (1995). Über Planen, Problemlösen und Handeln.
  • Greiff, S., Fischer, A., Wüstenberg, S., Sonnleitner, P., Brunner, M., & Martin, R. (2013). A multitrait–multimethod study of assessment instruments for complex problem solving. Intelligence, 41(5), 579-596.
  • Mainert, J., Niepel, C., Murphy, K. R., & Greiff, S. (2019). The incremental contribution of complex problem-solving skills to the prediction of job level, job complexity, and salary. Journal of Business and Psychology, 34(6), 825-845.
  • Salovey, P., & Mayer, J. D. (1990). Emotional intelligence. Imagination, cognition and personality, 9(3), 185-211.
  • Tulving, E. (1972). Episodic and semantic memory. Organization of memory, 1, 381-403.
  • Zeidner, Moshe, Gerald Matthews, and Richard D. Roberts. "Emotional intelligence in the workplace: A critical review." Applied Psychology 53.3 (2004): 371-399.
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